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James Bond - Keine Zeit zu sterben

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Bond darf gern ein Mann bleiben

Weg mit dem Bond-Girl-Image? Ana de Armas will interessantere Frauen

Weg mit dem Bond-Girl-Image? Ana de Armas will interessantere Frauen
8 Kommentare - Do, 21.07.2022 von A. Seifferth
"No time to die"-Schauspielerin Ana de Armas hat sich über den tödlichsten Agenten der Filmgeschichte geäußert. Der Action-Star wünscht sich unabhängigere Frauen im 007-Universum.
Weg mit dem Bond-Girl-Image? Ana de Armas will interessantere Frauen

Bond-Girls sind eine ganz eigene Welt für sich: Wunderschön anzusehen, zuweilen ausgefuchst und manchmal sogar tödlich. Das Publikum hat in der nunmehr 60-jährigen Geschichte des Agenten mit der Lizenz zum Töten die verschiedensten Frauen vor der Kamera am Strand räkeln sehen. Von Ursula Andress, über Halle Berry bis hin zu Eva Green ist mitunter aber ein weiter Weg zurückgelegt worden (lest hierzu gern unser Bond-Special, bei dem wir auch die Frauen beleuchten). Geht es nach James Bond - Keine Zeit zu sterben-Darstellerin Ana de Armas, sollte man mit dieser anachronistischen Konvention noch stärker als in den Filmen der Ära Daniel Craig brechen und einen neuen Typus kreieren.

Während manche Fans wahrscheinlich bereits Schnappatmung beim Lesen dieser blasphemischen Worte bekommen, möchten wir klarstellen: Die kubanische Schauspielerin ist weit weniger aufrührerisch, als man zunächst glauben mag. De Armas betonte in einem Interview mit der Sun, dass sie auch weiterhin einen Mann in der ikonischen Rolle wissen möchte, weil das dem Respekt gegenüber der Vorlage gebühre:

"Es gibt keinen Bedarf für einen weiblichen Bond. Es sollte keine Notwendigkeit bestehen, die Figur eines anderen zu stehlen, um sie zu übernehmen. Dies ist ein Roman, und er führt in diese James-Bond-Welt und diese Fantasie des Universums, in dem er sich befindet."

Dennoch wünscht sich die Action-Schauspielerin, dass man den klassischen Typus des hübschen Bond-Girls überdenkt und weibliche Figuren auf anerkennenswertere Weise in den Fokus des Geschehens gerückt werden:

"Was ich mir wünsche, ist, dass die weiblichen Rollen in den Bond-Filmen, auch wenn Bond weiterhin ein Mann sein wird, auf eine andere Art und Weise zum Leben erweckt werden. Ihnen sollte eine substanziellere Rolle und mehr Anerkennung zukommen. Das halte ich für interessanter, als die Dinge umzudrehen."

Wir empfinden den Blickwinkel des No Time to Die-Stars als sehr nachvollziehbar in Hinblick auf die Zukunft des Franchises. James Bond-Produzentin Barbara Broccoli hat bereits durchblicken lassen, dass an einem männlichen Doppel-Null-Agenten mit britischem Flair kein Weg vorbei führt. Man sei sich nur noch unsicher, wie eine stimmige Aktualisierung der Figur auszusehen hat. Nun möchten wir nur zu gern wissen, ob sich unsere MJ-Community ebenfalls in den Worten von de Armas wiederfindet oder ob es Redebedarf über die ersehnte Reorientierung gibt.

Übrigens ist Ana de Armas schon in dieser Woche in einem anderen Agentenfilm via Streaming zu sehen: An der Seite von Ryan Gosling macht sie in The Gray Man Chris Evans das Leben schwer. Ob der Netflix-Film mit Bond und Co. mithalten kann, verraten wir euch in unserer Review.

Quelle: The Sun
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8 Kommentare
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Rafterman : : Moviejones-Fan
22.07.2022 16:42 Uhr
0
Dabei seit: 18.01.17 | Posts: 681 | Reviews: 0 | Hüte: 19

Kann Tiin nur Zustimmen, man hat mir diese Filmszene in Cuba gut gefallen. Aber allgemein zu den Frauenrollen in 007 finde ich dass die seit Pierce Brosnan schon viel besser sind. Da gab es auch schon richtig starke Frauen und nicht nur die schnelle Verführung für den Zuschauer.

Ich sage immer die Wahrheit. Sogar wenn ich lüge!

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TiiN : : Goldkerlchen 2021
22.07.2022 14:24 Uhr | Editiert am 22.07.2022 - 17:08 Uhr
0
Dabei seit: 01.12.13 | Posts: 7.597 | Reviews: 160 | Hüte: 465

Von den drei größeren Frauenrollen in No Time To Die hatte Ana de Armas den meiner Meinung nach deutlich stärksten abbekommen. Ihre Figur hatte Witze und Charme.

Lea Seydoux spielte zwar gut, aber das Drehbuch hat aus der Mutter-Rolle leider nur den Klassiker abgespielt.
Ganz furchtbar fand ich Lashana Lynch, welche fast nur dafür da war um 007 Anspielungen abzuzielen. Dieser Figur hat in meiner Betrachtung jegliche Authentizität gefehlt.

Daher Gott sei dank, dass Ana de Armas nachträglich reingeschrieben wurde. Hat den Film definitiv aufgewertet.

Wie es mit Bond weitergeht wird eine spannende Frage werden, welche wir aber vermutlich in diesem Jahr nicht mehr beantwortet bekommen. Kann mir vorstellen dass Mitte/Ende nächstes Jahr Pläne für den neuen Bondfilm öffentlich skizziert werden.

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Ellessarr : : Wundersamer
22.07.2022 11:03 Uhr
0
Dabei seit: 11.01.10 | Posts: 234 | Reviews: 4 | Hüte: 6

Bond ist bei mir so eine Sache, es schmerzt mich heutzutage ein wenig das die alten halt alt sind. Aber bei Bond muss ich sagen das ich bis auf Casino Royal alle von damals besser finde als die neueren. Ich fand das damalige Bondgirl Schema besser, egal wie flach die Storyline war. Ich vermisse stark die Innovationen von Q, da hatte ich mich damals immer noch drauf gefreut was es nun so neues gibt. Und was das Auto so drauf hat.

Nach Casino Royal wurden daraus für mich nur teure B-Movies. Also mir egal, ich find hier muss sich was ändern, wenn man der Meinung ist das über die Frauen tun zu müssen, soll man es versuchen. Vielleicht wirds ja wieder interessanter. Denke aber das ist der falsche Weg. Der letzte war der für mich mit Abstand schlechteste.

Naja für mich ist Bond der schamlose Frauenheld, mit viel Technik Schnick Schnack der übertriebene Aufträge löst. Die Frauen sind nett anzusehen spielen immer nur kurz eine Rolle, weil sonst Tot oder eben doch Böse und dann Tot. Und deren Story kann da auch gerne realtiv Mau und Flach sein. Irgendwie passiert auch nichts in den neuen Filmen. Vorher unter anderem große Gefechte im Vulkan, unter Wasser oder sogar im All. Und da wo mal weniger los war, war es wenigstens immer das erste mal das man sowas gesehen hat. Will ich was anderes sehen schaue ich mir XXX, Mission Impossible etc an. Da sollte Bond vielleicht einfach Bond bleiben. Oder Enden. Außerdem wo sind so inkonische Mid-Gegner wie der Beißer, oder der Typ mit seinem Hut.

Als Kind hatte ich immer die Vermutung das Bond ein reiner Science Fiktion Film sein muss wenn ich so alt bin wie mein Vater damals. Ok das hätte mir aus heutiger Sicht wohl auch nicht gefallen.

Es dauert ja immer Jahre bis ein neuer Teil rauskommt. Und solangsam mag ich die alten nicht mehr sehen, sollen sie einfach nochmal 10 Jahre warten und die alten Filme nochmal neu auflegen. Gerne 1 zu 1 nur mit moderneren Mitteln. Das ganze dann in einer richtigen chronologischen Reihenfolge. Casino Royal spielt ja eigentlich in der Vergangenheit, dann sind sie damit durch wenn ich 70 bin oder so.

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Clampner : : Moviejones-Fan
21.07.2022 22:03 Uhr
0
Dabei seit: 20.05.20 | Posts: 72 | Reviews: 0 | Hüte: 2

Eines vorab: Ein besseres Bond Girl als in Casino Royale wird es nicht geben. Abgesehen davon kann man den Fokus gern auch mal verstärkt auf Nebencharaktere legen. Das macht einen Bond Film nur besser. Warum das jetzt zwingend Frauen sein sollten, erschließt sich mir nicht ganz. Ich fand die Geschichte um 007 und 006 in Goldeneye auch sehr gelungen. Aber sobald Frauen auftrauchen, wäre es natürlich interessanter, wenn sie echte Charakterzüge aufweisen, anstatt Bonds Charme hilflos zu erliegen. Aber das ist ja schon seit Anbeginn der Craig Ära nicht mehr so, wenn mich nicht ales täuscht.

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SpiderFan : : Moviejones-Fan
21.07.2022 17:24 Uhr
0
Dabei seit: 06.05.22 | Posts: 346 | Reviews: 0 | Hüte: 3

"Ana dürfte wirklich etwas beleidigt sein"

Eher nicht. Der Cameo war immer so geplant und ist überhaupt erst durch Craig entstanden. Da er von Ana bei Knives Out so überrascht gewesen ist.

"I am not fucking around here, I believe a well-rounded film lover oughta have something to say about Jean-Luc Godard and Jean-Claude Van Damme."

-Vern

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Duck-Anch-Amun : : Moviejones-Fan
21.07.2022 16:03 Uhr
0
Dabei seit: 15.04.13 | Posts: 10.333 | Reviews: 43 | Hüte: 661

Sehe es wie GreenFairy. Ja, die Frauen in den Bond-Filmen sind gefühlt in erster Linie oftmals da um verführt zu werden. James Bond hat da ja ne gewisse Neigung um Frauen zu verführen, Feindinnen so zu Verbündeten zu machen oder Informationen zu bekommen. Oftmals passiert es halt, da es passieren "muss", ich denke da z.B. bei den rezenten Filmen an die Dusch-Szene aus Skyfall.
Szenen wo Frauen quasi bedrängt werden oder ähnliches gibt es aber schon länger nicht mehr. Da geht man definitiv auch mit der Zeit, wo die Frau nicht mehr nur reines Objekt für Bond ist.

Gerade Ana de Armas durfte schon eine interessante Frau spielen, wenn auch ihre Screentime etwas zu kurz geraten mag. Sie ist so eine schöne Frau und durfte auch noch sexy sein, so dass ich hätte wetten können, dass sie das übliche Bond-Girl wird. War sie aber nicht, da sie noch eine coole Action-Szene hatte und ihr Part wesentlich für die Handlung war. Ich denke in der momentanen Zeit wird es darauf rauslaufen. Aber die Frau wird nie "interessanter" werden als der eigentliche Titelheld.

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GreenFairy : : Moviejones-Fan
21.07.2022 15:44 Uhr | Editiert am 21.07.2022 - 16:28 Uhr
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Dabei seit: 18.01.17 | Posts: 59 | Reviews: 0 | Hüte: 6

Ana dürfte wirklich etwas beleidigt sein, da ihre (wirklich unterhaltsame) Rolle im Film etwas zu kurz geraten war. Starke Frauen gibt es in den Bond-Filmen allerdings von Anfang an und da wird man kaum noch viel optimieren können, zumal sich dort das Frauenbild auch immer dem jeweiligen Zeitgeist angepasst hat.
Viel "substanzieller" werden diese Rollen wohl auch niemals werden können, da Bond der Hauptcharakter ist, dem sich schlichtweg alle anderen unterordnen müssen. Bei Franchises mit weiblichen Hauptcharakteren läuft das übrigens nicht anders, seien es Twilight, Scream, Hunger Games, Tomb Raider, Underworld oder Kill Bill.

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CMetzger : : The Revenant
21.07.2022 07:03 Uhr
0
Dabei seit: 10.06.15 | Posts: 3.412 | Reviews: 11 | Hüte: 218

Nun ja, eines vorweg... ich bin ganz ihrer Meinung, in Bezug auf die Besetzung der Hauptrolle. Hier sollten wir dem treu bleiben, was wir kennen.
Bezüglich ihrer Aussage der Bond-Girls könnte ich mir vorstellen, dass sie mit ihrer Rolle im Nachgang vielleicht nicht ganz so zufrieden zu sein scheint... vielleicht hat sie sich hier mehr Screentime, mehr Rolle gewünscht? Einen Charakter, der tiefer in den Film integriert ist...?

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