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Star Wars - Der Aufstieg Skywalkers

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Deckel drauf und weg damit

Star Wars - Der Aufstieg Skywalkers Kritik

Star Wars - Der Aufstieg Skywalkers Kritik
4 Kommentare - 19.12.2019 von TiiN
In dieser Userkritik verrät euch TiiN, wie gut "Star Wars - Der Aufstieg Skywalkers" ist.
Star Wars - Der Aufstieg Skywalkers

Star Wars – Der Aufstieg Skywalkers ist der dritte und abschließende Teil der sogenannten Sequel-Trilogie und wurde von J.J. Abrams gedreht. Diese Kritik ist spoilerfrei.

Trailer zu Star Wars - Der Aufstieg Skywalkers

Da sind wir nun also, am Ende des Projektes, was 2012 so aufregend begann und wo man nun mehr oder weniger froh sein kann, dass es zu Ende ist. Dabei gibt sich Der Aufstieg Skywalkers wirklich viel Mühe, das Gestammel der beiden Vorgänger zu einem vernünftigen Abschluss zu bringen.

Zur Handlung soll an dieser Stelle nicht viel gesagt werden, die Trailer und der Lauftext erledigen diese Arbeit schon mehr als ausreichend. Episode 9 ist in erster Linie darum bedacht, Fragen zu beantworten und das macht sie auch relativ gut. Die Antworten sind allesamt in Ordnung, nirgendwo fällt einem die Kinnlade herunter aber man hat nun Klarheit. Zudem bietet Episode 9 sehr viele Eastereggs und Fanservices, sodass es sicher auch bei mehrmaligen Sehen noch viel zu entdecken gibt.

Aber die letzte Episode dieser Trilogie kann auch nicht zaubern. So sind weiterhin die Größenverhältnisse in der Galaxie unklar. In Episode 7 gab es eine große Republik, eine aufstrebende erste Ordnung sowie den Widerstand. Am Ende von Episode 8 gibt es vielleicht noch 20 Rebellen und eine riesige erste Ordnung. In Episode 9 trommeln sich alle zusammen und irgendwie erscheint es 50:50 – man fragt sich wie es in der Galaxie eigentlich aussieht.

Das gleiche kann man auch von den Planeten erzählen, hier macht Episode 9 mit einem bekannten Sequel-Problem, oder eher ein J-J-Problem, weiter. Man hetzt von Planet zu Planet, die sehen alle ganz nett aus, aber irgendwie kann man zu keiner einzigen Welt einen Bezug aufbauen geschweige sich die Namen merken. Es kommt und geht, ist alles sehr schnelllebig und damit auch ein bisschen sinnbildlich für die heutige Gesellschaft. Ähnlich lief es schon in Episode 7 ab, lediglich bei Episode 8 nahm man sich Zeit für die Welten und sie hinterließen einen Eindruck.
Insgesamt präsentiert sich Der Aufstieg Skywalkers jedoch auch sehr gehetzt. Dadurch kommen fast keine Längen auf, aber zwischendurch hätte man auch einen Gang runterschalten können.

Mit den Figuren hat man das Beste gemacht. Insbesondere Leia und C-3PO kommen sehr gut weg und haben starke Szenen bekommen, besonders wenn man die Möglichkeiten bei Carrie Fisher bedenkt.
Die drei bzw. vier neuen Hauptfiguren nehmen in Episode 9 im Zuge der Beantwortung vieler Fragen (weitere) Entwicklungen durch, wobei natürlich Rey und Kylo im Mittelpunkt stehen. Poe und Finn werden zwar bereichert aber versetzen sicher keine Berge. Eine in den Trailern ausreichend angeteaserte Figur, der Imperator, hat das gleiche Problem wie Han, Luke und Leia bei ihren Debüts bei den Sequels: Sie sind genau dort, wo man sie in den 70er oder 80er Jahren kennengelernt hat. Der Imperator verhält sich 1:1 so wie damals und das ist einmal mehr sinnbildlich für J. J. Abrams Herangehensweise an Star Wars. Lando selbst profitiert davon nicht im Fokus zu stehen und so machen jede seiner Szenen ausschließlich Freude.

Durch manche Szenen werden tatsächlich Handlungen aus Episode 7 in ein besseres Licht gerückt, durch andere werden Entscheidungen aus Episode 8 quasi ziemlich offensiv als falsch deklariert. Manche Nebenfiguren und Grundhandlungen werden zudem mehr oder weniger fallen gelassen. Daran sieht man, auf welch wackeligen Beinen die Trilogie steht und sie quasi keinen Film besitzt, welcher wirklich rund und stimmig daher kommt.

Beim großen Finale kann man wenn man will wieder die Verhältnismäßigkeit hinterfragen, letztendlich wurde viel zurecht geschrieben, große Bilder die optisch groß beeindrucken aber leider keinen inhaltlichen Mehrwert für die Geschichte haben.

Man kann über gewisse Details, den vielen Fanservice und Entscheidungen nun noch endlos schreiben. Aber das alles bringt relativ wenig. Die Sequels-Trilogie hat von Anfang an gezeigt, dass sie nicht weiß, was sie zu erzählen hat. Das kann auch Episode 9 nicht wesentlich korrigieren. Aber das, was alles angerissen wurde, konnte zu einem halbwegs runden Abschluss geführt werden. Die Vereinigung aller neun Filme bleibt weiterhin absoluter Quatsch. Weder Episode 9 noch die Sequels haben irgendwas Vernünftiges zur originalen Star Wars Saga beizutragen. Episode 9 rundet die neue Trilogie einigermaßen ab und am Ende kann man froh sein, dass sie vorbei ist. Wenn die Bewertung nach klassischen Star Wars Maßstäben gehen müsste, dann wäre der Film sowie seine beiden Vorgänger ein Griff ins Klo. Aber nur aus Sequel-Sicht ist Star Wars - Der Aufstieg Skywalkers ein gehetzter und holpriger aber durchaus sehenswerter Abschluss der Trilogie.

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4 Kommentare
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PaulLeger : : Moviejones-Fan
25.12.2019 00:36 Uhr
0
Dabei seit: 26.10.19 | Posts: 289 | Reviews: 4 | Hüte: 37

@ TiiN

Hm, eigentlich kam mir Rey gerade in Episode VII noch am ehesten so vor, wie du es schilderst, da gelang ihr direkt alles mühelos, ohne dass sie je was von der Macht gehört hatte. In den letzten beiden Filmen stößt sie da schon eher auf Schwierigkeiten (VIII: Kylo muss sie in Snokes Thronsaal retten, IX: Kylo besiegt sie im Duell und nur Leias Eingreifen rettet sie vor dem Tod). Das kann man immer noch als zu wenig ansehen, aber im Vergleich zu Episode VII wurde sie da schon leicht generfed wie man im Comicjargon sagen würde.

Das führt dann zwar zu neuen Problemen, weil es nicht ganz logisch erscheint, wieso Kylo, dem sie in Episode VII ohne jedes Training und Wissen über die Macht überlegen war, sie nun, nachdem sie ihr Training absolviert hat, auf einmal besiegen kann. Aber gut, solche Inkonsistenzen gab es schon in früheren Filmen, die wurden durch Erklärungen wie "I have the high ground" ja auch nicht gerade elegant begründet...

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TiiN : : Pirat
25.12.2019 00:04 Uhr
0
Dabei seit: 01.12.13 | Posts: 5.263 | Reviews: 126 | Hüte: 256

Ich habe mir den Film am 23.12. ein zweites Mal angeschaut und zwei Sachen haben mich doch mit etwas Abstand sehr gestört:

  • Alle reden immer von den großartigen Figuren, welche J.J. eingebaut hat. Das stimmt soweit auch - jedoch trifft das bei Rey meiner Meinung nach nicht zu. Daisy Ridley ist eine tolle Schauspielerin und ihre Figure wirkte in Episode 7 geheimnisvoll. Aber in Teil 8 und 9 war sie einfach total langweilig. Ihr gelingt ALLES. Sie scheitert nie. Luke verlor eine Hand und Han musste ihn mehrfach retten. Anakin verlor einen Arm und hatte immer Gegenwind. Gerade das zeichnet spannende Figuren raus. Rey kann alles, ihr gelingt alles und sie erfährt nie wirkliche Schmerzen. Das ist einfach langweilig.
  • Der Film, welcher eine neun Teile umfassende Saga vereinen soll . nüchtern betrachtet ist man am Ende von Episode 9 genau da, wo man am Ende von Episode 6 war. Chapeau!
MJ-Pat
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Kayin : : Hollywoodstar
20.12.2019 11:00 Uhr | Editiert am 20.12.2019 - 11:02 Uhr
0
Dabei seit: 11.10.15 | Posts: 2.716 | Reviews: 2 | Hüte: 293

@TIIN

Dein letzter Abschnitt fasst das ganze sehr gut zusammen und ich kann da 100%ig zustimmen. Dafür einen Hut!

letztendlich wurde viel zurecht geschrieben

Genau das beschreibt Episode 9 am besten

"I’ll do my best."

"Your best! Losers always whine about their best. Winners go home and fuck the prom queen."

Avatar
TiiN : : Pirat
19.12.2019 00:32 Uhr | Editiert am 19.12.2019 - 10:18 Uhr
2
Dabei seit: 01.12.13 | Posts: 5.263 | Reviews: 126 | Hüte: 256

Es ist vorbei... Auch wenn vieles stimmig wurde konnte der Film keine Begeisterung bei mir entfachen und ich freue mich wirklich, dass es vorbei ist.

Trotzdem ein paar inhaltliche Anmerkungen, die ich ausgesprochen gut fand. Achtung, Spoiler!

Der Kurzauftritt von Han Solo hat einiges aus Episode 7 gut gemacht. Wirkte das Aufeinandertreffen von Han und Ben damals ziemlich lächerlich, so wird diese Handlung nun in ein ganz anderes Licht gerückt.

Chewie bekommt tatsächlich eine Medaille. Ist natürlich irgendwie sinnfrei, abe ein netter Augenzwinker zum ärgerlichen Ende 1977 vom Krieg der Sterne.

Der Imperator zaubert extra die letzte Ordnung aus dem Hut. Jeder Zuschauer dürfte von den Bildern allein schon im Trailer beeindruckt gewesen sein. Tausende von Sternenzerstörer, jeder mit einer pßlanetenvernichtenden-Waffe ausgestattet - doch was ist dann? Die Kämpfe konzentrieren sich allesamt auf einen Hauptsternenzerstörer und wenn dessen Antenne kaputt ist, dann sind die anderen kein Problem mehr ... ernsthaft? Diese Flotte hat zu keinem Zeitpunkt eine Bedrohlichkeit ausgestrahlt.

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