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Star Wars - Der Aufstieg Skywalkers

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Das versöhnliche Finale

Star Wars - Der Aufstieg Skywalkers Kritik

Star Wars - Der Aufstieg Skywalkers Kritik
44 Kommentare - 18.12.2019 von Moviejones
Wir haben uns "Star Wars - Der Aufstieg Skywalkers" für euch angeschaut und verraten euch in unserer Kritik, ob sich dieser Film lohnt.
Star Wars - Der Aufstieg Skywalkers

Bewertung: 3.5 / 5

Mit Star Wars - Der Aufstieg Skywalkers ist Disney ein versöhnliches Finale einer überaus verkorksten Star Wars-Trilogie gelungen. Als bester der drei Episoden kann aber auch dieser Teil nicht den zuvor angerichteten Schaden ungeschehen machen. J.J. Abrams holt raus, was hier noch rauszuholen ist, und es ist ein Wunder, dass er es tatsächlich schafft, den Karren über die Ziellinie zu wuchten. Das Ergebnis ist ein hübsch anzusehender Film, dem aber die nötige Größe und Wucht fehlt, um als Trilogiefinale vollends den Zuschauer zu begeistern.

Star Wars - Der Aufstieg Skywalkers

Der Widerstand hat sich noch immer nicht von den Ereignissen aus Star Wars - Die letzten Jedi erholt und während Leia (Carrie Fisher) versucht, die Dinge am Laufen zu halten, ist Rey (Daisy Ridley) dabei, ihre Ausbildung fortzusetzen, um es eines Tages mit Kylo Ren (Adam Driver) aufzunehmen. Jener treibt sich jüngst marodierend durchs Universum, denn ein altes Übel ist wiederaufgetaucht und zieht Kylo magisch an: Imperator Palpatine ist gar nicht tot und das Universum in so großer Gefahr wie noch nie!

Trailer zu Star Wars - Der Aufstieg Skywalkers

Endlich angekommen im gigantischen Finale! Und die Last, die Star Wars - Der Aufstieg Skywalkers zu schultern hatte, ist nicht gerade klein. Nachdem Disney mit seiner Veröffentlichungspolitik und dem katastrophalen Star Wars - Die letzten Jedi nicht nur die Marke, sondern die gesamte neue Trilogie gegen die Wand gefahren hat, gilt es nun, Schadensbegrenzung zu betreiben. Also holte man J.J. Abrams zurück und involvierte wieder verstärkt George Lucas - und das merkt man dem Abschluss durchaus an. Es fühlt sich vieles wieder mehr wie Star Wars an und es gelingt sogar ein wenig, wenn auch viel zu spät, ein paar eigene Akzente zu setzen.

Doch zuvor muss erst einmal die besagte Schadensbegrenzung erfolgen und die sieht so aus, dass Star Wars - Die letzten Jedi irgendwie passiert ist, aber man am besten nicht darüber spricht. Um eigenen Schwung zu entwickeln und Teil 8 zu beseitigen, vergeht gut eine halbe Stunde. Ein paar dort vorgestellte Figuren tummeln sich noch im Film, aufgebaute Nebengeschichten werden aber komplett eingestampft. Somit knüpft Star Wars - Der Aufstieg Skywalkers viel stärker atmosphärisch an Star Wars - Das Erwachen der Macht an und behält nur notgedrungen ein paar der übergreifenden Handlungspunkte. Viele Ideen sind gut gelungen, fühlen sich aber so an, als würden sie in den zweiten Teil einer Trilogie gehören, die in einem Twist das mit Spannung geladene Finale kaum erwarten lassen.

Leider sind wir aber mit Star Wars - Der Aufstieg Skywalkers schon am Ende angekommen und Spannung hat sich bisher nie breit gemacht, was man hier nun zu spüren bekommt. Die neuen Figuren uninteressant, die Motivation oft nicht nachvollziehbar. Bestes Beispiel Oscar Isaac, dessen Wert für diese Trilogie gegen Null tendiert. Immerhin der Storybogen um Kylo Ren und Rey schließt sich, wobei die meisten Wendungen auf Meilen kommen zu sehen sind und Kitsch großgeschrieben wird. Für das Finale einer Trilogie fehlt der richtige Wow-Moment, jener Moment, wenn alles sich zusammenfügt, man als Zuschauer am Ende dasitzt und spürt, dass eine echte Reise hinter einem liegt. Doch dafür ist das Fundament der Trilogie zu schwach, die einzelnen Filme wahllos kombiniert aus Neuzeit und Fanservice. Den gibt es auch dieses Mal, aber deutlich angenehmer eingebaut.

Von allen drei neuen Teilen steht Star Wars - Der Aufstieg Skywalkers sogar am ehesten auf eigenen Beinen mit seiner Geschichte. Neben dem Urschleim werden auch neue Wege beschritten, auch wenn diese in einer zweistündigen Schnitzeljagd abgelaufen werden. Die Story gibt sich insgesamt dünn, manches fühlt sich haarsträubend an, viele Ereignisse sind dem Umstand geschuldet, irgendwie die Story vorwärtsbringen, Figuren abhaken oder eine Referenz einbauen zu müssen. Alles ist darauf fokussiert, irgendwie den Abschluss zu erreichen, doch wäre alles, was hier drinsteckt, konsequent über drei Episoden konstruiert worden, wir hätten ein denkwürdiges Finale erlebt.

Mit dem Abschluss der Trilogie fällt dann auch endlich das überfällige Fazit. Disney hat die Kurve gekriegt, aber dennoch die mit Abstand schlechteste der drei Star Wars-Trilogien abgeliefert. Letztlich ist der immense Unterschied zwischen der Prequel-Trilogie und dem, was zuletzt präsentiert wurde, dass es George Lucas seinerzeit verstand, all seinen handwerklichen Fehlern zum Trotz das Universum rund um Star Wars größer zu machen. Die neue Trilogie lässt es hingegen schrumpfen, an Bedeutung verlieren. Für viele Zuschauer sicherlich ein versöhnlicher Abschluss, aber gut, dass es vorbei ist. In Zukunft gern mehr Star Wars, aber dann bitte mit einer guten Geschichte und weit weg von Skywalker und seinen Kumpanen.

Star Wars - Der Aufstieg Skywalkers Bewertung
Bewertung des Films
710
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44 Kommentare
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TiiN : : Pirat
19.12.2019 10:25 Uhr
0
Dabei seit: 01.12.13 | Posts: 5.075 | Reviews: 122 | Hüte: 235

Ich habe den Film gestern ebenfalls gesehen und kann die Kritik von Moviejones sehr gut nachvollziehen. Hier hättet ihr wunderbar euer eigenes Feature nutzen können und die Anzahl der Hüte einfach weglassen. laughing So habe ich es letztendlich auch in meiner Kritik gemacht, nachdem ich zwischen zwei Maßstäben schwankte.

Bin ich eigentlich der einzige, dem Rey zunehmend auf den Keks ging? Nicht dass ich hier zur dunklen Seite neige, aber ich habe mir mehrmals im Film gewünscht, dass die Geschichten von Rey und Ben doch genau andersrum ausgehen.

Achso und letztendlich hat man entgegen J.J. Abrams Aussagen doch eine digitale Leia bekommen, wenn auch nur für eine kurze Szene. tongue-out

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MB80 : : Cheddar Goblin
19.12.2019 00:08 Uhr
0
Dabei seit: 01.06.18 | Posts: 1.302 | Reviews: 28 | Hüte: 100

luhp92:

"Das deckt sich doch vollkommen mit dem Wesen und der Selbstwahrnehmung religiöser Institutionen und Orden in der Realität. Ich verstehe also nicht, was du hier meinst."

Mit "decken" meinst du denke ich "kopieren", was aber noch nichts aussagt über die Rolle der Jedi in dieser Welt. Worauf ich aber hinaus will, ist dass diese in der eigenen Logik der Filme nicht mal funktionieren, was wiederum dem Drehbuch geschuldet ist.

"Wie man Anakin als weinerlich empfinden kann, werde ich wohl nie verstehen^^"

"Episode II" nochmal sehen -) Oh, und dann füge ich direkt noch "schlechte Dialoge" und "schlechtes Schauspiel" an...

"Er wird auch nicht übertölpelt, sondern gerät durch Schicksalsschläge sowie durch das Fehlverhalten und Unverständnis des autoritären Jediordens immer stärker in einen Zustand geistiger Labilität und wird infolgedessen immer mehr von den Versprechen der Dunklen Seite der Macht verführt."

Das ist, sorry wenn ich so offen bin, Schönreden der gezeigten Umstände. Ich könnte jetzt nen Roman darüber schreiben, wie hanebüchen das geschrieben ist, dass die Jedi zwar permanent davon reden, dass von Anakin eine Gefahr ausgeht, ihn aber dennoch dabei behalten bzw. nichts machen. Und Anakin, der gerade noch Palpatine verraten hat, läuft einzig und alleine wegen Padme zu ihm über (nicht exakt ein Motiv der dunklen Siete), was scheinbar gut genug ist, dass er danach Kinder ermordet, und... Nee sorry, die Prequels sind ein paar der wirklich wenigen Filme, wo ich mich aufrege, wenn ich daran denke wie die geschrieben sind.

“Ich bin der große Verräter. Es darf keinen größeren geben!“

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DrStrange : : Moviejones-Fan
18.12.2019 22:49 Uhr | Editiert am 18.12.2019 - 22:51 Uhr
0
Dabei seit: 07.05.12 | Posts: 801 | Reviews: 8 | Hüte: 20

@Raven13:

Das mit Feige war eigentlich augenzwinkernd gemeint. Immerhin reden wir hier von zwei Blockbuster Franchises und noch beide von Disney. Natürlich hätte ich nichts dagegen wenn er sich mal an einen "One Shot" im Star Wars Universum versuchen würde. Ansonsten sollte er sich lieber weiter um Marvel kümmern.

Du verwendest sehr oft das Wort "flach". Nun... wir reden hier von Star Wars. Die Reihe ist nicht berühmt geworden, wegen seiner tiefgründigen Inhalte oder Figuren. Das habe ich auch gar nicht gemeint. Und Logikfehler ? Haben Marvel, DC... selbst Star Trek tonnenweise anzubieten. Solange der Misthaufen nicht überquillt... Ei drüber.

Was die OT ausgemacht hat, war die Magie einer zeitlosen und sehr simple gestrickten Story wie aus dem Märchen- bzw. Fantasybuch. Der Bauersjunge zieht los in die große, weite Welt um als Held das Böse zu besiegen. (das mit der Prinzessin hat ja nicht ganz so geklappt wink ) Rechts und links noch ein paar charmante Begleiter dazugepackt und schon hat man einen Klassiker.

Klingt einfach... ist es aber nicht. An dem Reissbrettenwurf haben sich schon Millionen versucht und leider müssen da sehr viele Zahnräder korrekt drehen das es am Ende funktioniert. Man darf da nicht zu verkopft an die Sache rangehen. Ist ja in der Musik ähnlich. Gerade die am einfachsten strukturiertesten Songs sind die Besten, aber erst mal drauf kommen.

Es kommt also nicht darauf an ob Luke oder ob Rey flacher ist, sondern wo die Rädchen richtig drehen das es "klick" macht und man die Besonderheit herauskitzelt. Die unwürdigen Enden von Luke und Han werde ich aber mit Sicherheit nie verzeihen. Ob es nun daran gescheitert ist das man zu sehr versucht hat die Erfolgsformel zu kopieren, oder ob man zu bemüht über das Ziel geschossen ist... FÜR MICH sind Episode 7+8 richtig schlechte Filme.

Schlimm ist eigentlich, das man mit "Rogue One" einen brillanten Film abgeliefert hat, der all die wichtigen Elemente von Star Wars mit Bravour präsentiert hat, es aber in der eigentlich neuen Trilogie so ganz und gar nicht auf die Reihe bekommt. Selbst "Solo" hat mich auf eine sympathische Art um Längen besser unterhalten.

Ich bleibe dabei. Mit komplett neuen Leuten frisch an das Franchise rangehen und bitte kein Abrams oder Johnson mehr, sonst warte ich lieber auf die "Asgardians of the Galaxy".

MJ-Pat
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Raven13 : : Desert Ranger
18.12.2019 21:37 Uhr | Editiert am 18.12.2019 - 21:43 Uhr
1
Dabei seit: 13.02.16 | Posts: 2.059 | Reviews: 45 | Hüte: 215

@ DrStrange

"Vor allem sollte man wieder versuchen Geschichten zu erzählen die anhaltend begeistern, mit ausnahmsweise mal interessanten Figuren."

Also ich und Millionen Menschen da draußen mögen die Geschichte rund um Rey, Finn und Poe. Und ich finde auch, dass Rey ein total interessanter und vielschichtiger Charakter ist. Sie ist sympathisch, willensstark und auch mysteriös. Ich mochte sie auf Anhieb und finde sie sogar besser als seinerzeit Luke, den ich nämlich viel flacher in seiner Geschichte finde als Rey. Lukes Geschichte war damals sehr flach, wurde aber erst mit Episode 8 mal richtig interessant und ist nun viel vielschichtiger und menschlicher. Endlich mal hat man auch mal Lukes Schattenseiten zu sehen bekommen. Seine Handlungen waren durchaus menschlich und logisch und seine Taten haben ihn innerlich zerrissen.

"Ansonsten muss wirklich noch Kevin "The Man" Feige das Franchise retten..."

Ich bin ja ein Riesenfan von Kevin Feige und dem, was er mit dem MCU geschaffen hat, aber zu glauben, die Filme des MCU seien BESSER vom Inhalt und hätten interessantere Charaktere als die von den Episoden 7-9, halte ich für eine sehr gewagte Aussage, gerade auch nach "Endgame", der weit hinter seinen Möglichkeiten zurückblieb.

Beide Franchises liefern Filme nach typischer Blockbuster-Manier ab. Die Episoden 7-9 stehen den Filmen des MCU insoweit in nichts nach. Ich sehe da momenten nichts, was "gerettet" werden muss. Mir und Millionen von Leuten haben die Episoden 7 und 8 sehr gut gefallen und so wird es auch mit Episode 9 sein. Und es wird auch wieder einige geben, die das anders sehen. So war es auch schon mit der PT und sicherlich auch schon damals mit der OT, vor allem mit Episode 6, wie ich immer wieder so höre.

Ich freue mich megamäßig auf Freitag Abend, denn alles, was ich bisher (spoilerfrei) über Episode 9 gelesen habe, gefällt mir! Der Teil scheint genau das zu bieten, was ich haben will: Fanservice, unglaublich tolle Szenen und rührende Momente. Was haben nur alle plötzlich mit der flachen Story und den Logikproblemen? Die OT und die PT strotzen nur so vor Logikproblemen und bieten auch nur flache Storys. Da steht die neue ST den alten Episoden in nichts nach.

Meiner Meinung nach ist die Erwartungshaltung der Leute heutzutage an ein solches Franchise die völlig falsche.

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DrStrange : : Moviejones-Fan
18.12.2019 21:18 Uhr
0
Dabei seit: 07.05.12 | Posts: 801 | Reviews: 8 | Hüte: 20

War nach Episode XII und XIII eigentlich zu erwarten das man hier keinen Meilenstein mehr bekommt, nachdem man den Wagen an die Wand gefahren hat.

Ich hoffe das man sich nun gebührend Zeit nimmt und überdenkt, wie man die Marke "Star Wars" wieder auf Kurs bekommt. Vor allem sollte man wieder versuchen Geschichten zu erzählen die anhaltend begeistern, mit ausnahmsweise mal interessanten Figuren.

Ansonsten muss wirklich noch Kevin "The Man" Feige das Franchise retten...

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jerichocane : : Advocatus Diaboli
18.12.2019 20:38 Uhr
0
Dabei seit: 08.08.09 | Posts: 6.030 | Reviews: 28 | Hüte: 259

Also für mich mit ein paar kleinen Abstriche ein klasse Ende für die Trilogie.

Nach diesem Film bleibt bei mir der Gedanke was wäre dies für eine geile Trilogie geworden wenn JJ alle drei Filme gemacht hätte. Vorallem Kylo gefällt mir in Episode 9 sehr gut.

Mir wäre ein Schritt mehr zwar lieber gewesen und ich dachte während das Films sie tun es Rey wird zum Sith und Kylo kommt zurück auf die helle Seite , aber naja so ganz wollten sie es dann doch nicht. Aber der Film war toll und vlt. schaue ich ihn mir noch mal an :-)

MJ-Pat
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luhp92 : : BOTman Begins
18.12.2019 18:52 Uhr
1
Dabei seit: 16.11.11 | Posts: 12.241 | Reviews: 180 | Hüte: 415

@MB80
"die gesellschaftlichen Implikationen der Jedi zu etablieren (ein scheinbar unheimlicher Kult, der Kinder von den Eltern isoliert und aus nicht erklärenen Gründen ein Sex- und Ehefreies Leben propagiert), diese in sich widersprüchlich zu zeichnen ("Wir sind Hüter des Friedens, keine Krieger" > Kommandomission zum Insektenplaneten, dann alle Generäle)"

Das deckt sich doch vollkommen mit dem Wesen und der Selbstwahrnehmung religiöser Institutionen und Orden in der Realität. Ich verstehe also nicht, was du hier meinst.

"indem er erst als weinerliche Bratze geschrieben wird, und dann noch nicht mal von der Macht verführt wird, sondern übertölpelt wird"

Wie man Anakin als weinerlich empfinden kann, werde ich wohl nie verstehen^^ Für mich ist das normales menschliches Verhalten, welches seinen charakterlichen Eigenheiten und den inhaltlichen Umständen entspricht. Er wird auch nicht übertölpelt, sondern gerät durch Schicksalsschläge sowie durch das Fehlverhalten und Unverständnis des autoritären Jediordens immer stärker in einen Zustand geistiger Labilität und wird infolgedessen immer mehr von den Versprechen der Dunklen Seite der Macht verführt. Der einzige Jedi, der das eventuell hätte verhindern können, wäre Qui-Gon Jinn gewesen.

- "Sie sind ein Erpresser und ein Bandit, Mr. Shatterhand."
- "Willkommen in Amerika!"

MJ-Pat
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FlyingKerbecs : : One Punch Man
18.12.2019 18:50 Uhr
0
Dabei seit: 24.11.15 | Posts: 2.838 | Reviews: 23 | Hüte: 134

Frisch aus dem Kino und bisher konnte ich meine Gedanken noch nicht richtig orden, bis ich die Kritik von MJ gelesen habe. Diese spiegelt nämlich genau meine Meinung wieder, daher spare ich mir auch einen ausführlichen Kommentar unterm Film und werde nur auf ein paar einzelne Momente eingehen (oder vielleicht auch mehr, mal sehen, wie viel mir einfällt).

Also hier erstmal nen Haken dran.wink

Film der Woche: Weathering with you (evtl. schaff ich es ins Kino am Sonntag)

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Mogwai : : Moviejones-Fan
18.12.2019 16:59 Uhr
0
Dabei seit: 24.01.17 | Posts: 99 | Reviews: 4 | Hüte: 10

Mit 3.5 Hüten noch recht wohlwollend bewertet, obwohl ich die Kritik teile. Ich fand ihn besser, als Johnsons Vorgänger, war aber deutlich enttäuschter nach der Vorstellung, da er als Abschluss mich nicht zufrieden gestellt hat. Man hat einfach nichts aus den vergangenen Fehlern gelernt, sondern blieb beim alten Rezept. So wirkte er auf mich wie ein überlanger Werbefilm für Fanartikel und evtl kommende Serien, weil Figuren eingeführt wurden, deren Hintergründe nur angedeutet und dann fallen gelassen wurden. Nach dem sehr enttäuschenden Solo nun auch das enttäuschtende Ende der Saga. Zumindest taugt The Mandalorian etwas und beweist, dass das TV Format für solche Geschichten doch besser geeignet ist.

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MB80 : : Cheddar Goblin
18.12.2019 16:31 Uhr
0
Dabei seit: 01.06.18 | Posts: 1.302 | Reviews: 28 | Hüte: 100

MobyDick:

"Ich werde dieses Bild von jetzt ab im Kopf haben und wahrscheinlich den Film nun tatsächlich gut finden?"

Wenns hilft wink

Hier ist noch eine Weisheit, die ich im Internet aufgeschnappt habe, und mit der man (oder ich) gut fahren kann:

"Star Wars is, essentially, camp. To love it, you have to start there."

Ich denke, George Lucas würde zustimmen... Deshalb ist so ein bissl cheese auch ok.

“Ich bin der große Verräter. Es darf keinen größeren geben!“

Avatar
MobyDick : : Moviejones-Fan
18.12.2019 16:12 Uhr
0
Dabei seit: 29.10.13 | Posts: 5.027 | Reviews: 90 | Hüte: 344

MB80

Also auf eine cheesige Art und Weise verstehe ich dich ja, und alleine einem alten sexgeilen Imperator zuzusehen, hat schon was. Ich werde dieses Bild von jetzt ab im Kopf haben und wahrscheinlich den Film nun tatsächlich gut finden?

Bisher wäre ich bei 3-5 Punkten gewesen...

Dünyayi Kurtaran Adam
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Filmenthusiast : : Moviejones-Fan
18.12.2019 16:09 Uhr
0
Dabei seit: 30.05.18 | Posts: 11 | Reviews: 0 | Hüte: 0

Schuld hat George Lucas, da er sein Baby verkauft hat, aber doch Chris Terio und JJ Abrams haben das im Auftrag der Disney Company verbockt laughing ist nun mal so. Wobei verbockt etwas harsch ist, viel mehr die hohen Erwartungen nicht erfüllt. Und ich persönlich mochte sogar Rian Johnsons Episode VIII Die letzten Jedi. Nur Erwachen der Macht also Episode VII war mir zu hektisch, zuviel Star Trek Reboot im Star Wars Reboot!

Avatar
MB80 : : Cheddar Goblin
18.12.2019 15:52 Uhr
0
Dabei seit: 01.06.18 | Posts: 1.302 | Reviews: 28 | Hüte: 100

MobyDick:

Also, ein weiser Mensch sagte einmal, dass "RotJ" "halb beschissen, und halb brilliant" ist, und etwa da pendele ich mich am Ende auch ein. Der erste Akt ist ziemlich schrecklich, ca. 40 Minuten dabei zuzusehen, wie die Rebellion zwei ihrer wichtigsten Köpfe bei einem schlecht geplanten Scharmützel um einen (noch nicht) General riskiert, während man das mit einer Staffel X-Wings und einem Erpresserbrief... you get my point! tongue-out (Ich muss übrigens immer schmunzeln, wenn ich als Kritik an "LJ" lesen muss, man könnte ja jetzt an nix anknüpfen, und an den ersten Akt zu "RotJ" denken muss).

Danach dünne Handlung, Charaktere die wie du sagtest nix zu tun haben, und da wo eigentlich Spannungsaufbau und Konflikt sein sollte platzen dann die Ewoks rein. Aber zum Ende, mit der moralischen Prüfung von Luke und dem Finale, bügelt der Film einiges wieder aus.

Kleiner Bonus von mir: Ich habe eine Schwäche für over-acting villains, und der Imperator am Ende trifft genau die richtigen Noten. Ihm zuzusehen, wie er beim EVIL sein sexuell erregt wird, macht mich glücklich.

Also, 7.5/10 von meiner Seite.

“Ich bin der große Verräter. Es darf keinen größeren geben!“

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ChrisGenieNolan : : DetectiveComics
18.12.2019 15:33 Uhr
0
Dabei seit: 19.08.12 | Posts: 14.445 | Reviews: 4 | Hüte: 299

Ich glaube es geht auch nicht darum, Terrio als überbewertet darzustellen. Sondern jmd die Schuld schieben, was er nicht dafür kann smile

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Filmenthusiast : : Moviejones-Fan
18.12.2019 15:31 Uhr
0
Dabei seit: 30.05.18 | Posts: 11 | Reviews: 0 | Hüte: 0

Da hast Du allerdings Recht, das Joss Whedon dann noch mal seinen Avengers Stempel auf JL aufgedrückt hat, allerdings halte ich Terio für viel zu überbewertet!

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