Mission: Impossible - Rogue Nation Kritik - Autor: luhp92 | Moviejones
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Mission: Impossible - Rogue Nation

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Unterhaltsamer Actionfilm für zwischendurch

Mission: Impossible 5 - Rogue Nation Kritik

Mission: Impossible 5 - Rogue Nation Kritik
0 Kommentare - 08.08.2015 von luhp92
In dieser Userkritik verrät euch luhp92, wie gut "Mission: Impossible - Rogue Nation" ist.
Mission: Impossible 5 - Rogue Nation

Bewertung: 3.5 / 5

Ich bin kein allzu großer "Mission: Impossible"-Kenner, wurde heute von einem Freund jedoch spontan zu einem Kinobesuch überredet. Bisher hatte ich nur Teil 2 gesehen und den fand ich eher mies. Im Vergleich dazu ist "Rogue Nation" auf jeden Fall eine eindeutige Steigerung.
Wie gut man den Film letztendlich findet, bleibt natürlich eine Sache der Erwartungen. Die Coolness, den Stil bzw. Charme der alten Bondfilme sucht man hier vergebens und auch von der realistischen, brachialen Härte der Bourne-Filme und des Craig-Bonds ist man weit entfernt.

Gute Action liefert "Rogue Nation" nichtsdestotrotz, auch wenn sie manchmal stark ins Lächerliche abdriftet. Stichwort Autounfall, Stichwort Motoradunfall. Die Verfolgungsjagden stellen dabei das Highlight dar, rasante und "unmögliche" Kamerafahrten sowie eine intensive Soundkulisse sorgen für ordentlich Spannung. Die Flugzeugszene war allerdings unnötig hoch zehn! Im Trailer noch als die Szene angekündigt und dann so eine Gurke. Erstens wurde quasi alles schon im Trailer gezeigt, zweitens spielt die Szene noch vor dem Intro (!) und drittens hat sie für die Haupthandlung absolut keine Relevanz.

Trailer zu Mission: Impossible 5 - Rogue Nation

Die erzählte Geschichte leitet gekonnt von einer Actionszene zur nächsten, reißt ansonsten aber keine Bäume aus. Problematisch wird es vor allem deshalb, weil die Handlung gerne komplex und wendungsreich sein möchte, dabei jedoch allzu oft leicht zu durchschauen ist. Des Weiteren hatte ich das Gefühl, viele Szenen schon einmal gesehen zu haben. Ein bisschen Bond, ein bisschen Bourne, ein bisschen "National Treasure" (!?) und eine Szene 1:1 aus "The Dark Knight Rises". Eigene Ideen hätten der Handlung sehr gut getan. Neben der Handlung zeigt sich dies auch in der Ausarbeitung mancher Charaktere. Alec Baldwin mimt den typischen CIA-Leiter und die von Rebecca Ferguson gespielte Ilsa Faust kennt man in zig-facher Ausführung bereits aus anderen Filmen.

Glücklicherweise kann "Rogue Nation" mit einem überzeugenden Schurken auftrumpfen, hier zeigt sich eine gelungene Mischung aus Mysterium und Information für den Zuschauer. Sean Harris spielt mit Leichtigkeit jeden gegen die Wand und fasziniert durch sein ruhiges und kontrolliertes Auftreten. Er vermag es, von jetzt auf gleich Bedrohung aufzubauen, und wehe dem, er verliert seine Fassung! Die Frage der Moviejones-Redaktion nach dem "Warum?" kann ich nicht nachvollziehen, weil das im Film verständlich erklärt wird und sogar der Filmtitel eine Auskunft darüber gibt. Solomon Kane hat genug von einem System, welches Geheimagenten mit der Lizenz zum Töten einsetzt, um die eigenen Interessen zu sichern, und kämpft deshalb dagegen an. Im Grunde genommen ein edles Ziel, nur sind seine Methoden halt völlig aus den Wolken gegriffen. Auge um Auge, Zahn um Zahn - das trägt nicht zur Lösung des Problems bei!

Nebenbei tut es richtig gut, auch mal wieder Ving Rhames und Tom Hollander auf der Kinoleinwand zu sehen! Darüberhinaus bilden Cruise, Renner, Pegg und Rhames ein cooles und sympathisches Team, die Chemie zwischen den verschiedenen Charakteren stimmt. "Wir sind die IMF!" Viele der eingebauten Witze zündeten bei mir zwar nicht, aber wenn doch, dann auch richtig. Stichwort Geländewagen. Ein weiteres Highlight stellt Simon Peggs Arbeitseinstellung dar, so zockt er erstmal während der Arbeit Videospiele - und zwar Halo 5... ja, Teil 5 !! :D

Zu guter Letzt kehre ich nochmal an den Anfang des Films zurück und zwar zu den beiden Intros. Beim ersten Intro handelt es sich nur um eine Auflistung der Produktionslogos, aber in Kombination mit der "Mission: Impossible"-Theme und auf der Kinoleinwand hatte dies etwas Beeindruckendes an sich. Das klingt jetzt merkwürdig, aber für mich zählt das Logo-Intro zu den besten Szenen im gesamten Film. Dagegen stellte sich das richtige Intro als absolut grausam heraus. Bei so schnellen Schnitten und Lichteindrücken bekommt man instant Augenkrebs, ich musste da ernsthaft weggucken!

Fazit:
"Rogue Nation" ist ein solider Actionfilm, der neben der Action durch ein sympathisches Protagonistenteam und einen fiesen Schurken überzeugen kann. Um in eine Liga mit Bond oder Bourne aufsteigen zu können, fehlt es allerdings an einer gut ausgearbeiteten Geschichte und einer charakteristischen Atmosphäre. 7/10 Punkten.

Mission: Impossible 5 - Rogue Nation Bewertung
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710
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