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Don’t Breathe

Kritik Details Trailer Galerie News
Modernes Exploitationkino

Don’t Breathe Kritik

Don’t Breathe Kritik
9 Kommentare - 15.04.2018 von Silencio
In dieser Userkritik verrät euch Silencio, wie gut "Don’t Breathe" ist.
Don’t Breathe

Bewertung: 2.5 / 5

Die jugendlichen Rocky, Alex und Money verdienen sich ihr Geld damit, in Gebäude einzubrechen, in denen Alex Vater die Sicherheitssysteme installiert hat. Rocky kommt aus schrecklichen Verhältnissen und will mit ihrer Schwester Richtung Kalifornien abhauen. Als ihr letzter Einbruch nicht genug Geld bringt, entschließen sie sich in das Haus des blinden Norman einzusteigen. Dessen Tochter ist vor einigen Jahren überfahren worden und die reiche Familie der Täterin hat sich mit ihm außergerichtlich geeinigt, weswegen Norman 300.000$ zuhause rumliegen hat. Was nach einem leichten Job aussieht, wird durch die Tatsache erschwert, dass Norman ein Golfkriegsveteran ist und trotz seiner Blindheit alles andere als hilflos ist. Schnell wandelt sich der einfache Job zu einer blutigen Schlacht ums Überleben – und Norman hat in seinem Keller noch ein düsteres Geheimnis versteckt...

Trailer zu Don’t Breathe

Regisseur Fede Alvarez hat eine Traumkarriere hingelegt. Nachdem er mit einem eindrucksvollen Kurzfilm Wellen schlagen konnte, wurde er von Kultregisseur Sam Raimi nach Hollywood geholt, um Raimis Klassiker „Tanz der Teufel“ neu aufzulegen. War das Remake „Evil Dead“ vielleicht bei den Kritikern kein durchschlagender Erfolg, so konnte es zumindest an den Kinokassen punkten. Und so kam es, dass Alvarez für Raimis Ghosthouse Pictures einen weiteren Film drehen sollte. Bei „Dont Breathe“ ist Alvarez diesmal Regisseur, Co-Autor und neben Raimi und Bob Tappert auch Produzent. Gar nicht mal so schlecht für jemanden, der gerade mal seinen zweiten Langfilm abliefert. Alvarez selbst will „Dont Breathe“ als Antwort auf die Kritiken an „Evil Dead“ verstanden sehen, die ihm vorwarfen, er würde nur versuchen zu schockieren, aber niemals wirkliche Furcht aufkommen lassen. Ob das funktioniert hat?

Die Prämisse klingt dabei natürlich erst mal gar nicht verkehrt, in etwa eine umgekehrte Home Invasion-Variante, und bietet reichlich Potential für ausgeklügelte Suspensesequenzen. Alvarez gibt sich redlich Mühe, die Abgeschiedenheit des verlassenen Detroiter Stadtteils plastisch darzustellen und eine Stadt zu zeigen, die droht auszusterben. Doch genau hier ergibt sich ein Problem, denn wir wissen zwar, dass Final Girl Rocky aus ärmlichen Verhältnissen stammt und dringend mit ihrer Schwester von ihrer misshandelnden Mutter wegkommt, aber auch der blinde Norman lebt in einer heruntergekommenen Bruchbude in einem verlassenen Stadtteil. Die Wendung, die Norman vom harmlosen Einsiedler zum Bösewicht machen soll, kommt innerhalb der ohnehin schon kurzen Laufzeit so spät, dass die Zuschauersympathien nur noch schwer in Richtung Rocky umschlagen können. Wir sehen zwar etwas von Rockys Zuhause, aber als Grund einen alten, blinden Mann zu berauben, kann das nicht hinhalten: ihre Mutter zwingt sie, Pizza für die Familie zu holen – von ihrem eigenen Geld, welch unaushaltbarer Zustand! Ein paar Szenen später hören wir zwar noch eine, zugegeben, traurige Geschichte aus ihrer Kindheit, aber an dieser Stelle ist man kaum über die Lächerlichkeit der Pizzaszene hinweg.

Aber dieser Twist, über den muss man durchaus ein paar Worte verlieren. Alvarez und sein Autorenkollege Rodo Sayagues hatten anscheinend eine recht simple Idee: was wäre, wenn Daredevil und Josef Fritzl die gleiche Person wären? Denn im Keller entdecken Rocky und Alex die Frau, die Normans Tochter umgebracht. Norman erklärt, er hätte sie gekidnappt, weil das Band zwischen einem Vater und seiner Tochter ein ganz besonderes sei und Cindy, so der Name der Gefangenen, ihm deswegen eine neue Tochter schulde. Aber er sei, so versichert er uns, kein Monster, schließlich hätte er sie nie vergewaltigt, sondern nur künstlich befruchtet. Thematisch lassen sich durchaus Gründe für diesen Twist finden, aber auf reiner Plotebene fällt er mit dem Einsatz simpelster Logik auseinander. Norman, dessen Haus wie eine schmutzige Müllhalde aussieht, soll also nicht nur in der Lage gewesen sein, Cindy zu entführen, sondern hat auch noch ein vergleichsweise ausgeklügeltes Alarmsystem in sein Haus eingebaut, das losgeht, sobald Cindy sich bewegt? Dann soll er es geschafft haben, Cindy beim ersten Versuch (so zumindest deutet er es gegenüber Rocky an) künstlich zu befruchten? Das ganze in einem sauberen Folterkeller, bei dem jeder Torture Porn-Killer anerkennend nicken würde? Wie weit soll Normans relativ kleines Haus denn unterkellert sein, dass dieses Ding darunter passt? Wie hat er diesen gefliesten Keller (der einzige geflieste Raum im Haus) selbst gebaut? Wie hat er eine Grube da reingekriegt, in der man unbemerkt Leichen verschwinden lassen kann? Warum hat er eine Grube, in der man Leichen verschwinden lassen kann, wenn er nie vorhatte, Cindy umzubringen? Und wenn die Frau, die kontrovers im Prozess um Normans Tochter freigesprochen wurde, verschwindet, kommt die Polizei nicht mal kurz bei dem Vater, der trotz seiner Behinderung durchtrainierter ist als mancher Profisportler, klopfen? Das ist alles so weit hergeholt, dass man gar nicht mehr aufhören kann, über die Logistik der ganzen Situation nachzudenken. Allerdings macht der Film auch an dieser Stelle einen Schwenk in Richtung Sleaze, der heutzutage im Kino kaum noch denkbar ist. Das ist unangenehm, aber man muss es schon fast respektieren. Man fühlt sich durchaus an die alten Exploitationkracher der 70er erinnert und auf diese Art betrachtet kann man „Dont Breathe“ fast genießen.

Was man Alvarez lassen muss, ist, dass sein Film recht zügig und effektiv inszeniert ist. Gerade nach dem Einbruch gibt er sich Mühe, alle Elemente der nachfolgenden Handlung in einer einfallsreichen, aber leider offensichtlich mit Hilfe eines Computers entstandenen, Kamerafahrt zu etablieren, die dann nach und nach abgehakt werden. Kein schlechter Ansatz, auch wenn er sich ein bisschen oft auf billige Jump Scares verlässt. Die Darsteller machen ihre Sache meist ordentlich, Stephen Lang muss jedoch hervorgehoben erwähnt werden. Langs Stimme klingt, als hätte er wochenlang nicht gesprochen und wirkt dementsprechend durchaus beunruhigend. Nicht schlecht.

„Dont Breathe“ krankt trotz Alvarez selbstsicheren Inszenierung an seinen unsympathischen Protagonisten und dem wahnsinnigen Twist, kann aber auch als Throwback in alte Exploitationzeiten verstanden werden. Für Freunde der schmutzigen Unterhaltung von (vor-)gestern durchaus einen Blick wert, alle anderen sollten besser fernbleiben.

Don’t Breathe Bewertung
Bewertung des Films
510
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9 Kommentare
MJ-Pat
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WiNgZzz : : Moviejones-Fan
21.08.2018 23:25 Uhr
0
Dabei seit: 14.01.11 | Posts: 1.718 | Reviews: 0 | Hüte: 60

@Raven13: Wann handeln denn welche Charaktere "unfassbar" dämlich und unlogisch?

Ach komm...

MJ-Pat
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Raven13 : : Desert Ranger
21.08.2018 23:15 Uhr
0
Dabei seit: 13.02.16 | Posts: 318 | Reviews: 11 | Hüte: 34

@ MobyDick

Du kannst ihn dir anschauen, aber es könnte sein, dass er dich enttäuschen wird. Ich hatte (leider) durch den Hype eine hohe Erwartung an "Dont Breathe", die er nicht ansatzweise erfüllen konnte. Spannend war er, keine Frage. Aber mein Problem mit dem Film war, dass die Charaktere so unfassbar dämlich sind und unfassbar dumm und unlogisch handeln, dass es selbst mich, der oft bei sowas eher nachsichtig mit solchen Problemen ist, total genervt davon war. Dümmer geht es nicht. Diese extreme Unlogik hat für mich das filmische Erlebnis komplett zerstört.

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luhp92 : : BOTman Begins
21.08.2018 22:49 Uhr
0
Dabei seit: 16.11.11 | Posts: 10.048 | Reviews: 132 | Hüte: 314

@MobyDick

Schau ihn dir an wink
Ein aktueller Horrorfilm, der seinem Hype ausnahmsweise mal gerecht wird.

- "Sie sind ein Erpresser und ein Bandit, Mr. Shatterhand."
- "Willkommen in Amerika!"

MJ-Pat
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WiNgZzz : : Moviejones-Fan
21.08.2018 21:22 Uhr | Editiert am 21.08.2018 - 23:22 Uhr
0
Dabei seit: 14.01.11 | Posts: 1.718 | Reviews: 0 | Hüte: 60

@Silencio: Man kann das naturlich alles furchtbar auseinandernehmen, muss man aber nicht.

Genauso wie du dir manche Dinge erklärst und sie dadurch unlogisch werden, erkläre ich mir das selbe anders und es wird etwas logischer. Um wirklich sicher zu gehen, erklärt der Film intelligenter oder eben billiger Weise relativ wenig.

1. Der Fokus der Szene liegt für mich eben anders als für dich. Was ich in beiden Kommentaren meinte hat nichts mit dem anwesenden Freund der Mutter zu tun.

4. In einem Film in dem der Blinde innerhalb von vielleicht 2 Minuten ein eingeschlagenes Fenster zunagelt halte ich es weiter für realistisch das er über Zeitraum X eine derartige Vorrichtung zustande bringt.

5. Du sagst selbst, der Mann hat keine Moral.

Eine Freilassung der beiden "Brutstätten" würde zwangsläufig die Möglichkeit seiner Entlarvung mit sich führen. Eine glatte Lüge Aufgrund dessen wäre nicht unglaubwürdig, zumal bei einer in Aussicht stehenden Freilassung die Sicherheit des ungeborenen Kindes eher bestehen würde.

6. Von der dem Film zugrundeliegenden farblichen Darstellung abgesehen finde ich weiterhin nicht, das der "Folterkeller" danach aussieht. Da liegen weiter Matratzen und Kissen umgeben von Pflanzen in einem gekachelten Bereich, sehr weit weg von z. B. SAW.

6a. Sehe ich auch anders, müsste die Szene jetzt nochmal genauer betrachten, meine aber, das der Deckel den Eingang zur "Grube" nicht "unsichtbar" macht.

Ach komm...

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Silencio : : Moviejones-Fan
21.08.2018 19:11 Uhr
0
Dabei seit: 17.08.17 | Posts: 618 | Reviews: 40 | Hüte: 52

@WiNgZz:

"1. Ob da jetzt was Standard ist, ist für mich völlig nebensächlich. Sehr lange her das ich mal was "Bisher-nie-gesehenes" gesehen habe."

Naja, der Fokus der Szene liegt aber eben nunmal auch nciht da. Das wird aus dem Inhalt der Szene UND der Bildsprache klar - die den Freund eben bei weitem nicht so in den Mittelpunkt nimmt, wie die Mutter...

"3. Runtergekommen oder alt lasse ich locker gelten, schmutzig und vor allem Müllhalde sind aber falsch."

Schmutzig ist es da auf jeden Fall, "falsch" ist das keineswegs."Müllhalde" ist diskutabel, können wir aber gerne als flapsig/überspitzt beiseite legen.

"4. Ist sicher diskussionswürdig, da man aber nicht im Detail sieht wie das Seil verläuft (wenn ich es nicht übersehen habe!?) könnte auch ein Loch quer durch den Boden gereicht haben, was u.U. auch einem Blinden gelingen könnte."

Wenn ich mich recht erinnere, verläuft das Seil mindestens durch den Keller, durch den Schacht in den Keller und in die zweite Etage des Hauses. Du sagst selber "könnte" und "u.U." - ganz klar scheint das wohl nicht zu sein.

"5. Du sagst es ja selbst, wie groß ist die Wahrscheinlichkeit einer Freilassung nach 9 Monaten bei einem Mann ohne Moral? Vor allem wegen der Gefahr daraufhin geschnappt zu werden?"

Wo sage ich das selbst? Norman lehnt normale menschliche Moral ab, deswegen müssen wir aber nicht annehmen, dass er Rocky anlügt. Vor allem, NACHDEM er sie (scheinbar) in seiner Gewalt hat. Sie als Brutkasten zu benutzen, passt vor allem ins übergreifende Thema der besitzergreifenden Männer (Rockys Freund, der "Jüngling" und der Stiefvater mit Abstrichen sind alle Figuren, die ihre "Agency" aberkennen...), sie umzubringen nicht.

"6. Interessant, während du dich darüber wunderst das ein Blinder ein Loch bohrt und ein Seil spannt, wundert es mich nicht, das ein Blinder nicht gleichzeitig auch Innenarchitekt mit Vorliebe (und Vermögen gleiches umzusetzen) für heimeliges Wohnen ist."

Ich versteh gerade nicht, worauf du hier hinaus willst. Dass Norman den Keller wie einen Folterkeller aussehen lassen will, habe ich nicht behauptet - im Film hat er den dergestalt eingerichtet, dass er DNA-Spuren loswird. Dass die Filmemacher sich das Design aber nicht aus den Fingern gesaugt haben (und daher der Folterkeller-Vergleich kommt), sondern sich irgendwie inspieren lassen haben, dürfte doch wohl ausser Frage stehen. Denn großartig originell ist der Look des Filmes ja nicht.

"6a. Auch wenn man das jetzt so stehen lassen kann, glaube ich weiterhin nicht, das die Grube/der Raum explizit für den Zweck im Film gedacht gewesen sein muss. Auch wenn ich das mit 5. aus diesem Kommentar vielleicht entkräfte."

Und nochmal: woher kommt ein Deckel, der die Grube ohne Spuren verschwinden lässt? Heizkeller werden so eigentlich eher selten verschlossen, man will die ja wiederfinden.

@MobyDick:

Also, der Streifen hat schon ein übergreifendes Thema, das mit dem Twist auch mehr oder weniger aufgenommen wird. Der Twist ist halt nur ziemlich behämmert und das ganze kommt eher wie in einem 70er Exploitationreisser (nur mit zeitgemäßerer Thrilleroptik) rüber.

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MobyDick : : Moviejones-Fan
21.08.2018 17:59 Uhr
0
Dabei seit: 29.10.13 | Posts: 2.763 | Reviews: 26 | Hüte: 148

Silencio:

Mittlerweile mache ich mich ja vor allem bei solchen kleinen Genreperlen ein bißchen schlau, in welche Richtung der Film geht, da ich mich zuletzt immer häufiger über diese Filme geärgert hatte, so dass ich dann auch etwas mehr über die Handlung erfahre, und so auch weiss, ob ich den Film auch tatsächlich sehen will. So bin ich eigentlich auch recht froh, zB Serbian Film nicht gesehen zu haben. Dont Breathe fällt da sicherlich in eine ganz andere Kategorie, aber als ich diesen von dir angesprochenen Sleaze Teil mitbekam, war mein Interesse sofort gegen Null gegangen und ich habe beschlossen, den Film nicht zu schauen. Denn dafür hätte ich mich im Kino komplett geärgert, so eine doofe Nebenhandlung zu bekommen. So ein klaustrophobischer Film funktioniert auch prächtig, ohne so eine künstlich eingefügte Nebenhandlung, nur um des Twists wegen, und ich denke sogar, dass es dann sogar vom eigentlichen Inhalt ablenken würde, selbst wenn es super spannend umgesetzt wird, wovon ich ja ausgehe. Eine irgendwie archaische Ich-gegen-dich ohne große Störgeräusche wäre eher etwas gewesen, was mich interessiert hätte, auch wenn das dann einfach nur geradlinig gewesen wäre und vermutlich noch ein paar Minuten kürzer.

Aber lieber ein kurzer knackiger guter Film, als einer, über den ich mich dann ärgere.

Dünyayi Kurtaran Adam
MJ-Pat
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WiNgZzz : : Moviejones-Fan
21.08.2018 17:38 Uhr | Editiert am 21.08.2018 - 17:40 Uhr
0
Dabei seit: 14.01.11 | Posts: 1.718 | Reviews: 0 | Hüte: 60

@Silencio: Für mich alles recht eindeutig Sachen der Auslegung.

1. Ob da jetzt was Standard ist, ist für mich völlig nebensächlich. Sehr lange her das ich mal was "Bisher-nie-gesehenes" gesehen habe.

3. Runtergekommen oder alt lasse ich locker gelten, schmutzig und vor allem Müllhalde sind aber falsch.

4. Ist sicher diskussionswürdig, da man aber nicht im Detail sieht wie das Seil verläuft (wenn ich es nicht übersehen habe!?) könnte auch ein Loch quer durch den Boden gereicht haben, was u.U. auch einem Blinden gelingen könnte.

5. Du sagst es ja selbst, wie groß ist die Wahrscheinlichkeit einer Freilassung nach 9 Monaten bei einem Mann ohne Moral? Vor allem wegen der Gefahr daraufhin geschnappt zu werden?

6. Interessant, während du dich darüber wunderst das ein Blinder ein Loch bohrt und ein Seil spannt, wundert es mich nicht, das ein Blinder nicht gleichzeitig auch Innenarchitekt mit Vorliebe (und Vermögen gleiches umzusetzen) für heimeliges Wohnen ist.

6a. Auch wenn man das jetzt so stehen lassen kann, glaube ich weiterhin nicht, das die Grube/der Raum explizit für den Zweck im Film gedacht gewesen sein muss. Auch wenn ich das mit 5. aus diesem Kommentar vielleicht entkräfte.

Ach komm...

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Silencio : : Moviejones-Fan
21.08.2018 15:06 Uhr
0
Dabei seit: 17.08.17 | Posts: 618 | Reviews: 40 | Hüte: 52

@WiNgZzz:

"1. Das "Pizza-Problem" ist mMn eher der Nebensatz dieser Szene, die auch noch eine Frage nach Rockys (Blow)"Job" samt Geste ihrer alkoholkranken Mutter bereithält. Zusätzlich das Rocky sowieso schon allein für die Sorge ihrer Schwester verantwortlich ist."

Das "Pizza-Problem" ist der Aufhänger der Szene, deswegen habe ich mich darüber lustig gemacht. Der Rest ist halt Standard White Trash-Gepolter, das man spätestens seit Rob Zombie schon zigmal gesehen hat und das Rocky auch wesentlich weniger interessiert...

"2. Norman behauptet NICHT kein Monster zu sein, er behauptet lediglich kein Vergewaltiger zu sein."

Wenn ich mich da recht erinnere, ist das eine moralische Rechtfertigung ("See, I never forced myself on her"). Daher "kein Monster". Für Norman, der ja ganz böser Atheist ist (so die Zeichnung des Films), gibt es ja auch eigentlich keine Moral.

"3. Normans Haus ist weder von innen noch von außen irgendwie mit einer Müllhalde zu vergleichen, sondern eigentlich sogar erstaunlich sauber und aufgeräumt, aber alt."

Voller Post-"Sieben" Hochglanzsiff. NIcht unaufgeräumt, aber definitiv heruntergekommen.

"4. Vergleichsweise ausgeklügeltes Sicherheitssystem? Er hat Cindy ein Seil am Rücken festgebunden das bei Bewegung eine Glocke in Bewegung setzt."

Du, ich find das für einen Blinden, der ein Seil durch seine Hauswände verlegen muss, dass auch noch genau so lang ist, dass die Gefangene kaum einen Zentimeter über den gefliesten Bereich hinaus gehen kann, schon relativ ausgeklügelt. Deswegen steht da auch "vergleichsweise".

"5. Im Film wird NICHT erwähnt/angedeutet wie viele Versuche bis zur Schwangerschaft nötig waren. Ein vorkommender Kühlschrank mit gefülltem "Ejakulat-Becher" lässt allerdings darauf schließen, das mehr als ein Versuch nötig war."

Auch das war auf die "I never forced myself on her"-Szene bezogen. Norman versichert ihr, das Haus in neun Monaten wieder verlassen zu dürfen - und deutet damit an, die künstliche Befruchtung bei Cindy innerhalb des ersten Monats erfolgreich durchgeführt zu haben. Das funktioniert in der Realität natürlich nicht.

"6. Folterkeller? Da ist ein gefliester Bereich in seinem Keller, der mit Matratzen und Kissen bestückt ist!"

Dessen Design Assoziationen an "Saw" und Nachahmern auslöst (auslösen soll).

"6a. Der (mMn nicht besonders groß wirkende) geflieste Bereich (ursprünglich Waschküche?) seines Kellers sowie die "Grube" (mMn eher Raum, die/der mir nicht danach aussieht als wäre sie/er zum im Film verwendeten Zweck gedacht (Heizkeller?), Cindys "Einlagerung in (altem) Heizöl(?)" scheint mir auch eher spontan) können jederzeit vor Normans Erblindung entstanden sein."

Nein, die Grube wird durch einen Deckel geschlossen, der die Grube "verschwinden" lässt, damit man genau dort nicht nach einer Leiche sucht. Die Größe des Kellers bezieht sich im Review (vielleicht habe ich mich da nicht ganz klar ausgedrückt) nicht nur auf den "Folterkeller", sondern auch auf die anderen Bereiche, die Rocky und Konsorten durchqueren - und die der Film eben relativ groß erscheinen läst, vor allem nachdem er sich mit der Geographie des Hauses am Anfang so viel Mühe gegeben hat (die Plansequenz durch die Räume, wenn die Bande das Haus betritt und wir durch alle Räume geführt werden, die später relevant werden). Ob der "Waschküchenbereich" jetzt wirklich klein war und ich den Eindruck dieses Raumes wegen einer Weitwinkelaufnahme (an die ich mich noch erinnere) am Anfang gekriegt habe, kann ich allerdings nach den paar Monaten nicht mehr sagen. Ich bin mir nur ziemlich sicher, dass ich die Review kurz nach Ende des Filmes geschrieben habe. Für genaueres müsste ich mir den tatsächlich nochmal anschauen.

MJ-Pat
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WiNgZzz : : Moviejones-Fan
18.08.2018 22:59 Uhr | Editiert am 19.08.2018 - 07:48 Uhr
0
Dabei seit: 14.01.11 | Posts: 1.718 | Reviews: 0 | Hüte: 60

@Silencio: Auch wenn du Recht hast und sicherlich Einiges im Film nicht logisch ist, auch in deiner Kritik hat sich der eine oder andere "Fehler" eingeschlichen:

1. Das "Pizza-Problem" ist mMn eher der Nebensatz dieser Szene, die auch noch eine Frage nach Rockys (Blow)"Job" samt Geste ihrer alkoholkranken Mutter bereithält. Zusätzlich das Rocky sowieso schon allein für die Sorge ihrer Schwester verantwortlich ist.

2. Norman behauptet NICHT kein Monster zu sein, er behauptet lediglich kein Vergewaltiger zu sein.

3. Normans Haus ist weder von innen noch von außen irgendwie mit einer Müllhalde zu vergleichen, sondern eigentlich sogar erstaunlich sauber und aufgeräumt, aber alt.

4. Vergleichsweise ausgeklügeltes Sicherheitssystem? Er hat Cindy ein Seil am Rücken festgebunden das bei Bewegung eine Glocke in Bewegung setzt.

5. Im Film wird NICHT erwähnt/angedeutet wie viele Versuche bis zur Schwangerschaft nötig waren. Ein vorkommender Kühlschrank mit gefülltem "Ejakulat-Becher" lässt allerdings darauf schließen, das mehr als ein Versuch nötig war.

6. Folterkeller? Da ist ein gefliester Bereich in seinem Keller, der mit Matratzen und Kissen bestückt ist!

6a. Der (mMn nicht besonders groß wirkende) geflieste Bereich (ursprünglich Waschküche?) seines Kellers sowie die "Grube" (mMn eher Raum, die/der mir nicht danach aussieht als wäre sie/er zum im Film verwendeten Zweck gedacht (Heizkeller?), Cindys "Einlagerung in (altem) Heizöl(?)" scheint mir auch eher spontan) können jederzeit vor Normans Erblindung entstanden sein.

Ach komm...

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