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Zack Snyder’s Justice League

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Ein Film wie eine Festivaltoilette

Zack Snyder’s Justice League Kritik

Zack Snyder’s Justice League Kritik
39 Kommentare - 21.03.2021 von Silencio
In dieser Userkritik verrät euch Silencio, wie gut "Zack Snyder’s Justice League" ist.
Zack Snyder’s Justice League

Bewertung: 2 / 5

Nachdem Superman hopsgegangen ist, machen sich die bösen Bewohner von Apokolips auf, die Erde zu erobern, um die Anti-Life Equation zu finden, eine mathematische Formel, die voll böse ist (wen wundert, dass in einem Franchise, das so sehr in christlicher Symbolik verhaftet ist, Mathe der letzte Bösewicht ist?) und dem Fieswatz Darkseid zum absoluten Sieg verhelfen soll. Sein in Ungunst geratener Scherge Steppenwolf macht sich deswegen auf die Erde, um dort die drei Mother Boxes zu finden, magische Dinger, die magische Dinge machen, weil Magie. Batman versucht indes zusammen mit Wonder Woman die Metawesen der Welt zu vereinen, denn irgendwer muss ja die Invasoren aufhalten. Einer von denen kann mit Fischen reden, weil das ein Film für Erwachsene ist. Deswegen macht der Joker auch einen Witz darüber, wie er Batman einen runterh... oh, Spoiler.

Um die Produktion von „Justice League“ gibt es mehr Mythen, als ich hier aufzählen könnte. Was wirklich geschehen ist, wer den Karren letztendlich vor die Wand gefahren hat und warum wir jetzt eine neue Version schauen, das wird eine Frage sein, die wir hier nicht umfasend und abschließend beantworten wollen. Konzentrieren wir uns aufs Wesentliche: nach der schrecklichen Rezeption von Zack Snyders „Batman v Superman: A serious movie on serious Earth“ schickte sich die Produktion seines Nachfolgers an, ein Clusterfuck allererster Kajüte zu werden. Irgendwann engagierte man Joss Whedon, um das Drehbuch von Oscarpreisträger Chris Terrio zu überarbeiten – während man bereits drehte. Tatsächlich ging zu der Zeit schon das Gerücht um, der „Avengers“-Regisseur solle das DC-Flagschiff in Wirklichkeit Ghost Directen. Doch erst nach einer persönlichen Tragödie im Leben Snyders verließ dieser die Produktion offiziell und Whedon übernahm das Ruder. Einige Nachdrehs und eine digitale Oberlippe später erblickte dann die erste Version der „Justice League“ das Licht der Welt... und stellte ausnahmslos niemanden zufrieden (doch, mich, aber ich mag auch „Venom“, also go figure...). Das Resultat war nämlich ein Frankenstein-Cut, der versuchte, Snyders ausladenden Film auf zwei Stunden zu trimmen UND diesen auch noch mit Whedon`schen Manierismen zu vereinen. Die Fans waren sich sicher, Snyders Origianlfassung muss wesentlich besser sein und so startete eine eifrige Kampagne, um diese veröffentlicht zu sehen. Anscheinend hatte von denen niemand „Sucker Punch“ gesehen...

Trailer zu Zack Snyder’s Justice League

Dank Covid und dem Launch des hauseigenen Streamingservices HBOmax kredenzt Warner (jaja, eigentlich deren Mutterkonzern, aber ich hab schon so viel Einleitung, ich will langsam mal zum Punkt kommen) uns nun Snyders ganz eigene Schnittfassung. Und so dürfen wir uns jetzt fragen: reiht sich „Zack Snyders Justice League“ gleich neben „Es war einmal in Amerika“, „Brazil“ und „Blade Runner“ ein? Ist uns damals ein Meisterwerk im Kino entgangen? Die kurze Antwort: Nein. Gewiss, Snyders Fassung erscheint auf den ersten Blick „runder“, weil nicht mehr von Plotpunkt zu Plotpunkt gehetzt wird. Statt dem zwei Stunden Mandat der Kinofassung, haben die Leute hinter HBOmax Snyder keine Einschränkungen bezüglich der Laufzeit gemacht. Wer sich am Stück durch den Film kämpft, hat hinterher einen Hintern wie ein stillsitzender Elefant. (Ich weiß, die Schnittmenge zwischen den Leuten, die Snyder Cut Reviews lesen und den Joke verstehen, ist denkbar gering, besonders witzig ist der auch nicht, aber ganz im Geiste Snyders wird hier kein bisschen Material rausgekürzt. Egal, wie schlecht oder grammatikalisch fragwürdig es ist.). Aber mehr ist nicht immer gleich „Mehrwert“.

War „Batman v Superman“ noch ein Film, wie ein LKW mit zerbrochener Hinterachse (vollkommen überladen), regiert in der Neufassung der Gerechtigkeitsliga die Ideenarmut. Themen- und konsequenzlose Subplots werden endlos in die Breite erzählt, jede noch so kleine Idee wird ausgewalzt, bis wirklich jedes Quentchen aus der denkbar dünnen Plotte gequetscht ist. Wer sich wundert, warum DC direkt mit „Justice League“ ins Team Up Game starten wollte, weiß nach dem Snyder Cut Bescheid: weil der halt schon zwei Solofilme im Schnellformat enthält. Die tragen aber wirklich nichts zur Handlung bei, erhellende Offenbarungen, Charaktertiefe oder gar eine irgendwie in sich stimmige Psychologie der Figuren sucht man vergebens. Vielmehr werden die Superhelden actionfigurartig zu Stichwortgebern degradiert, die ein minimales Innenleben haben. Gerade in der ersten Hälfte hätte man konsquent die Schere ansetzen können – nur vielleicht nicht ganz so konsequent wie in der Kinofassung. Viele Charaktere, wenig Charakter.

„Justice League“ straft diejenigen Fans, die Snyder gerne als Visionären sehen wollen, ziemlich Lügen, denn hier wird in Wirklichkeit nur kalter Kaffee neu aufgekocht. Snyder bedient sich so sehr bei den mittlerweile zum Klischee gewordenen Topoi (daddy issues galore) des Superheldenkinos, dass man fasst meinen möchte, es handele sich um ein postmodernes Zitatespiel, aber nie kommt die erwarete ironische Brechung. Snyder meint das Ernst, er hält sich für Wagner und die „Justice League“ für seinen „Ring der Nibelungen“, da helfen auch die Sprenkler Humor nicht, die an Barry Allen kleben bleiben wie ein besonders hartnäckiger Haufen am Laufschuh. Es gibt keinen doppelten Boden, dieser Film ist nur hohl. Man wünscht sich Joel Schumacher zurück, dessen DC-Filme waren vielleicht auch nicht gut, aber wenigstens waren sie sich ihrer inhärenten Albernheit bewusst.

Wer ein Sinnbild für Snyders Ästhetik sucht, der wird bei Böswatz Steppenwolf fündig. Dessen dornenhafte CGI-Rüstung verdeutlicht sie nämlich ganz gut: all Edge, no Substance. Dieser Film ist in ungefähr so erwachsen, wie ein „Spawn“-Heftchen – dh, er ist genau das, was ein Dreizehnjähriger für erwachsen hält. Da spritzt mal ein bisschen CGI-Blut, wenn eine Axt irgendwen trifft, Batman darf ein böses Wort sagen und alle gucken, als hätten sie seit drei Wochen Verstopfung und der Caterer serviert heute schon wieder Bohnen. In vier Stunden Laufzeit ist natürlich nicht alles schlecht, aber die unterhaltsamen Teile liegen dann doch ein bisschen zu weit auseinander. Wenn sich irgendein fleißiger Fan dranmacht und alle Szenen mit Jeremy Irons zusammenschneidet, er kann sich meiner ewigen Dankbarkeit erfreuen.

„Zack Snyders Justice League“ ist viel Lärm um Nichts (Billy Shakes-Referenz, total deep), der die beinharten Fans bestimmt zufriedenstellt, aber alle anderen vor eine Geduldsprobe sondergleichen stellt. Wäre ich nicht Komplettist, ich hätte nach der ersten Stunde abgestellt.

Zack Snyder’s Justice League Bewertung
Bewertung des Films
410
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39 Kommentare
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MobyDick : : Moviejones-Fan
28.03.2021 10:31 Uhr
0
Dabei seit: 29.10.13 | Posts: 6.152 | Reviews: 149 | Hüte: 476

Silencio

Hatte ich ganz vergessen: Tatsächlich habe ich gerade gesehen, dass ich im Zuge der 1980er Umfrage eine recht aktuelle Einschätzung zu Die Hard geschrieben habe (ist anscheinend aus Februar) inkl einer kleinen Diskussion über John Woo in den Kommentaren. Wenn du magst, kannst du da ja mal vorbeischauen smile

Dünyayi Kurtaran Adam
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MJ-SteffiSpichala : : Moviejones-Fan
24.03.2021 22:46 Uhr
0
Dabei seit: 07.01.14 | Posts: 552 | Reviews: 0 | Hüte: 23

MJ-Status-Update: MJ hat sich gerade einen Beschwerdetermin für MB80 auf Wiedervorlage 2023 bei Twitter gelegt. Und: Nein. Ein Silencio-verse wird es nicht geben. Wirklich nicht. tongue-out

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MobyDick : : Moviejones-Fan
24.03.2021 08:13 Uhr
0
Dabei seit: 29.10.13 | Posts: 6.152 | Reviews: 149 | Hüte: 476

Silencio

Ich habe 4 Filme angeführt, und nur bei einem in einer Klammer festgestellt, dass der heute noch heftig zitiert wird. Das ist kein Argument gegen DH, weil das nur eine ergänzende Info war, und das so zu verstehen, obwohl ich es jetzt mehrmals erklärt habe, ist für mich nicht nachvollziehbar. Zumal wie auch schon gesagt, es bei den anderen Filmen nicht mal Erwähnung findet.

Und danke, ich kenne mich um die Steigerungsmöglichkeit des Wortes perfekt aus, dass ich jetzt nicht überall wo ich sollte, Gänsefüsschen setze, oder ein Teufelchensmiley setze, oder sowas ändert ja nichts am inhaltlichen, was ich dazu sage.

Nur nochmal kurz und auf die Schnelle, warum jetzt Harper perfekter, besser was auch immer ist als Film, damit du auch was greifbares hast:

- Bessere Handlung ( ja ich weiss "pure Behauptung und nicht mit Fakten unterfüttert", lasse ich jetzt trotzdem so stehen, da dies genau wie alle Wertungen immer etwas subjektives hat)

- Besserer Aufbau (dito)

- Zeitlosere Inszenierung, da sie sich nicht abgenutzt anfühlt (und ja, das auch was damit zu tun, dass er nicht so oft zitiert, kopiert whatever wird, wofür DH per Se nichts kann)

- obwohl es genauso wenig ein Original und auch munter die Inspirationsquellen zitiert, passiert dies deutlich subtiler und nicht so mit dem "Dampfhammer" (Anführunszeichen!) Wie bei DH

- besserer Protagonist, sowohl als Figur, da eben nicht nur eine Projektionsfläche, über die einfach etwas behauptet wird und der von a nch b hetzt und damit in seiner Verzweiflung als Normalo definiert wird, der über sich hinaus wächst (der zufällig dann auch noch ein verdammt guter Cop ist, hallo Widerspruch), sondern tatsächlich eine greifbare Person ist

- bessere musikalische Untermalung

Das soll jetzt nicht heissen, dass DH schlecht ist, um Gottes Willen, und er hat ganz klar andere Vorzüge gegenüber Harper, aber in Summe ist Harper einfach runder und umschifft auch eleganter die eine oder andere Trope. Beispielsweise sieht ein Blinder mit dem Krückstock es auf sich zukommen, dass Steve Urkels Nachbar am Ende noch jemanden erschießen wird, das ist als Handlungselement einfach eine ausgelutschte Trope, die schon vorher oft genug bedient wurde und auch heute noch bedient wird. So ähnlich wie wenn eine Nebenfigur sagt, er hat noch drei Tage bis zur Pensionierung...

Und Bitte, wir müssen jetzt wirklich nicht jeden Punkt auseinander nehmen, das sind auf die Schnelle ein paar Ideen gewesen. Noch einmal, ich möchte DH nicht schlecht reden, weil er es nicht ist, aber er ist eben nicht "objektiv" perfekt. Das ist kein Film. Egal wie viel Schulbuchreife Inszenierung da drin steckt.

Die Coens beispielsweise wissen aus dem FF wie man schulbuchreif was inszeniert und ihr Burn after Reading ist eine Demonstration dessen par Excellence, das ist wirklich beeindruckend, aber der Film ist weit davon entfernt perfekt zu sein. Und das ist auch völlig ok, Spass macht er trotzdem ;)

Dünyayi Kurtaran Adam
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Silencio : : Moviejones-Fan
24.03.2021 07:29 Uhr
0
Dabei seit: 17.08.17 | Posts: 1.873 | Reviews: 48 | Hüte: 202

Moby:

Du hast das Zitiertwerden extra angeführt, um irgendwas über die Zeitlosigkeit von "Death Wish" zu sagen und versucht das irgendwie als Argument gegen DH zu benutzen. Anders ist das für mich nicht zu verstehen. Wie ein anderer Film "deutlich perfekter" sein soll, erklärst du auch nicht, das stellst du einfach mal wertend fest. Übrigens kann man perfekt nicht steigern, etwas ist perfekt oder es ist halt nicht perfekt.

"I know writers who use subtext... and they are all cowards."

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MobyDick : : Moviejones-Fan
23.03.2021 21:34 Uhr
0
Dabei seit: 29.10.13 | Posts: 6.152 | Reviews: 149 | Hüte: 476

Silencio

Wie gesagt, habe gar nicht vor, den auseinander zu pflücken, und du legst mir Worte in den Mund: häufiges Zitiertwerden war gar nicht mein Thema, weder Driver noch Harper werden gross zitiert. Das habe ich bei Death Wish herangeführt, weil es eben mit Die Femde in mir, Death Willish und Joker 3 aktuelle Quasi-Remakes gibt. Dass Die Hard wahrscheinlich der am häufigsten zitierte und kopierte Film der letzten 30 Jahre ist, steht für mich wie für dich ja außer Frage.

Und The Killer habe ich nur genommen, um zu sagen, dass da andere etwa gleich alte Filme draußen sind, die nicht unbedingt Hollywood sind.

Beispiele warum etwas nicht funktioniert auf Teufel komm raus zu suchen bei einem völlig funktionierenden Film zu suchen, um des RechtHabens Willen ist ein bisschen müssig.

Wenn du möchtest kann ich mir aber dazu ein paar Gedanken machen und versuchen, dir den Film madig zu machen, ohne Garantie, dass alles passt, denn ich werde mir den jetzt nicht extra nochmal nur deswegen anschauen ( alleine das ja schon ein Anzeichen...). Ehrlich gesagt habe ich darauf aber eigentlich nicht so die Musse. Your choice ?

Dünyayi Kurtaran Adam
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Silencio : : Moviejones-Fan
23.03.2021 21:20 Uhr
0
Dabei seit: 17.08.17 | Posts: 1.873 | Reviews: 48 | Hüte: 202

Moby:

"Ebenso verhält es sich mit Stirb Langsam, nur: Eben das sehe ich nicht, dass der Film formal ein perfekter Hollywoodblockbuster ist, dafür ist er einfach nicht zeitlos genug, oder er perfektioniert nicht die Hollywoodformel so sehr, dass er den Test der Zeit mühelos übersteht. Da ist ein Driver (jetzt mal nur um einen beliebigen früheren Film rauszugreifen) oder gar der erste Death Wish (der ja heute noch fleißig zitiert wird, siehe Joker) deutlich zeitloser, oder ein Harper

"The Raid", "Dredd", "Skyscraper" (auch die Anna Nicole Smith-Version). Dass der Film nicht mehr zitiert würde, ist ja wohl nicht richtig. Ob jetzt der oder "Ein Mann sieht rot" mehr Nachzügler hat, möchte ich gar nicht erst diskutieren, beides Filme, die findige Produzenten schamlos bis ins Unendliche abgekupfert haben. "Driver" würde ich da übrigens nicht auf gleicher Höhe sehen, der wird bei weitem nicht so häufig zitiert, selbst im Hillschen Schaffenseh ich den nicht als einflussreichsten.

"aber das geht bei dem Film sicher leichter als beispielsweise bei The Killer von John Woo, welchen ich übrigens für komplett überbewertet halte

Auch ein wahnsinnig einflussreicher und oft zitierter Film. Wenn du das als Maßstab siehst (ich hab es ja extra nicht angeführt), bleibt auch der als einer der (nahezu) unantastbaren Klassiker stehen. Du hast bis jetzt auch nichts zum Inhalt oder der Form der "abgestraften" Filme gesagt, während ich das explizit anführe...
Übrigens hab ich bewusst nichts zur Rezeption gesagt, weil auch schreckliche Filme schrecklich einflussreich sein oder wahnsinnig durchschnittliche Filme ebenso erfolgreich sein können, wie gute das sind - und gute können halt floppen.

"I know writers who use subtext... and they are all cowards."

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MobyDick : : Moviejones-Fan
23.03.2021 21:01 Uhr
0
Dabei seit: 29.10.13 | Posts: 6.152 | Reviews: 149 | Hüte: 476

Silencio

Ich kann in unserer Diskussion bzgl von oben herab jetzt auch nochmal sagen, dass es eine allgemeine Aussage war, aus Ermangelung an besserem Beispiel ebenjenes nichtrepräsentaives. Eigentlich dachte ich, dass halbwegs klar wäre was ich meine, aber nun gut. Wir müssen das jetzt nicht unnötig in die Länge ziehen.

Ebenso verhält es sich mit Stirb Langsam, nur: Eben das sehe ich nicht, dass der Film formal ein perfekter Hollywoodblockbuster ist, dafür ist er einfach nicht zeitlos genug, oder er perfektioniert nicht die Hollywoodformel so sehr, dass er den Test der Zeit mühelos übersteht. Da ist ein Driver (jetzt mal nur um einen beliebigen früheren Film rauszugreifen) oder gar der erste Death Wish (der ja heute noch fleißig zitiert wird, siehe Joker) deutlich zeitloser, oder ein Harper deutlich perfekter in seiner Zusammensetzung. Noch einmal, der Film ist auch objektiv super, und ich habe auch keine Ambitionen, den jetzt nur aus falschem Ehrgeiz kaputt zu analysieren, aber das geht bei dem Film sicher leichter als beispielsweise bei The Killer von John Woo, welchen ich übrigens für komplett überbewertet halte...

Aber wie gesagt, das war gar nicht mein eigentliches Thema, insofern, nichts für Ungut ;)

Dünyayi Kurtaran Adam
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MobyDick : : Moviejones-Fan
23.03.2021 20:15 Uhr
0
Dabei seit: 29.10.13 | Posts: 6.152 | Reviews: 149 | Hüte: 476

Luhp92

Finde es gut, dass du deine Meinung vertrittst und das argumentativ untermauerst. Hut smile

Dünyayi Kurtaran Adam
MJ-Pat
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luhp92 : : BOTman Begins
23.03.2021 19:19 Uhr
1
Dabei seit: 16.11.11 | Posts: 13.986 | Reviews: 154 | Hüte: 496

@Silencio, MB80, PaulLeger, MobyDick, ZSSnake

Mich ärgert es nur, dass dieser Snyder-DC-Justice-League-Krieg da auf dem Rücken der Redaktion ausgetragen wurde. Soll lustig sein, verstehe ich, trifft meinen Humor aber überhaupt nicht. Denn sollte das tatsächlich wahr sein, wäre das keine Klenigkeit, die man mal so eben abtun könnte, sondern würde das Moviejones-Image schon sehr beschädigen.

- "Sie sind ein Erpresser und ein Bandit, Mr. Shatterhand."
- "Willkommen in Amerika!"

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Silencio : : Moviejones-Fan
23.03.2021 18:53 Uhr
0
Dabei seit: 17.08.17 | Posts: 1.873 | Reviews: 48 | Hüte: 202

Moby:

"Aber ich habe den letztens erst wieder gesehen und man ist jetzt nach all den Jahrzehnten tatsächlich ein bißchen anders in der Wahrnehmung dieses Filmes.

Du bewertest dann aber deine Wahrnehmung des Filmes und nicht den Film. Selbstverständlich bedient ein über dreißig Jahre alter Film andere Sehgewohnheiten als ein neuerer.

"Für uns, die damit auch sozialisiert sind, ist da sicherlich auch eine gesunde Portion Nostalgie mit drin, so dass du ihm auch die 10 Punkte zugestehst. Was auch völlig legitim ist

Eigentlich müsste ich das unkommentiert lassen, weil ich es ja weiter unten schon geschrieben habe: der kriegt nicht die volle Punktzahl, weil ich da nostalgisch drauf schaue, sondern weil der schlichtweg Hollywoodkino in seiner perfekten Ausführung (wenn du unbedingt willst: für seine Zeit) ist. Ich kann durchaus zwischen meiner Nostalgie und den Qualitäten des Films unterscheiden. Es gibt mehr als genug Filme, die ich wegen des nostalgischen Wertes gerne wieder auspacke und mir eingestehen kann, dass das nicht gut ist. Der erste Burton-Batman ist billig zusammengeschusterter, tonal weit divergierender Quatsch, der von Szene zu Szene kaum Sinn ergibt und RIESIGE Logiksprünge macht. Trotzdem guck ich den gelegentlich noch ganz gerne.

"Auch hier kann man viel hinein interpretieren und möglicherweise tue ich das mehr als ich sollte,

Ich weiß jetzt nicht mal, was du da außer "die Schnittmenge zwischen Snyder-Fans und Anhängern von chinesischem Arthousekino wird wohl nicht so groß sein" reininterpretiert hast. Zuerst hatte ich da übrigens einen Lav Diaz-Joke stehen. Dass man sich bei einem vier Stunden-Film den Hintern platt sitzt, ist ja jetzt wohl der hack-ste Hackjoke überhaupt.
Und der hintere Teil (höhö) zielt doch eher auf mich ab, weil ich selber wie Snyder einen Editor bräuchte. Versteh echt nicht, was du mir da sagen möchtest.

Du magst das gerne herablassend finden, aber da muss ich halt wieder auf meinen letzten Post verweisen: jede Kritik wird irgendwem gegenüber "herablassend" sein, selbst wenn es nur den Machern gegenüber ist. Das lässt sich nicht vermeiden.

"I know writers who use subtext... and they are all cowards."

MJ-Pat
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FlyingKerbecs : : Kakashi
23.03.2021 18:23 Uhr
0
Dabei seit: 24.11.15 | Posts: 5.392 | Reviews: 35 | Hüte: 296

@Duck-Anch-Amun

Mein Mund bleibt verschlossen. tongue-out

Ich spreche nur zwei Sprachen: Englisch und schlechtes Englisch und mit denen habe ich schon Probleme.

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Duck-Anch-Amun : : Moviejones-Fan
23.03.2021 18:08 Uhr
0
Dabei seit: 15.04.13 | Posts: 9.205 | Reviews: 37 | Hüte: 557

@FlyingKerbecs
Psst, ich bin auf deiner Seite, hatte aber das Glück, dass mein Kommentar wegen den Feiertagen unterging. Aber psst, erzähl es niemandem danke^^

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MobyDick : : Moviejones-Fan
23.03.2021 15:09 Uhr
0
Dabei seit: 29.10.13 | Posts: 6.152 | Reviews: 149 | Hüte: 476

... und Zack, da ist die Stirb Langsam Hetze eröffnet wink

Dünyayi Kurtaran Adam
MJ-Pat
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FlyingKerbecs : : Kakashi
23.03.2021 14:53 Uhr
0
Dabei seit: 24.11.15 | Posts: 5.392 | Reviews: 35 | Hüte: 296

@Stirb Langsam

Ja das war dann wohl ich. victory

Ist eh nicht so mein Genre, der Film, dazu kommt noch das Alter. Hatte ihn ja vor ein paar Monaten oder so dann sogar ein 2. Mal gesehen, fand ihn dann auch etwas besser, aber insgesamt immer noch "nur" ganz nett. Da ist der Funke einfach nicht übergesprungen. Das gilt aber für die gesamte Reihe.

Ich spreche nur zwei Sprachen: Englisch und schlechtes Englisch und mit denen habe ich schon Probleme.

MJ-Pat
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Raven13 : : Desert Ranger
23.03.2021 14:25 Uhr | Editiert am 23.03.2021 - 14:26 Uhr
0
Dabei seit: 13.02.16 | Posts: 3.640 | Reviews: 35 | Hüte: 355

@ MobyDick

"Da bin ich, wenn ich Erstsichter berücksichtige, dann auch schon bei Leuten wie Flyingkerbecs oder Raven13 (sorry Jungs, weiss jetzt nicht wer von euch beiden das war), die dem Film ganz klar Klasse bestätigen, aber ihn nicht als Supergut wahrnehmen."

Da war dann wohl eher der gute FlyingKerbecs gemeint. laughing

Ich selbst kenne Stirb Langsam auch schon seit über 20 Jahren und halte ihn für großartig. Die volle Punktzahl würde ich ihm alledings heute auch nicht mehr geben, denn mittlerweile wirkt er zuweilen etwas altbacken und zäh und manchmal auch derbe unlogisch (z. B. die Szene, in der McClane auf dem Dach im Beisein der Geiseln mit seiner MP5 wild in den Himmel herumschießt, sich dann aber wundert, dass die Leute vom FBI dann auf ihn schießen.).

Heute würde ich ihm wohl aus nostalgischen Gründen 9/10 Punkte geben, aber vom reinen Sehgenuss her eher nur noch so 8/10 Punkte.

Ein Zauberer kommt nie zu spät. Ebenso wenig zu früh. Er trifft genau dann ein, wenn er es beabsichtigt.

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