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Ms. Marvel

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Wird die junge Zielgruppe weichgespült?

MJ-Debatte: Marvel, Star Wars & Co. bloß noch Kinderkram? - War´s früher besser?

MJ-Debatte: Marvel, Star Wars & Co. bloß noch Kinderkram? - War´s früher besser?
25 Kommentare - Sa, 16.07.2022 von S. Spichala
Wer glaubt, die MJ-Redaktion wäre sich immer einig in ihren Meinungen, hier unsere Debatte, die zeigt, dass dem wahrlich nicht so ist! Anlässlich von "Ms. Marvel" entbrannte eine wilde Diskussion...
MJ-Debatte: Marvel, Star Wars & Co. bloß noch Kinderkram? - War´s früher besser?

Kaum war das Finale von Ms. Marvel gelaufen, eine neue Marvel/Disney+-Serie, welche sich auch im Marketing vorab schon an eher eine jüngere Zielgruppe zu richten schien, entbrannte eine Diskussion über das aktuelle Marvel-TV im Vergleich zu früher, die sich dann auf Comicfilme und -serien generell ausweitete. Was bedeutet denn "jüngere Zielgruppe" heutzutage, und welche Erwartungshaltungen werden geweckt und eventuell auch enttäuscht? Was erwarten wir denn alle insgesamt heutzutage im Kino und TV in dem Bereich?

"Ms. Marvel" Season 1 Trailer 1 (dt.)

Hier der Diskussionsverlauf, wie er fast 1:1 stattfand (und zu diesem Debatten-Special animierte) - ihr dürft die Debatte natürlich gern in den Kommentaren fortführen. Diskutiert haben in der Redaktion vor allem Frank, Steffi und André (in der Reihenfolge ihres Einstiegs in die Diskussion ;-) ), aber nicht nur.

Steffi und Frank haben sich das Finale von Ms. Marvel angeschaut, die Review wurde von Steffi rausgehauen, und dann eröffnete Frank mit seinem ersten Kurzfeedback zum Finale die Diskussion:

Frank: Hallo allerseits^^ Dieses Gif spiegelt nicht nur meine aktuelle Befindlichkeit gut wieder, es ist leider auch Ausdruck meiner Meinung zu Ms. Marvel. Diese sechs Folgen hätte wirklich keiner gebraucht.

Mr. MJ: So schlimm?

Frank: Schlimm ist das falsche Wort. Eher belanglos. Es passiert nicht so wirklich etwas. 3 Folgen hätten ausgereicht, finde ich. Und teilweise erinnert es an eine Serie vom Disney Channel.

Mr. MJ: Bis auf ein wenig bei WandaVision und Loki ist das doch bei allen Marvel-Serien so. Oder? Es darf eben nirgendwo hinführen, somit sind es immer nur Füllelemente. So ist mein Eindruck.

Steffi (reagierend auf Frank): Naja, das finde ich jetzt übertrieben. Ms. Marvel ist nicht ganz so "Wow" wie Loki oder Moon Knight, aber belanglos? Sie führt eine neue Superheldin ein, nicht mehr und nicht weniger. Mitsamt ihrer Welt, Hintergrund, etc.. Das hätte ich nicht in 3 Folgen gequetscht sehen wollen. Sie ist eben eine Teen-Superheldin, das beeinflusst auch den Look und die Themen. Siehe auch DCs Stargirl, da ist es ähnlich.

"Stargirl" Season 1 Trailer 4

Frank: Ich weiß ja, dass die Serie sich eher an Jüngere richten soll. Aber ehrlich gesagt, macht mich diese Aussage mittlerweile eher wütend (nicht nur in diesem Fall). Denn mal ehrlich: Alle Marvel-Serien und Filme richten sich an Jüngere, das ist gemacht für 12-Jährige, was auch ok ist. Aber dann zu sagen: Diese Serie im Speziellen richtet sich an Jüngere. Also noch jüngere? 3-Jährige?

Mein Problem ist: Die Goonies ist ein Kinderfilm. Und ein richtig toller. Vergleicht das mal mit heutigen "Kinderfilmen" oder -Serien. Da müsste man eigentlich im Vergleich den Goonies nachträglich eine FSK 18-Altersfreigabe verpassen. Ich finde das nur noch lächerlich mittlerweile.

Steffi: Naja, jüngere Zielrichtung ist ja gemeint angesichts einer Teen-Superheldin, das ist Loki nicht, Moon Knight nicht, und das sind auch die anderen Superheld:innen der Marvel/Disney+-Serien zuvor nicht. Die Vorherigen sind alle erwachsen und daher auch im Look und den Themen in manchem viel düsterer und härter, und auch erwachsener. Ms. Marvel ist verspielt, bunt, sehr Social Media-lastig - eben passend zu dieser jungen Superheldin... weiter auf Seite 2

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25 Kommentare
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Ellessarr : : Wundersamer
19.07.2022 15:27 Uhr
0
Dabei seit: 11.01.10 | Posts: 245 | Reviews: 4 | Hüte: 6

Im Grunde enthält hier ja jedes Kommentar etwas dem ich zustimmen muss. Und es geht ja auch nur um die persönliche Meinung. Also nicht um Wirtschaftliche Aspekte oder was auch immer. Nur der eigene Geschmack. Ich differenziere Star Wars, Marvel und Co. Bei Marvel muss ich sagen ja es ist alles nur noch/größtenteils Kinderkram. Das ist jetzt nicht unbedingt (immer) schlecht. Und war auch vorher auch schon dolle Kinderkram. Aber es wäre mir definitiv lieber gewesen, wenn Starwars und Marvel nicht Disney Eigentum wären aus verschiedenen Gründen. Man lässt halt Romantik, Gewalt, Horror, Spannung, und Kleinigkeiten weg, und stopft mehr Humor rein. So wird ein Familienfilm draus. Wenn ich überlege, was ich mir anschauen durfte als ich klein war. (Oder ich hab mir die VHS halt heimlich aus dem Schrank genommen) Da sollen sich manche Eltern mal einkriegen, aber Kinder dürften heute ja auch nicht mehr mit einem Kork-Gewehr spielen. Kindgerecht können die Sachen ja sein, aber man muss es echt nicht übertreiben. Dazu hat jeder Streamingdienst, ja auch eine Altersschutzpin.

Da nervt mich halt einfach diese übertriebene sich stätig steigernde Disney Moral, für hausinterne Filme like Eiskönigin, Rapunzel etc. ist das ja vollkommen Ok. Aber dieses aufgezwungene nervt tierisch. Selbst so geänderte Kleinigkeiten z.B. wie Nick Fury ist für mich ganz klar ein Raucher!! Anders kann ich den nicht ernst nehmen. Das ist so Punkt Ende.

Gewaltszenen sind zwar vorhanden, aber die Helden kriegen natürlich zu selten wirklich auf den Deckel. Infinity/Endgame Story mal außen vor, das war gut gelöst. Das Weglassen von Alkohol und Tabak gerade bei Marvel finde ich unpassend und unnötig. Bsp. Nick und IronMan. Und dafür das Disney bekannt für dieses Märchenhafte wahre liebe Kuss Ding ist und jeder Film seine schnulzigen Inhalte hat. Aber das auf nahezu jeglichen Intimen Körperkontakt verzichtet wird. Bisher gibt es 11 lieblose +1 Kussszenen. Ist auch irgendwie Mau. (In der 12. küsst Tony seine Tochter) . Bam Weltgerettet, gerade so überlebt,... nicht mal einen Kuss. Na die haben sich ja gern.

Das mit den Happy End´s sehe ich zwiegespalten. Ja ich hätte es gerne düsterer, dramatischer, da ja eh klar ist das die in ihren Solofilmen nicht sterben. Das passiert, wenn dann in irgendeinem großen Cross-Over. Das nimmt einem ja schon vorher jede Spannung. Dazu können die auf unzählige Arten ja wieder auftauchen. In den Comics sterben die auch häufiger. Dann könnten sie die ruhig mal ein wenig leiden lassen. Vieles davon war ja vorher schon so oder so ähnlich. Aber die Tendenz ist ja nun schon dolle zunehmend harmloser.

Bei Mrs. Marvel ist das so eine Sache, wirklich für Kinder konzipiert, hat sie nicht mal einen Kratzer abbekommen, maximal gestürzt, irgendwo runtergefallen, oder durch irgendeine physikalische Krafteinwirkung mal ein paar Meter bewegt wurden. Also selbst bei den Power Rangers damals 1995 "ging es mehr ab" Das ist perse ja noch in Ordnung. Aber je nach kommender Screentime passt sie meiner Meinung nach jetzt schon nicht ins Bild. Entweder wird the Marvels jetzt so richtig kitschig damit die geplante Mrs. Marvel Gruppe unterhalten wird. Oder aber eben eher das Gegenteil. Egal ob, weil sie nur 3 Minuten mitspielt oder aber eben richtig auf den Deckel kriegt. Und Capt. Marvel war ja an sich schon sehr weich gespült.

Ja es gab die neu erschienen Charaktere auch in den Comics, aber das richtige Urgestein Team ist halt weg. Während vorher alle und insbesondere auch Black Widow schon einige sehr kernige Rollen spielen/ gespielt hat/haben und ordentlich einstecken mussten, kann man sich eigentlich sicher sein, würde ich behaupten, das das bei der nun eingeführten geballten Frauen und Kidspower rapide nachlässt. Da sehe ich eher kommende Kissenschlachten als einen ansatzweise epischen Kampf. Als nächstes wird dann Disney sonst noch vorgeworfen sie würden Gewalt gegenüber Frauen und Kindern befürworten. Dazu waren Spiderman und GotG in ihren Singlefilmen auch eher für deutlich Jüngere, Hulk wird immer weicher, Thor zur Lachnummer, für Strange evtl. auch schon Nachzügler gefunden. Das zieht sich so durch alle Filme. Moonknight war da ein nettes Gegenstück, aber da wurde auch nicht gleich gesagt, Moonknight wird hier und dort zurückkehren. Hawkeye an sich würde ich jetzt nicht als Kinderkram beschreiben, aber für den Fall, das sie Clint durch Kate ersetzen, wird direkt auch eine jüngere Zielgruppe mit in Angriff genommen. Selbst Falcon, ist weichgespülter. Er ist nun mal kein erschaffener Supersoldat. Rein von der Logik her war es ok wenn er mit Waffen auf Gegner schießt, aber selbst wenn er ungehindert mit seinem Schild auf Thanos einhämmern würde, dürfte dieser wohl kaum einen blauen Fleck kriegen.

Bei Star Wars finde ich haben sie was die Altersgruppen angeht ein gutes Mittelmaß gefunden. Clone Wars und Rebels war jetzt nicht so mein Geschmack, eher Bad Batch. Ansonsten steh ich da eher auf Anime. Ich finde es nicht schlimm das sie ihre Kleinen Merchhaustiere überall mit einbinden (BB,Mini Yoda, Porgs, Lola). Der Humor bewegt sich zwischen passend und leicht zu viel. Intimitäten waren vorher schon nicht nennenswert vorhanden bei Star Wars also kann man zumin. nicht sagen das es weniger geworden ist. Diverse Szenen sind schon "Brutaler" als ich Disney zu getraut hätte. Und schlussendlich auch „derber“ als in den Episode 1,2,4,5,6 Die Story lassen wir halt mal einfach außen vor. (Bis auf diese Steampunk Vespergang, WTF was war das?) Ich fand die Legends halt unendlich mal besser. Das liegt natürlich auch an 1000en Stunden investierter Zeit und Geld.

Und bei Co.: Sony nimmt was übrig ist und macht daraus was sie können. Das finde ich gar nicht schlecht. Und stellt einen netten weniger kindgerechten Kontrast her. Story hierbei egal.

Während DC vorher auch relativ Düster war, sehe ich hier nicht unbedingt das Problem das alles künstlich kindlicher wird. Swampthing fand ich noch schön rabiat. Wurde natürlich gleich wieder eingestampft. Stattdessen StarGirl mit 3 Staffeln (Kind gerecht). Shazam (Kindisch), Dafür die Suicide Squad Filme +Spin Offs auch wenn die zum Teil übertrieben albern sind, sind sie definitiv nicht kindisch.

Bei Star Trek kann ich verstehen, wenn man die neuen Filme und Serien nicht mag, zumindest als eingefleischter Treki. Das war ich aber nie, da hab ich damals nur die Filme alle gesehen. Aber zu den Serien damals konnte ich mich nie überwinden. Da muss ich sagen gefallen mir die neueren Produktionen besser. Picard und Discovery sind zumin. nicht für 6-Jährige, die hätten da vermutlich weniger Spaß dran. Die neueren Filme wiederrum sind da schon recht albern. Star Trek hat für mich aber das Privileg mit Hautfarben und Geschlechtern zu tun was sie wollen, ohne dass es merkwürdig wirkt. Da war schon immer alles vertreten. Auch was deren Neigungen angeht wären sie relativ frei in ihrer Wahl. Es sollte dann halt nur nicht aufgesetzt wirken.

Wenn ich mir sonst so manche Filme mit Untertitel vorstelle, hätte ich mich nicht gewundert, dass wenn eine Darstellerin sagt ich telefoniere mit meiner Frau. Das das Wort Frau dick gedruckt und unterstrichen ist. Zuletzt bei der Resident Evil Serie. Warum so überzogen, Man würde nie einen Mann zeigen der sagt bitte entschuldige ich telefoniere gerade mit meiner FFrraauauauauuu. Da würde ein angedeutetes telefonat völlig reichen und wenn dann echt eine Szene komme mit Partner/in zusammen im Bild reicht auch einfach wortlos ein Kuss oder ein und wie war dein Tag Schatz, Ende.

Offtopic: Da Thema Religion, Geschlechter, Ausrichtung ohne Bezug auf das Thema Kinderkram

Bisher ist Marvel noch recht verschont geblieben von diesem LGBTQ blabla das sonst Gefühlt überall zwingend untergebracht werden muss. Ich hatte da mit Moon Dragon als weitere Weltraumheldin (Homosexuell) gerechnet. Bei Marvel gibt es ja aber sogar Charaktere, wo das mal sinnvoll reinpassen würde, da es auch so gedacht war. Z.B bei Valkyrie, Loki, America Chavez. Dafür kommen jetzt Hautfarben und andere Nationen. Nach Black Panther, gefolgt von Chang Chi war absolut absehbar das weitere folgen werden. Zuerst Moon Knight, und dann Mrs Marvel. Ich hatte auf Gruppen wie Indianer und Inuit gehofft, das stelle ich mir ganz geil vor. Mit Manitou oder Nanuq. Jetzt kommt auf einmal noch Religion dazu. Da verstehe ich den Medien-Wirbel nicht ->erste Muslimische Heldin, ja mag sein. Aber warum wird das so überspitzt. Es gibt diverse christliche, jüdische und min. einen buddhistischen Charaktere. Davon lassen sie auch keinen überspitzt rumlaufen und alle sagen, ich bin X und das ist meine Religion. Bekennend gab es so weit ich weiß im MCU noch keinen jüdischen und buddhistischen Protagonisten. Nur Magneto als Antagonisten. Also warum der Rummel? Im Falle von der Nordischen, Griechischen und ägyptischen Mythologie ok. Es hätte gereicht zu sagen das sie Aufgrund ihres Glaubens damals das Land verlassen mussten fertig. Warum man da jetzt anfängt so viel ScreenZeit in eine normale Religion zu vergeuden verstehe ich nicht. Gäbe es jetzt einen muslimischen Marvel Gott ok. Da fehlt dann signifikant der Hinduismus. Da hätte ich Lust auf Shiva z.B.

Ich wüsste jetzt nicht wo Frauen hier wirklich over-powered dargestellt werden würden, denen passiert halt nur meist einfach nichts. Außerdem werden es halt einfach immer mehr. Und wenn das dann nicht nur neue Rollen sind, sondern Ablösungen für männliche Charaktere. Dann stört mich das. Themen wie Religion, People of Color, LGBTQ, „whitewashing“, blackwashing etc. stören mich auch nur wenn es aufgesetzt und gezwungen wirkt, die Geschichte versaut, vorher definitiv anders war. Oder es Grundmaterial gibt an das man sich halten kann und sollte. Da finde ich sollten nicht alle einfach mit auf den Zug springen, weniger ist manchmal mehr.

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jerichocane : : Advocatus Diaboli
16.07.2022 12:39 Uhr
0
Dabei seit: 08.08.09 | Posts: 6.495 | Reviews: 24 | Hüte: 290

Interessante Diskussion.

Zuerst mal möchte ich Zsnake zustimmen, Früher hat man Kindern ein wenig vertrauen geschenkt und ist nicht überall hinterhergelaufen.

In Zeiten der Hellikoptereltern, scheinen, vorallem amerikanische Unternehmensich nicht mehr zu trauen Kindern etwas "anspruchsvolleres" anzuvertrauen, vlt. aus Angst von den Eltern verklagt zu werden?, ich weiß es nicht.

Was jedoch Star Wars, Marvel und vorallem Disney angeht, waren deren Grundtenor immer am Ende muss es gut ausgehen. Gerade Star Wars ist ein Märchen und das setzt Dieney auch mal gut mal weniger gut durch und trifft in dern Regel auch den SW Ton.

Die Marvel oder auch DC (naja im Groben die Superheldencomics, mit kleinen Ausnahmen) Comics waren immer so ausgelegt das gute besiegt das Böse am Ende (ganz Simpel). Manchmal nicht sofort (hinfallen, aufstehen, Krone, äh Cape richten, und weitermachen), das waren dann die Cliffhanger, oder auch mal mit Verlusten, wie im richtigen Leben, aber am Ende strahlte die Sonne wieder für den Helden.

Genau dies setzt Disney um und wer das nicht sehen möchte, soll es bleiben lassen. Wenn ich mir ein MCU,SW oder auch DC Film anschaue, will ich nicht die trostlose und harte Realität, sondern einfach abschalten, in eine Fantasywelt entführt werden und Spaß haben. Manchmal schafft es Disney besser (Dr. Strange 2, Hakeye, Loki) manchmal schelchter (Thor 3,4 und Ms Marvel) aber letztendlich hatte ich bei ellem meine Auszeit von der Realität.

Ja Ms Marvel war auch für mich nicht das gelbe vom Ei. Zu Beginn sah ich es mir an, weil ich Obi Wan auf Disney+ schaute und dann dachte ach komm guckst du dir die Folge Ms Marvel an.

Die letzten 2 oder 3 Folgen habe ich dann einfach der Vollständigkeitshalber nebenbei geschaut. Ja, richtig nebenbei, während ich bei allen anderen MCU Serien auf nächste Woche hinfieberte (und ich muss sagen ich find die wöchentliche Serienausstrahlung mittlerweile besser als eine komplett Ausstrahlung ala Netflix) war es mir bei Ms Marvel einfach egal. Die Serie hat für mich einfach keine wirkliche Spannung aufgebaut und der Vergleich mit Disney Channel Serien passt super. Der Cast ist toll aber die Story bleibt einfach so oberflächlich wie bei Hannah Montana.

Aber auch Ms Marvel hat Ihre daseins Berechtigung und hat eine Zielgruppe.

Disney kann men mit einem Kreuzfahrtschiff vergleichen. Es bietet Spaß für alle. Wer halt nicht Boule spielen will geht Schwimmen oder an die Boardbar, aber es findet sich für jeden etwas in diesem Potpourri

MJ-Pat
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ZSSnake : : Expendable
16.07.2022 10:00 Uhr | Editiert am 16.07.2022 - 10:06 Uhr
0
Dabei seit: 17.03.10 | Posts: 8.666 | Reviews: 176 | Hüte: 585

@Duck

"Denn scheinbar haben dann doch alle Kritiker Ms. Marvel SOFORT streamen müssen, obwohl sie wissen mussten was einen erwartet (ich mein die Trailer waren eindeutig und spätestens Folge 1 zeigte klar den Fokus) - sorry, aber dann macht man sich selbst Teil dieser Maschinerie, die man ja scheinbar doch so sehr kritisiert."

Naja, zum kritisieren ist halt notwendig sich mit dem Thema auseinanderzusetzen. Ich hab Ms. Marvel jetzt noch nicht gesehen (und aktuell auch keinen großen Bedarf), aber ich denke trotzdem, dass für eine anständige Auseinandersetzung mit dem Thema eine der Voraussetzungen ist, dass man die Serie gesehen hat. Da kommt man auch als Kritiker nicht drumherum.

Heißt aber im Umkehrschluss, dass sich die Serien auch bei Kritikern unter den Fans gut halten. Spannender wären hier die Leute, die sie aufgrund des Marketing nicht schauen (würden), weil sie nicht Teil der Zielgruppe sind ODER einfach kein Interesse haben.

Sein wir ehrlich: hier am Board sind fast durch die Bank Film/Serienfans unterwegs, die allein zum Mitreden einen Blick wagen würden. Was auch richtig ist. Ein Urteil anzumaßen ohne etwas gesehen zu haben ist immer sehr halbgar.

Davon abgesehen meine 5 Cent:

Ja - Disney-Outputs und auch damit Marvel sind natürlich Familien/Kindgerecht aufgezogen so weit wie möglich - größte Zielgruppe = größter Umsatz mit dem Produkt. Wenn du in der Wirtschaft was reißen willst, schaffst du ein Produkt, das nach Möglichkeit jeder will - und da liegt dann eben Fluch und Segen zugleich.

Nehmen wir mal nur das MCU (Star Wars und Disney allgemein mal ausgeklammert, die haben aber die gleichen Probleme), merken wir schnell wie inklusiv das alles ist. Jeder kann ein Held sein, Kinder, Männer, Frauen - aber auch Leute die sich geschlechtlich vielleicht anders definieren. Und das ist auch gut so. Für mich ist das nicht "woke", sondern Spiegel der Gesellschaft. Wichtiger für mich wäre hingegen, dass man mit dieser Inklusion nicht immer und allgegenwärtig jedes Produkt umfängt, sondern für unterschiedliche Filme auch unterschiedliche Aspekte einbringt.

Für mich ist kein Aspekt störend, der Frauen empowered oder sexuelle Orientierungen inkludiert - es sei denn er bricht meine Illusion. Und in meiner Illusion kann und darf jeder seine Sexualität ausleben wie er möchte - also passt es auch in die Filme.

Trotzdem denke ich würde natürlich der ganzen Brache gut tun, wenn insbesondere ein Moloch wie Disney seine Properties weiter fächern würde. Wozu hat man Fox denn gekauft? Um dann deren Properties auch zu Disneyfizieren? Why? Ich begreife nicht, warum Disney den offensichtlichen Trumpf in der Hand nicht nutzt und auch enger gesteckte Zielgruppen mitbedient. Muss ja nicht alles ultra-high-Budget sein. So n R-Rated 50 Millionen-Dredd oder auch n Deadpool kann doch auch knallen - und die Kohle dafür holt dann halt der nächste Avengers oder Star Wars wieder rein, falls die wirklich floppen sollten.

Aber diese Risiken geht man garnicht mehr ein - Warum auch, hat man nicht nötig. Die Leute schauen ja auch das Glattgebügelte (ich ja auch). Und solange das so ist, wird sich vermutlich nichts ändern.

Ich bin aber trotzdem bei Frank z.B., wenn es darum geht dass früher Filme wie Goonies oder auch vor garnicht soooo langer Zeit Super 8 ebenfalls junge Zuschauer mit abdecken. Ich hab als Kind mit 10-12 auch Filme wie Lethal Weapon oder Terminator 2 gesehen - und ich hatte die Fähigkeit Sachen auszuschalten, wenn sie mir zu viel wurden.

Aber dieses Selbstvertrauen muss den Kids halt von den Eltern auch mitgegeben werden, indem man sie fordert und auch mal Sachen ausprobieren lässt. Und wenns dann nicht gutgeht oder mal ne Nacht mit Alptraum folgt, dann ist das auch okay. Man wächst an seinen Erfahrungen und wird nie Grenzen lernen, wenn man sie nie überschreitet.

"You will give the people of Earth an ideal to strive towards. They will race behind you, they will stumble, they will fall. But in time, they will join you in the sun, Kal. In time, you will help them accomplish wonders." (Jor El, Man of Steel)
MJ-Pat
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Raven13 : : Desert Ranger
15.07.2022 18:34 Uhr | Editiert am 16.07.2022 - 12:13 Uhr
0
Dabei seit: 13.02.16 | Posts: 5.375 | Reviews: 62 | Hüte: 470

@ meisterlampe1989

"Ich war nie der allergrößte Fan von Marvel. Man hat die Dinger halt einfach geschaut, weil es jeder tat. Die waren immer formelhaft, haben sich kaum was getraut, hatten schlechte Antagonisten, flache Charaktere und waren vollgekippt mit hohlem CGI. Sie waren aber immerhin unterhaltsam... und das ist seit der 4. Phase auch weg."

Ach, IST das so? Hmmm, dann wundere ich mich, dass Spider-Man - No Way Home 1,9 Mrd. Dollar weltweit eingespielt hat und zudem einen IMDB-Score von 8,3/10 hat. Muss ein echt langweiliger Film gewesen sein. Und dass Doctor Strange in the Multiverse of Madness nun auch schon bei 954 Mio. Dollar weltweit ist, ist natürlich auch alles nur Fake, denn eigentlich ist der Film absolut gar nicht unterhaltsam. Und Thor 4 ist scheinbar auch megalangweilig, denn er hat innerhalb von nur fünf Tagen bisher nur 382 Mio. Dollar eingespielt.

Vielleicht hat sich DEIN Geschmack auch einfach verändert. Schon mal den Fehler bei dir selbst gesucht? Vielleicht ist das MCU einfach nichts mehr für dich? Wäre ja nicht schlimm, denn Geschmäcker ändern sich im Laufe des Lebens gerne mal. Vielleicht geht es mir in drei Jahren auch so und ich habe keine Lust mehr auf das MCU. Wer weiß. Aber die Qualität der Filme der Phase 4 ist auf dem selben Niveau wie auch die Qualität der Filme der Phasen 1 bis 3. Der einzige Unterschied ist der, dass es im Moment ohne großen roten MCU-Faden läuft, aber das war auch in den Phasen 1 & 2 zum Teil nicht anders. Und wenn ich so an "Der unglaubliche Hulk" oder "Iron Man 2" oder auch an "Ant-Man 1 & 2" zurückdenke, so sind auch das keine sonderlich herausragenden MCU-Filme gewesen. Und wenn man die durschnittlichen IMDB-Scores betrachtet, so sind auch "Thor 1 & 2", "Iron Man 3" und auch "Age of Ultron" nicht unbedingt das gelbe vom Ei gewesen.

Und Tatsache ist auch, dass bereits in Phase 2 so mancher von "Übersättigung" und "Ermüdung" gesprochen hat. Freilich waren das wieder nur kleine Randgruppen, die das so sahen. Die Mehrheit sah das offenbar anders. Und nun kommen wieder einige daher und sagen, das MCU sei tot oder wird bald sterben. Und wieder einmal sprechen die Box-Office-Zahlen der letzten drei Filme eindeutig eine andere Sprache. Und ich bin gespannt, was "Thor 4" noch schaffen wird und was Ende des Jahres "Black Panther 2" schaffen wird.

"Außerdem hat man sich dazu entschieden mittlerweile einfach die Schauspieler komplett in den Green zu stellen und ALLES zu animieren."

Woher nimmst du bloß immer deine FALSCHEN Informationen? Recherchiere bitte vorher, bevor du Unwahrheiten verbreitest. Das ist schlichtweg nicht wahr!

Doctor Strange 2:

https://bekannte-drehorte.de/alle-doctor-strange-in-the-multiverse-of-madness-drehorte/#:~:text=Doctor%20Strange%20in%20the%20Multiverse%20of%20Madness%E2%80%9D%20wurde%20an%20Orten,insbesondere%20in%20London%20und%20Surrey.

Thor - Love and Thunder:

https://netflix-news.atsit.in/de/?p=90942

Eternals:

https://breaker.news/wo-wurde-eternals-gedreht/

Ein Zauberer kommt nie zu spät. Ebenso wenig zu früh. Er trifft genau dann ein, wenn er es beabsichtigt.

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TheUnivitedGast : : Moviejones-Fan
15.07.2022 18:21 Uhr | Editiert am 15.07.2022 - 20:03 Uhr
0
Dabei seit: 27.04.12 | Posts: 874 | Reviews: 0 | Hüte: 16

So da blase ich jetzt in ein anderes Horn. Mich nervt mehr das nachdem zugegeben Männer dominierten Serien der 80 und 90iger gefühlt überall Starke Frauen reingeschrieben werden ob es paßt oder nicht. Allen voran Star Wars Filme und Star Trek Serie. Es ist praktisch wie damals nur umgekehrt. Frauen Power. Aber in den meisten Filmen Serien paßt es einfach nicht.. Oder ist einfach nur lächerlich wie zbs Captain Blasma..

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WiNgZzz : : Moviejones-Fan
15.07.2022 14:54 Uhr
1
Dabei seit: 14.01.11 | Posts: 2.101 | Reviews: 0 | Hüte: 76

1. "Die waren immer formelhaft, haben sich kaum was getraut, hatten schlechte Antagonisten, flache Charaktere und waren vollgekippt mit hohlem CGI. Sie waren aber immerhin unterhaltsam... und das ist seit der 4. Phase auch weg."

2. "Ein erstaunlich selbstbewusster Ton in deinem Post dafür, dass Du nicht mehr zu bieten hast als eine Verallgemeinerung."

Hmm...

Hier gibt es nichts zu sehen!

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MobyDick : : Moviejones-Fan
15.07.2022 14:24 Uhr
0
Dabei seit: 29.10.13 | Posts: 6.817 | Reviews: 200 | Hüte: 547

PaulLeger:

Danke für den Hut :-)

Duck

Jup, und das nennst du ein Happy End, dass sie Peter Parker die Frau wegschreiben und ihm jeglichen Wachstum rauben, den er als Charakter 40 Jahre lang mühevoll durchgemacht hat, damit er mehr als Identifikationsfigur durchgeht? Was glaubst du warum die unsägliche Mephisto Story die meistgehasste Spider-Man Story ist?

Dünyayi Kurtaran Adam
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meisterlampe1989 : : Moviejones-Fan
15.07.2022 13:08 Uhr | Editiert am 15.07.2022 - 13:10 Uhr
0
Dabei seit: 02.01.22 | Posts: 82 | Reviews: 6 | Hüte: 11

@PaulLeger

Ein erstaunlich selbstbewusster Ton in deinem Post dafür, dass Du nicht mehr zu bieten hast als eine Verallgemeinerung.

Menschen die über heute meckern und alte Dinge hochheben, sagen mitnichten, dass "heute alles schlecht" ist. Wenn ich sage, dass ich das Mainstream-Kino bzw. Serien heute nur noch zum Kotzen finde, aus Star Trek, Star Wars, Marvel aussteigen werde, mit Rings of Power schon gar nichts zu tun haben will, dann heißt das nicht, dass es nicht auch genug neue Filme und Serien gibt, mit denen ich sehr viel Spaß habe. Die muss man aber halt ein wenig suchen.

Und wenn man Dinge von damals hochhält, kann man demjenigen halt sehr einfach "Nostalgie" vorwerfen. Trotzdem sollte man auf Argumente hören. Wenn Menschen "Picard" verurteilen, dann weil TNG eben die um meilenweit bessere Serie war - obwohl damals Serien im Niveau eigentlich noch ganz weit unter Filmen lagen. TNG regt zum nachdenken an , "Picard" predigt und macht den besten Star Trek Captain zur Flasche, weil er eben ein "Old White Man" ist, dem man jetzt zeigen muss, wie die Welt funktioniert.

Ich war nie der allergrößte Fan von Marvel. Man hat die Dinger halt einfach geschaut, weil es jeder tat. Die waren immer formelhaft, haben sich kaum was getraut, hatten schlechte Antagonisten, flache Charaktere und waren vollgekippt mit hohlem CGI. Sie waren aber immerhin unterhaltsam... und das ist seit der 4. Phase auch weg. Außerdem hat man sich dazu entschieden mittlerweile einfach die Schauspieler komplett in den Green zu stellen und ALLES zu animieren. Das ist zwar gut gemacht, aber so richtig echt sieht es nicht aus. Das Ergebnis: Es wirkt nichts echt. Und natürlich scheint auch hier die Agenda wichtiger zu sein als gute Geschichten zu erzählen.

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PaulLeger : : Moviejones-Fan
15.07.2022 12:43 Uhr
0
Dabei seit: 26.10.19 | Posts: 1.555 | Reviews: 11 | Hüte: 175

Bin hier bei Silencio und MB80. Die bekannte "Früher war alles besser"-Leier inklusive der obligatorischen Glorifizierung eines 80er-Schinkens, der durch die Nostalgiebrille verklärt wird. Wie spannend.

Kann aber immerhin einen Hut für Moby da lassen.

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Duck-Anch-Amun : : Moviejones-Fan
15.07.2022 11:48 Uhr
0
Dabei seit: 15.04.13 | Posts: 10.356 | Reviews: 43 | Hüte: 661

@MobyDick
Mit meiner Aussage ging ich auch eher auf die Comics an sich ein (wo ich mich natürlich ebenfalls irren kann). Aber wenn es mal Konsequenzen gibt oder gab, dann wurde die Reihe einfach wieder rebootet oder Zeitreise oder was auch immer eingeführt - und schon war der "schockierende" Status Quo wieder ad acta gelegt.

Warst du es nicht sogar mal, der dies anhand von Spider-Man erklärte, dass er immer wieder der nette junge Superheld aus der Nachbarschaft sein muss?

Bei deinen Beispielen im Film hast du so gesehen natürlich Recht, so weit hab ich ehrlich gesagt nicht gedacht. Ich denke mit Happy End denken die Leute eben doch meistens daran, dass die Figur 1. nicht qualvoll gestorben ist und/oder 2. die Menschheit gerettet und der Planet nicht in Schutt und Asche liegt.

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MobyDick : : Moviejones-Fan
15.07.2022 11:29 Uhr
1
Dabei seit: 29.10.13 | Posts: 6.817 | Reviews: 200 | Hüte: 547

Duck

In diesem speziellen Punkt irrst du dich meines Erachtens gewaltig, genau wie der Rest der Zuschauer. Es gibt für die Helden idR kein Happy End. Sie sind Anfangs damaged goods und versuchen auf ihrer Reise so etwas wie Buße zu tun (Iron Man und Black Widow als Beispiele), wachsen über sich hinaus und sterben letztendlich den Heldentod. Oder ihnen widerfährt etwas so schreckliches, dass sie fortan alles tun, um es besser für andere zu machen (also ein psychischer Knacks, der einen dazu zwingt, immer wieder den Helden zu mimen, auch wenn es eigentlich für einen selbst gar nicht gut oder auch nicht wirklich Spass macht, das hat schon sehr häßliche psychologische Implikationen - so geschehen zuletzt sogar beim Halldorie Spider-Man, oder dem Emo-Batman, aber auch ganz klar bei Daredevil).

Und ein Happy End ist diesen Figuren erst recht nicht vergönnt (Direkt adressiert in Dr Strange 2: Der Held kriegt eben nicht die Prinzessin), es sind immer irgendwelche temporären Siege, die so lange anhalten bis der Held mal verliert.

Ausnahmen wie Cap in Endgame oder Batman in DKR sind eben genau das: Ausnahmen. Und wenn sich die Helden trotzdem mal zur Ruhe setzen, dann bedeutet das noch lange nicht, dass es das dann mit ihm war, siehe Hawkeye, der ganz sicher ganz schlimme Dinge getan hat und nun mit dieser Schuld leben muss, und selbst da bin ich recht sicher, dass da das letzte Wort noch nicht gesprochen ist.

@Topic

Kinderkram ist Disneys MCU Ansatz nicht, sie weiten gerade in alle Richtungen ihre Fühler aus, was nach den Riesenerfolgen, die sie hatten, auch völlig probat ist. Mir mißfällt zwar vor allem, dass man mittlerweile gefühlt kaum Enden sondern nur noch Teaser bekommt, aber grundsätzlich ist das alles eben nicht Kinderkram sondern möglichst Komplettkonform - was per se nicht schlecht ist.

Die SAerie hat mich persönlich jetzt gar nicht abgeholt, aber das heisst nicht, dass Disney aus ihrer Perspektive etwas falsch machen...

Dünyayi Kurtaran Adam
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Smiii : : Moviejones-Fan
15.07.2022 11:23 Uhr
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Dabei seit: 21.07.11 | Posts: 33 | Reviews: 1 | Hüte: 0

Also ich kann die ganze Diskussion total verstehen. Ms. Marvel haut mich nicht vom Hocker, hat aber Spaß gemacht zu sehen (und ich bin 33). Eine Verweichlichung würde ich jedoch nicht ansprechen... Aber um auf die Diskussion Verweichlichung von Kinderserien einzugehen: als Lehrer weiß ich, dass Kinder heutzutage bereits mit 10 oder 11 Jahren jeden Abend Stranger Things schauen... MIT den Eltern. Ich glaube nicht, dass eine Zielgruppenorientierung notwendig ist... die Fülle an Serien und Filmen lässt das kaum noch zu und interessiert weder Kind noch Eltern... Studios machen das fürs Gemüt, fürs Gesetz... aber schlussendlich macht es wenig Sinn, denn Eltern und Kinder halten sich im Heimkino sowieso wenig daran. Es wird geschaut, was Spaß macht. Es ist wie im Museum... überall Brüste oder Krieg in den Bildern an den Wänden und jeder schaut sich an, was er möchte. Und keiner achtet aufs Kind... und die Maler (als Sinnbild der Regisseure) interessiert es nicht, ob das Bild für 5- oder 50-Jährige ist...

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Nur wer erwachsen wird und Kind bleibt,

ist ein Mensch.

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DrGonzo : : Zauberer
15.07.2022 11:08 Uhr | Editiert am 15.07.2022 - 11:28 Uhr
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Dabei seit: 02.12.10 | Posts: 2.372 | Reviews: 0 | Hüte: 99

Am Ende muss es halt passen. Ich finde in der Infinity Saga ist es ihnen noch gut gelungen sowohl Kinder/Jugendliche als auch Erwachsene abzuholen. Genauso auch bei den Star Wars Filmen.
Bezogen auf MCU:
Entweder liegt es daran weil man selbst älter wird oder sie gehen tatsächlich nur noch die Jugendliche Gruppe an - aber ja ich fühle mich stellenweise zu alt für teile von Phase 4 (vor allem jetzt bei Ms Marvel). Es fühlt sich einfach anders an, so als wärs nicht mehr für "mich" gemacht. Das Gefühl hatte ich bei Phase 1-3 zu keinem Zeitpunkt.
Phase 4 hat mit den Serien glaube ich bereits über 40 Stunden Laufzeit (Phase 3 hatte glaube ich gerade mal die hälfte oder so, 1 und 2 noch weniger) und trotzdem gibt es noch keinen klaren roten Faden und macht weniger Spaß als die alten Phasen und überzeugt mich bisher nur zum kleinen Teil.

Das ist aber nur mein persönliches empfinden.

"Fuck the kingsguard, fuck the city, fuck the king."

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Duck-Anch-Amun : : Moviejones-Fan
15.07.2022 10:10 Uhr
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Dabei seit: 15.04.13 | Posts: 10.356 | Reviews: 43 | Hüte: 661

@zmoggel
Und diesen Kurs führt der Mauskonzern erfolgreich weiter. Am Ende wird es immer Familiengerecht, inklusive Happyend. Ob das die Erfinder der Charaktere, oder Marken auch immer so gewollt hatten bleibt zweifelhaft!
Gerade Superheldenkram (von Star Wars müssen wir nicht anfangen) lebt letztendlich vom Happy End. Wenn es bei Marvel mal Konsequenzen gab und beliebte Figuren starben oder verändert wurden, kam später dann doch ein Reboot und alles wurde von vorne begonnen. Wie oft gibt es die Bezeichnung "The Death of." bei Comics? War es nicht anfangs sogar so, dass die Leute schockiert waren von DCs Entscheidung Superman zu töten. Ein Status, der nicht lange angehalten hat ;)
Also seh ich anders und deshalb kommt solches Kontrast-Programm wie The Boys momentan ja so gut an, weil auch mal das Böse gewinnen kann. Die Vielfalt macht es, aber gerade die klassichen Superhelden haben immer ein familiengerechtes Disney-Happy-End.

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MB80 : : Cheddar Goblin
15.07.2022 09:51 Uhr
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Dabei seit: 01.06.18 | Posts: 2.400 | Reviews: 41 | Hüte: 221

Wow, "hot topic" wo kein Topic ist.

Ich vermute mal, als die "Ewoks" Filme kamen, haben sich Star Wars Fans auch aufgeregt, dass das "für Kinder" ist. Ja Sherlock, sogar explizit. Franchises versuchen immer, an allen Ecken und Enden alle abzuholen, und der meiste "Content" soll für möglichst viele zugänglich sein. Weil $$$$$. Ergo wird Marvel immer versuchen, alle Blockbuster irgendwo im Bereich "ab 6" oder so zu halten, und auch mal Serien wie "Ms Marvel" (nicht gesehen) rausbringen.

So what?

“...and the stronger the fear of boredom, the louder the music."

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