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Poltergeist

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Poltergeist Kritik

Poltergeist Kritik
14 Kommentare - 07.11.2018 von MB80
In dieser Userkritik verrät euch MB80, wie gut "Poltergeist" ist.
Poltergeist

Bewertung: 1.5 / 5

Wusstet ihr das man, wenn man bei www.leo.org/englisch-deutsch „Lazy“ eingibt, als erstes Ergebnis „Das Poltergeist Remake von 2015“ bekommt?

Dap-Da-Dap-Daaaa…

So nachdem ich jetzt mehr Aufwand in meinen Intro-Witz investiert habe als Gil Kenan und David Lindsay-Abaire in diesen Film sehe ich auch keinen Grund mir wirklich Mühe mit dieser Kritik zu geben. Ich werde einfach über all die Punkte lästern, die mir gerade noch so durch den Kopf gehen, in zufälliger Reihenfolge. Aber keine Sorge, am Ende wird es etwa so viel Sinn machen wie Poltergeist 2015.

Ich wusste, dass ich in einem Remake Alptraum steckte, als ich nach gerade einmal sechs Minuten mit dem ersten, komplett vorhersehbaren Jumpscare konfrontiert wurde. Der Film ist 21 Minuten kürzer als das Original, und an den komplett falschen Stellen. Während sich Poltergeist 1982 die Zeit nahm, die Familie und ihre Dynamik in Ruhe zu etablieren, bleiben davon nur Fetzen übrig. Die Kids wollen ihre Jumpscares, also bloß keine Zeit verschwenden.

Die Handlung ist komplett vorhersehbar, wenn man das Original kennt. Schlimmer noch, es ist als hätte man all die interessanten Teile herausgeschnitten, ohne irgendeine Idee zu haben, was man anders oder interessanter machen könnte. Der Film spielt 2015, also hat die Familie jetzt iPhones, die auch rauschen können. Und eine Drohne, mit der wir in die Geisterdimension fliegen können, um zweitklassige CGI-Effekte sehen zu können die aussehen, als ob sich irgendein Zombiefilm übergeben hätte. Thanks, I hate it!

Der Film zeigt am Anfang, wie sich die Tochter über eine von diesen Paranormal Investigators Shows lustig macht. Dies wäre ein interessanter neuer Winkel gewesen, die Familie mit ihrem Problem einfach alleine zu lassen, sie durch einen Besuch dieser offensichtlichen Schwindler zum Gespött zu machen, sie weiter zu isolieren, um so was wie Spannung aufzubauen… Aber nein, der Film folgt gehorsam dem Original, nur um einen wirklich blöden und unnötigen „Twist“ einzubauen. Der Paranormal Investigator ist gar kein Schwindler, er ist echt, und er ist hier um euch zu helfen. Thanks, I hate it!

Die Schauspieler sind generell gut gesetzt, aber bringen nicht den nötigen Elan und die Überzeugungskraft mit, um den puren Horror des Originals zu vermitteln. Die Schauspieler, Sounddesign, Musik und Effekte waren einige der Faktoren, warum das Original so effektiv war, und das Remake fällt in diesen Kategorien einfach flach aufs Gesicht. Sam Rockwell sieht aus als wäre er lieber irgendwo anders, er trinkt die ganze Zeit und seine Performance lässt einen wundern, ob er wirklich einen im Tee hatte. Es gibt eine unfreiwillig komische Szene, in der sein Sohn meterhoch in einem besessenen Baum hängt (jep, der Baum ist auch wieder da…), herunterfällt, und Rockwell reagiert so als wäre er gerade eine Stufe runtergefallen. Die Kinder und die Frau sind gut besetzt aber erreichen nie den Standard, der von der originalen Besetzung gesetzt wurde. Gerade die ältere Tochter wurde mit einigen seltsamen Dialogen bestraft. Und um das Unnötige noch unnötiger zu machen ist Rockwells Vatercharakter arbeitslos, und der Paranormal Investigator ist der Ex-Mann von einer anderen Forscherin. Und wenn ihr glaubt, dass würde irgendwie sinnvoll in die Handlung fließen, ist die Antwort natürlich nein. Thanks, I hate it!

Sound und Musik sind wie erwähnt ziemlich lahme Anlehnungen an das Original, bei der Kamera und dem Schnitt sind mir ein paar echte Seltsamkeiten aufgefallen. So fliegt die Kamera zum Beispiel in einem unnötigen Longshot um den Fernseher herum, sodass wir ein paar Sekunden nur die Rückseite des Fernsehers sehen können. Es ist als wäre Gil Kenan so fasziniert davon gewesen, dass wir seit 1982 jetzt flache Fernseher haben, dass er es unbedingt zeigen musste. Und in einer Szene, in der die drei Kinder alleine im Haus heimgesucht werden, verliert der Schnitt völlig die Kontrolle darüber, die Geschehnisse der drei in irgendein sinnvolles Raum-/Zeitgefüge zu setzen. Wenn Regisseur und Editor sich nicht dafür interessieren was passiert, warum sollten wir Zuschauer dann? Thanks movie, I hate it!

Ach ja, das Finale… Erinnert sich noch jemand an das Finale von Poltergeist 1982? Als das Poolbecken sich in einen kochenden Schlammsee mit Skeletten verwandelte… Als ein Dämon die Mutter von ihren Kindern wegjagte… Als sich die Kleiderkammer im Kinderzimmer in Satans Darmausgang verwandelte und eine schleimige Tentakel nach der Tochter griff. Es war kompletter Overkill, und es war großartig. Das Finale im Remake lässt das Gefühl aufkommen, dass hier das Geld ausging… Es ist so lahm, so uninspiriert, ich weiß wirklich nicht was sich die Produzenten dabei gedacht haben.

Poltergeist 2015 ist ein Remake das niemand brauchte, nach dem niemand gefragt hat, und an dem offenbar auch niemand der Beteiligten irgendein Interesse hatte. Sogar in einer Dimension, wo das Original nicht existiert, wäre er ein höchstens mittelmäßiger Horrorfilm. Wenn ihr das Original nicht kennt, worauf wartet ihr dann noch. Und wenn ihr es kennt, nehmt euch die extra 21 Minuten und schaut es nochmal.

Ich bedanke mich bei Lindsay Ellis dafür, dass ich ihre „Thanks, I hate it“ Masche klauen ich meine Kopieren durfte, dafür mache ich hier ein bisschen Werbung für ihren Kanal.

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Buh! Jumpscare!

Poltergeist Bewertung
Bewertung des Films
310
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14 Kommentare
MJ-Pat
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MB80 : : Cheddar Goblin
08.11.2018 18:46 Uhr
0
Dabei seit: 01.06.18 | Posts: 263 | Reviews: 10 | Hüte: 11

Silencio:

"Das Every Frame A Painting kenne ich (von dem Channel sollte man alles kennen! :p ) "

Whoopsy... Bildungslücke...

Den Willems habe ich mal gesehen, aber ich kann mich nicht erinnern. Muss ich nochmal nachholen, aber das ging auch in die Richtung dass er nen eigenen visuellen Stil hat etc. oder so.

“Who’s fucking with my medicine?“

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Silencio : : Moviejones-Fan
08.11.2018 18:35 Uhr
0
Dabei seit: 17.08.17 | Posts: 904 | Reviews: 41 | Hüte: 71

luhp:

Das Every Frame A Painting kenne ich (von dem Channel sollte man alles kennen! :p ) und den Willems find ich mittlerweile extrem nervig.

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luhp92 : : BOTman Begins
08.11.2018 18:24 Uhr | Editiert am 08.11.2018 - 18:33 Uhr
0
Dabei seit: 16.11.11 | Posts: 10.442 | Reviews: 142 | Hüte: 332

@Silencio und MB80

Ich würde noch folgende Analysen empfehlen, die sehr gut erläutern, warum ich Michael Bay als Regisseur so sehr mag und warum seine Filme einzigartig sind.

"What is Bayhem?" von Every Frame A Painting
"Understanding A True American Auteur" von Patrick H. Willems

Und zum Abschluss das Regisseur-Rap-Battle von Epic Rap Battles of History laughing

- "Sie sind ein Erpresser und ein Bandit, Mr. Shatterhand."
- "Willkommen in Amerika!"

MJ-Pat
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MB80 : : Cheddar Goblin
08.11.2018 17:44 Uhr
0
Dabei seit: 01.06.18 | Posts: 263 | Reviews: 10 | Hüte: 11

luhp92:

...und dann noch die Analyse zu Sam Witwicky von Dan Olson, dann hast du die ganze Packung wink

Silencio:

Klar hat er nichts zum arbeiten, aber man kann halt schon mal schockiert schauen wenn der Familie was passiert, oder es zumindest probieren. Vielleicht ist auch der Regisseur schuld, ein R. Scott oder so hätte sowas nicht durchgehen lassen.

Das Original hat Fehler, klar... Aber wenn man so ein paar Szenen vergleicht ist es halt um Welten effektiver. Hat halt schon einen kleineren kulturellen Stempel abgelassen.

“Who’s fucking with my medicine?“

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Silencio : : Moviejones-Fan
08.11.2018 17:24 Uhr
0
Dabei seit: 17.08.17 | Posts: 904 | Reviews: 41 | Hüte: 71

luhp und MB80:

Von der Ellis MUSS man dringend die Michael Bay-Serie sehen, die ist durchaus sehr gut (für das, was sie ist - in 10 Minuten wirst du keine tiefgründige Analyse zu den angesprochenen Themen hinkriegen...).

MB80:

Ich finde den Rockwell fehlbesetzt, weil das eben eine Rolle ist, die gegen seine sonstigen Besetzungen geht. Da ist kein bisschen von der Energie, die man mit Rockwells Charakteren sonst verbindet - was ich nicht seiner lustlosen Performance ankreide, sondern weil das Drehbuch ihm nichts gibt, mit dem er arbeiten kann.

"Im Original sagt der Vater am Ende im Auto z.B. "Dont look back", und im Remake schaut der Sohn dann zurück und man sieht das Haus im Rückblick explodieren"

Gut, im Original faltet das Ding sich aber auch recht spektakulär (was da an Arbeit drinstekckt, ist WAHNSINNIG) ineinander. Ich seh da von den Techniken für ihre Zeit keinen allzu großen Unterschied - das Original ist halt nur ein guter Film (von dem ich nie ein Fan sein werde, aber das sei mal dahingestellt...) im Gegensatz zum Remake.

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luhp92 : : BOTman Begins
08.11.2018 13:39 Uhr
0
Dabei seit: 16.11.11 | Posts: 10.442 | Reviews: 142 | Hüte: 332

@MB80
"Unbedingt ihre Esseys zum Beauty & Beast Live Action Remake und Schumachers "Phantom der Oper" mal ansehen..."

Das werde ich eventuell mal machen. Ich hatte mir heute morgen ihre Video zu "Hercules" und zum möglichen Aussterben von Disney-Schurken in der heutigen Zeit angesehen.

- "Sie sind ein Erpresser und ein Bandit, Mr. Shatterhand."
- "Willkommen in Amerika!"

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Halespare4 : : Moviejones-Fan
08.11.2018 13:38 Uhr | Editiert am 08.11.2018 - 13:38 Uhr
0
Dabei seit: 10.02.17 | Posts: 226 | Reviews: 0 | Hüte: 36

@sublim:

Aber ich finde es wichtig, dass man die Meinung des Gegenübers nicht nur akzeptiert, sondern auch respektiert und vor allem nicht immerzu abwertet.

Typisch sublim. Gerechtigkeit für alle und jeden so akzeptieren wie er ist. So kenne ich dich.wink

MJ-Pat
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MB80 : : Cheddar Goblin
08.11.2018 12:42 Uhr | Editiert am 08.11.2018 - 13:07 Uhr
0
Dabei seit: 01.06.18 | Posts: 263 | Reviews: 10 | Hüte: 11

luhp92:

Siehst du, wir müssen nur über was anderes als Star Wars reden, dann haben wir nen gemeinsamen Nenner wink

Also wenn du das Original schätzt, das Remake hat genau einen Zweck: man realisiert beim sehen nochmal, was genau das Original so effektiv macht... Wenn du mal wirklich 90 Minuten zum verschwenden hast, es wird deine Meinung zum Original nur verbessern.

Lindsay Ellis habe ich schätzen gelernt, weil sie immer eine neue Perspektive mitbringt, und dabei auch noch sau witzig ist. Unbedingt ihre Esseys zum Beauty & Beast Live Action Remake und Schumachers "Phantom der Oper" mal ansehen...

sublim77:

Ich glaube ich weiß genau welchen Punkt in welcher Diskussion du meinst... Da bin ich ziemlich konfrontativ geworden, aber ich habe auch in der Diskussion erwähnt dass ich niemanden beleidigen will, sondern mal zu einem Umdenken anstupsen will. Die Grenze dazwischen, zu sagen "diese Kritik ist nicht intelligent" und "diese Kritiker sind nicht intelligent" ist gefährlich schwammig, aber an der Stelle wollte ich aber mal ein bisschen provozieren. Aber ich würde nie so weit gehen, jemandem den ich nicht kenne offen zu schreiben, dass ich ihn für dum oder ähnliches halte.

Und wenn du gerade genau gelesen hast, ich mache mich auch gerne ein bisschen über mich selber lustig wink Exil-Kölner halt...

Und zum Thema Argumentation... Man Argumentiert ja, um die Argumente des anderen zu entkraften. Aber da haben wir wieder das Thema Film als Kunst, und Kunst ist irgendwo subjektiv, und man landet irgendwann an dem Punkt wo man sagen kann/muss "Man darf sich auch mal einig sein, uneinig zu sein", stimme ich dir völlig zu. Nur bei vielen von diesen Last Jedi Kritiken ist es ja so, dass sie die Themen etc. des Films, also den Film als Kunst, bewusst ignorieren, und ihn nur kritisieren weil er irgendwie (und bewusst) nicht in ihre Vorstellung eines Extended Universe passt. Und da bin ich anderer Meinung und da grätsche ich auch mal rein...

Aber ich habs nicht als Vorwurf genommen, keine Sorge... Freu mich immer über Feedback smile

“Who’s fucking with my medicine?“

MJ-Pat
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sublim77 : : Rattle Head
08.11.2018 11:35 Uhr | Editiert am 08.11.2018 - 11:37 Uhr
1
Dabei seit: 18.12.15 | Posts: 3.718 | Reviews: 29 | Hüte: 276

@MB80:

Außer die Diskussion kocht in irgendeinem Beitrag von MJ auf natürlich (*hüstel* jede Star Wars News... aber da bin ich jetzt raus, versprochen).

Ja, ich denke, dass es auch genau bei einer dieser Diskussionen war, bei der mir der ein oder andere deiner Beiträge aufgefallen war. Aber wie gesagt, ich meine das keines Falls böse. Es ist ja auch völlig okay und auch wünschenswert, dass hier diskutiert wird, denn schließlich lebt MJ von Diskussionen.

Man sollte aber zu seiner Meinung stehen, zumindest wenn man sie ganz gut untermauern kann, aber wenn ich von einem Punkt überzeugt bin heißt das nicht, dass ich alle anderen für Deppen halte.

Genau das ist eben der Kern. Man darf (soll) unterschiedlicher Meinung sein. Aber ich finde es wichtig, dass man die Meinung des Gegenübers nicht nur akzeptiert, sondern auch respektiert und vor allem nicht immerzu abwertet. Nicht jede Argumentation muss immer mit einer Gegenargumentation entkräftet werden. Man darf sich auch mal einig sein, uneinig zu seinwink

Aber wie gesagt, kein Vorwurf, alles gutsmile

Bei der Macht von Greyskull! Isch han uff de Grub Geschloof!!!

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luhp92 : : BOTman Begins
08.11.2018 10:24 Uhr
0
Dabei seit: 16.11.11 | Posts: 10.442 | Reviews: 142 | Hüte: 332

Ein amüsanter und toll geschrieber Rant, MB80!
Du hattest mich schon mit dem "Dap-Da-Dap"-Link laughing

Spätestens seitdem ich das Original von Spielberg und Hooper kennen und schätzen gelernt habe, verspüre ich kein Interesse mehr, mir das Remake überhaupt anzusehen. Da würde ich tatsächlich lieber wieder zum Original greifen. Und, wie Silencio es schon schrieb, mit "Insidious" gibt es an sich schon einen "Poltergeist" im 21. Jahrhundert.

Ansonsten habe ich mir gerade mal etwas von Lindsay Ellis angesehen, die macht als Filmkritikerin echt klasse Videos!

- "Sie sind ein Erpresser und ein Bandit, Mr. Shatterhand."
- "Willkommen in Amerika!"

MJ-Pat
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MB80 : : Cheddar Goblin
08.11.2018 09:10 Uhr | Editiert am 08.11.2018 - 09:11 Uhr
0
Dabei seit: 01.06.18 | Posts: 263 | Reviews: 10 | Hüte: 11

Sublim77:

"So als wäre eine andere Meinung eben die falsche."

Also das kann ich ich jetzt wirklich nicht nachvollziehen wink

Spass beiseite, Filme sind ja immer Kunst, manche mehr, manche weniger, also gibt es auch keine Formel die Qualität garantiert. Daher sind alle Kritiken im Kern nur Meinungen, und ich werde niemandem seine Meinung absprechen. Man sollte aber zu seiner Meinung stehen, zumindest wenn man sie ganz gut untermauern kann, aber wenn ich von einem Punkt überzeugt bin heißt das nicht, dass ich alle anderen für Deppen halte. Ich meine, wenn ich eine 4,5 Sterne Kritik schreibe gehe ich nicht zu allen negativen Kritiken hin und mache Radau, ich halte die Diskussion schön in meiner Kommentarsektion, hoffe ich zumindest undecided Außer die Diskussion kocht in irgendeinem Beitrag von MJ auf natürlich (*hüstel* jede Star Wars News... aber da bin ich jetzt raus, versprochen).

Ansonsten sehe ich es tatsächlich ein bisschen anders, ich würde mir ein paar deutlichere Kritiken wünschen. Ich bin immer ein bisschen gelangweilt, wenn ich einen Film absolut nicht mag, und dann sehe ich die ganzen drei bis drei-einhalb Sterne Kritiken aus der Rubrik "Ist schon irgendwie ok...". Wenn einem ein Film stinkt dann kann man das auch sagen.

"Ansonsten, sehr ausführliche und nachvollziehbare Kritik."

Roger Ebert hat einmal gesagt, dass er diese ganze "Wie viele Sterne hat welcher Film" Diskussion blöd findet. Er meinte er traut dem Zuschauer zu, bei einer gescheiten Kritik herauslesen zu können, ob er den Film mag oder nicht. Wenn man meine Punkte nachvollziehen kann, habe ich mein Ziel eigentlich schon erreicht. Du gibts dem Film halt, keine Ahnung, drei Sterne, ich nur ein-einhalb.

Aber Danke fürs Lesen und fürs Feedback!

“Who’s fucking with my medicine?“

MJ-Pat
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sublim77 : : Rattle Head
08.11.2018 08:28 Uhr | Editiert am 08.11.2018 - 08:29 Uhr
0
Dabei seit: 18.12.15 | Posts: 3.718 | Reviews: 29 | Hüte: 276

@MB80:

Ich gehe zwar nicht so hart mit dem Remake ins Gericht wie du, aber als Fan des Originals, kann ich deine Kritikpunkte durchaus nachvollziehen. Generell habe ich bei deinen Bewertungen oft das Gefühl, dass du recht "extrem" bewertest. Das soll jetzt keine Kritik an dir sein, nur die Feststellung, dass ich zwar oft nachvollziehen kann, was du meinst, es aber nicht so "schlimm" empfinde, wie du. Das ist mir sowohl bei negativen, als auch bei positiven Aussagen von dir aufgefallen. Denn auch wenn du von etwas begeistert bist, wirkt das kompromisslos. Das Einzigste was mich manchmal "stört", ist, dass ich beim Lesen deiner Bewertungen hier und da das Gefühl bekomme, dass du keine andere Meinung zulässt, als deine. So als wäre eine andere Meinung eben die falsche. Wie gesagt, ich will dich hier nicht kritisieren, das ist mit großer wahrscheinlichkeit auch nur mein ganz persönliches Empfinden.

Ansonsten, sehr ausführliche und nachvollziehbare Kritik.

Bei der Macht von Greyskull! Isch han uff de Grub Geschloof!!!

MJ-Pat
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MB80 : : Cheddar Goblin
08.11.2018 08:02 Uhr | Editiert am 08.11.2018 - 08:03 Uhr
0
Dabei seit: 01.06.18 | Posts: 263 | Reviews: 10 | Hüte: 11

Silencio:

Erst mal danke fürs lesen, und sorry dass du für den Film Geld gezahlt hast wink

"Leider macht der Film da nicht wirklich was mit, ..."

Das hätte auch der Titel der Kritik sein können. Ich habe schon ein paar mal gedacht "hmmm, mal sehen was die jetzt damit machen", nur damit sie dann nichts damit machen. Die Szene, in der einer der Forscher in der Küche terrorisiert wird und sich denn das Gesicht abkratzt wird z.B. durch diese wortwörtlich blutleerer Szene ersetzt, in der er and er Wand rumbohrt. Ja Rockwell macht dann die nötige Referenz, aber... Buh, Jumpscare... sie ist lahm.
Und man hätte den Ansatz mit den neuen Technologie neu verfolgen können, dass die Familie Hilfe sucht und sich alle auf Twitter und Instagram über sie lustig machen... Auch ne blöde Idee, aber irgendwas halt. Im Original sagt der Vater am Ende im Auto z.B. "Dont look back", und im Remake schaut der Sohn dann zurück und man sieht das Haus im Rückblick explodieren. Das ist der Level an "Update", den das Remake bringt. Aber gut ich gebe den Machern Punkte dafür, dass sie das Original wenigstens gesehen haben...

Ich fand Rockwell gar nicht fehlbesetzt, aber ich fand nicht dass er Dienst nach Vorschrift macht. Ich habe mir extra ein paar Szenen in Remake/Original im Vergleich angesehen (die Magie von Netflix), und es ist bemerkenswert wie stark das Original von den Schauspielern getragen wird. Der Vater rückt mit seinem ungläubigen "Thousand yard stare" da neben Mutter und den Töchtern schon fast in den Hintergrund. Rockwell ist einfach nur gelangweilt. Die Szene mit dem Baum, oder das Finale... Da wird wirklich überhaupt kein Schrecken transportiert.

Ich hatte übrigens vergessen dass der Film in 3D war, aber jetzt macht es natürlich sooooo viel mehr Sinn das der Clown eine auszeihbare Nase hatte smile

Also hier wäre mein spontaner "Fix": gebt die Rollen der Eltern an irgendwen, den es interessiert, Essie Davis aus The Babadook z.B., füllt den mittleren Akt mit irgendeinem... egal mit irgendwas, irgendwas mit iPhones und Tablets, und Pimpt das Finale auf.

“Who’s fucking with my medicine?“

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Silencio : : Moviejones-Fan
08.11.2018 06:29 Uhr
1
Dabei seit: 17.08.17 | Posts: 904 | Reviews: 41 | Hüte: 71

Damals im Kino gesehen, weil ich eine Zeit jeden Horrorschmarn auf der Leinwand mitnehmen wollte (Psst: das habe ich aufgegeben...) und mir sind tatsächlich nur drei bis vier Sachen hängegeblieben - wie zB der ständige Versuch,den 3D-Effekt zu nutzen, um dem Zuschauer in die Fresse zu springen.

Jetzt wäre das im Grunde ein interessanter Ansatz, ging es im Original ja auch irgendwie darum, "neue" Technologien (jaja, das Fernsehen war da schon lange nicht mehr neu, aber es war einer der ersten breitenwirksamen Versuche, den Horror dort zu verorten - um die gleiche Zeit tat "Videodrome" ja was ganz ähnliches) als Quelle des Bösen zu entdecken. Im Grunde versucht der Film das zu updaten, mit seinen Tablets und Drohnen - da passt es, wenn man auch "neue" (besser vielleicht: zeitgemäßere) Präsentationstechniken zu nutzen. Leider macht der Film da nicht wirklich was mit, außer eben den Achterbahneffekt immer wieder zu bemühen.

Übrigens fand ich den Rockwell da absolut fehlbesetzt. Der macht da zwar Dienst nach Vorschrift und ist auf der Ebene auch vollkommen okay, aber als "Dad" seh ich den Mann einfach nicht. Ähnlich wie Guy Pearce in "Dont be afraid of the Dark"...

"Und um das Unnötige noch unnötiger zu machen ist Rockwells Vatercharakter arbeitslos [...]"

Hier muss ich mal kurz einhaken: Der Film macht da nicht viel mit, deswegen hätte man sich das in der Theorie schenken können. Da es hier wie im Original aber um Ängste der durchnittlichen amerikansichen (Mittelstands-)Familie geht, ist auch das ein netter Ansatz, die ins neue Jahrtausend zu übertragen. Müsste man halt nur... irgendwie dramatisieren.

Nach "Insidious" hab ich mich übrigens gefragt, ob ein "Poltergeist"-Remake überhaupt noch nötig ist. Dieser Film antwortet mit einem energetischen "Hrmpf."

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