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Jurassic World - Das gefallene Königreich

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Jurassic Whatever: Fallen Screenplay

Jurassic World - Das gefallene Königreich Kritik

Jurassic World - Das gefallene Königreich Kritik
7 Kommentare - 14.08.2018 von MB80
In dieser Userkritik verrät euch MB80, wie gut "Jurassic World - Das gefallene Königreich" ist.
Jurassic World - Das gefallene Königreich

Bewertung: 2 / 5

Manche Knochen, oder auch Franchises, sollte man lieber begraben lassen…

Jurassic World war schon dumm, aber Fallen Kingdom ist beinahe dysfunktional konstruiert. Ich bin mir fast sicher, dass Colin Trevorrow und J.A. Bayona sich gegenseitig gratuliert haben und glauben, sie hätten etwas sehr intelligentes gemacht. Leider sieht man davon im fertigen Produkt wenig, einem Film der zur Hälfte ein Remake von Lost World ist, und zur anderen Hälfte ein trashiger Horrorfilm in einer verlassenen Villa, nur mit Dinosauriern und einem Budget.

Reichlich dumme Dinge geschehen in den 129 Minuten, die der Film läuft, aber das Kernproblem ist die Handlung, die den Film treibt: Dieser Film will uns erneut erzählen, es gäbe einen potentiellen Markt dafür, aus Dinosauriern Waffen zu machen.

Die erste Hälfte des Filmes, die erschreckend frei von jeglicher Spannung ist, dient eigentlich nur dazu, die Dinosaurier auf ein Boot zu bringen und für Teil zwei der Handlung zur Verfügung zu stellen. Charakterentwicklung findet nicht statt, dafür müssen wir eine peinliche Szene ertragen in der eine nerdige Biologin Chris Pratt als „Beefcake“ anspricht, ein plumper Versuch der Filmemacher auf die angebliche Frauenfeindlichkeit des vorherigen Teiles zu reagieren. Und Claire (Bryce Dallas Howard), die im letzten Teil die Dinosaurier noch kalt als „Assets“ bezeichnete, ist jetzt Teil einer Aktivistengruppe, die die Dinosaurier retten will, während Chris Pratt, der als einziger ein persönliches Interesse an dem Velociraptor Blue hat, sich plötzlich nicht mehr für diesen interessiert. Zumindest bis das Drehbuch ihm sagt, dass er jetzt doch Teil der Handlung werden muss. Fragt mich nicht was sich Trevorrow dabei gedacht hat…

Ich drifte ab. Nach der Rettungsaktion von der Insel und einer Bluttransfusion für Blue, bei der jegliche Logik über Bord ging und ich zweimal herzlich lachen musste, landen Protagonisten, Antagonisten und Dinos in einem handlichen Knäuel in der Villa von Benjamin Lockwood, dem Partner von John Hammond (von dem die letzten vier Filme lustigerweise vergessen haben uns zu erzählen). Und was man bis jetzt als halbwegs kompetenten Film bezeichnen konnte verwandelt sich in die reinste Clown-Fiesta. Erst einmal werden alle Dinos, egal wie groß, einfach im Keller geparkt. Danach füllt sich der Auktionsraum der Villa mit den klassischen Bösewicht-Stereotypen: Waffendealer, Pharmahersteller, und Schnurrbart-zwirbelnde Ölbarone (glaube ich zumindest noch). Welchen Nutzen sich diese von den Dinos versprechen wird leider nicht erklärt, aber irgendetwas sagt mir dass sich hier ein nicht uninteressantes Spin-off versteckt.

Claire und Owen erklären immer wieder, wie wichtig es ist die Dinos nicht entkommen zu lassen. Witziger weise führt direkt ihre erste Aktion dazu, dass ein Dino freigesetzt wird und Amok läuft.

Das scheint mir ein guter Punkt zu sein, ein weiteres Problem anzusprechen: Wie schlecht der Film mit dem Kernthema der Jurassic Park Filme umgeht. Die Botschaft des ersten Filmes war ganz klar: die Menschheit kann die Natur nicht kontrollieren, und wir sollten uns nicht erdreisten, das zu probieren. Die folgenden Filme griffen dieses Thema ebenfalls auf, mit gemischtem Erfolg. JWFK geht tatsächlich am inkompetentesten mit dieser Thematik um: Die Menschheit ist in perfekter Kontrolle, aber einige Individuen (Ted Levine als Jäger Wheatley, ebenso Owen selbst im vorherigen Film) sind so unfassbar dumm, dass die Dinos immer wieder entkommen. Ich bin mir ziemlich sicher Trevorrow und Bayona wollen hier eine Botschaft transportieren, ich bin mir aber nicht sicher welche…

Es gibt noch diverse Details an dem die mich ärgern, zum Beispiel wie nutzlos der Charakter der Maisie (erste Rolle von Isabella Sermon, gute Performance, schwacher Film) ist bis zu dem Punkt, wo das Drehbuch ihr sagt „tu etwas, das zählt“*. Aber für mich sind ganz klar die Handlung, Logik und die fehlenden Charaktere die Hauptprobleme des Filmes. Die Schauspieler machen alle einen feinen Job, aber sie spielen zweidimensionale Pappfiguren ohne Tiefe. Und bei all den zähnefletschenden, genetisch modifizierten Monstern ist leider nur schockierend, dass im gesamten Film fast keine Spannung aufkommt.

Es gibt einige gute Szenen, wie die wirklich passende Szene am Ende der ersten Hälfte, in der ein Saurier im Vulkanstaub verschwindet, ohne etwas gegen sein Schicksal tun zu können. Aber die meisten Elemente des Filmes schwanken zwischen „mittelmäßig“ bis „schlecht“.

In dem intelligentesten Dialog des gesamten Filmes warnt Jeff Goldblum am Anfang davor, wieder in den Lauf der Natur einzugreifen. Vor vier Filmen hat er uns bereits gewarnt, aber Studios und Drehbuchautoren wollen einfach nicht hören.

* Und dann tut sie das dümmste, was sie tun kann…

Jurassic World - Das gefallene Königreich Bewertung
Bewertung des Films
410
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7 Kommentare
MJ-Pat
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Raven13 : : Desert Ranger
15.08.2018 08:39 Uhr
0
Dabei seit: 13.02.16 | Posts: 469 | Reviews: 15 | Hüte: 46

@ WiNgZzz

Danke für den Hut. smile

@ MB80

Und ich freue mich auch schon tierisch auf den sechsten Teil! Aber das dauert ja noch mindestens zwei Jahre.

MJ-Pat
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MB80 : : Space Flop
14.08.2018 23:29 Uhr | Editiert am 15.08.2018 - 09:15 Uhr
0
Dabei seit: 01.06.18 | Posts: 247 | Reviews: 9 | Hüte: 11

@Raven13

Gerade gelesen... Ich verstehe was du in dem Film siehst, ich glaube es sind zwei Punkte die ich halt komplett anders sehe. Zum einen der rote Faden, der für mich einfach nicht existiert. Für mich teilt sich der Film in zwei Teile auf, die nicht wirklich gut zusammen funktionieren. Und die beiden Hauptcharaktere Claire und Owen sind für mich leider komplett austauschbar, und ihre on-off Beziehnung ist auch so ein Gimmick, um den Zuschauer halbwegs interessiert zu halten.

Aber zu deiner Freude wird es bestimmt einen 3ten (6ten?) Teil geben, genug Geld hat er ja verdient.

“Who’s fucking with my medicine?“

MJ-Pat
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Raven13 : : Desert Ranger
14.08.2018 22:45 Uhr | Editiert am 14.08.2018 - 22:47 Uhr
0
Dabei seit: 13.02.16 | Posts: 469 | Reviews: 15 | Hüte: 46

@ MB80

"Aber für mich muss es bei einem Film schon um etwas gehen, der Film muss einen als Zuschauer abholen. Ansonsten könnte ich mich auch eine Endlosschleife Explosionen auf Youtube anschauen, aber ich sehe mir ja einen Film für die Geschichte an."

Ok, das hast du gut begründet, da stimme ich dir 100 % zu. Punkt für dich. Das gewisse Etwas muss ein Film natürlich haben, sonst ist er halt einfach kacke. laughing

Transformers ist auch das perfekte Beispiel für eine Filmreihe, die ich anfangs noch richtig gut fand bis Teil 3, aber Teile 4 und 5 konnten selbst mich nicht überzeugen, obwohl ich wirklich ein wohlwollender Zuschauer ohne große Ansprüche bin. Irgendwann ist es auch für mich dann ZU schlecht, und das passiert selten.

Jurassic World 2 z. B. hat mich total abgeholt, ich fand ihn zum Teil sogar richtig emotional. Ich habe übrigens auch eine Kritik dazu geschrieben und versucht, zu begründen, weshalb ich ihn so sehr mochte: Kritik Jurassic World 2 von Raven13

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luhp92 : : BOTman Begins
14.08.2018 22:39 Uhr
0
Dabei seit: 16.11.11 | Posts: 10.419 | Reviews: 142 | Hüte: 332

Ich lasse mich weiterhin nicht von den negativen Kritiken beeinflussen, der Film wird definitiv geschaut. In J.A. Bayona I trust, einem der meiner Meinung nach besten Regisseure des 21. Jahrhunderts.

@MB80
An Raven13s Kommentar du deinem Review siehst du schon sehr gut, was ich mit Moviejones-untypischem Filmgeschmack meine^^

- "Sie sind ein Erpresser und ein Bandit, Mr. Shatterhand."
- "Willkommen in Amerika!"

MJ-Pat
Avatar
MB80 : : Space Flop
14.08.2018 22:30 Uhr
0
Dabei seit: 01.06.18 | Posts: 247 | Reviews: 9 | Hüte: 11

@TiiN

Merci, und nettes Profilbild, Guybrush Threepwood lässt grüßen ;)

@Raven13

Danke für das Feedback, teilweise stimme ich dir zu in deinen Punkten. Für mich muss ein Film nicht perfekten Sinn machen, ich kann über kleine Logikfehler hinwegsehen und mag einen guten Actionfilm. Auch wenn ich den letzten Film (Jurassic World) als dumm bezeichnet habe, ich mochte ihn. Simple Story, gutes Effektkino, einige spannende Momente... fein. Aber für mich muss es bei einem Film schon um etwas gehen, der Film muss einen als Zuschauer abholen. Ansonsten könnte ich mich auch eine Endlosschleife Explosionen auf Youtube anschauen, aber ich sehe mir ja einen Film für die Geschichte an. Vielleicht hätte ich JW:FK seine absurde zweite Hälfte vergeben, wenn mich die erste Hälfte gepackt hätte, was aber absolut nicht der Fall war.

Zum Berieseln würde ich sogar wiedersprechen, ich habe das Gefühl das sich ca. 90% der Leute wiederspruchslos berieseln lassen. Die Marvel Filme sind das beste Beispiel, ich fand alle gesehenen bislang gut und kann mich an fast nichts erinnern wink. Aber ein bisschen mehr Kritik wäre schon angebracht, ich kann zum Beispiel nicht verstehen warum immer noch so viele Leute die Transformers Filme als leichte Kost abtuen, während Michael Bay diese mit allen möglichen Geschmacklosigkeiten und hölzernen Dialogen besiedelt (zumindest war es bis Teil 3 so, da bin ich ausgestiegen).

“Who’s fucking with my medicine?“

MJ-Pat
Avatar
Raven13 : : Desert Ranger
14.08.2018 21:39 Uhr | Editiert am 15.08.2018 - 08:36 Uhr
1
Dabei seit: 13.02.16 | Posts: 469 | Reviews: 15 | Hüte: 46

Willkommen auch noch von mir, MB80. Habe schon gelesen, dass du von Zelluloid kommst. Da war ich früher auch mal öfter unterwegs, aber seit Jahren ist auf der Seite nur noch tote Hose, daher bin ich umgestiegen. Erst auf Movie-Infos, aber als dort auch immer weniger los war, bin ich hier gelandet. Tja, und keine Film-Community war jemals so zusammengeschweißt wie die hier. Ich finds hier klasse. Schade, dass ich erst so spät hier gelandet bin. wink

Zu deiner Kritik: Schade, dass dir Jurassic World 2 nicht gefallen hat.

Ich bin immer wieder überrascht, wie oft bei solchen Blockbuster-Filmen ein logischer Sinn dahinter gesucht wird. Wird dieser nicht gefunden oder ist unlogisch, ist der Film gleich schlecht. Gibt es Logiklücken (die es immer gibt), ist der Film noch schlechter. Ist die Story dünn, ist es der schlechteste Film aller Zeiten... irgendwie betrübt es mich, dass Filme heute immer so zerpflückt werden. Würde man die "guten alten Filme von früher" so zerpflücken, wären sie ebenso schlecht. Aber sollte man Filme wirklich immer mit dem analytischen Auge betrachten?

Ich werde das Gefühl nicht los, dass viele beim Filme schauen einfach zu viel denken und zu extreme Erwartungen haben und viel zu wenig genießen und sich einfach nur berieseln lassen. Aber vielleicht liegt es auch einfach an mir und ich bin zu anspruchslos? Aber daran kann es eigentlich nicht liegen, denn ich liebe ja auch sehr anspruchsvolle Filme. Ich schaue mir viele Genres und Arten von Filmen gerne an. Ich betrachte Filme halt immer so, wie sie sein wollen. Ist es ein Blockbuster, erwarte ich keinen hohen Anspruch an Story, Logik und Sinnhaftigkeit, und so fällt es mir leicht, diese Filme so zu akzeptieren, wie sie sind und sie einfach zu genießen. Klar gefallen mir auch nicht immer alle Filme, aber als schlecht betrachte ich fast überhaupt keinen Film, vielleicht nur zwei aus 100. Die meisten Filme machen ihre Sache ganz gut, wenn man die Filme nicht analytisch betrachtet, sondern mit dem Herzen.

Aber was rede ich, jeder muss natürlich für sich selbst wissen, wir er oder sie an Filme herangeht. Das sollte kein Vorwurf sein, nur ein Ratschlag, Filme auf andere Weise zu betrachten. wink

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TiiN : : Pirat
14.08.2018 21:24 Uhr
0
Dabei seit: 01.12.13 | Posts: 3.942 | Reviews: 93 | Hüte: 142

Ebenfalls hier eine sehr gute und nachvollziehbare Kritik.

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