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"Deadpool" ist kein Einzelfall!

Frechheit siegt: Die verrücktesten Film-Marketingkampagnen

Frechheit siegt: Die verrücktesten Film-Marketingkampagnen
7 Kommentare - Sa, 20.11.2021 von R. Lukas
Was tut man nicht alles, um einen kommenden Film zu promoten? Wir präsentieren euch ein paar besonders kreative Beispiele für Marketingmaßnahmen, auf die die Studios zurückgegriffen haben.
Frechheit siegt: Die verrücktesten Film-Marketingkampagnen

Anmerkung: Bei diesem Artikel handelt es sich um das letzte Special unseres ehemaligen Redakteurs Robin, das wir leider erst jetzt mit einigen Monaten Verspätung veröffentlichen können.

Ohne eine wirkungsvolle Marketingkampagne tun sich selbst die besten Filme schwer. Deshalb ist es auch nicht überraschend, dass sich die Studios oft unkonventioneller, aufmerksamkeitserregender Mittel bedienen, um aus der Masse herauszustechen und möglichst viele Blicke auf ihre Filme zu lenken - von krassen PR-Stunts über dreiste Angriffe auf die Konkurrenz bis hin zu cleveren Abweichungen von der Norm.

Für die folgenden Filme wurde tief in die Marketing-Trickkiste gegriffen! Mal ging die Strategie voll auf, mal weniger...

Deadpool

Wie viele Filme kennt ihr, deren Marketingkampagnen eine eigene Wikipedia-Seite haben? Das sagt schon einiges darüber aus, in welchem Ausmaß Deadpool das Internet übernahm, als es auf den Kinostart zuging. 20th Century Fox ließ Ryan Reynolds maßgeblich mitbestimmen, wie der Film den Zuschauern in aller Welt verkauft werden sollte - "kreativ" ist noch untertrieben, um zu beschreiben, was dabei herauskam (allein seine Social-Media-Geplänkel mit Hugh Jackman...). Unter anderem wies Deadpool seine männlichen Fans an, Hand anzulegen und sich selbst regelmäßig auf Hodenkrebs zu überprüfen. Er hing mit Manchester United und Betty White rum und "ermordete" Mario Lopez, und wegen ihrer Nähe zum Valentinstag wurde die R-Rated-Comicverfilmung auf Plakaten als schnulzige Rom-Com beworben. Deadpool 2 knüpfte dann nahtlos daran an.

Blair Witch Project

Die Idee hinter dem viralen Marketing für Blair Witch Project war recht simpel: Alles sollte so wirken, als sei es real. Und wenn wir "alles" sagen, dann meinen wir auch alles. Eine sehr überzeugend als Tatsachenbericht getarnte Website wurde geschaltet, komplett mit Fake-Nachrichten und inszenierten Interviews, damit alle auch wirklich glaubten, dass die drei "Filmstudenten" 1994 in den Wäldern um Burkittsville verschwunden und die "gefundenen" Aufnahmen echt waren. Auf ihren jeweiligen IMDb-Seiten wurden die Schauspieler Heather Donahue, Joshua Leonard und Michael C. Williams sogar ein Jahr lang als "vermisst, mutmaßlich tot" geführt, während sie angehalten waren, größere öffentliche Auftritte bis zum Release des Films zu vermeiden. Eine der kreativsten und zugleich kontroversesten Marketingkampagnen in der Filmgeschichte.

Cloverfield

Die strikte Geheimhaltung und Bewahrung der mysteriösen Aura waren hier der Schlüssel zum Erfolg. Im Sommer 2007 lief vor Transformers ein Teaser-Trailer, der die Zuschauer vor ein Rätsel stellte - da warf ein unbekanntes Wesen den Kopf der Freiheitsstatue hinab in die Straßen von New York City! Es wurde kein weiterer Kontext geliefert, nur der Hinweis, dass Ober-Geheimniskrämer J.J. Abrams hinter dem Film steckte und dieser im Januar 2018 erscheinen sollte. Nicht mal einen Titel gab es, was zu allerlei wilden Spekulationen führte. Könnte es ein neuer Godzilla-Film sein? Eine Lovecraft-Adaption? Oder vielleicht sogar etwas in Zusammenhang mit Lost? Die geniale virale Marketingkampagne tat ihr Übriges, um die Spannung hochzutreiben. Über vier Monate vergingen, bis ein zweiter Trailer kam, der endlich auch den Titel preisgab: Cloverfield war enthüllt!

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7 Kommentare
MJ-Pat
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luhp92 : : BOTman Begins
21.11.2021 23:04 Uhr
0
Dabei seit: 16.11.11 | Posts: 15.492 | Reviews: 166 | Hüte: 549

@Hansel

Da gibt es auch Videos von Menschen, die filmen, während sie vor dem Tsunami weglaufen.

"Dit is einfach kleinlich, weeste? Kleinjeld macht kleinlich, Alter. Dieset Rechnen und Feilschen und Anjebote lesen, Flaschenpfand, weeste? Dit schlägt dir einfach auf de Seele."

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Hansel : : Moviejones-Fan
21.11.2021 14:45 Uhr
0
Dabei seit: 30.05.20 | Posts: 847 | Reviews: 1 | Hüte: 28

@luph92

Nicht wirklich. Diese Menschen meinten damals, sie seien in Sicherheit bzw. könnten sich schnell retten. Der Tsunami hat sie unerwartet überrascht.Das heißt, sie haben die Gefahr nicht einschätzen können.

Im Film wird über Wolkenkratzer rumgewandert, die teilweise einstürzen. Und trotzdem lieber eine Hand mit einer Kamera blockieren. Was absoluter Blödsinn ist laughing

MJ-Pat
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luhp92 : : BOTman Begins
21.11.2021 01:20 Uhr | Editiert am 21.11.2021 - 01:21 Uhr
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Dabei seit: 16.11.11 | Posts: 15.492 | Reviews: 166 | Hüte: 549

Oh schade, ich dachte schon, Robin wäre zurück frown


@Artikel

Ich mochte auch die Marketingkampagne für "Planet der Affen: Prevolution" mit Webvideos über Intelligenztests mit Menschenaffen oder das populäre "Ape with AK-47".

https://www.youtube.com/watch?v=GhxqIITtTtU


@Hansel

"Selbst in den gefährlichsten Situationen, in denen zwei freie Hände das Überleben deutlich erhöht hätte, wurde lieber lustig weiter dreht."

Es existieren Dokumentation über Katastrophen wie den Tsunami 2004 oder die Costa Concordia 2011, die ausschließlich aus solchen Handkamera- und Handyaufnahmen bestehen. Dieses Vorgehen von Filmenden ist sehr wohl realistisch.

"Dit is einfach kleinlich, weeste? Kleinjeld macht kleinlich, Alter. Dieset Rechnen und Feilschen und Anjebote lesen, Flaschenpfand, weeste? Dit schlägt dir einfach auf de Seele."

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MisfitsFilms : : Marki Mork
20.11.2021 13:16 Uhr
0
Dabei seit: 09.07.13 | Posts: 4.226 | Reviews: 0 | Hüte: 121

@Petra82

Das minimal Prinzip, mein liebstes smile dafür bedarf es viel Kreativität um aus wenigstens Mitteln das maximalste rauszuholen

@Hansel

So gehts mir mit etlichen anderen found footage Werken. Kenne bis heute kein einzigen paranormal Activity. Aber Blair Witch Project war schon ein Klasse Erlebnis mit der Background Story, dem langen Aufbau. Letzten Endes war Blair damit auch der Pionier im viralen Marketing. Etwas das Abrams mit der Serie Lost erweiterte und mit dem gelungenen Cloverfield versucht hat Massentauglichkeit herzustellen

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Hansel : : Moviejones-Fan
20.11.2021 12:08 Uhr
0
Dabei seit: 30.05.20 | Posts: 847 | Reviews: 1 | Hüte: 28

Ich fand den Hype damals um Blair Witch so nervig, dass ich den Film bis heute nicht ganz gesehen habe. Kann aber auch mit found footage Filmen kaum etwas anfangen.

Nur Cloverfield hat mir damals im Kino wirklich Spaß gemacht. Dort durfte man nur nicht eine Sekunde darüber nachdenken, warum nicht eine Kopfkamera/Go-Pro (gab es damals schon) verwendet wurde. Selbst in den gefährlichsten Situationen, in denen zwei freie Hände das Überleben deutlich erhöht hätte, wurde lieber lustig weiter dreht. Das war schon eeecht doof smile

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Petra82 : : Schneefeger
20.11.2021 11:25 Uhr
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Dabei seit: 07.10.08 | Posts: 2.015 | Reviews: 15 | Hüte: 80

Ich mich auch! Und wie damals, ich arbeitete um 2005 in einer Werbeagentur, viele Kunden auch was "ganz Frisches, Modernes wie dieser Film" machen wollten. Und ebenso wenig investieren wie bei "Paranormal Activity" und ein Maximum rausholen wink Das war unsere Aufgabe.

Warum bin ich nicht aus Stein wie du...?

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MisfitsFilms : : Marki Mork
20.11.2021 02:27 Uhr
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Dabei seit: 09.07.13 | Posts: 4.226 | Reviews: 0 | Hüte: 121

An die Blair Witch Kampagne erinnere ich mich noch gut. Sogar die Zeitungen fielen darauf rein und berichteten über das wohl mysteriöse Videomaterial welches sich nach den Ermittlungen ein Studio gegriffen hätte um die Reality Doku ins Kino zu bringen laughing

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