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Zack Snyder’s Justice League

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Mediocre League

Zack Snyder’s Justice League Kritik

Zack Snyder’s Justice League Kritik
12 Kommentare - 29.03.2021 von MB80
In dieser Userkritik verrät euch MB80, wie gut "Zack Snyder’s Justice League" ist.
Zack Snyder’s Justice League

Zack Snyders Justice League ist der verschollene Snyder Cut, und nun können wir endlich die originale Vision des Regisseurs sehen.“

Nee, nicht ganz... Spätestens mit den 70 Millionen, die Warner nochmal in das Projekt gepumpt hat, ist auch den letzten klar geworden, dass der sogenannte „Snyder Cut“ nie in irgendeinem Bunker von Warner vor sich hin schimmelte. Was wir hier sehen, hätte auch in dieser Form nie den Weg in die Kinos gefunden, und wir verdankten diese Version eigentlich zwei Dingen: Der weiteren Schwächung der Kinos und parallel dem erstarken der Streaming-Dienste während der Corona-Pandemie.

Trailer zu Zack Snyder’s Justice League

Zweiter Versuch...

Zack Snyders Justice League ist das, was man bekommt, wenn man einen Film für 70 Millionen in die Film-Muskelbude schickt, aber statt zu definieren hat er ordentlich Gewicht drauf gepackt, dabei aber ein paar (Erzähl-)Stränge eingerissen, sodass er sich nicht mehr gut bewegen kann.“

Bam! Nailed it!

Nun, was haben wir hier? Machen wir uns nichts vor, das hier ist im Kern derselbe Film wie 2017, nur mit mehr Szenen, mehr Action, mehr Zeitlupen (vor allem mehr Zeitlupen, so viele Zeitlupen) und einem anderen Farbspektrum. Und natürlich jetzt mit 4:3 aspect ratio, weil der Film nie im IMAX spielen wird und Snyders künstlerischer Ausdruck sich immer am besten auf dem Fernseher entfaltete. Dont ask.

Also, das Ding ist zwei Stunden länger und Szenen wurden verändert, ich vermute ich sollte über Dinge reden die anders sind, auf geht’s.

Während die Kernstruktur nicht angefasst wurde (Bösewicht will Erde erobern, Justice League assemble und suche MacGuffin, Justice League versagt und Superman muss die ganze Arbeit machen (nicht ganz)) so ist dieses Endprodukt irgendwie doch bizarr strukturiert, in einem sieben Kapitel umfassenden Rahmen der aber relativ beliebig gesetzt zu sein scheint. Interessant ist hier lediglich, dass die Grenzen zwischen Mini-Serie und Film hier zu verschwinden scheinen, im Vorfeld war das Serienformat ja auch in Diskussion. Gut getan hat das dem Film nicht wirklich, da ist kein narrativer Fluss oder Drang zwischen den Kapiteln. Lediglich das Pausieren fällt einem hier deutlich leichter.
Wo wir dabei sind, der Erzählfluss ist leider ein neues und gleichzeitig altes Problem. Die Kinoversion hatte das Problem, dass sie einfach gnadenlos zur Hölle geschnitten wurde, um im zwei-stunden Format die Platzierung von möglichst vielen Hintern über den Tag in jedem Kino zu ermöglichen. Hier gab es keinen Moment um mal durchzuatmen, der Film war zu gehetzt, das sich dort Plotholes aufmachten wo einfach das Kurzzeitgedächtnis Normalsterblicher nicht mehr mitmachte. Die neue Version hat dieses Problem nicht, hier wir hingegen weit ausgeschweift. Das dicke Problem ist aber jetzt, hier wir zu weit geschweift, und die neuen Erkenntnisse helfen der eigentlichen Handlung nicht weiter. Der Flash ist also sozial ungeschickt, aber eigentlich ein netter Kerl? Schön und gut, spielt aber eigentlich nirgends in die spätere Handlung und das wurde auch in der Kinoversion vermittelt. Aquaman hat ebenfalls Familienprobleme, aber das, was eigentlich den späteren Aquaman-Solofilm einleitet, hat ebenfalls wenig Notwendiges für die Bildung der League. Plus, es führt zu einer schrecklich verwirrenden Szene, die in einem Set Piece unter Wasser spielt, das verdächtig ähnlich zu einem im eigentlich späteren Aquaman aussieht (und Willem Defoe sollte nie lange Haare zu rasiertem Gesicht tragen). Am besten wird hier Cyborg bedient, der tatsächlich eine relativ komplette Hintergrundgeschichte bekommt, in deren Zusammenhang eine spätere Szene emotional sogar so was wie Tiefe erlangt, und die dann auch halbwegs gut in die Handlung passt. Aber, wie ein anderer User hier gut bemerkte: „Daddy-Issue-Hattrick!“

Snyder Inszeniert hier wieder seine gebrochenen Helden, die er so gerne inszeniert, auch wenn es (endlich) mit einer dringend benötigten Dosis Menschlichkeit und Humor einhergeht. Das Problem: wenn es dann um das Ziel geht das Team zusammen zu bringen, kriegt der Film auch über vier Stunden den Bogen nicht hin. Es wird viel melancholisch in der Ecke gesessen oder sich angemosert, aber die relevanten Figuren erscheinen eben zum richtigen Zeitpunkt weil es das Drehbuch verlangt, nicht weil die Dramaturgie sie zum natürlichen Zusammenarbeiten bringt. Der Grund von Flash, sich dem Team anzuschließen, ist genauso dödelig wie in der Kinoversion, Cyborg hat halt das MacGuffin, aber bei Aquaman bin ich mir bis heute nicht sicher, warum dieser überhaupt dabei ist. „United“ ist das Kernthema, so wird es uns immerhin permanent gesagt (auch gespiegelt auf der Seite der Antagonisten), aber die Teile wollen einfach nicht zusammen fallen. Das ärgert, besonders wenn Snyder uns mit seiner pathetischen Inszenierung dann auch noch immer wieder über den Kopf zieht, dass er diese Weirdos für Götter hält, wie bei der Gesangseinlage für den abtauchenden Aquaman oder den endlosen Zeitlupen-Intros seiner Helden. Eine Szene wie die bei den Avengers, wo diese rumalbern und wetten, ob jemand Thors Hammer heben kann, hätte hier mehr als gut getan.

Ebenfalls fällt negativ auf, dass einige Szenen, die in der Kinofassung schlecht waren, weiterhin schlecht bleiben. Unsere Helden stellen sich beim ersten Kontakt mir Superman genauso deppert an und provozieren eine scheinbar nötige Actionszene (die Superman vs Flash Sequenz rettet das fast wieder). Die Dialogszene zwischen Sups Mutter und Louis Lane ist ein klares Upgrade, und wird dann durch eine sinnlose Cameo zu einem einzigen Kopfschüttler. Snyder hat es leider weiterhin nicht geschafft, eine seiner schlimmsten Eigenschaften loszuwerden, nämlich seine eigenen Filme in Trailer für seine nächsten Filme zu verwandeln. Es wird nicht ganz so peinlich wie die Character-Teaser-Show bei „Batman v Superman“, die den Handlungsfluss komplett unterbrach, aber die Epiloge sind trotzdem eine sinnlose Zusammenstellung von bekannten und nicht bekannten Szenen und der Film hätte exakt bei der Team-Up Sequenz enden sollen. Das ist eine reine Ego-Show vom Regisseur, die seine Verfechter bestimmt im Dreieck springen lässt, und bei allen anderen irritiertes Kopfkratzen auslösen wird.

Ebenfalls fiel mir beim Sehen auf, was der für seinen tollen visuellen Stil immer so hoch gelobte Snyder doch für ein schlechter audio-visueller Erzähler ist. Hier ist alles plumper Text, und wird im Zweifelsfall doppelt betont. Ganz unangenehm wird das bei der Hintergrundgeschichte von Cyborg, wo wirklich alles ausbuchstabiert werden muss (wortwörtlich) was passiert. Die schlechte CGI beim metaphorischen Stier-gegen-Bären Kampf kann ich verzeihen, aber wenn mir zu der platten, aber klaren Symbolik noch aus dem Off erklärt wird, was Cyborg kann, während er es tut, denke ich der Regisseur hält seine Zuschauer für blöd.

Ich muss gestehen, dass der Film konsistenter, und der Wegfall der unpassenden Witze aus der Schmiede von Joss Whedon willkommen ist. Das soll keine Verteufelung von Whedon sein, die ja so populär ist, der Mann hat hier seinen Job gemacht den er machen musste, und das wars. Konsistenter ist aber eben noch nicht gut. So bekommt der in der Kinoversion oft belächelte Steppenwolf eine Hintergrundgeschichte und ein visuelles Update, aber für die Handlung dieses Filmes hat er exakt dieselbe Rolle. Es wird mehr davon gezeigt, was Comicfans bestimmt immer auf der Leinwand sehen wollten, aber erzähltechnisch kommen wir hier nicht wirklich weiter, außer man würde es für next level storytelling halten, wenn Bond Villains jetzt alle paar Minuten eine Memo an ihren Boss schicken würden.

Technisch ist das ganze, mit Ausnahmen, erstaunlich solide. Ebenso schauspielerisch, wobei den Stars hier durch Snyder rigiden Stil leider wenige Nuancen gegeben werden. Der hier komplett unterforderte Jeremy Irons sticht mit seiner kleinen Nebenrolle hier angenehm hervor. Der Soundtrack ist ebenfalls sehr Snyderisch, allerdings zurückhaltender auch wenn ich mir an einigen Stellen noch mehr Zurückhaltung gewünscht hätte (wie oft wollen wir den Wonder Woman cue denn noch hören?). Das 4:3 Format... nun, dieser Format verleiht vielen Filmen zu künstlerischem Ausdruck, man sehe sich einfach mal A Ghost Story an. Aber hier... bin ich offen gesagt überfragt.

Also, hat sich nach vier Jahren Snyder Cut Verschwörungstheorien, Hashtags, Flugbannern auf der ComicCon, Twitter Alarm und endlosen digitalen Debatten über das für und wieder der ganze Zirkus gelohnt? Ist das eine komplett eigenständige Vision, oder gar „visionär“?

Mit den Worten von Immortan Joe: Mediocre!

...und das ist einfach nicht gut genug. Leider ist die Hintergrundgeschichte zu den beiden Filmen inzwischen so viel interessanter als die Filme. Also hier zwei Thesen für den Abspann:

1) Die Kinofassung ist nicht besser, aber gerade weil sie so zerschnipselt ist für Cinephiles so viel unterhaltsamer.
2) Mit einem Cyborg Solo Film ließe sich hieraus ein solider zweieinhalb Stunden Film schneiden.

 

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12 Kommentare
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Silencio : : Moviejones-Fan
01.04.2021 13:37 Uhr
0
Dabei seit: 17.08.17 | Posts: 1.910 | Reviews: 48 | Hüte: 205

"„Zack Snyders Justice League ist das, was man bekommt, wenn man einen Film für 70 Millionen in die Film-Muskelbude schickt, aber statt zu definieren hat er ordentlich Gewicht drauf gepackt, dabei aber ein paar (Erzähl-)Stränge eingerissen, sodass er sich nicht mehr gut bewegen kann

Der Snyder-Cut ist halt der Gym-Buddy, der sich seit Monaten vollstopft, während er was von Massephase redet, aber an Trainingstagen "leider keine Zeit" hat.

"Der Grund von Flash, sich dem Team anzuschließen, ist genauso dödelig wie in der Kinoversion, "

Halte ich allerdings für einen der besseren Einfälle.
"und wird dann durch eine sinnlose Cameo zu einem einzigen Kopfschüttler.

Eröffnet aber die Möglichkeit, die absurderen Taten in den Vorgängern durch den Manhunter zu erklären. Batman verpasst Brandings? War in Wirklichkeit MM. Lex pinkelt in einen Teekrug? Dieser weirde Marsianer schon wieder!

"außer man würde es für next level storytelling halten, wenn Bond Villains jetzt alle paar Minuten eine Memo an ihren Boss schicken würden."

Wenn Rami Malek nicht im nächsten Bond in Echtzeit Bösewichtformulare ausfüllt, raste ich aus!

"I know writers who use subtext... and they are all cowards."

MJ-Pat
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MB80 : : Cheddar Goblin
31.03.2021 11:13 Uhr
0
Dabei seit: 01.06.18 | Posts: 1.988 | Reviews: 35 | Hüte: 177

MobyDick:

"Ah ok, etwa 2 Hüte hört sich auch schon eher nach dem an, was du geschrieben hast, als die 0,5 Hüte."

Ich habe sogar in Richtung 2,5 oder 3/5 geneigt, aber dann ist mir beim schreiben doch einiges nochmal sehr negativ aufgestoßen. Aber gut dass das passt, ich sage ja, wenn man was gescheites schreibt braucht man diese Punkte nicht ;)

“Ich bin der große Verräter. Es darf keinen größeren geben!“

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MobyDick : : Moviejones-Fan
31.03.2021 10:47 Uhr
0
Dabei seit: 29.10.13 | Posts: 6.298 | Reviews: 159 | Hüte: 488

MB80:

Ah ok, etwa 2 Hüte hört sich auch schon eher nach dem an, was du geschrieben hast, als die 0,5 Hüte.

Aber wirklich schade, dass ich nicht so viel indirekte Macht über dich habe shock

Dünyayi Kurtaran Adam
MJ-Pat
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MB80 : : Cheddar Goblin
31.03.2021 09:37 Uhr
0
Dabei seit: 01.06.18 | Posts: 1.988 | Reviews: 35 | Hüte: 177

@Moby

Da haben wir zeitgleich geschrieben ;) Da ist ein Bug im System, wenn du in mein Profil schaust siehst du die Wertung... eigentlich sollte es ohne Hut Wertung sein, ich habe mal Tech Support angerufen laughing

“Ich bin der große Verräter. Es darf keinen größeren geben!“

MJ-Pat
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MB80 : : Cheddar Goblin
31.03.2021 09:35 Uhr
0
Dabei seit: 01.06.18 | Posts: 1.988 | Reviews: 35 | Hüte: 177

@MobyDick

Danke fürs lesen und freut mich, das du noch andere Winkel gefunden hast ;) Ich bin tatsächlich echt offen an den Film heran, und ich denke auch netto ist er besser als die Kinoversion weil er nicht so komplett abgehakt ist und mehr Konsistenz hat. Aber mir ist beim sehen dann doch auch zunehmend aufgefallen, dass da vieles weiterhin nicht funktioniert und einige Probleme weitere bestehen bzw. neue Probleme auftauchen. Bin mir relativ sicher, zwischen Whedons 2-Stunden Studio-Mandate und diesem 4-Stunden Block gibt es irgendwo einen 2,5 stündigen, guten Film.

Ganz nebenher, auch @PaulLeger, ich gebe ja gerne keine Hut-Wertung, habe ich eigentlich auch diesmal. Ergo ich habe dem Film 2 oder 2,5/5 gegeben und dann auf "ohne Wertung" geklickt, war gestern auch noch so, jetzt steht hier irgendwie 0,5/5. @MovieJones könnt ihr das richten?

Mein dickster Kritikpunkt ist am Ende, dass hier Jahrelang von der großen Vision vom Snyder geredet wurde, und dann ist es am Ende derselbe Film, nur eben mehr Hintergrund und konsistenterer Stil. Und das ist eine krachende Enttäuschung...

@Paul

"Da wär ich mir nicht so sicher..."

100% sicher bin ich mir auch nicht, und es wird auch einige geben, die hierzu interessante Hirngymnastik machen werden ;)

Danke für die Hoodies Duck, Moby und Paul!

“Ich bin der große Verräter. Es darf keinen größeren geben!“

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MobyDick : : Moviejones-Fan
31.03.2021 09:33 Uhr
0
Dabei seit: 29.10.13 | Posts: 6.298 | Reviews: 159 | Hüte: 488

PaulLeger und MB80:

Die Wertung interpretiere ich mal als Antwort auf Mobys Vermutung^^

Echt jetzt? Huahuahahahahahaaaaaaa tongue-out

Mal im Ernst, ich dachte meine Aussage wäre ziemlich klar als Scherz verstehbar, und dass MB80 den Film scheisse findet wäre klar, aber gut, sicher ist wohl sicher -)

Dünyayi Kurtaran Adam
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PaulLeger : : Moviejones-Fan
30.03.2021 18:44 Uhr
0
Dabei seit: 26.10.19 | Posts: 938 | Reviews: 8 | Hüte: 128

Die Wertung interpretiere ich mal als Antwort auf Mobys Vermutung^^

ist auch den letzten klar geworden, dass der sogenannte „Snyder Cut“ nie in irgendeinem Bunker von Warner vor sich hin schimmelte.

Da wär ich mir nicht so sicher...

Die Kinofassung ist nicht besser, aber gerade weil sie so zerschnipselt ist für Cinephiles so viel unterhaltsamer.

+1

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MobyDick : : Moviejones-Fan
30.03.2021 10:06 Uhr
0
Dabei seit: 29.10.13 | Posts: 6.298 | Reviews: 159 | Hüte: 488

Hmm, tatsächlich muss ich sagen, dass ich ein bißchen überrascht über diese Kritik bin: Zuallererst bin ich ja davon ausgegangen, dass du den Film komplett zerpflücken würdest, dann hast du letzte Woche auf einige Reviews reagierend gesagt, dass du das Ergebnis als noch offen ansiehst, woraufhin ich mich gefragt habe, ob du womöglich doch weich wirst, und letztlich jetzt das Endresultat.

Die Kritik ist tatsächlich so geschrieben, dass man deine Enttäuschung mE herauslesen kann und dass du dir tatsächlich ein besseres Werk gewünscht/erhofft hast. Auch wenn du den Film jetzt quasi doch zerstört hast, finde ich, dass die Kritik doch schon etwas milde geraten ist, und sich auch sogar versöhnlicher liest als mein Beitrag wink (Daher gehe ich mal davon aus, dass wenn es eine Wertung gäbe, sie bei 9 von 10 Punkten läge shock )

Was ich aber vor allem sehr gut an deiner Kritik finde, ist dass sie tatsächlich neue Blickwinkel an den Film ansetzt. Wenn ich all die Kritiken hier oder woanders lese, so sind sie inhaltlich alle irgendwo gleich oder ähnlich angelegt, nur dass dann die Wertung je nach persönlicher Vorliebe divergiert, so dass man fast meinen kann, dass die Leute alle dieselben offensichtlichen Stationen abarbeiten. Hier bei dir gibt es noch die eine oder andere Sichtweise, was ich wie gesagt nach den ganzen anderen meinungsartikeln doch recht erfrischend finde.

Hoodie!

Dünyayi Kurtaran Adam
MJ-Pat
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MB80 : : Cheddar Goblin
30.03.2021 09:50 Uhr
0
Dabei seit: 01.06.18 | Posts: 1.988 | Reviews: 35 | Hüte: 177

@Duck-Anch-Amun

Habe deine Kritik gerade gelesen und auch was dagelassen. Das ist witzig, weil wir von zwei Seiten ran gehen, du bist glaube ich ein deutlich belesenerer Comic Freund als ich, aber dieselben Kritikpunkte haben. Wenn ich die kritischeren Reviews so vor meinem inneren Auge durchgehe kristallisiert sich auch das fehlende Teambuilding als Punkt heraus, Marozeph hat das ganz gut als "Justice Zweckgemeinschaft" beschrieben ;)

Das ausgerechnet der Punkt in der Kinofassung besser ausgearbeitet ist, wie du auch schreibst.. naja, naja. Ich halte es immer noch für Snyders größtes Problem, dass er sich zu sehr für die Inszenierung seiner Charaktere und nicht deren Konflikte zu interessieren scheint (außer du setzt Konflikt = Explosion).

Musste schmunzeln, dass dir die Gesangszene auch aufgefallen ist.

@ ihrmichauch

Danke fürs lesen und kommentieren, du bist ja recht neu hier.

"Welche Sichtweise gefällt eigentlcih besser?

Die eines toxischen (Zack Snyder) Fan oder die ojektivere eines Nicht Comic-Kenners?"

Bei mir ganz klar zweiteres, wobei ich mich auch davon distenzieren würde, alle Fans als toxisch zu bezeichen (denke das willst du auch nicht), aber das ist nun mal die Gruppe, die am meisten Krach macht. Aber hier im Forum gibt es auch ein paar Snyder-Freunde, mit denen man gut reden kann ;)

Ganz kurz zu meinem Hintergrund: ich habe so ein paar Schlüsselwerke auch daheim (Watchmen, Dark Knight Return, Killing Joke, Snowpiercer, 300...), gehe da aber komplett als Film-Fan ran, deshalb ist mir Struktur auch relativ wichtig.

"Und ich frage mich immer noch, welche Rohfassung die Chefetage gesehen hat das sie lieber Joss Whedon mit der Fertigstellung beauftragt haben."

Da hätte ich auch gerne mal eine Doku zu irgendwann. Meine Spekulation, so etwas das was wir hier gesehen haben, nur eben ohne Effekte, noch schludrig geschnitten, noch mit diversen anderen Ballast-Szenen die wir wohl nie sehen werden etc. ... Wird wohl in Richtung dessen gehen, was G. Lucas damals de Palma und Friends gezeigt hat.

“Ich bin der große Verräter. Es darf keinen größeren geben!“

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ihrmichauch : : Moviejones-Fan
30.03.2021 07:51 Uhr
0
Dabei seit: 14.03.21 | Posts: 7 | Reviews: 0 | Hüte: 0

Welche Sichtweise gefällt eigentlcih besser?

Die eines toxischen (Zack Snyder) Fan oder die ojektivere eines Nicht Comic-Kenners? Naürlich gibt es auch Snyder-Fans die durchaus kritisch sind.

Als Nicht Comic-Kenner (aber MCU-Fan) hat mir der Cut gefallen. Der besser erzählten HIntergrundstory der Invasion und der gut inszenierten Action wegen. Den Rest (dämliche Dialoge, Längen) kann man vernachlässigen. Aber eines ist auch nach dem Cut (3 Stunden hätten es auch getan) klar: Ein Zack Snyder bleibt ein Zack Snyder ("Ego-Show" gefällt mir, und trifft es). Warner hatte triftige Gründe sich von ihm zu trennen. Und ich frage mich immer noch, welche Rohfassung die Chefetage gesehen hat das sie lieber Joss Whedon mit der Fertigstellung beauftragt haben.

Dieser, jetzt für ein Massenpublkum gefertigte Cut kommt viel zu spät.

Nur meine Meinung. Kein Gesetz.

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Duck-Anch-Amun : : Moviejones-Fan
30.03.2021 00:07 Uhr
0
Dabei seit: 15.04.13 | Posts: 9.448 | Reviews: 38 | Hüte: 574

Auf diese Kritik war ich sehr gespannt - und deckt sich nahezu 1 zu 1 mit meiner Meinung zum Film. Auch ohne Hutvergabe könnte ich allerdings noch wohlwollender gewesen sein^^

MJ-Pat
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MB80 : : Cheddar Goblin
29.03.2021 23:06 Uhr
3
Dabei seit: 01.06.18 | Posts: 1.988 | Reviews: 35 | Hüte: 177

Hier Zacky, so geht visuelles Storytelling... Meine Kritik/Zusammenfassung zu deinem Film, mit einem Bild:

Bild

“Ich bin der große Verräter. Es darf keinen größeren geben!“

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