Anzeige
Anzeige
Anzeige

The Batman

Kritik Details Trailer Galerie News
I am the shadows

The Batman Kritik

The Batman Kritik
9 Kommentare - 03.04.2022 von Silencio
In dieser Userkritik verrät euch Silencio, wie gut "The Batman" ist.
The Batman

Bewertung: 4.5 / 5

Es ist das zweite Jahr in Batmans Kreuzzug gegen das Verbrechen in Gotham City, als eine schreckliche Mordserie an Politikern und anderen hochrangigen Mitgliedern der Gesellschaft die Stadt in Angst versetzt – und an deren Tatorten der mysteriöse Mörder Riddler an Batman adressierte Grußkarten hinterlässt. Zusammen mit Jim Gordon, einem der wenigen guten Cops im Sündenpfuhl Gotham, versucht Batman den Riddler zur Strecke zu bringen. Ihr Weg führt sie dabei durch Gothams Unterwelt, die mit der Elite der Stadt enger verbunden ist, als beiden lieb ist. Verkompliziert werden die Ermittlungen durch die Diebin Catwoman, mit der Batman eine Art uneasy alliance eingeht, die dabei aber ihre eigenen Ziele verfolgt.

Ganz ehrlich: als ich gelesen habe, dass der neue Batman-Film drei Stunden dauern sollte, da musste ich laut seufzen. Von Regisseur Matt Reeves war ich eh nur semi-überzeugt (die Filmographie reicht von belanglos bis ganz gut – die Schlüssel zum Batman-Franchise hätte ich dem aber nicht gegeben) und bei den sitzfleischzehrenden Laufzeiten, die im Blockbusterkino der letzten Jahre Überhand genommen haben, bei denen aber Geschichte für inhaltsleere Materialschlachten auf der Spur bleiben, rechnete ich mit einer Tortur von Film. Dazu kam die „Neuinterpretation“ des Riddlers, die gar nicht so neu war und spätestens seit „The Dark Knight“ in einschlägigen Internetforen immer wieder von den gleichen unkreativen Fans („Wäre es nicht cool, wenn der Riddler Jigsaw wäre?“) wiedergekäut wurde – ich hatte nach den Trailern schlicht mit einem Edgelordfest gerechnet, das schlichtweg nicht das war, was ich sehen wollte. Und als Protagonist des Universums ist nunmal wichtig, dass hunderte Millionen teure Filme genau auf MICH zugeschnitten sind und auf niemanden sonst. Nachdem ich den kompletten Film gesehen habe, muss ich jedoch zugeben: ich habe mich geirrt...

Trailer zu The Batman

Befassen wir uns zuerst mit dem wichtigsten Punkt: „The Batman“ ist ein Fest für die Augen. Reeves und Kameramann Greg Fraser, der im letzten Jahr schon mit Denis Villeneuve Arrakis zum bildgewaltigen Leben erweckt hat, erzählen die Geschichte mit stilsicherer Hand und erzeugen ein atmosphärisch dichtes wie auch klaustrophobisches Gotham, das irgendwo zwischen 70er-Vigilantenfilm („Ein Mann sieht Rot“ und „Taxi Driver“) und Cyberpunk Megacity angesiedelt ist – tatsächlich sieht Gotham hier mehr nach dem L.A. aus „Blade Runner“ aus als in „Batman Begins“, obwohl letzterer ersteren als expliziten Einfluss nannte. Gerade nach den MCU-Filmen des letzten Jahres ist es angenehm, endlich wieder einen Superheldenblockbuster mit einer visuellen Idenntität zu sehen, mit einem klar definierten Stil, der über Point and Shoot hinausgeht, und in dem jedes Bild mit Fürsorge und einem gewissen Grad an Ästhetisierung gestaltet wurde. „The Batman“ ist ein Film, den man auch ohne Ton genießen kann, in dessen Bilder man wie bei einer guten Graphic Novel versinken möchte.

Glücklicherweise sind die Bilder aber kein Selbstzweck, sondern bilden, da ist der Film ganz dem klassischen Kino verhaftet, streng eine Einheit mit Geschichte, Charakteren und Subtext. Viel wurde im Vorfeld von der Nähe des Films zu David Fincher im Allgemeinen und „Sieben“ und „Zodiac“ im Speziellen geredet. Die Parallelen sind kaum zu übersehen, insbesondere in der Figur des Riddlers, der dem echten Zodiac Killer in Aussehen und Manierismen nachempfunden ist, aber die Einflüsse enden nicht dort: über die den Prolog bestimmende Slasherausrichtung geht es zu Hitchcock, aber auch zu Michael Mann, der mit „Heat“ bereits eine Inspiration für einen anderen Batman-Film lieferte, und dessen „Manhunter“ hier zum Vorbild genommen wird. „Manhunter“ ist ein Film der Perspektiven, dessen entscheidende Wendung darin besteht, sich über deren Inhalte hinweg mit ihrer Entstehung auseinanderzusetzen. Wir erinnern uns: erst als Will Graham erkennt, dass die Super 8-Filme im gleichen Labor entwickelt wurden, kann er die Zahnfee stoppen. In „The Batman“ geschieht etwas ganz ähnliches: die Bilder, die die verschwörerischen Verstrickungen der Stadt zeigen, sind aus der Wohnung des Riddlers heraus aufgenommen worden – nur erkennt Batman dies nicht.

Hierin zeigt sich die Nähe der Charaktere Batman und Riddler, die den gleichen narzisstischen Antrieben folgen. Batman hat sich bereits so sehr mit dem Blick des Riddlers identifiziert, dass er gar nicht mehr in Frage stellt, aus welcher Richtung der Blick kommt. Er muss erst auf ganzer Linie scheitern (Spoiler), um sich von genau diesem Blick zu lösen und eine Art Vogelperspektive („You are not seeing the bigger picture!“ heißt es mehrmals) einnehmen, um sich und seine Rolle in der Stadt über- und neuzudenken. Die Identifikation mit dem Blick des Sadisten ist dabei bereits von Anfang an in den Film eingebrannt, beginnt er doch mit einer voyeuristischen Point of View-Einstellung durch ein High Tech-Fernglas, das sowohl vom Riddler als auch von Batman sein könnte. Insofern kann man den Film auch als subversiv verstehen, indem er unseren Wunsch nach einem Batman, der Vergeltung verschafft, mit der nihilistischen Zerstörungswut des Riddlers gleichsetzt.

Trotz all seiner thematischen Dichte und formalen Ausgeklügeltheit ist „The Batman“ jedoch keine Übung in Didaktik, sondern ein von einem trockenen Humor („Thumb... drive.“) durchzogener Film, der seine vergleichsweise wenigen Actionsequenzen wohldosiert einzusetzen weiß und sie, bis auf das leider etwas zu konventionelle Finale, mit dem gleichen Stilbewusstsein ausstattet, wie den Rest des Films. Besonders hervorzuheben ist eine Szene, in der Batman nur durch Mündungsfeuer beleuchtet wird und so die einzelnen Actionbeats zu Momentaufnahmen werden. Das darf man abwechselnd als Übersetzung von Comic Panels in Bewegtbilder oder als Anspielung auf „Equilibrium“ mit Ex-Batman Christian Bale verstehen.

Die Darsteller sind, bei dem Kaliber aber auch nicht anders zu erwarten, durch die Bank weg gut aufgelegt. Vor allem Pattinson überzeugt als obsessiver und traumatisierter Batman, es ist beeindruckend, wie viel er alleine durch Blicke in einer Halbgesichtsmaske kommunizieren kann. Aber auch der nahezu unerkennbare Colin Farrell ist eine Freude („Why you showin me dis, eh?“), ich bin dann doch froh, dass man nicht einfach Richard Kind gecastet hat. Besonders hervorheben möchte ich übrigens Michael Giacchinos Score, der sich irgendwo zwischen Elfman/Walker und (believe it or not) Miles Davis bewegt. Gerade das Batman-Theme hat sich in meine Gehörgänge eingefräst und will immer und immer wieder gehört werden.

Mit „The Batman“ hat WB neben „Dune“ zum zweiten Mal innerhalb eines halben Jahres einen großen, stilsicheren Blockbuster hingelegt, der an längst vergangene ambitionierte Großproduktionen von Gestern erinnert. Wenn Intellectual Properties schon in Hollywood herrschen müssen, dann bitte so und nicht anders. Abzüge in der B-Note gibt es für kleinere Logiklücken, die den Sehgenuss aber kaum schmälern.

The Batman Bewertung
Bewertung des Films
910

Weitere spannende Kritiken

Iron Man 2 Kritik

Retrospektivbetrachtung eines Filmes, den ich damals wohl nicht nüchtern ertragen konnte.

Poster Bild
Kritik vom 23.05.2022 von MobyDick - 3 Kommentare
Was soll ich sagen? Iron Man 2 ist für mich jahrelang eine Art rotes Tuch gewesen, ein absolter Schrottfilm, der all das verkörpert, was im Blockbusterbusiness falsch läuft. Ich habe den Film einmal gesehen, für scheisse befunden und dann wahrscheinlich nie wieder richtig geschau...
Kritik lesen »

Scott Pilgrim gegen den Rest der Welt Kritik

Scott Pilgrim gegen den Rest der Welt Kritik

Poster Bild
Kritik vom 22.05.2022 von ProfessorX - 1 Kommentar
Der Durchschnittstyp Scott Pilgrim (Michael Cera) ist Bassist der Band Sex Bob-Omb und trifft gerade seine Traumfrau Romona Flowers (Mary Elizabeth Winsted). Dennoch stellt sich ihre Beziehung als heikel heraus, denn Flowers unheilvolle sieben Exfreunde sinnen darauf, aus dem Weg zu räumen. Na...
Kritik lesen »
Mehr Kritiken
Horizont erweitern

Was denkst du?
oder direkt auf MJ registrieren Ich stimme den Anmelderegeln beim Login zu!
9 Kommentare
Avatar
MobyDick : : Moviejones-Fan
07.04.2022 10:08 Uhr
0
Dabei seit: 29.10.13 | Posts: 6.641 | Reviews: 192 | Hüte: 528

Seh ich ähnlich wie Duck, ein bißchen überrascht mich diese wohlwollende Kritik, aber sei es drum, schön dass er dir uneingeschränkt gefallen hat. Es gibt ja auch eine Menge, das einem bei diesem Film gefallen kann und darf, leider hat er mich dann doch nicht so nachhaltig überzeugt gehabt, aber ungelogen: Es freut mich für jeden, dem der Film zusagt :-D

Dünyayi Kurtaran Adam
Avatar
Duck-Anch-Amun : : Moviejones-Fan
06.04.2022 15:18 Uhr
0
Dabei seit: 15.04.13 | Posts: 10.152 | Reviews: 42 | Hüte: 637

Nach PaulLegers Kritik war ich doch überrascht, diese hohe Punktvergabe bei dir zu sehen, da ihr rein vom Gefühl doch oftmals echt beieinander liegt. Aber es war wohl auch bei mir, wenn irgendwie doch alles stimmt und passt, dann kann man über die Probleme leichter hinwegsehen.
Mir geht es ja lustigerweise beim hier angesprochenen Civil War auch so.

Die Arbeit der Russos an sich kann ich nicht bewerten, da ich nicht weiß wofür die Regisseure nun im Endeffekt zuständig sind und was letztendlich insbesonders bei Marvel von oben kommt. In CW war das Einfließen von Spider-Man, Hawkeye oder Ant-Man, was storytechnisch wenig Sinn ergibt, sicherlich nicht auf dem Mist der Russos gewachsen (z.B.).
Aber warum sie so beliebt sind, liegt halt auch an ihren Filmen selbst. Das Jonglieren mit den Figuren funktioniere bei ihnen perfekt, da hatte bisher jeder Charaktere einen Moment zu brillieren. Da sieht man in ihnen die Fans, da sie z.B. Szenerien mit vielen Helden (und ihr Cast wuchs ja von Film zu Film) einfach mit Figuren nachspielten. Auch schafften sie es die uninteressanteste Figur aus The Avengers cool zu machen. Schlussendlich durften sie insbesonders mit ihren 2 ersten Filmen deutlich "realistischere" und "politische" Themen ansprechen, was für Marvel doch schon ein großer Schritt war/ist.

Ich würde aber auch sagen, dass insbesonders Gunn, Waititi und zuletzt Chloé Zhao deutlich mehr Eigenständigkeit und Erkennungsmerkmale in ihre Filme hineinbrachten (und durften?) als die Russos.

MJ-Pat
Avatar
luhp92 : : BOTman Begins
05.04.2022 20:57 Uhr | Editiert am 05.04.2022 - 21:00 Uhr
0
Dabei seit: 16.11.11 | Posts: 15.213 | Reviews: 164 | Hüte: 540

@Silencio
Ich bin da bei dir, die Russos sind jetzt auch nicht meine liebsten MCU-Regisseure, dagegen konnten die von PaulLeger genannten den jeweiligen Filmen schon deutlich einen/ihren individuellen Stempel aufdrücken.

Klassisch Russos sind vielleicht die Szenen mit Captain America, in denen er Popkultur nachholt.

Die Fahrstuhl-Szene wurde ihrerseits dann ja wiederum für "Community" übernommen, auch wenn die Russos dort nicht Regie führten. Capdean America^^

"Dit is einfach kleinlich, weeste? Kleinjeld macht kleinlich, Alter. Dieset Rechnen und Feilschen und Anjebote lesen, Flaschenpfand, weeste? Dit schlägt dir einfach auf de Seele."

Avatar
PaulLeger : : Moviejones-Fan
04.04.2022 21:49 Uhr
0
Dabei seit: 26.10.19 | Posts: 1.387 | Reviews: 10 | Hüte: 163

@ Silencio

Die Stärken der besseren Russo-Filme (also TWS und IW) würde ich aber weniger in der Inszenierung sehen, sondern im Drehbuch.

Wobei ich McFeely/Markus da auch nicht zu viele Meriten anheften würde. Viele Dinge waren in den ursprünglichen Drehbüchern anders angelegt und wurden von den Russos teilweise stark abgeändert, was fast immer zu einem besseren Resultat geführt hat. Sie scheinen also zumindest ein gutes Gespür zu haben was funktioniert. Selbst in Endgame, der immer noch so einige Probleme hat, sind die Szenen im endgültigen Film immer noch klar besser als das, was ursprünglich im Skript stand und teilweise sogar gedreht wurde (die Deleted Scenes sind fast alle eine Verschlechterung, z.B. Vormir oder der Nachgang von Tonys Tod).

Aber klar, dass die Russos inszenatorisch eher für biederes Handwerk stehen, sehe ich auch so.

Gerade bei TWS ist mir eigentlich nur die Fahrstuhl-Szene aufgrund der Inszenierung hängengeblieben (die aber bei Marvel eh die Second Unit übernommen hat), ich seh da wenig Handschrift.

Der Kampf auf dem Highway war auch recht nice, aber natürlich auch wieder Second Unit. Was die Handschrift angeht stechen Whedon, Gunn, Waititi und Coogler (mit Abstrichen) heraus, mal schauen was bei Raimi rauskommt.

Avatar
Silencio : : Moviejones-Fan
04.04.2022 18:40 Uhr
0
Dabei seit: 17.08.17 | Posts: 2.042 | Reviews: 51 | Hüte: 232

luhp:

Ich hab "Community" gesehen, deren Episoden sind auch ganz gut... für 30 minütige Sitcoms. Im Kino erwarte ich da schon mehr, "The Winter Soldier" würde ich aber auch im oberen Drittel der Reihe verorten. Die Stärken der besseren Russo-Filme (also TWS und IW) würde ich aber weniger in der Inszenierung sehen, sondern im Drehbuch. Gerade bei TWS ist mir eigentlich nur die Fahrstuhl-Szene aufgrund der Inszenierung hängengeblieben (die aber bei Marvel eh die Second Unit übernommen hat), ich seh da wenig Handschrift.

Das soll nicht mal als übergreifende Kritik an den Filmen verstanden werden (von denen ich ja zwei mag), sondern soll nur mein Unverständnis über das Abfeiern der Russos als irgendwie federführende Figuren ausdrücken. Da versteh ich es eher bei Whedon, dessen Inszenierung auch nicht sooo dolle war, der aber eine unverkennbare Stimme hat. Die Russos sind halt guns for hire...

"I am not fucking around here, I believe a well-rounded film lover oughta have something to say about Jean-Luc Godard and Jean-Claude Van Damme."

-Vern

MJ-Pat
Avatar
luhp92 : : BOTman Begins
04.04.2022 17:07 Uhr | Editiert am 04.04.2022 - 17:11 Uhr
0
Dabei seit: 16.11.11 | Posts: 15.213 | Reviews: 164 | Hüte: 540

Gilt nicht viel mehr "The Winter Soldier" als die Russo-Referenz? Der erhielt als (erster) MCU-Film ja auch von außerhalb des Fandoms viel Lob und als Politactionthriller taugt der in meinen Augen auch mehr als der verkappte Avengers-Film "Civil War". Wenn man "Community" gesehen hat, kann man aber schon nachvollziehen, warum die Russos von Marvel engagiert wurden, ähnlich gepolt wie Joss Whedon.

@Silencio: Nices Review!

"Dit is einfach kleinlich, weeste? Kleinjeld macht kleinlich, Alter. Dieset Rechnen und Feilschen und Anjebote lesen, Flaschenpfand, weeste? Dit schlägt dir einfach auf de Seele."

Avatar
Silencio : : Moviejones-Fan
04.04.2022 12:58 Uhr
0
Dabei seit: 17.08.17 | Posts: 2.042 | Reviews: 51 | Hüte: 232

MB80:

"Gerade bei der Inszenierung, ich habe mir kürzlich nochmal ein paar Szenen von dem scheinbar hochgelobten Civil War angesehen, und der kackt im Vergleich zu dem hier hart ab. Gerade die Actionszenen sind teilweise auf TV Niveau geschossen, die könnte man spontan in irgendeinen Marvel Film/Serie quetschen. Überhaupt keine Identität, was man vom aktuellen Batman nicht sagen kann

Anfangs ist das ja zumindest noch irgendwie Bourne-lite, aber gerade der Flughafen-Brawl ist ziemlich einfallslos. Versteh das Phänomen Russo-Brüder tatsächlich nicht...

"I am not fucking around here, I believe a well-rounded film lover oughta have something to say about Jean-Luc Godard and Jean-Claude Van Damme."

-Vern

MJ-Pat
Avatar
MB80 : : Cheddar Goblin
04.04.2022 11:10 Uhr
0
Dabei seit: 01.06.18 | Posts: 2.306 | Reviews: 41 | Hüte: 215

Joa, das geht stark in Richtung meiner Gedanken, dass hier die Inszenierung der Schlüssel ist, was den Text und Subtext des Filmes angeht. Nur eben einen Schritt weiter ausformuliert... Bei mir reift der Film im Kopf auch wie guter Wein weiter nach. Hatte übrigens bei der 3 Stunden Ankündigung einen ähnlichen "Ächz...!" Gedanken im Kopf. Letztendlich würde ich hier weitgehend mitgehen, definitiv kein Teil des "DCEU", wenn noch jemand davon redet, aber deutlich besser als quasi alles, was aus der Richtung Marvel/Disney in den letzten Jahren kam (und ich habe bei dieser Marvel/DC Fehde ja echt keine Aktien irgendwo).

Gerade bei der Inszenierung, ich habe mir kürzlich nochmal ein paar Szenen von dem scheinbar hochgelobten Civil War angesehen, und der kackt im Vergleich zu dem hier hart ab. Gerade die Actionszenen sind teilweise auf TV Niveau geschossen, die könnte man spontan in irgendeinen Marvel Film/Serie quetschen. Überhaupt keine Identität, was man vom aktuellen Batman nicht sagen kann.

"Und als Protagonist des Universums ist nunmal wichtig, dass hunderte Millionen teure Filme genau auf MICH zugeschnitten sind und auf niemanden sonst. Nachdem ich den kompletten Film gesehen habe, muss ich jedoch zugeben: ich habe mich geirrt..."

Wäre das nicht toll, wenn alle Fans so ticken würden? ^^

"Mit „The Batman“ hat WB neben „Dune“ zum zweiten Mal innerhalb eines halben Jahres einen großen, stilsicheren Blockbuster hingelegt, der an längst vergangene ambitionierte Großproduktionen von Gestern erinnert. Wenn Intellectual Properties schon in Hollywood herrschen müssen, dann bitte so und nicht anders. Abzüge in der B-Note gibt es für kleinere Logiklücken, die den Sehgenuss aber kaum schmälern."

+1

“...and the stronger the fear of boredom, the louder the music."

Avatar
Silencio : : Moviejones-Fan
03.04.2022 13:37 Uhr
2
Dabei seit: 17.08.17 | Posts: 2.042 | Reviews: 51 | Hüte: 232

Reichlich spät, aber ich hab mich dann nach der Zweitsichtung auch mal zu einer Review hinreissen lassen...

"I am not fucking around here, I believe a well-rounded film lover oughta have something to say about Jean-Luc Godard and Jean-Claude Van Damme."

-Vern

Forum Neues Thema
AnzeigeY