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Star Wars - Der Aufstieg Skywalkers

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Eine fantastische Reise findet ihren Höhepunkt

Star Wars - Der Aufstieg Skywalkers Kritik

Star Wars - Der Aufstieg Skywalkers Kritik
23 Kommentare - 23.12.2019 von MrBond
In dieser Userkritik verrät euch MrBond, wie gut "Star Wars - Der Aufstieg Skywalkers" ist.
Star Wars - Der Aufstieg Skywalkers

Bewertung: 4.5 / 5

Da sind wir also endlich bei der finalen Episode der sogenannten Sequel Trilogie angekommen. Wie seinerzeit die Prequel Trilogie war auch diese neue Auswertung der Marke „Star Wars“ mit Kontroversen behaftet, die so unvergleichlich typisch für Star Wars geworden sind. Während die Prequel Trilogie noch den „Luxus“ genoss, dass jeder wusste, wo das ganze hinführen würde und lediglich die Hintergründe und die Art und Weise des „Wie“ über Stand und Fall bei den Fans entscheiden sollte, musste die Sequel Trilogie einiges mehr schultern. Es musste eine neue Story her, die auf den Ereignissen der Original Trilogie aufsetzt - und Fan-Erwartungen sind sowieso grundsätzlich ein harter Konkurrent.

Höchst spannend für mich war vor allem, dass man den Zuschauer bis zuletzt an der Nase herumgeführt hatte. Der wichtigste Teil war in der Tat die abschließende Episode. Mit ihr sollte sich zeigen, ob ich mit der Auflösung der Handlung zufrieden bin, oder rückwirkend die ganze Trilogie abwerten würde. Dieses Gefühl lag tatsächlich wie ein schwerer Stein auf meiner Seele und ich war buchstäblich besorgt, ich könnte enttäuscht aus dem Kino kommen. Hatten die Kritiker recht, und der handlungsübergreifende Plan existierte überhaupt nicht?

Trailer zu Star Wars - Der Aufstieg Skywalkers

Zugegeben, J. J. Abrams lieferte mit Episode 7 zwar einen tollen Einstieg in die Trilogie, aber gerade die aus seiner Feder stammende Serie „Lost“ zeigte, dass sich Abrams trotz guter Idee und Ausgangslage extrem in der restlichen Handlung verrennen kann und eingeführte Handlungsstränge nicht zufriedenstellend abzuschließen vermag. Soviel sei vorweggenommen: Die Sorge war absolut unbegründet. Wenn es jemand gezeigt hat, dass ein Fanfilm mit so viel Liebe zum Detail den Ansprüchen meines Star-Wars-Herzens gerecht werden kann, dann J. J. Abrams. Ich gehe sogar soweit, dass er gerade mit Episode 9 seine beste Regiearbeit überhaupt abgeliefert hat, die mir bisher untergekommen ist. Während ich mit seiner Interpretation der Star Trek Reihe nie wirklich warm geworden bin, schaffte er es nicht nur das magische Star Wars Gefühl einzufangen, sondern auch sämtliche Handlungsstränge intelligent und mit dem Herz am rechten Fleck zu Ende zu denken und auf Zelluloid zu bannen. Rückblickend wertet sein Finale sogar die gute Episode 8 etwas ab und ich hätte es begrüßt, hätte er die gesamte Trilogie gemacht. Er weiß, worauf es ankommt und vermittelt wieder den Spirit, das Märchenhafte und die Fantasie – kurz: Die Magie, die ich gerade bei der Prequel Trilogie so schmerzlich vermisste.

Man merkt, dass ich nicht nur Episode 9 bewerte, sondern das Gesamtpaket, die komplette Trilogie, die ich als große, übergreifende Geschichte verstehe und auch so sehen wollte... wie ein spannender Krimi, dessen überraschende Auflösung im letzten Drittel der Handlung thematisiert wird. Und ich bin mehr als zufrieden! Mehr, als je zuvor, bin ich mir jetzt sicher, dass die übergreifende Geschichte von Anfang an klar war und lediglich der Weg dorthin von den jeweiligen Regisseuren interpretiert werden konnte und Nebenhandlungen teilweise clever in die Irre führten. Hier sieht man, dass die Sequel Trilogie im Gegensatz zur Original Trilogie von vornherein als „Trilogie“ geplant war und im Vergleich zur Prequel Trilogie wirklich Spannung aufbauen konnte.

Story alleine ist aber nicht alles. Eine Geschichte kann noch so gut sein, wenn die Charaktere mich nicht mitnehmen. Auch das hat für mich bestens gepasst. Sämtliche Hauptpersonen konnten mich überzeugen und meine Sympathien, wie auch Antipathien gekonnt gewinnen. Ich liebe Rey, die gerade in Episode 9 so sympathisch rüberkam, wie es nur möglich ist. Sie weckte Emotionen, die mich sowohl euphorisch mitfiebern, gebannt die Finger in die Seitenlehne krallen, wie auch zwischendurch entsetzt schniefen ließen. Ich wünschte mir inständig, dass sie jenes Ende ereilen würde, das ich mir für sie erhofft hatte. Wenn ein Film das schafft, dann ist das schon ganz großes Kino! Auf der Gegenseite war der facettenreiche Kylo Ren. Ein Antagonist dessen Vielschichtigkeit bisher einzigartig im Star Wars Universum ist (zumindest jenes, das ich kenne). Diese überzeugend gespielte Hin- und Hergerissenheit hätte ich mir für Anakin in der Prequel Trilogie gewünscht. Weder der scheinbare Held, noch der Bösewicht waren klassische Stereotypen und machten es bis zum Schluss interessant und spannend.
Auch die anderen Figuren, insbesondere die „Bromantic“ zwischen Finn und Poe, aber natürlich auch die altbekannten C-3PO, R2-D2, Chewbacca u.a., nahmen mich spielend mit und ließen mich in den Film eintauchen. Gerade diese Gruppendynamik (die in der OT natürlich mit „Luke/Leia/Han“ viel intensiver ist und somit sehr zur Identifikation durch den Zuschauer mit seinen Helden beiträgt) fehlt mir rückblickend in Episode 8, da die Interaktionen der Figuren durch die Handlungsstränge zu sehr auseinandergerissen wurden.

Was natürlich auch für leuchtende Augen sorgte, waren die Cameos, wie auch die sympathischen neuen Figuren. Die Aliens, denen in Form von Puppen Leben eingehaucht wurden, rundeten das Star Wars Gefühl noch weiter ab. Mit viel Liebe zum Detail konnte die Magie der Original Trilogie eingefangen werden und man hatte nicht ständig das Gefühl, dass leblose CGI-Platzhalter die kreative Unlust der Filmemacher kompensieren mussten.

Die Hommage an die 1980er Jahre (ja, ich bin ein verklärter Romantiker) ist nicht nur bei den Puppen-Darstellern, sondern grundsätzlich bei praktischen Effekten zu spüren und nicht zuletzt an den McGuffins (Story-Treiber), die genauso vorhersehbar wie liebevoll inszeniert sind – ganz im Stile klassischer Spielberg-Filme. Einmal mehr zeigt sich, wer J. J. Abrams großes Vorbild ist und in welchem Jahrzehnt er sich zuhause fühlt. Trotz aller 80er-Romantik kommt man heutzutage dennoch nicht um gut dosierte und unaufdringliche Computereffekte herum. Episode 9 brilliert mit hervorragenden Effekten, wie tollen Locations, die den perfekten Mix aus praktischen und computergenerierten Effekten bieten. Besonders der Ort des Showdowns ist überwältigend inszeniert und wird mich wohl ab sofort vor dem geistigen Auge begleiten, wenn ich den selben Ort in der Original Trilogie sehen werde.

Alles in allem machte diese Sequel Trilogie alles so viel besser, als die Prequel Trilogie, die einfach viel vom Märchencharakter von Star Wars einbüßte. Während die PT versuchte, alles wissenschaftlich zu erklären, den Fokus zu sehr auf Politik verlagerte (so wahnsinnig viel gab die Story auch einfach nicht her) und der Fantasie kaum noch Platz ließ, lud die ST zum träumen ein und servierte mir ein sagenhaftes Abenteuer im Weltraum. Mir ist die Idee des „Learning by Doing“ bzw. „Learning by Watching“, das Rey zu etwas Besonderem macht einfach so viel lieber, als diese Not-Erklärung „Der Junge ist einfach so mächtig, weil er mehr Midi-Chlorianer beherbergt, als andere“. Auch die konsequente Weiterentwicklung der Grundelemente des Star Wars Universums, konnte die Sequel Trilogie glaubhaft vermitteln.

Auch in der neunten Episode konnte die musikalische Umrahmung aus John Williams Feder ihren Teil beitragen. Sowohl die neuen Themen, als auch die vertrauten Melodien, wussten das „Kinoerlebnis“ zu einem besonderen aufzuwerten. Man fühlte sich zuhause.

Ein klein wenig Kritik muss sich die finale Episode dennoch auch von mir gefallen lassen: Die ein oder andere „Action-Spitze“ hätte man ohne weiteres kappen können, ohne der Handlung in irgendeiner Weise zu schaden. Auch ein Rückblick im Leben zweier Darsteller wurde durch die mäßige CGI-Umsetzung zu einer unnötigen (aber zum Glück sehr, sehr kurzen) Schwachstelle. Die Story hätte auch ohne Großaufnahme der Wachsgesichter funktioniert. Als Gegenleistung wurden diverse Schwachstellen in den Nebenhandlungen der beiden Vorgänger (Episode 7 und 8) großartig ausgebügelt und konnten wohlige Gänsehautmomente und Emotionen generieren.

Fazit: Eine fantastische Reise ins Star Wars Universum findet mit Episode 9 ihren Höhepunkt. Mit viel Emotionen, die mitreisen und vor allem mitfühlen lassen (ich hatte nicht nur einmal feuchte Augen), einer tollen abenteuerlichen Geschichte, die die Star Wars Magie durch jede Pore atmet und die Fantasie des Zuschauers durch seine Settings, Figuren und der Inszenierung beflügelt und der perfekten Balance zwischen gut dosiertem Humor und Dramatik sowie die Rückkehr auf jenen Pfad der Tugend, der Zuschauern nicht mehr die Fähigkeit selbst zu denken abspricht und sich magische Momente des „Ungesagten“ im eigenen Kopfkino ziehen zu lassen, machen Episode 9 und die Trilogie zu einem wahren Erlebnis.

Abschließend möchte ich betonen, dass diese höchst subjektive Sichtweise, die meine Bewertung dieses Star Wars Abenteuers begründen, nur schwer in einem Diskurs verteidigen lässt, der auf einer ganz anderen, analytisch „logischen“ Ebene stattfindet. Es wäre quasi, als würde man Äpfel mit Birnen vergleichen. Daher halte ich mich aus den kontroversen Diskussionen fern und lese auch negative Kritiken nicht – ganz einfach, weil ich nichts von ggf. eindeutigen Logikfehlern oder storytechnischen Unzulänglichkeiten wissen möchte. Ich will mir einfach nur mein Gefühl - die Magie, die diese Trilogie in mein Herz zaubert, bewahren.

Star Wars - Der Aufstieg Skywalkers Bewertung
Bewertung des Films
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23 Kommentare
MJ-Pat
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ZSSnake : : Expendable
08.01.2020 16:36 Uhr
0
Dabei seit: 17.03.10 | Posts: 8.322 | Reviews: 176 | Hüte: 538

Ein weiteres Mal gelesen und ja, wir sind nah beieinander. Emotional gesehen reißt dieses Finale einen einfach dermaßen mit. Ich habe die neuen Charaktere so lieb gewonnen, finde die Handlung so spannend und kann mich einfach für den ganzen Audiovisuellen Stil so begeistern - es ist einfach dieses so oft zitierte "Herz" das da war.

Und auch wenn mich die Prequels bei der Sichtung vergangene Tage heute weit mehr abhalten als damals. Die Stimmung und das Feeling sind oft durch Lucas beinahe obsessiven Einsatz von CGI so anders, so glattpoliert. Erst nach und nach fühlt sich die Trilogie optisch besser an. Aber die Charaktere , insbesondere Qui-Gon und Obi-Wan, haben mir doch Die Zeit sehr angenehm gemacht und heute würde ich so weit gehen zu sagen, dass ich die Prequels gut finde. Nicht genial, beileibe nicht perfekt, aber unterhaltsam allemal und sie haben ihren Platz im Star Wars Universum für mich gefunden, nachdem ich sie über Jahre wirklich eher ignoriert hatte.

"You will give the people of Earth an ideal to strive towards. They will race behind you, they will stumble, they will fall. But in time, they will join you in the sun, Kal. In time, you will help them accomplish wonders." (Jor El, Man of Steel)
MJ-Pat
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Kayin : : Hollywoodstar
26.12.2019 14:50 Uhr
0
Dabei seit: 11.10.15 | Posts: 2.720 | Reviews: 2 | Hüte: 297

@mrbond @sully

Eigentlich habe ich ja schon alles gesagt zu dem, was mich an der Stelle und an eurer Aussage gestört hat. Ich will da auch eigentlich nicht tiefer einsteigen, da ich erkannt habe, dass ihr ja wahrscheinlich recht habt.

Es kam mir eben etwas hochnäsig vor, dass ihr euch aus der Diskussion raushalten wolltet, nur weil andere euch das Erlebnis "SW" madig machen könnte, was in meinen Augen aber nicht möglich ist. Mir kann auch auch niemand den Film "Interstellar" madig machen, wenn er ihn durchanalysiert und eklatante Fehler erkennt und hier postet. Wie ich schon erwähnte, war es für mich nicht ersichtlich, dass man seine Meinung hier postet (Kritik von MrBond) aber anschließend sofort sagt, dass man sich komplett aus den kommenden Diskussionen raus hält.

Gerade die MJ community lebt doch davon, dass es pro und contra gibt. Wenn sich nun alle darauf berufen, keine Diskussion zu führen, gibt es kein Pro und Contra, die Diskussionen blieben aus. Das wäre doch Schade.

Ich gebe ja zu, dass die Diskussionen rund um SW immer etwas hitziger waren, aber den Spaß oder die Magie um SW, können solche Diskussionen nicht zerstören (mMn).

Wie gesagt, für mich gibt es in SW 9 nur einen fatalen Fehler, der mir aber im Bezug auf die OT übel aufstößt. Die restlichen Fehler und Logiklöcher kann man dahingehend verzeihen, da es diese im SW Universum schon immer gab. Aber die Grundintention der OT (und für diesen Aspekt auch die PT) wird mMn mit SW9 mit Füßen getreten. Warum man über diesen Punkt nicht diskutieren kann, war mir eben nicht ersichtlich.

Aber ich habe verstanden, dass ihr da einfach anders seid und ich respektiere das hiermit. Ich wünsche mir trotzdem in Zukunft anregende und informative Diskussionen mit euch. Ich entschuldige mich hiermit bei euch und wünsche noch einen schönen 2. Weihnachtsfeiertag und eine guten Rutsch ins neue Jahr

"I’ll do my best."

"Your best! Losers always whine about their best. Winners go home and fuck the prom queen."

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LastGunman : : Moviejones-Fan
26.12.2019 14:30 Uhr
0
Dabei seit: 05.09.15 | Posts: 352 | Reviews: 1 | Hüte: 4
Genau meine Meinung, Batman76. Man merkt auch,m dass Abrams einen Plan hatte. Und Johnson hatte einfach Spaß dran, den zu durchkreuzen und den Scherbenhaufen zu sehen. Trevorrow hätte den Plan eingehalten, das sieht man, daran, dass er noch als Verantwortlicher für die Story mitgenannt wurde. Und Abrams Plan erkennt man am besten daran, dass Rey als Schrottsammlerin ja die perfekte Wahl für die Suche auf dem kaputten Todesstern war. Das war also schon so gedacht, als sie in Episode 7 die Sternzerstörer durchstreifte und durchkletterte.
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MrBond : : Imperialer Agent
26.12.2019 12:00 Uhr | Editiert am 26.12.2019 - 14:00 Uhr
3
Dabei seit: 03.12.14 | Posts: 3.258 | Reviews: 27 | Hüte: 523

Zunächst einmal möchte ich mich nochmals für die Hüte bedanken. Es freut mich, dass meine Review, sowie meine Ansichten so viel Zuspruch genießen.

Ich möchte auf diesem Wege ebenfalls eine Runde Weihnachtsmützen austeilen - auch für Kayin für sein leidenschaftliches und unermüdliches Engagement für die Diskussion (der ich ja auch nicht grundsätzlich abgeneigt bin).

Wer mich kennt - und ich bin mittlerweile lange genug dabei - der weiß auch, dass ich in den aller seltensten Fällen einer Diskussion aus dem Wege gehe. Ich unterhalte mich sogar sehr gerne über Filmthemen, Dinge die mir aufgefallen sind, Dinge, die anderen aufgefallen sind. Und ich bin auch der Letzte, der sich nicht auch durch andere Meinungen umstimmen lässt. So habe ich schon des öfteren Dinge anders gesehen, nachdem man mir meine kritischen Gedanken plausibel erklärte. Und das beste daran ist, dass auf Moviejones in 99% der Fälle ein freundlicher und respektvoller Umgangston herrscht.

In Sachen Star Wars treffen wir bei mir jedoch auf eine kleine Schwachstelle - und das auch nicht immer, aber oft. Ich muss an dieser Stelle auch zugeben, dass es für mich nur einen Kanon in Sachen Star Wars gibt, und zwar die Original Trilogie. Alles andere bezieht sich zwar auf die OT, aber muss für mich nicht zwingend Bestandteil "meines" Kanons sein. Sobald ich die OT einlege, vergesse ich bewusst alles, was danach in Form von Prequels, Sequels oder Spin-Offs gedreht wurde. Ab da lasse ich nur noch zu, was auch früher meine persönliche Fantasie drum herum gesponnen hatte. Ohne - und das sage ich nachdrücklich - dass ich die anderen Filme schlechter finde. Ich mag sogar die Prequel Trilogie als Gesamtpaket. Ich bin nicht mit allem d`accord, was und wie es inszeniert wurde, und gerade Episode 1 ist wirklich nicht so meins, aber alles in allem ist es, zusammen mit Episode 2 und 3, ein toller Beitrag zum Star Wars Universum und steht nicht ohne Grund in meinem DVD/BD-Regal.

Auch Solo und Rogue One finde ich tolle Filme mit Bezug auf "mein" Kanon. Dennoch stufe ich beide Filme, für mich allein, als eigenständige Filme ein. Ich würde beim Konsum der OT niemals an jene Filme denken - sie gehören einfach nicht dazu. Daher kann ich auch problemlos mit allen Kontinuitätsproblemen leben (ich weiß, das fällt nicht jedem so leicht, wie mir).

Die neue Trilogie (Episode 7-9) läuft exakt nach dem gleichen Schema. Ich finde es schön, dass sie Bezug auf die Original Trilogie nimmt, muss aber keinen zwingenden Link haben. Ich freue mich, dass es im Star Wars Universum spielt, mir gefällt die Geschichte, die erzählt wird, die Personen sind sympathisch und ich kann in das Geschehen eintauchen. Es ist quasi eine Mischung aus Erinnerungen (bekannte Raumschiffe, die Macht, Lichtschwerter, aber auch verschiedene bekannte Namen) und Neuem. Es ist und bleibt (für mich eine wunderbar erzählte Geschichte aus) Star Wars und dennoch blende ich es aus, wenn ich wieder die OT anschaue. Und eben weil ich Star Wars liebe und die Magie bei der Sequel Trilogie auf mich übergesprungen ist, möchte ich von etwaigen Fehlern nichts wissen. Anschlussfehler interessieren mich grundsätzlich nicht (Stichwort: "Mein" Kanon) und logische Fehler will ich nicht sehen, da die ST unter Punkt 2 (meine Aufzählung von gestern) fällt. Ich weiß schon zu viel über die Logikprobleme bei der OT.

Ansonsten bin ich für jede Diskussion zu haben, egal welcher Film und welches Universum.

So long, frohes Fest, erholt euch gut und seht mir meine kleine "Schwäche" bitte nach!

Sehe ich so aus als ob mich das interessiert?!"

MJ-Pat
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Batman76 : : Moviejones-Fan
25.12.2019 20:33 Uhr
2
Dabei seit: 12.12.11 | Posts: 944 | Reviews: 0 | Hüte: 78

@Mr.Bond

Gut geschriebene "Bauchgefühl"-Kritik, dafür einen Hut. Ich habe heute den Film gesehen und bekam genau das Star Wars präsentiert, das ich mag.

Da ich den Vorgängerfilm von Rian Johnson persönlich unter aller Sau fand, hat Episode 9 mich dementsprechend doppelt erfreut. Denn die Macht ist stark in ihm. Wieder!wink

"With great power comes great responsibility!" Ben Parker

"To boldly go, where no one has gone before!"

"Fortschritt, nicht Perfektion!" Robert McCall

MJ-Pat
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ZSSnake : : Expendable
25.12.2019 19:29 Uhr
0
Dabei seit: 17.03.10 | Posts: 8.322 | Reviews: 176 | Hüte: 538

@Paulleger:

Lass uns in 40 Jahren nochmal drüber sprechen wink Denn, Stand heute, ist das für mich ein temporäres Phänomen, so wie Western in den 50ern. Mag sein, dass das MCU oder Comicverfilmungen allgemein uns noch weitere 30 Jahre begleiten und man dann 2050 so ehrfürchtig von Avengers sprechen wird, wie wir es heute von der OT tun, aber ich bezweifle es. Denn für derartige Meilensteine mit bleibendem Stellenwert ist das alles zu beliebig und die heutige Generation auch viel zu schnelllebig.

"You will give the people of Earth an ideal to strive towards. They will race behind you, they will stumble, they will fall. But in time, they will join you in the sun, Kal. In time, you will help them accomplish wonders." (Jor El, Man of Steel)
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PaulLeger : : Moviejones-Fan
25.12.2019 19:23 Uhr
0
Dabei seit: 26.10.19 | Posts: 292 | Reviews: 4 | Hüte: 38

@ ZSSnake

DC und Marvel sind halt so ein Popkultur-Gebashe, aber niemand wird den Filmen jemals einen so großen Stellenwert beimessen wie Star Wars, zumindest nicht ernsthaft.

Abgesehen von der Generation, die mit Star Wars aufgewachsen ist, hat das MCU Star Wars im Hinblick auf den popkulturellen Stellenwert doch längst überholt.

MJ-Pat
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ZSSnake : : Expendable
25.12.2019 16:22 Uhr | Editiert am 25.12.2019 - 16:28 Uhr
0
Dabei seit: 17.03.10 | Posts: 8.322 | Reviews: 176 | Hüte: 538

@kayin:

Nirgends hab ich diese krass defensive Haltung jemals so heftig gesehen wie bei Star Wars. DC und Marvel sind halt so ein Popkultur-Gebashe, aber niemand wird den Filmen jemals einen so großen Stellenwert beimessen wie Star Wars, zumindest nicht ernsthaft.

Bei den anderen Beispielen habe ich zu allen schon wirklich interessante Diskussionen gelesen. Allerdings müssen wir denke ich bei SW auch Meinung und Inhalt trennen. Den Inhalt im Sinne von "Hey, denkst du Rey ist die Tochter von xyz?" kann man bei Interesse locker diskutieren, ob ich den Film mochte oder nicht wohl kaum.

Klar, generell wird das Internet mehr und mehr Sammelort von "Experten", aber bei Star Wars sind alle, mehr als irgendwo sonst, absolute Puristen. Und das ist okay so. Aber die Lager werden NIEMALS auf einen Nenner kommen. Glaub ich nicht. Und bevor man dann zum 7000. Mal mit anderen Worten sagt "Rian Johnson ist ne Pfeife und J.J./Disney haben SW zerstört" kann man es auch gut sein lassen. Denn wer für sich sagt "Ich mochte die ST, wie sie war", wird den Rest uninteressant finden. Sie ist durch, geändert wird da eh nix mehr...

Das "Maximum", was hier zu erreichen ist, ist genervtheit bei Leuten denen es gefällt.

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MJ-Pat
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Kayin : : Hollywoodstar
25.12.2019 14:18 Uhr
1
Dabei seit: 11.10.15 | Posts: 2.720 | Reviews: 2 | Hüte: 297

@zssnake

Wird doch bei Marvel, DC, HdR, Harry Potter, Nolan Filme, Tarantino Filme, Snyder Filme, Serien, wie GoT, Lost, ST etc PP, doch auch gemacht!

Ist es nicht mehr möglich eine Diskussionskultur zu leben? Haben wir den Zenit der Internetforen überschritten und wollen nicht mehr unsere Meinungen austauschen?

Ich verstehe Leute, die die Schnauze von fb, Twitter, Instagram und Co voll haben. Aber hier!?! Sorry, kann und will ich nicht verstehen. Vor allem, wenn man eine Kritik schreibt (also seine Meinung zu dem Film gibt), dann aber sagt, die anderen Meinungen interessieren mich nicht und ich werde sie auch weder lesen noch beantworten. Ja was jetzt? Seine Meinung (die von MrBond und wahrscheinlich auch sully) ist wichtig und alle sollen daran teilhaben aber für die anderen Meinungen sind sie weder offen noch sind sie es wert, gelesen zu werden.

So sehe ich die Sache und so kam es bei mir an.

"I’ll do my best."

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MJ-Pat
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ZSSnake : : Expendable
25.12.2019 13:31 Uhr
0
Dabei seit: 17.03.10 | Posts: 8.322 | Reviews: 176 | Hüte: 538

@Kayin:

Naja, doch. Es geht genau um Star Wars. Über alles andere kann man ja anständig diskutieren. Aber bei Star Wars sehen wir inzwischen seit mindestens Disney und vermutlich sogar seit der PT, dass man es den Fans eh nicht mehr recht machen kann und dass die Diskussionen sich im Kreis drehen und zwar so lange bis jeder sich die Seele aus dem Leib kotzt, ohne dass hinterher irgendwer glücklicher ist.

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MJ-Pat
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Kayin : : Hollywoodstar
25.12.2019 13:04 Uhr | Editiert am 25.12.2019 - 13:27 Uhr
0
Dabei seit: 11.10.15 | Posts: 2.720 | Reviews: 2 | Hüte: 297

Es geht weder um "totdiskutieren" noch um die ST auf Gedeih und Verderb schlecht zu reden. Es geht noch nicht mal um SW. Es geht mir hier um das diskutieren selbst und um die Community. Ich werde es aber noch genauer erläutern. Wenn jetzt jeder unter seinem Kommentar oder Kritik so etwas drunter schreibt (.. Ich lese die negativen Beiträge nicht und ich werde sie auch nicht beantworten, weil Herzenssache etc etc), dann können alle Filmforen zu machen. Stellt euch vor das macht Schule und jeder beharrt auf seine Meinung! Das ist das was mich unheimlich stört. Dann braucht man auch keine Kommentare oder Kritiken zu schreiben, wenn die anderen Meinungen dazu irrelevant sind.

Eigentlich kann man mit dir immer super reden und diskutieren, aber manchmal siehst du Dinge, die gar nicht wirklich da sind.

Das stimmt, mit mir kann man diskutieren. Aber auch nur, wenn man mit mir diskutieren will! wink

Wie gesagt, ich werde das heute oder morgen hier ausformulieren.

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MJ-Pat
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Raven13 : : Desert Ranger
25.12.2019 12:41 Uhr | Editiert am 25.12.2019 - 12:59 Uhr
1
Dabei seit: 13.02.16 | Posts: 2.400 | Reviews: 53 | Hüte: 258

@ MrBond

Danke für diesen Kommentar! Besser hätte ich es nicht erläutern können. Deine beiden unterschiedlichen Arten der Filmwahrnehmungen trifft den Nagel auch bei mir auf den Kopf. Wenn mich ein Film fasziniert und "abholt", dann bin ich geistig so sehr IN der Geschichte drin, dass ich Filmfehler gar nicht wahrnehmen kann. Ich bin wie verzaubert (oder unter Drogen, wenn man so will). laughing

Wenn ein Film mich nicht abholt, aus welchen Gründen auch immer, dann achte ich tatsächlich auch viel mehr auf Fehler und nervige Dinge dumme Handlungen, dumme Dialoge oder Filmfehler / Logikfehler oder auch schlechte Kameraführung.

Hut für deinen wahren Kommentar!

@ Kayin

Mein Lieber, ich verstehe dich manchmal nicht. Eigentlich kann man mit dir immer super reden und diskutieren, aber manchmal siehst du Dinge, die gar nicht wirklich da sind. MrBond`s Kommentar hat in keinster Weise eine herablassende Art an sich und klingt auch nicht mal im Ansatz beleidigend. Ebenso wenig die Kommentare von Sully. MrBond hat nur Fakten dargestellt und äußert seine Traurigkeit darüber, dass andere nicht die Filme auch ohne Analyse und Deportation einfach mal genießen und sich davon verzaubern lassen können, weil es ja im Grunde viel schöner ist, einen Film zu mögen, als ihn nicht zu mögen.

Die Gegenseite ist da manchmal viel krasser drauf. Ich wurde schon im Gamestar-Forum als "Dumm" und "Dämlich" bezeichnet, weil ich Episode 9 toll finde. Sowas muss man sich nicht bieten lassen.

MJ-Pat
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ZSSnake : : Expendable
25.12.2019 12:31 Uhr | Editiert am 25.12.2019 - 12:36 Uhr
2
Dabei seit: 17.03.10 | Posts: 8.322 | Reviews: 176 | Hüte: 538

@Kayin:

Also musst du n Fass aufmachen, weil Sully und Bond einfach keinen Bock drauf haben, Episode 9 kaputtzudiskutieren und einfach glücklich damit sein wollen, dass ihnen der Film gefällt? Sie haben doch keinem vorgeschrieben irgendwas irgendwie zu handhaben, sondern lediglich zum Ausdruck gebracht, dass sie sich an dem Affenzirkus hier nicht beteiligen wollen, der offenbar voller Begeisterung jeden davon überzeugen will, dass Episode 9 im Speziellen und die ST im Allgemeinen ne Beleidigung für die Menschheit sind...

Und ich kann die beiden verstehen. Nach 5 Jahren schier endloser und wenig zielführender Meinungsäußerungen (das sind in meinen Augen nicht wirklich Diskussionen, weil eh keiner bereit ist auch nur einen Milimeter von seinem Standpunkt abzurücken was Star Wars angeht), die nicht nur hier ausgetragen wurden, sondern im gesamten Internet, hab ich auch keine Lust und Laune mehr darauf. Entweder ich mag die Filme, oder eben nicht. Klar, ich kann einzelne Elemente besprechen, aber die Fanbase an sich ist so davon überzeugt, dass jeder einzelne für sich die Antwort besitzt, wie Star Wars zu sein hat, dass man niemals auf einen grünen Zweig kommen wird. Der einzige Effekt dieser endlosen Laberei ist doch der, dass sogar Leute, die die Filme mochten/mögen, von Star Wars inzwischen eher genervt sind. Und wenn "sich da herausziehen" die Lösung ist, dann bin ich dabei.

Und dann verstehe ich auch nicht genau, woher der Unmut der Leute kommt, die untereinander weiter die Filme diskutieren wollen. Macht das doch, ist doch cool und fine, aber lasst doch diejenigen, denen das zu doof, nervig, anstrengend oder müßig ist einfach in Ruhe Spaß dran haben...

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MrBond : : Imperialer Agent
25.12.2019 12:21 Uhr
0
Dabei seit: 03.12.14 | Posts: 3.258 | Reviews: 27 | Hüte: 523

@Kayin

Keine Ahnung, wovon du sprichst. Zuerst willst du unsere Meinungen hören, triggerst uns bis zum geht nicht mehr und wenn wir dann antworten, bist du angepisst. Das ist irgendwie ein typisches Kayin-Verhalten und hat rein gar nichts mit unserem Ansehen bei MJ zu tun. Vielleicht solltest du unsere Posts nochmal mit gemäßigtem Blutdruck lesen und dich nicht immer gleich angegriffen fühlen. Ich meine es auf jeden Fall weder überheblich, noch bösartig.

Sehe ich so aus als ob mich das interessiert?!"

Avatar
Sully : : Elvis Balboa
25.12.2019 12:09 Uhr
0
Dabei seit: 29.08.09 | Posts: 10.544 | Reviews: 30 | Hüte: 538

@Kayin

Ich weiß nicht welche Posts Du gelesen hast...unsere können es nicht gewesen sein.

Es kommt im Leben nicht darauf an wie viel Du austeilst, sondern darauf wie viel Du einstecken kannst und trotzdem weiter machst!

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