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Jumanji - The Next Level

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Jumanji: The Next Level Kritik

Jumanji - The Next Level Kritik

Jumanji - The Next Level Kritik
0 Kommentare - 25.05.2024 von ProfessorX
In dieser Userkritik verrät euch ProfessorX, wie gut "Jumanji - The Next Level" ist.
Jumanji - The Next Level

Bewertung: 3 / 5

Spencer (Alex Wolff) verschwindet. Seiner einstigen Liebe Martha (Morgan Turner) wird schnell klar, daß er erneut in Jumanji gelandet sein muss. Gemeinsam mit Fridge Anderson ( SerDarius Blain) will sie den jungen Mann retten. Doch leider werden dabei auch Spencers Großvater Eddie (Danny DeVito) und dessen Kumpel Milo (Danny Glover) in das Spiel gesogen. Unterdessen landet Martha im Körper von Ruby Roundhouse (Karen Gillan) und Fridge übernimmt Shelly Oberon (Jack Black), während die älteren Herren die Körper von Dr. Smolder Bravestone (Dwayne Johnson) und Moose Finbar (Kevin Hart) übernehmen.

Eigentlich werden Fortsetzungen ja vor allem dann gedreht, wenn man Geld mit dem Vorgänger gemacht hat. Ist logisch, legitim und damit fast nicht der Rede wert. Daß Jumanji: Willkommen im Dschungel (2017) ein erfolgreicher Film war, dürfte die meisten Menschen verblüffen, ist aber nun mal Realität. In dieser Fortsetzung kann man schon erahnen, daß man dann mehr vom gleichen bekommt. So funktioniert die Hollywood-Marktlogik und insofern ist es fast verschwendete Liebesmüh sich damit zu befassen. Dei Regeln, die man bereits im Vorgänger etablierte, wie etwa das man wie in einem Videospiel mehrere Leben hat, werden hier noch einmal kurz durchgekaut. Ähnlich wie die Witze, wobei die Kürze da nicht vorzufinden ist und der Film eigentlich schamlos eine Wiederholung an die nächste reiht. Und das ist auch fast schon die große Krux am ganzen. Inhaltlich ändert diese durchaus schreibfaule Fortsetzung nur marginal etwas und mischt ein, bis zwei neue Figuren unter und diese funktionieren auch nur deshalb so gut, weil sie eben mit namhaften und völlig unterforderten Schauspielern besetzt sind. Die große Bedrängnis der Leere schleicht sich über Jumanji: The Next Level. Sie nimmt sie ein, verlangsamt sie und lässt sie letzten Endes völlig zurück. Von A nach B bewegen sich die Charaktere hier, wie im Vorgänger. Einem Schurken begegnen sie, wie im Vorgänger. Ein paar kleine Neuerungen gibt es, doch ansonsten ist eben alles beim Alten.

Trailer zu Jumanji - The Next Level

Nun, daß ist grob, rhetorisch mit vielen Leerstellen versehen und man könnte das ebenso als schreibfaul empfinden. Tatsächlich geht es aber im Kern um andere Dinge, als eine grundlegende Geschichte. Wir bewegen uns im Segment der Komödie, zumindest zu Teilen und dann ist natürlich weniger interessant, b denn jetzt die Geschichte stimmt. Wen interessieren Geschichten in Filmen überhaupt? Nein, hier geht es um Aufbau, Entladung und fertig. Am laufenden Band sozusagen. Wobei man da klar sagen muss, daß Jumanji: The Next Level sicherlich kein Film ist, indem man in lautes Gelächter verfällt. Dazu wird auch einfach zu viel wiederholt. Es wird darauf rumgeritten, daß man ja wieder in fremden Körpern steckt. Wobei die dahintersteckenden Ideen, hier somit auch nicht mehr interessant sind. Körpertausch, neue Realitäten. All das waren Themen und bleiben Themen, aber sie sind besprochen und damit egal. Lustig ist der Film vielleicht an ein, zwei Stellen. Man kann zumindest sagen, daß die Figuren dabei immer noch sympathisch sind. Sofern das etwas von Belang ist. Aber Lachen kann man dann genauso gut beim Karneval. Für dieses braucht es ja ebenso Toleranz des Zuschauers und die muss man wohl mitbringen. Ja, die großen Ideen hinter Jumanji: The Next Level sind vermutlich vom Film nicht mal beabsichtigt, denn sie stellen vor allem das infrage, was irgendwelche seichten Boulevard-Blätter von sich geben. Denn eigentlich berichtet Jake Kasdan in seiner Fortsetzung primär von austauschbaren Identitäten. Und warum das ironisch ist und warum man damit auch die Stars so ein wenig in ein schlechtes Licht rückt, kommt wie folgt.

Denn ja, eine austauschbare Identität findet man hier vor, wenn Avatare durch andere Spieler gespielt werden. Natürlich sind die Figuren die gleichen, aber die Identität dahinter, das Leben dahinter und die Lebenserfahrung dahinter ist eine andere. Insofern dreht der Film eigentlich das um, worum es im Schauspiel geht. Schauspieler nehmen eine andere Rolle ein. Hier wiederum nehmen Laien gefestigte Rollen ein und definieren sie. Sie laufen anders, reden anders und sind einfach anders. Natürlich ist das für eine Komödie irgendwo witzig, wenn man mit Kontrasten spielt. Das hat durchaus Potential. Dennoch muss man sich fragen, warum diese Stars dann quasi den gleichen Austausch erleben und das Annehmen, was andere Figuren oder Darsteller in diese reine Körperlichkeit interpretieren. Man kann gar nicht anders, als sich zu fragen, ob es dann nicht völlig obsolet ist, daß ein Dwayne Johnson oder ein Jack Black hier spielen. Zugegeben, sie spielen moderat und sind immer noch für sich genommen relativ unterhaltsam. Manch einer mehr und manch einer eben weniger. Aber ja, dadurch, daß sie im Prinzip getauscht werden können, zeigt der Film auch, wie austauschbar sie als Künstler sind.

Gleichermaßen spielt Jumanji: The Next Level einen Generationenkonflikt aus. Dadurch, daß hier nämlich Großväter in die Avatare eintauchen, die zuvor noch von jüngeren Menschen verkörpert wurden, macht der Film zumindest mit seinem alten Konzept eine neue Ebene auf. Dabei sind die Witze natürlich erwartbar und ja, vielleicht kann man da auch schmunzeln. Aber mal als belangloses Mittelmaß wird der Film dadurch auch nicht. Wenn dann die beiden Opas mit den „Kids“ abhängen und ihre Werte auf die einer neuen Welt treffen, dann ist das erwartbar und vielleicht auch nichts für Leute, die ein wenig Anspruch an Filme haben. Und irgendwo ist das schade, weil dadurch natürlich einfach sehr viel Potential liegenbleibt, was man natürlich hätte verwerten können. Die Idee selber ist ja nicht unklug und hätte durchaus Potential gehabt. Immerhin will der Film ja irgendwo auch den Generationenkonflikt ansprechen, wird dann aber keiner Generation so wirklich gerecht. Wenn Opa und Opa über Sex reden und die jungen Damen, dann ist das ebenso prüde, wie es viele Blockbuster immer schon waren und eben nichts, was die Welt bewegt. Wenngleich natürlich die blanken Zahlen, da eine andere Sprache sprechen. Verreißen kann man den Film aber ebenso wenig, daß ist eben ein Problem, daß tiefer liegt und über Jumanji: The Next Level hinausgeht.

In jedem Fall wird aus Jumanji: The Next Level ein belangloser Film. Dazu wird zu viel Potential liegen gelassen und zu wenig Neues gewagt. Der Film ist ebenso moderat, wie es auch der Vorgänger war. Aber da müsste man sich ja eigentlich fragen, warum man hier eigentlich nur eine wirklich neue Idee etabliert, diese mit einer alten vermischt und dann einen zweistündigen Film dreht. Nett, aber eben net mehr.

Jumanji - The Next Level Bewertung
Bewertung des Films
610

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