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Ad Astra - Zu den Sternen

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Once Upon a Time in the Solar System

Ad Astra - Zu den Sternen Kritik

Ad Astra - Zu den Sternen Kritik
12 Kommentare - 21.09.2019 von TiiN
In dieser Userkritik verrät euch TiiN, wie gut "Ad Astra - Zu den Sternen" ist.
Ad Astra - Zu den Sternen

Bewertung: 4.5 / 5

Ad Astra ist ein Science Fiction Film des US-amerikanischen Regisseurs und Drehbuchautors James Gray. Die Kritik ist spoilerfrei.

Trailer zu Ad Astra - Zu den Sternen

Der Astronaut Roy arbeitet auf einer riesigen Raumstation. Die Menschen haben begonnen das Sonnensystem zu kolonisieren. Auf dem Mond gibt es viele Stationen, auch der Mars wird teilweise bewohnt und von der Erde ragen riesige Stationstürme bis ins Weltall.
Jedoch wird die Erde seit einiger Zeit immer wieder von sogenannten Magnetwellen heimgesucht, welche teilweise schlimme Schäden verursachen. Man vermutet, dass Roys Vater Clifford eine Jahrzehnte lang zurückliegende Raummission überlebt haben und verantwortlich für diese verheerenden Wellen sein könnte.

Soviel zu der Handlung, diese wird nicht wesentlich komplexer, ist aber auch nicht weiter notwendig für einen der vermutlich besten Filme des Jahres. Jedoch ist es auch ein Film, der viele Leute nicht ansprechen wird, denn es ist kein Actionfilm, kein klassischer Abenteuerfilm und im Wesentlichen auch kein Unterhaltungsfilm. Ad Astra ist eine Perle für Science Fiction Liebhaber, welche sich schon für 2001 – Odyssee im Weltraum, Solaris oder Interstellar begeistern konnten

Der Regisseur James Gray gehört zu den wenigen Menschen, welche zu ihren Regiearbeiten auch das Drehbuch selbst schreiben, in diesem Fall tat er es gemeinsam mit Ethan Gross. Das Skript ist dabei relativ gewöhnlich ausgefallen und an komplexe Handlungen wie in 2001, Solaris oder Interstellar ist bei Ad Astra gar nicht zu denken. Aber die Tatsache, dass Gray das Skript selbst schrieb, unterstreicht seine Leidenschaft und Hingabe zu diesem Film, welcher fernab von diversen Studiowünschen inszeniert wurde. Ad Astra ist ein äußerst ruhiger Film, gelegentlich gibt es etwas mehr Tempo, aber der ganze Film kommt sehr gelassen daher und kann somit die Größe und die Leere des Weltraums perfekt in die Linse fassen. Die 123 Minuten Laufzeit sind ziemlich gewöhnlich, aber sie fühlen sich wie 150 oder gar 180 Minuten an und jetzt kommt es – ohne dabei langweilig zu sein!

Gray schickt seinen Hauptdarsteller Brad Pitt auf eine unfassbare Reise durch unser Sonnensystem von der Erde zum Mond, bis hin zum Mars und noch weiter. Das Tempo und die Inszenierung werden von Max Richter und Lorne Balfes ebenso ruhiger aber wunderschöner Musik begleitet. Zunächst wirken die Noten der beiden Herren etwas unscheinbar, aber im Laufe der Reise lässt man sich sehr auf die Klänge ein.

Bei Brad Pitt dachte man bereits, dass er mit Once Upon A Time In Hollywood eine starke Leistung abgeliefert hat. Bei Ad Astra ist er nicht nur Hauptdarsteller, er ist in gefühlt 90 % der Szenen vor der Kamera und muss oft in der Leere des Alls alleine schauspielern. Das gelingt ihm hervorragend und seine Leistung in Ad Astra steht der von Tarantinos Werk in fast nichts nach. Die Nebenrollen an Pitts Seite sind relativ kurz gehalten. Liv Tyler ist beispielsweise nur in ein paar kurzen Einstellungen zu sehen. Am meisten darf man noch von Donald Sutherland und Tommy Lee Jones sowie einigen eher unbekannten Nebendarstellern sehen, welche alle jedoch einen guten Job machen.

Eine große Trumpfkarte von Ad Astra sind jedoch nicht die Nebendarsteller sondern die wundervollen Bilder von unserem Sonnensystem. Die Mondoberfläche hat man nie schöner gesehen, Raumstationen wirken authentisch und der blau strahlende Neptun mit seinen Ringen (ja, auch der Neptun hat Ringe) ist eine Augenweide. Zeitgleich sind diverse Raumstationen äußerst authentisch eingerichtet und man fühlt sich mehr als ein Mal an 2001: Odyssee im Weltraum erinnert. Eine schöne Anspielung ist beispielsweise auch, dass Clifford (Roys Vater) damals eine Reise zum Jupiter (Anspielung an 2001: Odyssee im Weltraum) und später eine weitere zum Saturn (Anspielung an Interstellar) auf sich nahm. Das hört man nur in Nacherzählungen, sind aber nette Anspielungen.
Bei der Inszenierung, der musikalischen Untermalung und eben auch dem Szenenbild bzw. der generellen Optik erkennt man sehr schnell, dass Ad Astra kein Unterhaltungsfilm sondern vielmehr ein kleines Kunstwerk ist und sehr atmosphärisch daher kommt.

Das ist auch der Grund, warum der Film vielen Leuten nicht groß zusagen wird. In der Kinovorstellung haben ein paar recht junge Zuschauer nach einer Stunde den Saal verlassen, weil es ihnen offenbar zu langweilig war.
Was ebenfalls für Interessierte erschwerend hinzu kommen kann ist die Tatsache, dass Brad Pitts Figur relativ viel gedanklich mit sich selbst spricht. Manche Dinge sind davon sehr gut gemacht und notwendig, andere Gedanken sind relativ offensichtlich und müssen nicht unbedingt erzählt werden.

Neben der erstklassigen Präsentation und der relativ schlichten Handlung verfolgt Ad Astra philosophische Thesen. So beäugt Roy beispielsweise skeptisch die Mondstation, weil die Menschen durch diverse Freizeitangebote mehr oder weniger das machen, was sie auch auf der Erde taten. Zudem stellt Ad Astra die allseits bekannte Frage, ob wir alleine im Universum sind oder ob da draußen noch jemand auf uns warten könnte. Diese Frage wird mit einer durchaus mutigen Antwort abgeschlossen. Weiterhin werden distanzierte Weltbilder der Charaktere gezeigt und entwickelt. Hier finden sich ein paar Parallelen zu Aufbruch zum Mond und dem ebenfalls eher verschlossenen Neil Armstrong, damals dargestellt von Ryan Gosling. Ganz ehrlich, auch wenn die Hintergründe der Figuren anders sind, die Darstellung von Brad Pitt ist deutlich authentischer.

Wer einfach nur Unterhaltung möchte der guckt sich Der Marsianer (ebenfalls ein starker Film) an und macht einen Bogen um Ad Astra. Wer jedoch Wert auf Inszenierung, Visualisierung und philosophische Ansätze legt und sich für das Thema Science Fiction bzw. dem Weltraum interessiert, der soll sich die zwei Stunden für Ad Astra Zeit nehmen.
Brad Pitt spielt großartig, James Gray inszeniert großartig und der Film regt einmal mehr zum nachdenken über das große Unbekannte dort draußen an.

Durch Mut zum Nischenprodukt einer der bislang besten Filme des Jahres.

Ad Astra - Zu den Sternen Bewertung
Bewertung des Films
910
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12 Kommentare
MJ-Pat
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luhp92 : : BOTman Begins
04.10.2019 00:21 Uhr
0
Dabei seit: 16.11.11 | Posts: 12.085 | Reviews: 180 | Hüte: 406

@TiiN und ZSSnake
"Nischenprodukt im Bereich Sci-Fi - siehe I Am Mother zuletzt , den ich extrem gelungen fand- scheint 2019 aufzugehen."

Hier wird "Ad Astra" übrigens mit dem Science-Fiction-Film "High Life" aus dem Jahr 2018 vergleichen. Zu lesen im letzten Absatz.

deinkopfkino.wordpress.com/2019/09/23/filme-ad-astra-zu-den-sternen-2019/

@TiiN
"wenn Brad Pitt bei den Globes und/oder Oscars sowohl für den besten Nebendarsteller (Once Upon A Time in Hollywood) sowie als bester Hauptdarsteller (Ad Astra) nominiert wird. Wobei zweiteres wohl Wunschdenken bleibt, ich denke dafür ist der Film zu speziell um bei den Preisverleihungen (groß) mitzumischen."

Bei den Golden Globes könnte das durchaus der Fall sein, bei den Oscars höchstwahrscheinlich nicht. Da dürfte es meiner Einschätzung nach eher auf OUATIH hinauslaufen. Und "Ad Astra" höchstens in den technischen Kategorien...

@Kayin
"aber für mich hat der Film keine Message! Ich weiß nicht, was der Film mir sagen will."

Falls du an meiner Interpretation interessiert bist, kannst du gerne mein Review lesen. In "Ad Astra" steckt meiner Meinung nach schon Einiges an Inhalt drin.

https://www.moviejones.de/kritiken/ad-astra-zu-den-sternen-kritik-5674.html

- "Sie sind ein Erpresser und ein Bandit, Mr. Shatterhand."
- "Willkommen in Amerika!"

MJ-Pat
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Kayin : : Hollywoodstar
23.09.2019 18:16 Uhr
0
Dabei seit: 11.10.15 | Posts: 2.323 | Reviews: 2 | Hüte: 228

Interstellar ist auch mein Lieblingsfilm, mit großem Abstand. Einen Hut für dich.

Ja, vllt habe ich meine Erwartungen zu hoch geschraubt, da konnte der Film nur verlieren. Wie ich schon sagte, werde ich ihn mir nach dem Heimkino Release nochmals anschauen. Ich will auch jetzt keine Bewertung abgeben, sie wäre wahrscheinlich zu schlecht und dem Film auch nicht gerecht

"I’ll do my best."

"Your best! Losers always whine about their best. Winners go home and fuck the prom queen."

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TiiN : : Goldkerlchen 2019
23.09.2019 18:09 Uhr | Editiert am 23.09.2019 - 18:13 Uhr
1
Dabei seit: 01.12.13 | Posts: 4.946 | Reviews: 118 | Hüte: 217

@Kayin
Da habe ich das Level von Interstellar erwartet.

Vielleicht ist das das Problem. Wie man weiß liebe ich Interstellar, es ist mein Lieblingsfilm. Aber ich weiß auch was für ein genialer Filmemacher und was für eine akribische Arbeit dahintersteckt. Allein die Tatsache, dass Nolan mit dem späteren Nobelpreisträger Thorne zusammengearbeitet hat.
Ich habe von Ad Astra kein Interstellar erwartet, so einen Film bekommt man vielleicht ein mal alle paar Jahrzehnte.

Praktischerweise versucht AD Astra aber auch Interstellar nicht zu kopieren und legt andere Schwerpunkte und Erzählstrukturen an den Tag.

@Raven13

Nen Hut für deine Ausführungen. smile

MJ-Pat
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Kayin : : Hollywoodstar
23.09.2019 12:11 Uhr
0
Dabei seit: 11.10.15 | Posts: 2.323 | Reviews: 2 | Hüte: 228

@raven13

Ebenfalls nochmal danke für die Erklärung.

Irgendwie hat der Film mich nicht in den Bann gezogen, wie Interstellar oder First man. In den anderen Filmen fühlt man die Bedrohung des Weltalls oder was es bedeutet, in den weiten des Alls gefangen zu sein. Hier habe ich das alles vermisst, vllt auch, weil der Realismus nicht gegenwärtig war.

Ich werde ihn mir zum Heimkino Release nochmals anschauen, vllt springt dann der Funke über.

"I’ll do my best."

"Your best! Losers always whine about their best. Winners go home and fuck the prom queen."

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Petra82 : : Schneefeger
23.09.2019 09:18 Uhr
0
Dabei seit: 07.10.08 | Posts: 1.947 | Reviews: 15 | Hüte: 68

Ich gehe nächste Woche Sonntag. Bin sehr gespannt durch eure Meinungen, denn ich bin ein großer Fan dieser eher "nachdenklichen" Sci-Fi-Filme, die man manchmal gar nicht so richtig greifen kann. Mir hat Sunshine gefallen und ich liebe First Man, schon allein aufgrund des Soundtracks, deswegen hoffe ich, dass es mir wie euch gehen wird.

Warum bin ich nicht aus Stein wie du...?

MJ-Pat
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Raven13 : : Desert Ranger
23.09.2019 08:59 Uhr | Editiert am 23.09.2019 - 09:04 Uhr
1
Dabei seit: 13.02.16 | Posts: 1.830 | Reviews: 39 | Hüte: 184

@ TiiN

Ich war gestern Abend in der Spätvorstellung im Kino. Größter Kinosaal mit etwa 650 Plätzen. Wir waren nur DREI Leute im Kino. Erschreckend für das erste Wochenende.

Eine absolut perfekte Kritik, der ich mich in jedem Wort zu 100 % anschließen kann. Der Film hat mich richtig gepackt und nicht mehr losgelassen. Dazu diese unglaublich passende Musik, echt stark. Brad Pitt hat eine klasse Performance hingelegt, für mich definitiv die bessere Performance im Vergleich zu OUATIH. Ich muss Ad Astra erst einmal verdauen und ein wenig sacken lassen und noch ein Weilchen dfrüber nachdenken, aber ich kann schon jetzt sagen, dass es auch für mich einer der besten Filme 2019 bisher ist.

Hut für deine tolle Kritik!

@ Kayin

"Gerade die wissenschaftliche Genauigkeit, welche ich von dem Film erwartete, ist einfach nicht vorhanden."

Naja, Ad Astra mag nicht zu 100 % wissenschaftlich korrekt sein, aber ich finde, er bekommt den Spagat zwischen Realismus und Unrealismus sehr gut hin. Interstellar übrigens ist auch weder wissenschaftlich noch von der Astronautik her 100 % realistisch. Vieles in Interstellar ist reine Spekulation und Sci-Fi, während Ad Astra da noch mehr den Ball etwas flacher hält. Es sind aber beides extrem starke Filme in meinen Augen.

"Ich war heute in Ad Astra und ich bin etwas enttäuscht. Ich liebe Interstellar, Arrival, Solaris, Moon, Apollo 18 etc etc, aber für mich hat der Film keine Message! Ich weiß nicht, was der Film mir sagen will. Vllt kannst du es mir sagen?!?"

Dazu möchte ich auch gerne noch ein paar Worte sagen:

Für mich hat Ad Astra viele Messages, nicht nur "Die Eine". Die für mich wichtigste Message ist jedoch, dass F amilie Wichtiger ist als der Job oder die Leidenschaft. H. Clifford McBride (Tommy Lee Jones) hat sein Leben Lang einem Gespenst hinterhergejagt und musste am Ende feststellen, dass er "versagt" hat. Weder intelligentes, außerirdisches Leben gefunden (zumindest in unserem Sonnensystem) noch war er ein guter Ehemann und Vater. Am Ende hat er erkannt, dass er versagt hat, für sein persönliches "Hirngespinst". Er hat etwas im Weltall gesucht, dass er nicht gefunden hat, obwohl er Zuhause bereits etwas HAT, was bereits da ist und ihn gebraucht hätte. Er hat sich seiner Verantwortung entzogen. Als er das am Ende erkannt hat, ist er in persönlicher Scham untergegangen und sah nur einen Ausweg, um sich nicht der Wahrheit auf der Erde stellen zu müssen: Den eigenen Tod.

Eine weitere Message könnte man darin sehen, dass Menschen in Einsamkeit im Weltall innerlich verrückt werden und den echten Lebenssinn aus den Augen verlieren.

Noch eine Message sehe ich darin, dass wir uns mehr um unsere Erde und um die gesellschaftlichen Probleme kümmern sollten, als im Weltall noch weitere Probleme zu schaffen. Es reicht uns Menschen nicht, die Erde zu zerstören und sich gesellschaftlich zu zerfressen, nein, wir müssen auch noch Probleme im Werltall verursachen. Ein kleiner Fehler, wieder einmal durch Menschen verursacht, führt zu Problemen im ganzen Sonnensystem. Das ist genau das, was die Menschen auch auf der Erde tun. Kleine Fehler, die die Erde und die Lebewesen darauf massiv bedrohen.

MJ-Pat
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Kayin : : Hollywoodstar
22.09.2019 22:23 Uhr
0
Dabei seit: 11.10.15 | Posts: 2.323 | Reviews: 2 | Hüte: 228

@Tiin

OK, vielen Dank. Kam mir alles so lapidar vor, so ohne richtigen Twist. Nun ja, so richtig pralle fand ich ihn jetzt aber auch nicht. Gerade die wissenschaftliche Genauigkeit, welche ich von dem Film erwartete, ist einfach nicht vorhanden. Da habe ich das Level von Interstellar erwartet. Alles in allem ist er mir "zu ruhig" in der Dramaturgie und der Erzählstruktur. Brad Pitt war natürlich genial, täuscht aber nicht über die Schwächen des Drehbuchs hinweg, zumindest mMn.

"I’ll do my best."

"Your best! Losers always whine about their best. Winners go home and fuck the prom queen."

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TiiN : : Goldkerlchen 2019
22.09.2019 22:10 Uhr
0
Dabei seit: 01.12.13 | Posts: 4.946 | Reviews: 118 | Hüte: 217

@Kayin

Freut mich, dass du dir den Film angeschaut hast. Die Handlung ist ziemlich schlicht und der Film geht eher auf Schauwerte und ein paar philosophische Dinge ein. Aber zu einer wichtigen Message schrieb ich in meiner Kritik:

Zudem stellt Ad Astra die allseits bekannte Frage, ob wir alleine im Universum sind oder ob da draußen noch jemand auf uns warten könnte. Diese Frage wird mit einer durchaus mutigen Antwort abgeschlossen.

Die Antwort ist, dass man trotz der perfekten Position vom Neptun sich unzählige Planeten angucken konnte, sie aber allesamt unbewohnt und leer waren. Laut diesem Film sind wir tatsächlich ganz allein da draußen (zumindest soweit man gucken konnte) und das ist eine zwar einfache aber durchaus mutige Antwort.

In diesem Zusammenhang passt auch ganz schön der Besuch auf der Mondstation, als Roy die vielen Menschen sieht, welche sich auf dem Mond genau den gleichen Quatsch aufgebaut haben wie auf der Erde. Warum reißt man zum Mond, wenn man daraus eine zweite Erde macht?
Der Mensch ist allein da draußen und macht auf diesen vielen Welten das gleiche wie auf der Erde.

Zugegeben lässt das nicht so ein gutes Bild auf uns, aber ich fands trotzdem ne Aussage.

MJ-Pat
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Kayin : : Hollywoodstar
22.09.2019 21:52 Uhr
0
Dabei seit: 11.10.15 | Posts: 2.323 | Reviews: 2 | Hüte: 228

@Tiin

Ich war heute in Ad Astra und ich bin etwas enttäuscht. Ich liebe Interstellar, Arrival, Solaris, Moon, Apollo 18 etc etc, aber für mich hat der Film keine Message! Ich weiß nicht, was der Film mir sagen will. Vllt kannst du es mir sagen?!?

"I’ll do my best."

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TiiN : : Goldkerlchen 2019
21.09.2019 11:51 Uhr
0
Dabei seit: 01.12.13 | Posts: 4.946 | Reviews: 118 | Hüte: 217

Ich bin gespannt darauf, wie du den Film finden wirst, ZSSnake. smile auch Leuten denen der Streifen grundsätzlich gefällt, die werden ihn vielleicht nicht so feiern, aber bei mir hat er ganz einfach einen Nerv getroffen.

Lustig wäre auch, wenn Brad Pitt bei den Globes und/oder Oscars sowohl für den besten Nebendarsteller (Once Upon A Time in Hollywood) sowie als bester Hauptdarsteller (Ad Astra) nominiert wird. Wobei zweiteres wohl Wunschdenken bleibt, ich denke dafür ist der Film zu speziell um bei den Preisverleihungen (groß) mitzumischen.

MJ-Pat
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ZSSnake : : Expendable
21.09.2019 00:41 Uhr
0
Dabei seit: 17.03.10 | Posts: 8.177 | Reviews: 168 | Hüte: 489

@TiiN:

Da ich den vermutlich am Wochende, oder spätestens kommende Woche auch sehen will und sehr unvoreingenommen rangehen mag, lese ich die Kritik nach dem Kinobesuch. Die Wertung an sich stimmt mich aber extrem positiv und Nischenprodukt im Bereich Sci-Fi - siehe I Am Mother zuletzt , den ich extrem gelungen fand- scheint 2019 aufzugehen. Ich freue mich drauf und gebe dann danach Feedback.

"You will give the people of Earth an ideal to strive towards. They will race behind you, they will stumble, they will fall. But in time, they will join you in the sun, Kal. In time, you will help them accomplish wonders." (Jor El, Man of Steel)
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TiiN : : Goldkerlchen 2019
21.09.2019 00:09 Uhr
1
Dabei seit: 01.12.13 | Posts: 4.946 | Reviews: 118 | Hüte: 217

Ich bin wirklich begeistert und bin eben auch gedanklich nochmal die Filme durchgegangen... mir fällt aktuell kein Film ein, den ich 2019 bislang besser fand.

Aber es sei nochmal gesagt was auch in der Moviejones-Kritik stand, der Film ist sehr speziell und man muss diese Art Filme mögen. Wenn man dafür keinen Zugang hat, dann bringt auch Ad Astra nicht. Aber wer sich für solche Werke begeistern kann sollte unbedingt ein Ticket sichern.

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