Macht-los: Trevorrow ist raus aus "Star Wars 9" - Springt Johnson ein?

Trevorrows Vision gestorben

Macht-los: Trevorrow ist raus aus "Star Wars 9" - Springt Johnson ein?

72 Kommentare - Mi, 06.09.2017 von S. Spichala - Vision ist nicht gleich Vision - sie muss Lucasfilm auch gefallen. Die Folge: "Star Wars - Episode IX" braucht einen neuen Regisseur! Der Rian Johnson heißen könnte...

Macht-los: Trevorrow ist raus aus "Star Wars 9" - Springt Johnson ein?

Update: Die Chancen stehen gut, dass der Regisseur von Star Wars - Die letzten Jedi auch der neue Regisseur von Star Wars - Episode IX sein wird. Deadline sieht Rian Johnson in der Pole-Position, um Colin Trevorrow zu ersetzen.

Insidern zufolge ist zwar noch nichts fix, aber es soll definitiv in der Luft liegen. Ursprünglich hatten Disney und Lucasfilm ohnehin die Absicht, Johnson gleich für zwei Star Wars-Filme zu verpflichten, was nun noch in Erfüllung gehen könnte. Und nicht vergessen: Deadline wusste auch als erstes, dass Ron Howard beim Han Solo-Spin-off an die Stelle von Phil Lord und Christopher Miller treten soll.

++++

Die Macht war wohl nicht mit ihm oder zumindest nicht so, dass Lucasfilm auch happy ist - Colin Trevorrow ist raus aus Star Wars - Episode IX! Man war sich einig, die Visionen zum für 2019 anstehenden Sequel zu Star Wars - Die letzten Jedi gehen zu weit auseinander. Lucasfilm dankt zwar nett für die wunderbare Zusammenarbeit im Entwicklungsprozess, die Regie soll dann aber doch jemand anderes übernehmen. Wer wohl das stattdessen das Zepter ergreifen darf?

Verwundern dürfte Treverrows Abschied allerdings nicht, schon früher wurde Kritik an ihm laut und bekanntlich wurde der britische Schreiber Jack Thorne (A Long Way Down) verpflichtet, um das Drehbuch von Star Wars - Episode IX zu überarbeiten. Das Skript stammte ursprünglich aus der Feder von Trevorrow und dessen Schreibpartner Derek Connolly. Mit einem neu aufgelegten Drehbuch und anderem Regisseur dürfte Trevorrows Vision damit recht deutlich als ausradiert gelten.

Angesichts der langen Postproduktionszeit von Star Wars - Episode IX bleibt für den geplanten Kinostart am 23. Mai 2019 nicht so viel Zeit für langes Suchen, wenn man den Termin halten will. Über diese Entwicklung dürften also beide Seiten nicht besonders glücklich sein...

Quelle: Deadline

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72 Kommentare - Moviejones distanziert sich von Userbeiträgen.
ChrisGenieNolan
DetectiveComics
Geschlecht | 09.09.2017 | 19:44 Uhr09.09.2017 | Kontakt
Jonesi

Neue Gerüchte zu folgen. Es gibt viele weitere Gründe wieso Trevorrow gefeuert wurde. 1. Er sei von sich so überzeugt das er es besser weiß, wie er SW9 lenken kann. 2. das Erfolg von JW scheint ihm aufm den Kopf gestiegen zu sein. Und er meinte, das ist alleine seinen Verdienst. 3. Mit SW Produzentin kommen die grad nicht klar miteinander. 4. Er sei ein schwieriger Person. 5. Der flop und den Kritik von seinen Film Book of Henry hat den Gnadenstoß verpasst. 6. Ich habe euch angeschmiert laughingani-hittongue-out

LastGunman
Moviejones-Fan
09.09.2017 | 19:06 Uhr09.09.2017 | Kontakt
Jonesi

Es läuft einfach nicht rund bei Star Wars.

Majestix83
Moviejones-Fan
Geschlecht | 08.09.2017 | 08:57 Uhr08.09.2017 | Kontakt
Jonesi

Dieser Beitrag wurde am 08.09.2017 09:06 Uhr editiert.

Na ich hätte jetzt aber schon vorausgesetzt, dass die den Bauantrag B-76 ausgefüllt haben, und die Pläne mindestens 9 Monate im zuständigen, imperialen Planungsbüro auf Coruscant im 66sten Untergeschoss ausgehängt waren. Damit eventuelle Anwohner ihren Protest anbringen konnten ;D .

Naja, ganz unbemerkt ist der Todessternbau ja nie gewesen. Abgesehen davon hatte das Imperium zu diesem Zeitpunkt noch die Hoheitsgewalt, und leichten Zugriff auf Rohstoffe und Logistik. Wenn nun eine kleine Splittergruppe, mit kaum vorhandener Infrastruktur und unter Beobachtung der neuen Republik anfängt einen Mond umzubauen, dann ist das doch schon eine andere Hausnummer, meint Ihr nicht? Wurde der zweite Todesstern nicht kurz vor Fertigstellung des ersten begonnen? Das man nach der Erfahrung mit dem Bau des Prototypen, weniger Zeit bei fertigen Produktion braucht, ist normal und logisch, daher fände ich Halbierung der Bauzeit durchaus verständlich.

@Duck

Was das „Star Wars gestorben“ angeht, direkt nach Episode VII war das auch so. Nach einer Nacht drüber schlafen hatte sich das dann, naturgemäß etwas relativiert, und ich wollte mein endgültiges Urteil nach Episode VIII fällen. „Rogue One“ hingegen war reines Fremdverschulden, du musst wissen, um die unerträgliche Leichtigkeit des seins besser zu überstehen, halte ich mir soziale Kontakte, die teilweise ebenfalls sehr Comic, Spiele und Film affin sind, und die wollten nach langem hin und her mal wieder gemeinsam ins Kino, und schlugen „Rogue One“ vor. Und da die Trailer ja ein geringeres Übel versprachen, bin ich mitgegangen. Primär allerdings wegen dem Burger und dem Bier vor dem Film ;).

Naja, komm: Der Antagonist des Films und dessen Vater auf einer, gefühlt 2 Km langen Brücke über einen gähnenden Abgrund. Dazu noch das Hintergrundwissen das in bislang jedem Trilogie beginn bei Star Wars eine gute, vermeintliche Hauptfigur von den Bösen ermordet wurde, und das die vorherigen 90 Minuten quasi ein Remake von Episode IV waren. Spätestens als die bedeutungsschwangere Musik einsetzt, hätte das doch klar sein müssen ;). Da fand ich Qui-Gons Tod in Episode I wesentlich überraschender.

Ich hatte das so verstanden, das der Falken da schon mehrere Jahre stand, aber ich fürchte ich werde mir den Teil noch mal antun müssen. Mit Episode VIII gibt es ja wenigstens einen Vorwand, warum.

Das mit den Namen, wie gesagt, ist ja auch nur mein persönlicher Eindruck. Und AT-AT ist ja so gesehen kein Name sondern eine Typenbezeichnung, fällt da also gar nicht rein ;). Aber vergleich mal Hoth mit Yakku, oder Yoda mit Maz. Erstere hören sich für mich wenigstens wie Namen an, letztere eher wie…Buzzwörter aus irgendeinem Comic für Kinder. Wie die Wörter die beim 60er Jahre Batman während der Prügeleien eingeblendet wurden ("Bamm", "Maz", "Ssssnoke" ^^) . Aber vielleicht ist das ja auch Teil der Neuausrichtung, und somit Gewöhnungssache.

Das Anakin kein Kind von Traurigkeit ist, was das Töten angeht, konnte man ja beim Tusken-Lager in Episode II sehen. Da hat er ja sogar davon berichtet, dass er Frauen und Kinder getötet hat, meine ich. Daher fand ich das jetzt gar nicht so seltsam, insbesondere da er ja den Befehl hatte, alle Jedis auszulöschen, und da zählen Padawane ja nun mal dazu. Aber dass Palpatine gleich einen neuen Namen für ihn parat hatte und Anakin sich direkt so bereitwillig ergeben hat, fand ich auch schlecht gemacht, das stimmt.

Blöde Frage: Was gab es zwischen der PT und der OT, mal abgesehen von den Medichlorianer kram der nur in Episode I vorkam, noch für ungereimtheiten?

Aber da ab heute die zweite Staffel von „The Expanse“ auf Netflix läuft, und Ende September die umstrittene Kurtzman Interpretation einer Star Trek Serie, gibt’s bis Dezember erstmal noch genug andere Filme, Serien und potenzielle Aufreger, die (für mich) Vorrang haben ;) .

Duck-Anch-Amun
Moviejones-Fan
Geschlecht | 07.09.2017 | 20:53 Uhr07.09.2017 | Kontakt
Jonesi

@sully
Ohne eine Experte in intergalaktischer Bauingenieur-Kunst zu sein, würde ich auch denken, dass schon eine einfache Konstruktion eine Menga an Anträge braucht cool

MrBond
Moviejones-Fan
Geschlecht | 07.09.2017 | 18:21 Uhr07.09.2017 | Kontakt
Jonesi

@Sully

Ich glaube, Du schaust zu viel Asterix laughing

Sehe ich so aus als ob mich das interessiert?!"

Sully
Elvis Balboa
Geschlecht | 07.09.2017 | 18:10 Uhr07.09.2017 | Kontakt
Jonesi

@Mr.Bond

Nein, für Umbauten müssen Anträge gestellt werden. Und Anträge und Anträge und Anträge.Das würde auffliegen

Es kommt im Leben nicht darauf an wie viel Du austeilst, sondern darauf wie viel Du einstecken kannst und trotzdem weiter machst!

MrBond
Moviejones-Fan
Geschlecht | 07.09.2017 | 16:15 Uhr07.09.2017 | Kontakt
Jonesi

@Duck

"Die Sache mit dem Planeten kann ich jetzt nicht beantworten, da müsste ich nochmals den Film schauen. Aber so gesehen schaffte es auch das Imperium den zweiten Todesstern innerhalb weniger Jahre zu bauen, während man für den ersten Jahrzehnte brauchte ;)"

... was im Übrigen auch niemand mitbekommen hatte. Todesstern Nr. 1 wurde so um die 22 Jahre lang gebaut - niemand hat was davon mitbekommen, bis man die Pläne erbeutete... Da kann man auch mal heimlich einen Planeten umbauen, oder nicht?

Sehe ich so aus als ob mich das interessiert?!"

Duck-Anch-Amun
Moviejones-Fan
Geschlecht | 07.09.2017 | 16:04 Uhr07.09.2017 | Kontakt
Jonesi

Dieser Beitrag wurde am 07.09.2017 16:07 Uhr editiert.

@Geist
Danke für deine Antwort

@Majestix
Auch dir danke. Ich kann dich schon verstehen, so gesehen bin ich dann aber nicht so tief mit der Materie verwurzelt. Die Sache mit dem EU kann ich nachvollziehen, ich hab nur das "Glück", dass ich nie was davon gelesen oder mitbekommen habe und die Zukunft von SW immer selbst im Kinderzimmer nachgespielt habe. Ich kann jeden verstehen, der mit dem EU aufwuchs und nun enttäuscht oder gar wütend ist.

Star Wars war für mich erstmal endgültig gestorben. Rogue One...
Hier ist ein solches Beispiel, wo ich immer lustig finde. SW war für dich gestorben (und ja nicht nur für dich), trotzdem bist du 1 Jahr später in den nächsten Film gerannt. Konsequent ist dies ja nicht und finde dies eben lustig, weil ja hier mehrere User bereits "drohen", dass SW für sie gestorben ist^^

Zuerst, mit „Handwerklich“ meine ich sowohl das Drumherum
Ok, mein Fehler. Ich ging nur vom CGI und den Settings aus, natürlich gehört das Drehbuch auch dazu.

Episode VII hatte für mich keinerlei überraschende Wendungen oder ähnliches, sogar den Tod einer ehemals wichtigen Hauptfigur, empfand ich als sehr vorhersehbar und fast schon beiläufig abgehandelt.
Ok das ist ne subjektive Wahrnehmung. Für mich waren diese Sekunden auf der Brücke mit Han und Ben echt hart - irgendwie war ich mir nicht sicher was passieren könnte. Im gesamten Kinosaal spürte ich auch die Atmosphäre, welche wirklich zum Anfassen war. Etwas das es in Episode 1-3 nie gab, weil alles vorbestimmt war, oder man mit Charakteren wie Qui-Gon nicht lange genug Zeit verbrachte. Han Solo ist auch so ein Beispiel für die Disney-Nörgler, die sagen, man würde sich nichts trauen, aber gut, das ist ein anderes Thema^^

Auch der „Zufallsfaktor“ kam mir auffallend häufig vor:
Ja, das Drehbuch war phasenweise wirklich schwach ausgearbeitet. Besonders das erste Treffen mit Han und Chewie verläuft mehr als seltsam. Neben dieser unnötigen Actionsszene wirkt es wirklich wie ein Zufall. Da Han aber selbst sagt, dass sie das Schiff schon länger suchen und durch den Start womöglich ein Trackersignal startete (keine Ahnung, hab es mir so logishc erklärt), konnte er es finden. Problem ist dann hier wieder eher Abrahms Darstellung vom Universum, da zu wenig zeit vergeht.
Da wir nicht wissen wie lange der Falke schon auf Jakku steht, ist es auch müßig zu diskutieren ob er noch funktionstüchtig (was er ja durch die Reparaturen an Bord nicht ist) ist.

Zufällig erwacht am Ende des Filmes der jahrelang schlafende R2D2 rechtzeitig um das fehlende Kartenstück zu präsentieren.
Wobei ich mir hier noch ne Erklärung erhoffe. Wenn Rey irgendwie ne Skywalker ist, dann wird es später vielleicht nicht mehr wie ein Zufall wirken. Hier ist dann eines dieser Dinge wo ich einfach sage: abwarten. Es kommen noch 2 Teile (!) und womöglich (!) wird dann vieles klarer.

Namen wie Yakku, D’Qar, Snoke, Kylo, Rey, Maz, Hux, Snap, Unkar Plutt, Connix, etc. wirken im Vergleich zu Tattoine, Coruscant, Nabuu, Mustafa, Palpatine, Anakin, Grievous, etc. irgendwie Stumpfer und simpler, als ob man sich überhaupt keine Mühe gegeben hat, klangvolle Namen zu erfinden
Naja das ist dann wohl eher ne Macht der Gewohnheit oder einfach nur Nörgeln um des Nörgelns willen. Denn woran unterscheiden sich die neuen namen denn von Yoda, Ewok, Jar-Jar, Hoth oder At-At? ^^

Was Anakins Entwicklung angeht, in Episode II wurden die Initialzündungen doch gezeigt und Episode III hat das Ganze auch logisch weiter erzählt, der letzte Punkte auf der langen Liste zur Verwandlung Vader-Werdung, war ja Mace Windus augenscheinlicher Verrat an den Prinzipien des Jedi-Ordens, in dem er Palpatine an Ort und Stelle töten will.
Ja, der Grundstein wird ja schon in Episode 1 gelegt und in Episode 2 sieht man dann erstmals die Verwandlung. Trotzdem warteten die Fans jahrelang auf diese Wandlung, die dann doch sehr willkürlich wirkte. Also ehrlich, der Fall vom Jedi zum kindermördenden Sith war doch mehr als schnell abgearbeitet und lächerlich. Ehrlich, da finde ich, dass selbst Kylo Rens "Fall" deutlich emotionaler und logischer wirkte. Angedeutet auch durch einen schönen Symbolismus.

Vielleicht verstehe ich dich hier falsch, aber Episode III brauchte aufgrund der zeitlichen Lücke auch keinen direkten logischen Sprung zu Episode IV machen.
Mir geht es eher darum, dass Lukas es schaffte mit seiner PT so viele Umgereimtheiten einzubauen, dass einem schwindelig wird. ich glaube diese Logikfehler sind jedem bekannt, ein sauberer Übergang sieht meiner Meinung nach anders aus. Wer sich ernsthaft über die Namen aufregt, der muss sich zwangläufig auch darüber aufregen^^

Hingegen wirkt die Welt von Episode VII wie fünf Minuten nach dem Ende von Episode VI und das ist einfach keine glaubwürdige Entwicklung für mich. Auch das innerhalb von drei Jahrzehnten niemand bemerkt, das die First Order mal eben einen ganzen Planeten umbaut ist nicht logisch erklärbar.
Naja, liegt dies nicht auch daran, dass man anders als bei der PT (wo der Ausgang von Minute 1 bekannt war) nicht weiß wie Episode 7 beginnt und was eigentlich das Ziel ist. Ich kann dir nicht sagen wie Episode 9 enden wird, wusste aber schon in Teil 1, dass Anakin zu Vader wird oder Obi-Wan überlebt.
Die Sache mit dem Planeten kann ich jetzt nicht beantworten, da müsste ich nochmals den Film schauen. Aber so gesehen schaffte es auch das Imperium den zweiten Todesstern innerhalb weniger Jahre zu bauen, während man für den ersten Jahrzehnte brauchte ;)

Sorry für die Textmasse und schreib- und grammatikfehler, im nachgang wäre eine PN wohl besser gewesen :|.
Kein Problem, dafür ist das Forum ja auch da und ich denke nicht, dass wir jemand mit unserer Diskussion (welche aber bestimmt schon 100 mal geführt wurde^^) stören. Für Grammatikfehler entschuldige ich mich nicht und erwarte keine Entschuldigungen, da sind einige hier unterwegs mit deutlich "kreativerer" Schreibweise^^

Majestix83
Moviejones-Fan
Geschlecht | 07.09.2017 | 13:39 Uhr07.09.2017 | Kontakt
Jonesi

Zum Vergleich Episode III und Episode VII (ich versuche mich kurz zu fassen da der Abschnitt zuvor schon sehr lang ist):

Zuerst, mit „Handwerklich“ meine ich sowohl das Drumherum (Ausstattung, Effekte, etc.), als auch das Drehbuch. Denn ich interpretiere das Schreiben eines guten Drehbuches, das Entwickeln von logischen Handlungsabläufen und Figuren ebenfalls ein großes Stück weit als Handwerk (Buchautoren wie Andreas Eschbach sehen das z.B. auch so).

Bei der CGI sind wir uns einig, denke ich. Daher will ich jetzt auch nicht weiter drauf eingehen (einzig das ich die CGI bei Herr der Ringe ab dem zweiten Teil bis zuletzt zum Hobbit wesentlich schlimmer fand als in der Prequeltrilogie, aber das ist auch wieder Geschmackssache).

Komplexität der Handlung:

Ich hätte auch als Vergleich Episode I oder II nehmen können, aber auch da hab ich zumindest von den Handlungsabläufen her, eher den Eindruck gehabt, dass man sich Gedanken über einen logischen Ablauf (im Sinne von Aktion/Reaktion) gemacht hat (bei der Charakterentwicklung gebe ich dir bei Episode I übrigens recht). Mit „komplex“ meine ich natürlich keinen Inception oder Dark Knight (um mal andere Blockbuster als Vergleich zu haben), sondern schlicht das die Handlung nicht einfach nur gradlinig dahinplätschert. Episode VII hatte für mich keinerlei überraschende Wendungen oder ähnliches, sogar den Tod einer ehemals wichtigen Hauptfigur, empfand ich als sehr vorhersehbar und fast schon beiläufig abgehandelt. Ganz anders als zum Beispiel die Tode von Qui-Gon in Episode I oder gar Obi-Wans Tod in Episode IV. Die verschiedenen Standorte wirkten auf mich, vermutlich mangels ausreichender Exposition, wie zufällig aneinander geklatschte Orte welche von einer Liste abgehakt wurden. Auch der „Zufallsfaktor“ kam mir auffallend häufig vor: Zufällig ist da der voll Funktionsfähige Millennium Falcon (der, trotz jahrelanger Lagerung auf einem Planeten auf dem Schrott ähnlich einer Währung gehandelt wird, anscheinend hervorragend gewartet und von Sand und Plünderern beschützt wurde), zufällig trifft man auf das Schiff von Han Solo, der zufällig eine Schmugglerbar kennt die sich zufällig gefühlt zwei Bäume weiter um die Ecke von der Rebellenbasis befindet. Zufällig steht man dann auch genau richtig, um den Todesstrahl auf dem Weg zur neuen Republik (bestehend aus einem Planeten) am Himmel sehen zu können. Zufällig erwacht am Ende des Filmes der jahrelang schlafende R2D2 rechtzeitig um das fehlende Kartenstück zu präsentieren. Auch so simple Sachen wie Namensgebung wirken auf mich wie schnell dahingeschludert (wobei das jetzt sehr stark persönliche Ansichtssache ist): Namen wie Yakku, D’Qar, Snoke, Kylo, Rey, Maz, Hux, Snap, Unkar Plutt, Connix, etc. wirken im Vergleich zu Tattoine, Coruscant, Nabuu, Mustafa, Palpatine, Anakin, Grievous, etc. irgendwie Stumpfer und simpler, als ob man sich überhaupt keine Mühe gegeben hat, klangvolle Namen zu erfinden (bei Rogue One setzt sich diese Form der Namensgebung mit Eadu und Scarif meiner Meinung nach auch fort). Was Anakins Entwicklung angeht, in Episode II wurden die Initialzündungen doch gezeigt und Episode III hat das Ganze auch logisch weiter erzählt, der letzte Punkte auf der langen Liste zur Verwandlung Vader-Werdung, war ja Mace Windus augenscheinlicher Verrat an den Prinzipien des Jedi-Ordens, in dem er Palpatine an Ort und Stelle töten will. Dennoch wirkt die Entwicklung zu Darth Vader weiterhin sehr sprunghaft, das stimmt, auch hier hätte man noch ein bisschen Luft einbauen sollen.

Interne Logik:

Hier will ich aufgrund der Textlänge ebenfalls nicht zu sehr ins Detail gehen (mit genügend Zeit und Platz könnte ich über das gesamte Thema vermutlich einen Roman füllen), zumal, wie du schon sagtest, diese Diskussionen bereits mehrfach geführt wurden. Vielleicht verstehe ich dich hier falsch, aber Episode III brauchte aufgrund der zeitlichen Lücke auch keinen direkten logischen Sprung zu Episode IV machen. Die Geburt von Luke und Leia, der Aufstieg des Imperators sowie das auslöschen der Jedis und Tarkin mitsamt Todesstern reichen hier doch aus, die Weichen sind gesetzt, alles was sich daraus entwickeln wird, ist bekannt. Hingegen wirkt die Welt von Episode VII wie fünf Minuten nach dem Ende von Episode VI und das ist einfach keine glaubwürdige Entwicklung für mich. Auch das innerhalb von drei Jahrzehnten niemand bemerkt, das die First Order mal eben einen ganzen Planeten umbaut ist nicht logisch erklärbar.

Sorry für die Textmasse und schreib- und grammatikfehler, im nachgang wäre eine PN wohl besser gewesen :|.

Majestix83
Moviejones-Fan
Geschlecht | 07.09.2017 | 13:38 Uhr07.09.2017 | Kontakt
Jonesi

@Kayin und ChrisGenieNolan:

Vielen dank für Hut, und zuspruch smile .

@duck

Auch dir danke für das Lob und schön wieder von dir zu lesen, nach BvS damals, bin ich ja nicht wieder dazu gekommen groß aktiv zu werden, ich hoffe das ändert sich in Zukunft smile .

Zu deiner Frage ob ich auch vor Episode 7 so über die Prequels gedacht habe, einmal in Kurzform:
Ja hab ich, und auch so in der aufsteigenden Reihenfolge. In der Langform wird dann vielleicht auch erkenntlich, warum:
Mein erstes Star Wars Erlebnis war, ich glaube Anfang der 90er, als die alte Trilogie im Fernsehen lief. Anschließend hatte ich mir dann zwei, drei Comics (damals noch von Carlsen) geholt und musste erstmal enttäuscht feststellen, dass die Geschichten um Uliq Quel-Droma und Co. ja gar nichts mit den Figuren aus den Filmen zu tun hatten (als ich Jahre später in KOTOR auf Korriban dann einen direkten Bezug auf die Comics entdeckte, war die Begeisterung darüber umso größer ^^). Anschließend bin ich dann auf die Bücher gestoßen, die Jedi-Akademie Trilogie von Kevin J. Anderson war da mein Einstieg (meiner Meinung nach, min. genauso gut wie die Thrawn-Bücher) und natürlich die Videospiele (Dark Forces und Co.). Irgendwann mit 17, kam dann die Ankündigung zu Episode I, und die Begeisterung war groß. Als ich ihn dann im Kino gesehen habe, war ich dann nicht wirklich begeistert, allerdings weniger wegen dem politischen Teil oder Jar Jar Binks und Co. sondern eher wegen der Figur von Anakin, die mir als nerviges und vorlautes Kleinkind noch heute auf den Zeiger geht und den Droiden. Allerdings hat mich der legendäre Schwertkampf am Ende damals dermaßen beeindruckt, das ich Episode II einige Jahre später noch mal eine Chance gegeben hab, und mal abgesehen von der schlecht geschriebenen Romanze und den Teilweise arg peinlichen Dialogen zwischen Anakin und Padme, fand ich ihn Okay. Insbesondere aufgrund Ewan McGregor der ja wirklich ein paar tolle Szenen im Film hatte und durch den Handlungsverlauf, dessen Höhepunkt am Ende mit der Mobilmachung der Klonkrieger erreicht wurde. Zu Episode III komme ich gleich noch im Detail. Du siehst, für mich definierte sich Star Wars lange Jahre durch die alten Filme, und durch das Expanded Universe, bevor dann erst die Prequels kamen, die das EU dann noch mal drastisch vergrößerten. Als dann die Disney Übernahme kam, hab ich mir noch nicht so viel dabei Gedacht, die Zeiten in denen ich mir die Bücher kaufte war da schon lange vorbei (ich glaube nach Episode II hörte das aufgrund des Alter auf). Als dann Episode VII mit J.J. Abrahms angekündigt wurde, war die Vorfreunde allerdings nur verhalten. Natürlich war ich gespannt auf eine filmische Fortsetzung, aber von Abrams hatte ich schon da einen äußerst unsympathischen und nur „bedingt Kompetenten“ Eindruck. Der erste große Schlag in die Magengrube kam jedoch, als es hieß das fast alles was Star Wars für mich lange Jahre ausgemacht und definiert hat, für ungültig erklärt wurde. Ich war dann noch so Naiv und glaubte, dass Lawrence Kasdan und Abrahms die Entsorgung des EU wenigstens mit einer besonders guten Story, oder einem langfristigen Plan, rechtfertigen würden. Aber nach Sichtung von Episode VII war auch diese Hoffnung vergangen, und Star Wars war für mich erstmal endgültig gestorben. Rogue One (den ich Handwerklich wesentlich Runder finde) empfand ich trotz einiger Fehler zwar als gewissen Ausgleich (ich ordne den ähnlich wie Episode II ein), aber weiterhin mache ich es von Episode VIII abhängig, ob ich dem ganzen auch in Zukunft noch Aufmerksamkeit widme.

Zu den Vergleichen: