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Star Trek - Der Film

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Happy Birthday, Star Trek: Wir blicken zurück auf 55 Jahre unendliche Weiten!

Happy Birthday, Star Trek: Wir blicken zurück auf 55 Jahre unendliche Weiten!
8 Kommentare - Sa, 11.09.2021 von Moviejones
Star Trek feiert Geburtstag und wir nehmen dies zum Anlass, auf das weltweite Phänomen zurückzublicken und euch dessen Geschichte einmal näher zu bringen.
Happy Birthday, Star Trek: Wir blicken zurück auf 55 Jahre unendliche Weiten!

Der Weltraum, unendliche Weiten... Es war der 8. September 1966, als die Zuschauer im US-Fernsehen erstmals diese berühmten Worte vernahmen. Was folgte, war eine beispiellose Erfolgsgeschichte, die bis heute anhält. Auch 55 Jahre später begleitet uns Star Trek immer noch durchs Fernsehen und Kino. Wie ist es dazu gekommen?

Wo noch nie ein Mensch zuvor gewesen ist

Im Jahr 1959 versuchte sich Drehbuchautor Gene Roddenberry an seiner ersten, selbst konzipierten Serie, 333 Montgomery Street. Ein Pilotfilm wurde produziert, die Serie jedoch abgelehnt. Hauptdarsteller damals war ein gewisser DeForest Kelley, der später als Dr. "Pille" McCoy berühmt werden sollte.

Mit einem anderen Projekt hatte Roddenberry kurze Zeit später mehr Glück. The Lieutenant lief von 1963 bis 1964 auf dem Sender NBC. Die produzierenden MGM Studios waren mit dem Erfolg zufrieden und wollten von ihm eine weitere Serie. Also entwickelte er die Idee zu Star Trek.
Die Serie sah anfangs noch etwas anders aus: Statt einer Enterprise gab es die SS Yorktown und statt Kirk hieß der Captain noch Robert M. April. Einzig Spock tauchte auch schon in diesen frühen Entwürfen auf.

MGM lehnte die Idee ab, doch Roddenberry ließ nicht locker. Er ging zu den Desilu-Studios, die wenig später von Paramount aufgekauft werden sollten, und dort wurde der Pilotfilm Der Käfig (The Cage) produziert, nun mit Christopher Pike als Captain der Enterprise. Roddenberry übergab diesen 1965 an NBC. Die empfanden den Film als zu anspruchsvoll für das Publikum mit zu geringer Action. Man glaubte nicht, dass die Zuschauer es verstehen würden. Roddenberry bekam jedoch eine seltene zweite Chance, Details wurden geändert und der Hauptdarsteller ausgetauscht. Fortan sollte William Shatner als Captain James T. Kirk das Kommando innehaben und heraus kam der zweite Pilotfilm Die Spitze des Eisbergs (Where No Man Has Gone Before). Dieses Mal gab NBC grünes Licht.

Als erste Episode wurde Das Letzte seiner Art (The Man Trap) am besagten 8. September 1966 ausgestrahlt. Der eigentliche Pilotfilm folgte wenige Wochen später.

Die Crew bestand neben Shatner zum Teil aus Schauspielern, mit denen Roddenberry bereits in The Lieutenant zusammengearbeitet hatte, darunter Nichelle Nichols und Leonard Nimoy. Und eben DeForest Kelley aus seiner nicht produzierten ersten Serienidee.

 

 

In Staffel 2 stieg dann noch mit Walter Koenig in der Rolle des Russen Chekov ein weiterer Schauspieler aus The Lieutenant hinzu. Mit ihm hatte man nun einen Russen auf der Brücke inmitten des Kalten Krieges, einen Schauspieler japanischer Abstammung etwas mehr als 20 Jahre nach Pearl Harbor und eine schwarze Frau in einer führenden Position, zu einer Zeit, in der noch die Rassentrennung im öffentlichen Leben angewendet wurde. Star Trek stellte dies als Normalität in einer Zukunft dar, die den Menschen Hoffnung machte.

Diversität ist heute in Hollywood ein beliebtes Wort, bedenkt man jedoch die Zeit, in welcher die Serie produziert wurde, so war sie wohl so divers wie nur selten etwas zuvor und danach.

Auch sonst setzte die Serie Maßstäbe, zuweilen auch sehr kontroverse. In der Episode Platons Stiefkinder (Plato´s Stepchildren) kommt es zu einem Kuss zwischen Uhura und Kirk. Es war der erste Kuss einer schwarzen Frau und eines weißen Mannes im US-Fernsehen und sorgte für teils heftige Proteste. Einige Bundesstaaten weigerten sich, die Episode auszustrahlen. In einigen Regionen der USA wird sie zum Teil auch heute noch nicht gezeigt.

Schon am Ende der ersten Staffel sahen die Quoten jedoch nicht gut aus und es drohte bereits die Absetzung. Es kam zu Protesten der Fans und schließlich bekam die Serie noch eine Chance. Aber auch die zweite Staffel lief nicht wirklich besser und erneut mussten die Fans per Protestaktion eine Fortsetzung einfordern. NBC hatte jedoch genug, die dritte Staffel wurde auf einen undankbaren Programmplatz verlegt und die Zuschauerzahlen sanken so noch mehr. Es war das vorläufige Ende der Abenteuer der Enterprise und dieses Mal konnten auch die Fans daran nichts mehr ändern. Zumindest fürs erste nicht.

In Deutschland mussten wir bis zum 27. Mai 1972 warten, bis mit der Episode Morgen ist Gestern (Tomorrow is Yesterday) erstmals eine Folge von Star Trek, im Deutschen umbenannt in Raumschiff Enterprise, vom ZDF ausgestrahlt wurde. Insgesamt wurden 39 Folgen gezeigt, jedoch teils gekürzt und auch nicht immer korrekt ins Deutsche übersetzt. Ab 1987, nachdem SAT.1 sich die Rechte gesichert hatte, wurden auch die noch fehlenden Folgen ausgestrahlt. Alle, bis auf eine: Schablonen der Gewalt (Patterns of Force). Hier landen Kirk und Spock auf einem Planeten, der augenscheinlich von Nazis regiert wird. Erst 1995 wurde diese Episode in Folge der Videoveröffentlichung der Serie auch ins Deutsche übersetzt. Am 25. Juli 1999 erfolgte die erstmalige Ausstrahlung im Pay-TV auf DF1, dem Vorläufer von Sky und Premiere. Noch bis zum 4. November 2011 sollte es jedoch dauern, bis die Episode auf ZDFneo auch endlich im Free-TV zu sehen war.

 

 

 

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8 Kommentare
MJ-Pat
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MB80 : : Cheddar Goblin
29.09.2021 17:05 Uhr | Editiert am 29.09.2021 - 17:06 Uhr
0
Dabei seit: 01.06.18 | Posts: 2.053 | Reviews: 36 | Hüte: 183

Duck-anch-Amun:

Der gilt aber auch unter vielen Star Trek und Sci-Fi Fans inzwischen als einer der besten, weil er eben kein Action Film ist wie die späteren TNG Kinofilme ist, sondern den Geist der Serie ganz gut einfängt (LINK). Macht auch Sinn, der Film war ursprünglich als Pilot oder erste Folge der Fernsehserie "Star Trek: Phase Two" geplant...
Und falls er dich ein wenig an 2001 Space Odyssee erinnert: Die Designer haben an beiden Filmen gearbeitet ;)

“...and the stronger the fear of boredom, the louder the music."

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Duck-Anch-Amun : : Moviejones-Fan
29.09.2021 15:27 Uhr
0
Dabei seit: 15.04.13 | Posts: 9.620 | Reviews: 38 | Hüte: 590

@Raven13
Ohje, danke für die Warnung laughing

MJ-Pat
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Raven13 : : Desert Ranger
29.09.2021 15:24 Uhr | Editiert am 29.09.2021 - 15:25 Uhr
0
Dabei seit: 13.02.16 | Posts: 4.240 | Reviews: 46 | Hüte: 395

@ Duck-Anch-Amun

Lass dich bitte von dem ersten Film nicht abschrecken! Das ist wohl der schlechteste Film der Reihe, eher trocken und langweilig und langatmig. Er spiegelt nicht die Qualität der anderen Teile wider. wink

Ein Zauberer kommt nie zu spät. Ebenso wenig zu früh. Er trifft genau dann ein, wenn er es beabsichtigt.

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Duck-Anch-Amun : : Moviejones-Fan
29.09.2021 15:19 Uhr
0
Dabei seit: 15.04.13 | Posts: 9.620 | Reviews: 38 | Hüte: 590

@ArneDias
Ich bin dir noch eine Antwort schuldig und geb dir deshalb mal direkt einen Hut zurück. Danke für deine Erklärungen. Ich denke, dass ich dann mal mit den einzelnen Filmen starten werde, vielleicht erhalte ich dadurch ja einen besseren Zugang um dann auch die Serien irgendwann anzugreifen.

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ArneDias : : CG Grinch
13.09.2021 12:04 Uhr
1
Dabei seit: 07.05.09 | Posts: 4.471 | Reviews: 29 | Hüte: 244

@Duck-Anch-Amun

Muss man die Serie gesehen haben um die Filme zu verstehen? Bauen die Serien aufeinander auf? Oder die Filme untereinander? Wo steigt man als Quereinsteiger ein, wenn einem die alten Folge zu "nostalgisch" sind.

Aus heutiger Sicht mit dem ganzen MCU etc. sicher eine berechtigte Frage, aber ich denke ich kann dir da die Sorgen nehmen. Obwohl alles Teil eines einzigen Universums ist, ist es nicht so miteinander verschachtelt wie eben z.B. das MCU. Es gibt zwar gewisse Elemente und Gruppierungen, die von einer Serie Auswirkungen auf die andere hat, aber grundsätzlich kann man jede Serie für sich genießen ohne die anderen zu kennen.

Beispiel: Raumschiff Voyager. Es geht halt um ein Raumschiff und seiner Crew, die in einem entlegegen Teil der Galaxis strandet und nach Hause will. Dafür muss man vorher kein Star Trek gesehen haben. Aber: Die Serie beginnt mit einem kurzen Aufenthalt auf der Raumstation Deep Space Nine, wo man auch mit Quark auf eine Figur der selbigen Serie trifft. Für Fans toll diese Verbindungen zu sehen, aber für nicht Fans ist es halt einfach eine Raumstation und eine Figur die kurz auftaucht. Im Grunde ist es egal ob man es kennt oder nicht, einzig die persönliche Erfahrung wird ein wenig anders sein.

Hinzu kommt: Viele Episoden sind in sich abgeschlossen. Vor allem in TNG kann man im Grunde sich einfach irgendeine Folge angucken, ohne vorher etwas gesehen zu haben. Für Voyager gilt im Grunde dasselbe. Einzig bei DS9 ist es vor allem etwas ab Staffel 4 und noch stärker ab Staffel 5 so, dass hier einige Themen aufeinander aufbauen. Auch hier gibt es viele in sich abgeschlossene Folgen, manche jedoch könnten für Verwirrung sorgen wenn man gar nicht weiß worum es geht.

Die Kinofilme erzählen im Grunde einzelne Abenteuer. Einzig Star Trek 2, 3 und 4 gelten als Trilogie, da sie aufeinander aufbauen. Hier führt das eine Abenteuer zum nächsten, die Abenteuer als solches sind aber eigenständige.

Vielleicht mal kurz zu meiner Erfahrung mit Star Trek: Die Originalserie habe ich früher nie gesehen, die habe ich erst viel später nachgeholt. Angefangen habe ich also mit TNG, aber auch da irgendwo mittendrin (lief damals mittags auf Sat.1). Ich mochte die Kinofilme mit Captain Kirk, obwohl ich die Serie mit ihm nie gesehen habe. DS9 mochte ich anfangs nicht und habe es verweigert. Die erste richtige Folge der Serie die ich gesehen habe, war die Doppelfolge zu Beginn der vierten Staffel. Ab da mochte ich auch diese Serie. Voyager war dann die erste Star Trek-Serie, die ich von Anfang an verfolgt habe.

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Duck-Anch-Amun : : Moviejones-Fan
13.09.2021 08:55 Uhr
1
Dabei seit: 15.04.13 | Posts: 9.620 | Reviews: 38 | Hüte: 590

Schade, dass wir im Forum leider momentan lieber darüber diskutieren ob Neo wie John Wick aussieht und man diesen ja auf den elektrischen Stuhl setzen müsste, da er wahllos Menschen tötet - und dies in eienr durch Corona verursachten Diktatur!

Ich wollte aber dieses tolle Spezial nicht unkommentiert lassen - und dies obwohl ich ja nicht viel mit Star Trek anfangen kann. Um ehrlich zu sein, hab ich auch nur die 3 neuen Filme gesehen, welche ja im Fandom nicht so beliebt sind. Trotz meiner Unwissenheit, kennt man Star Trek aber. Es ist Teil der Popkultur und wegen Serien wie Simpsons, Big Bang Theory oder Filmen wie (T)Raumschiff Surprise kennt man Star Trek. Ich selbst bin dann doch zu jung um in die Serie eingestiegen zu sein, auch wenn ich mich erinneren kann, dass mein Vater vor oder nach (?) Ran Fussball oftmals Raumschiff Enterprise anschaute - und dabei einschlief^^
Schon die deutsche Übersetzung ist ein Problem gewesen, da ich erst später erfuhr, dass es sich dabei um das Gleiche handelt.

Es ist ein toller Überblick über eines der langlebigsten Franchises, wo ich allerdings nie richtig den Einstieg fand. Wie im Bericht geschildert liegt dies dann aber auch an den vielen unterschiedlichen Serien mit großer Anzahl an Folgen sowie diversen Ablegern. Muss man die Serie gesehen haben um die Filme zu verstehen? Bauen die Serien aufeinander auf? Oder die Filme untereinander? Wo steigt man als Quereinsteiger ein, wenn einem die alten Folge zu "nostalgisch" sind.
Ich schaff es ja nicht mal The Walking Dead zu starten, da mir die Fülle an Material bereits die Lust verdirbt - ich glaube deshalb auch nicht, dass Star Trek je was für mich werden könnte.

Toll finde ich allerdins die Bedeutung dieses Franchises, welches ihr ja mehrfach unterstrichen habt.
Star Trek stellte dies als Normalität in einer Zukunft dar, die den Menschen Hoffnung machte.
Leider ist diese Zukunft ja immer noch nicht eingetreten und die Gesellschaft hat sich gefühlt nur langsam in die richtige Richtung entwickelt. Wenn man dann die Geschichte um den Kuss zwischen Kirk und Uhura liest, und hier dann immer noch Kommentare von gewissern Usern mittlerweile einfach nur ignoriert, dann frag ich mich wie die damals reagiert hätten - wohl von der Klippe gesprungen.

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Bonsai : : Moviejones-Fan
07.09.2021 14:16 Uhr
0
Dabei seit: 08.12.12 | Posts: 385 | Reviews: 2 | Hüte: 24

Mir ist the Orville tatsächlich zu platt... aber ich habe auch nur die erste Staffel bisher gesehen. Die Kritik an STD und Picard kann ich verstehen. Die künstlich forcierte Diversität finde ich nicht ganz so schlimm, aber der Wechsel, ganz platt formuliert, von Science Fiction zu Science Fantasy ist auch mir ein Dorn im Auge.

Ich muss allerdings auch sagen, dass mich STD tatsächlich unterhält und auch z. B. die ersten drei Staffeln DS9 für TNG-Fans eine schwierige Eingewöhnungsphase boten, während danach dann 4 Staffeln bestes Star Trek kamen.

Für mich bliebt im Moment eher The Expanse für gutes Sci-Fi und sogar für viele moralische Fragen. Und zwischendrin schaue ich sogar wieder ENT ... zuletzt Similitude/ Ebenbild ... großartiges Star Trek!

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Kal-El : : Moviejones-Fan
07.09.2021 12:10 Uhr | Editiert am 07.09.2021 - 12:14 Uhr
0
Dabei seit: 13.03.17 | Posts: 853 | Reviews: 2 | Hüte: 24

OH wow, was ein toller Artikel! Bravo! Und danke dafür.

Möchte nur etwas STD ergänzen. Es ist nicht nur die künstlich forcierte Diversität der Serie, oder die optische Kritik, mich hat vor allem die unzähligen Deus Ex Machina genervt, sowohl in Picard als auch in STD. Aber auch nicht nur das: die Story ist so banal, dass ich trotz großer Anstrengung kaum noch daran erinnern kann. Dialoge wie in TNG oder gar Themen, die aktuell sind und für große Diskussionen sorgen, finden wir bei STD und Picard überhaupt nicht.

STD und Picard sind massentauglich gemacht worden um gaaanz viel Geld damit zu machen.

Es geht nur noch um Krieg und Zeitreisen, die keinen Sinn ergeben und am Ende: wieder ein Deus Ex Machina, damit die obstruse Story doch irgendwie einen Sinn ergibt. Star Trek hatte immeer viel mit Science zu tun, alles hat mehr oder weniger einen Sinn ergeben und konnte halbwegs verständlich erklärt werden. Das ist in Picard und STD leider nicht mehr der Fall.

Bestes Beispiel für Verbote hat ja Picard gebracht. Wir verbannen die KI, ich kann gar nicht so viel essen wie ich mich übergeben möchte. Daher sind die Serien für mich eher ne Randnotiz und ich werde sie nicht mehr anschauen. Ich freue mich aber für die Fans, ich wünschte, ich könnte es auch ...

Bleibt nur noch The Orville

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