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Freitag der 13. Teil 8 - Todesfalle Manhattan

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Freitag der 13. Teil VIII – Todesfalle Manhattan

Freitag der 13. Teil 8 - Todesfalle Manhattan Kritik

Freitag der 13. Teil 8 - Todesfalle Manhattan Kritik
0 Kommentare - 06.03.2024 von ProfessorX
In dieser Userkritik verrät euch ProfessorX, wie gut "Freitag der 13. Teil 8 - Todesfalle Manhattan" ist.

Bewertung: 2 / 5

Jason (Kane Hodder) kehrt durch einen Stromstoß ins Leben zurück. Nun findet er sich auf einem Schiff wieder und macht sich auf der Suche nach neuen Opfern nach Manhattan. An Bord ist eine Schulklasse mitsamt Lehrern. Die Nichte des Lehrers Rennie (Jensen Daggett), findet heraus, daß sich an Bord seltsame Dinge ereignen. Gemeinsam mit ihrem Freund Sean (Scott Reeves) suchen die den Kapitän, finden ihn aber tot auf. Nun suchen sie mit den anderen Passagieren nach dem Mörder.

Ein Boot, daß eine Abschlussklasse beinhaltet, eine Fahrt in das aufregende New York und viele Menschen, die irgendwie vermeintliche Züge eines Menschen innehaben sollen. Nun lebt Jason also wieder, oder immer noch und so richtig klar, ist eigentlich nicht, was genau nun sein aktueller Zustand überhaupt ist. Aber ist das noch wichtig? Ist irgendwas noch wichtig? Nein, denn Freitag der 13. Teil VIII – Todesfalle Manhattan ist eigentlich ein Film, der so wirklich niemanden interessiert. Und das aus gutem Grund. Figuren tun einfach nur noch irgendwas. Stehen etwa im Bad rum, sprechen über ihre Vorstellungen von einem Leben, oder führen Dialoge im Sinne eines Dialogs, aber nie eines Gesprächs. Selbst eine Abschlussfahrt, die als Abschlussfahrt gedacht ist, soll hier noch irgendwelche Zensuren für Figuren hervorbringen und eigentlich, ist wirklich alles egal. Denn ja, das Boot ist der Schlüssel. Eine ist eben sauer auf die andere, Lehrkörper und Schüler watscheln dann ein paar Minuten durch das Bild und das Ende vom Lied ist, daß eigentlich nichts passiert ist. Wo soll man da inhaltlich ansetzen, was soll man erzählen, wenn man schon alles und jedes Wort über diese Reihe verloren hat.

Sie ist immer noch witzig, aber von Mal zu Mal scheint sie noch dämlicher zu werden. Ob man das Skript hier noch als Skript versteht, oder eben nicht, darf auch jeder für sich selbst entscheiden. Man kann aber auch sehen, daß der Härtegrad, wenn man denn über so etwas sprechen möchte, deutlich zurückgegangen ist. Handzahm, ein wenig ironisch und immer absurder schnetzelt sich Jason durch die Menschenmassen, von denen auch klar ist, welche Figur welcher Stereotype entsprechen soll. Und dann ist es vielleicht die eigenartige Obsession mit Gewalt und Tötungen, über die man auch schon zur Genüge sprach. Eine kleinere Unterhaltung, wenig aufschlussreich und wenig unterhaltsam. Und dann die Großstadt als Spielplatz, von der man erschreckend wenig sieht. Eigentlich muss man das doch als Roadmovie begreifen, über notgeile Teens und so weiter und so fort. Aber wenn die Intension wirklich war, daß man etwas empfindet, wenn diese Figuren sterben, oder man an irgendeiner tiefsinnigeren Diskussion gesellschaftlichen Ausmaßes teilnehmen kann, nun dann irren die Macher gewaltig. Da ist nichts, rein gar nichts, über das man sprechen kann.

Spannend ist vielleicht noch, daß die Macher eigentlich darum wussten, daß New York als Handlungsort eine relativ bescheidene Idee sein musste. Denn wenn Jason den Big Apple erreicht, dann hat die Figur schon relativ wenig mit dem gemein, wofür man ihn kennt. Er rennt eben nicht mehr völlig wahllos hin und her und ermordet jeden, der ihm unters Messer läuft. Nein, dieser Jason ist anders, er geht gezielt vor, sucht die Opfer, die er schon immer haben wollte. Und das hat natürlich den Grund, daß die Bedrohung, die der Charakter ausstrahlt, damit definitiver wirkt und nicht so willkürlich. Auf der anderen Seite ist es dann wiederum etwas antiklimaktisch. Und eigentlich wirkt New York auch als Ort nicht so, wie man ihn sich vorstellt. Natürlich ist es hier und da mal dreckig, aber eigentlich ist die Stadt doch leer. Für eine Metropole ist das wirklich armselig. Immerhin wohnen dort unzählige Menschen, die von absurder Skurrilität, bis hin zu den Superreichen der Welt gehören. Zumindest ersteres kann der Film eine Zeitlang bieten und sorgt dabei auch für den ein oder anderen Lacher. Es ist auch nicht so, als würde man in Freitag der 13. Teil VIII – Todesfalle Manhattan nicht ohne Ende lachen. Das tut man definitiv, dafür ist eigentlich alles am Film zu absurd.

Strenge Väter, Macht und das Patriarchat. Ja, sowas deutet der Film natürlich auch an. Solche, die ihre Macht missbrauchen und vor allem, die die ihre Kinder so ein wenig misshandeln. Darüber hinaus ist ja spannend, daß hier Sexualität auch am laufenden Band stattfindet. Ja, also das ist nicht das eigentlich spannende daran, falsch ausgedrückt. Nein, tatsächlich ist ja spannend, daß die Figur der Tamara Mason versucht ihren Lehrer mit einem Video, in dem sie ihn verführt zu erpressen. Klar, daß zeigt Strukturen auf, kehrt aber die Machtfrage vor Me Too eigentlich um. Denn wenn man heute darauf blickt, scheint das wohl eine Altherrenphantasie, als tatsächlicher Bestand zu sein. Wenngleich es natürlich Karrieregeile Frauen gibt, die auch alles versuchen, um Macht zu erlangen. Schlecht gealtert mag das irgendwo sein. Ist aber im Kontext dieses Films auch kein Novum.

Lustig bleibt auch Freitag der 13. Teil VIII – Todesfalle Manhattan. Ein Film, der fast betrug, ist, wenn man ihn anhand seines Titels wertet. Ansonsten ist das nicht originell, nicht blutrünstig oder sonst irgendwas. Es ist einfach ein weiterer, bedeutungsloser Slasher.

Freitag der 13. Teil 8 - Todesfalle Manhattan Bewertung
Bewertung des Films
410

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