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Ready Player One

Kritik Details Trailer Galerie News
Spielberg hat`s noch drauf

Ready Player One Kritik

Ready Player One Kritik
9 Kommentare - 13.04.2018 von MrBond
In dieser Userkritik verrät euch MrBond, wie gut "Ready Player One" ist.
Ready Player One

Bewertung: 4.5 / 5

Bevor man beginnt, einen Film zu bewerten, dem eine Romanvorlage zugrunde liegt, muss man sich wohl zuerst ein paar Fragen selbst beantworten:

  1. Ist es überhaupt möglich, einen komplexen Roman 1-zu-1 zu verfilmen?
  2. Wie soll ein Film die Überbrückung größerer Zeiträume im Buch abhandeln?
  3. Kann ich einen Film vernünftig bewerten, der sich offenbar nicht 100%ig an die Vorlage hält?

Dass sich Ready Player One von Steven Spielberg nicht zu 100% an die Vorlage hält, war mir bereits nach Sichten des ersten Trailers klar. Grundsätzlich konnte ich es mir auch damals schon nicht vorstellen, als ich das Hörbuch zum ersten Mal durchhatte.

Ich bin ein großer Fan des Buchs – habe es direkt ein zweites Mal angehört, nachdem ich durch war. Meine Rezension des (Hör-)Buchs findet man im Hörbuch-Thread. Als ich die ersten Kommentare und die Überschrift der Moviejones-Kritik gelesen hatte wurde mir eins sofort klar: Das ist ein Film, bei dem ich mein Wissen über das Buch komplett ausblenden muss, um eine halbwegs faire Bewertung des Films zu ermöglichen.

Ich saß also im Kino und versuchte mir einen Film anzuschauen, dessen Handlung ich zum aller ersten Mal zu Gesicht bekomme. Das Gehirn arbeitet ständig und so sprangen mir immer wieder Gedanken in den Kopf, die mir sagten: "Moment, das war im Buch aber anders!"… trotzdem gelang es mir, diese Gedanken stets wieder loszuwerden und mich voll und ganz auf den Film zu konzentrieren.

Dennoch möchte ich zu Beginn meiner Review noch kurz am Buch festhalten. Grundsätzlich finde ich die Umsetzung hervorragend gelungen. Klar, es gibt teils extreme Abweichungen vom Buch, die Adaption – das Umbauen zu einem funktionierenden Film – hat aber bestens geklappt. Viel besser bekommt man das Buch wahrscheinlich nicht in einem knapp 2,5-stündigen Film abgearbeitet.

Es kam mir vor, als hätten die beiden Drehbuchautoren Zak Penn und Ernest Cline himself das Buch Kapitel für Kapitel, Satz für Satz und Wort für Wort auseinandergenommen, komplexe Handlungsstränge entschlackt, entfernt oder gegen andere ausgetauscht (ja sogar Logiklücken des Buchs beseitigt) und erfolgreich wieder zusammengebaut. Es ist ein Drehbuch entstanden, auf dessen Grundlage ein spannender Abenteuerfilm produziert wurde, der stets das richtige Tempo vorlegt, perfekte emotionale Bindung zu den Protagonisten erzeugt, den Groll gegen die Antagonisten wunderbar anheizt und mit Charme, Witz (der aber nie ins Alberne abdriftet) und viel Herz den perfekten Spannungsbogen um die Geschichte zieht. Meine Worte, als ich das Kino verließ: "Spielberg hat`s noch drauf". Der Film funktioniert als eigenständiges Werk und versteht es, den Duft des Buches zu atmen und dennoch eine neue Geschichte zu erzählen.

Die Effekte sind natürlich überwältigend und – sagen wir mal – "schlecht genug" um zu verdeutlichen, dass wir uns in einer virtuellen Welt bewegen. Die Anspielungen an die Popkultur der 80er/90er lässt natürlich dem Kind der 80er das Herz höherschlagen. Letztlich versteht man den Film aber auch, wenn man sich nicht so gut in dieser Zeit auskennt – auch ich kannte diverse Anspielungen nicht. Da es jedoch ausreicht zu akzeptieren, dass es sich hierbei um Fantasy-Kreationen in diesem "Second Life" namens OASIS handelt, lässt sich das problemlos verschmerzen. Es werden einfach die verschiedensten Zielgruppen angesprochen: Der Nerd, der Abenteurer, der Fantasy- und Science-Fiction Fan, der Nostalgiker. Bei mir persönlich wurden alle dieser Reizsensoren angesprochen. Der Film Ready Player One ist für mich zusammengefasst eine Science-Fantasy-Variante der Goonies.

Die ohnehin schon spannende und fantastische Geschichte wird dabei durch einen tollen Score von Alan Silvestri untermalt, der nicht nur aus Anspielungen an die bekannten 80er Filme besteht. Silvestris Handschrift ist durchgängig erkennbar und man merkt, dass er ein Kind der alten Schule ist. Die Musik düdelt nicht einfach nur so im Hintergrund, sondern weiß durch Tempi, Dynamik und Stil (fröhliche Flöten, traurige Streicher, spannende Marschrhythmen, etc.) sämtliche Gefühle zu untermalen und Szenen unterstützend zu begleiten. Ich fühle mit den Helden, bin euphorisch, angespannt, amüsiert - und letztlich gehe ich aus einem absoluten "Wohlfühlfilm" nach Hause.

Zwei Punkte möchte ich ansprechen, die mich gestört haben: Zum einen werde ich wohl in diesem Leben kein Freund mehr dieser unausgereiften 3D-Technologie werden. Das Ghosting war absolut furchtbar, das Bild dunkel und die Bewegungen - gerade im Vordergrund - einfach nur "störend scharf". Diesen Makel kann ich jedoch nicht dem Film als Manko vorwerfen. Das ist wahrscheinlich ausschließlich der Inkompatibilität meiner Augen zuzschreiben. Aller Kritik zum Trotz, fand ich die 3D-Effekte zuminidest nicht zu aufdringlich.

Das andere ist tatsächlich eine abwertende Kritik, die ich aus spoilergründen entsprechend markiere. Auch "Nichtkenner" des Buchs - zumindest jene, die das Buch noch lesen möchten - sollten hier nicht weiter lesen: Das Extraleben, das Wade von Og bekommt verzerrt das Spiel. Es ist zu einfach und im Grund kann man behaupten, dass Og Wade dabei hilft, zu cheaten, da es klar war, dass Wade die Wette gewinnen würde. Im Buch musste sich Wade dieses Extraleben hart erarbeiten, in dem er ein "perfektes Pac Man Spiel" spielt (einmal komplett durch). Die Münze ist letztlich nicht mehr, als ein weiteres hart erarbeitetes Artefakt, das erst mal nichts mit der Jagd nach dem Easteregg zu tun hatte. Auch als Buch-Nichtkenner finde ich diese Umsetzung im Film etwas störend.

Dies ist Kritik auf hohem Niveau. Grundsätzlich ist und bleibt dieser Film ein riesiges Abenteuer, das mir wahnsinnig viel Spaß gemacht hat. Es ist ein eigenständiger Film und ich weigere mich einen direkten Vergleich mit dem Buch herzustellen. Man machte die, für mich, beste Adaption, die man, bei der Vorlage, mit einem 2,5h-Film machen kann. Einfach toll.

Ready Player One Bewertung
Bewertung des Films
910
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9 Kommentare
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T4URUS : : Moviejones-Fan
21.04.2018 02:39 Uhr
0
Dabei seit: 28.12.17 | Posts: 154 | Reviews: 2 | Hüte: 5

Das passt... ;)

Hab ihn heute zum 2. Mal gesehen... smile

James Halliday: "Hello, if you’re watching this, I’m dead."

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MrBond : : Moviejones-Fan
16.04.2018 21:28 Uhr
0
Dabei seit: 03.12.14 | Posts: 2.519 | Reviews: 15 | Hüte: 335

@T4URUS

"Ich denke es war einfach ein allgemeines Easter Egg, das Halliday versteckt hat."

Genau so meinte ich das. Ich gehe eben auch davon aus, dass es im Buch reiner Zufall war, dass Parzival an das Extraleben kam. Es war nicht Teil der Jagd nach dem Easteregg und hätte von jedem erspielt werden können. So, wie alle anderen Artefakte als Belohnung für verschiedene Aufgaben in den Weiten der OASIS zu kriegen waren - wie z.B. besondere Waffen, Raumschiffe, oder auch der Cataclyst.

Zurück zum Film: Da bin ich bei Dir. Og wird durch die häufigen Besuche Parzivals einfach Sympathie zu ihm und seiner Akribie entwickelt haben. Als Begründung für seine "Zuneigung" und die damit einhergehende "Unterstützung mit dem Extraleben" reicht mir da im Prinzip.

Trotzdem wäre mir ein zufälligerer Verdienst des Extralebens, wie eben auch im Buch, lieber gewesen wink

Sehe ich so aus als ob mich das interessiert?!"

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T4URUS : : Moviejones-Fan
16.04.2018 21:00 Uhr
0
Dabei seit: 28.12.17 | Posts: 154 | Reviews: 2 | Hüte: 5

@MrBond

Danke für die Zustimmung,is wirklich schwer sich für die Münze was anderes einfallen zu lassen. Meinst du wirklich das Halliday das so von Anfang an geplant hat? Das wäre im Buch schon ne heftige Sache gewesen. Ich denke es war einfach ein allgemeines Easter Egg, das Halliday versteckt hat. Ich sehe das so, er war ein Fan der alten Spiele Automaten, der für 25c ein Spiel starten oder ein Extraleben kaufen konnte. Ausserdem konnte man sich für 25c in der OASIS anmelden. Ich denke eher das er dieses Easter Egg deswegen versteckt hat weil er an seine alte Zeit erinnert wurde oder daran gedacht hat.

Und ich denke auch nicht das Og das mit der Münze absichtlich gemacht hat. Gut, ich denke auch nicht das er beim verlieren einer Wette mit einem 6er so eine Münze verschenkt hätte. Aber ihm die Münze absichtlich zu schenken, so eine Vorraussicht trau ich ihm dann doch nicht zu. Man kann so einen Endkampf schon voraussehen, aber bei einer so grossen Schlacht (diese mit der ganzen OASIS voraus zu sehen is schon heftig) Da kommt mir das eher so vor wie ihm Buch. Er is ne Wette eben eingegangen weil Parzival alles gesetzt hat was er hat, was einem Extraleben gleich kommt. Gut, um noch ne 2. Chance beim Endspiel zu haben ok...aber ich denke Og wusste wie Parzival denkt und erkennt das er seinem guten Freund ähnlich ist. Er hat sofort erkannt wie das Rätsel zu lösen ist.

Ja...das mit der Villa und den verschiedenen Herkunftsorten hat irgendwie schon gefehlt...das ganze ein wenig internationaler aufziehen...

James Halliday: "Hello, if you’re watching this, I’m dead."

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MrBond : : Moviejones-Fan
16.04.2018 09:52 Uhr | Editiert am 16.04.2018 - 09:56 Uhr
0
Dabei seit: 03.12.14 | Posts: 2.519 | Reviews: 15 | Hüte: 335

@All

Danke für die fürsprechenden Worte!

@Sully

Ich bin echt gespannt, wie Du den Film findest und freue mich schon, mich mit Dir darüber auszutauschen.

@Raven13

"Es ist auf jeden Fall toll, dass du den Film so klasse findest, obwohl du die Vorlage kennst."

Es ist schon so. Beim direkten Vergleich mit dem Buch, würde der Film natürlich verlieren. Das ist aber in den meisten Fällen so. "Ein" Film kann selten ein Buch widergeben, ohne verschiedene Handlungsstränge zu ändern, oder gar wegzulassen. Die detailgetreueste Verfilmung, die ich in Erinnerung habe, ist Watchmen. Und das war nicht mal ein Roman, sondern ein Comic, bzw. Graphic Novel.

Hätte man Ready Player One 1:1 verfilmen wollen, hätte man entweder einen mehrteiligen Kinofilm (Trilogie oder mehr) anstreben müssen, oder sogar eine Serie, was ich mir seither sehr gewünscht hätte, da Serien heutzutage bekanntlich mit dem notwenigen Aufwand und Budget produziert werden - das wäre ein Fest. Aber auch hier würde man natürlich diverse Handlungen abkürzen. Etwas, was im Buch spannend ist, muss im bewegten Bild nicht zwangsläufig spannend sein.

"Mir ging es auch so, dass ich sehr viele Anspielungen nicht als solche erkannt habe"

Das ist einer der großen Pluspunkte des Buchs. Hier hat man deutlich mehr Zeit und es wird vieles eingehend erklärt. Gerade mit der japanischen Popkultur bin ich eher wenig vertraut. Aber wie will man das im Film erklären, ohne den Faden komplett zu verlieren?

Alles in allem kann ich sagen, dass ich das Buch liebe! Der Film funktioniert für mich aber ebenso, wenn auch auf einer anderen Ebene. Während ich im Buch eine realistische, dystopische Zukunft sehe, geht der Film eher die Fantasy-Schiene. Es ist ein tolles Abenteuer in einer Zukunft, die nur halb so düster ist, wie jene im Buch. Der Film macht einfach auf seine Art alles richtig und weiß mich in seinen Bann zu ziehen.

@T4URUS

An dieser Stelle gebe ich einfach mal eine fette Spoilerwarnung raus, damit wir vernüftig reden können.

"Ich fand das mit der Münze eigentlich echt gut gelöst, im Gegensatz ihm zuzusehen wie er 6 Stunden lang Pacman spielt wäre nicht so interessant gewesen"

Bin da absolut bei Dir, dass das Extraleben im Buch nicht 1:1 in den Film übetragen werden konnte und momentan weiß ich auch nicht, wie man es hätte besser machen können. Einzig die Tatsache, dass ich die Filmvariante als nicht so gelungen "empfinde", kann ich so einfach nicht verdrängen.

Im Buch kommt Parzival Im Zuge seiner Recherchen auf eine falsche Fährte. Man denkt ja erst mal, das ist richtig. Nachdem er die Münze erspielt hat, ist aber klar, dass sie zwar irgendeine Art "Artefakt" ist, aber zur Schatzsuche hat sie erst mal nichts beigetragen. Auf diese falsche Fährt hätte jeder kommen können und stellen wir uns mal vor, es hätte noch der ein, oder andere geschafft, die Münze ebenfalls zu erspielen (ob es die Münze nur einmal gibt, wird ja nicht wirklich erzählt), vielleicht sogar ein 6er... vielleicht sogar vor Parzival? Man bekommt einfach das Gefühl, das Extraleben war nicht wirklich Teil Hallidays Plan und die ganze Jagd hätte auch anders enden können, wäre Parzival nicht als Erster auf die "falsche Fährte" gekommen.

Im Film lässt sich jedoch Ogden (Og) Morrow gezielt auf die Wette Parzivals ein. Dass Og der Kurator ist, fand ich übrigens gut gelöst, da man sich damit die ganze Erklärerei mit den "unsichbaren Observierungen" ersparte - auch wenn das evtl. etwas langweilig für ihn gewesen sein muss, ständig auf Abruf an Ort und Stelle auf Parzival zu warten. Es war dann jedoch klar, dass Parzival die Wette gegen Og gewinnen würde und es war Ogs Wille, dass Parzival das Extraleben bekommt. Ich gehe mal schwer davon aus, dass er die Wette nicht mit einem IOI-Schergen eingegangen wäre. Und wenn doch, hätte er diesem nicht das Extraleben ausgehändigt. Bleibt also die einzige Schlussfolgerung, dass er Parzival gezielt half, zu mogeln. Klar, im Buch half er Parzival und co. ebenfalls, indem er sie in seine Hightech-Villa einlud, von wo sie die Jagd fortsetzen konnten, mehr intervenierte er jedoch nicht.

Sehe ich so aus als ob mich das interessiert?!"

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Sully : : Elvis Balboa
14.04.2018 11:40 Uhr
0
Dabei seit: 29.08.09 | Posts: 9.772 | Reviews: 30 | Hüte: 366

@MrBond

Auch wenn, wie ich in den Kommentaren lese, keine Spoiler drin sind, werde ich Deine Kritik erst nach Filmsichtung konsumieren. Aber dann gibts ne Reaktion...versprochen!

Es kommt im Leben nicht darauf an wie viel Du austeilst, sondern darauf wie viel Du einstecken kannst und trotzdem weiter machst!

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T4URUS : : Moviejones-Fan
14.04.2018 09:46 Uhr
0
Dabei seit: 28.12.17 | Posts: 154 | Reviews: 2 | Hüte: 5

Eine gut geschriebene Kritik ohne viele Spoiler.

Bei dem Drehbuch bin ich auch deiner Meinung, die haben das Buch Stück für Stück auseinander gebaut und die Essenz des Film herausgenommen. In einem 2 Stunden Film kann man nicht das reinpacken was im Buch alles passiert. Sonst müsste man das schon in 3 Level (Filme) aufteilen. ;)

Ich fand das mit der Münze eigentlich echt gut gelöst, im Gegensatz ihm zuzusehen wie er 6 Stunden lang Pacman spielt wäre nicht so interessant gewesen. Vor allem ohne die Vorgeschichte wie er dieses versteckte Easter Egg überhaupt findet. Ich meine das mit der Pizzabude und dem Quarter auf dem Automaten. Hätte man viel zu sehr auf andere Dinge des Buches eingehen müssen um es zu verstehen. Man hätte auch das mit Hallidays Heimatstadt erklären müssen usw. Von daher gesehen, denke ich eine gut Lösung. Parzival hat alles gesetzt was er hatte, Og hat im Film das ganze überprüft, er hat gewonnen und seinen Einsatz (alles was er gesetzt hat) wiederbekommen.

James Halliday: "Hello, if you’re watching this, I’m dead."

MJ-Pat
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Raven13 : : Desert Ranger
13.04.2018 23:07 Uhr | Editiert am 13.04.2018 - 23:08 Uhr
0
Dabei seit: 13.02.16 | Posts: 418 | Reviews: 13 | Hüte: 43

Eine wirklich schön geschriebene Review, MrBond. Und Respekt auch dafür, dass du es geschafft hast, dein Wissen um die Romanvorlage zu ignorieren, während du den Film geschaut hast. Das habe ich mir bei Game of Thrones auch 5 Staffeln lang vorgenommen, aber die Bücher kamen immer wieder ins Gedächtnis. Dadurch habe ich zwangsläufig immer wieder die Serie mit dem Buch verglichen, was immer wieder dazu geführt hat, dass ich mich über die Umsetzung geärgert habe. Zu guter Letzt habe ich mich doch noch damit abgefunden und bin nun, trotz der Abweichungen, begeistert von der Serienadaption, doch ich schweife ab...

Es ist auf jeden Fall toll, dass du den Film so klasse findest, obwohl du die Vorlage kennst. Das zeigt ein weiteres Mal, dass der Film auf seine ganz eigene Weise wirklich fast alles richtig gemacht hat. Mir ging es auch so, dass ich sehr viele Anspielungen nicht als solche erkannt habe. Einerseits, weil der Film einfach wahnsinnig vollgestopft ist und man beim ersten Mal kaum alles mitbekommen kann und andererseits, weil ich vieles einfach gar nicht kenne. Aber nichtsdestotrotz habe ich den Film im Kino unendlich genossen. Für mich ein wahres Freudenfest.

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MrBond : : Moviejones-Fan
13.04.2018 21:27 Uhr
0
Dabei seit: 03.12.14 | Posts: 2.519 | Reviews: 15 | Hüte: 335

@ZSSnake

Danke für Dein Lob. Freut mich, dass Du ebenfalls den Goonies-Link im Kopf hattest. Das war bei der Lektüre des Buches noch anders. Dort hatte ich tatsächlich andere Parallelen hergestellt.

Ich habe mich auch tatsächlich echt gefreut, dass eben gerade Spielberg diesen Film liefert. Zeigt er doch, dass er eben dieser Geschichtenerzähler ist, den wir mit solchen unvergleichlichen Filmen in Erinnerung haben. Daher ist gerade diese Herangehensweise an RPO wie gemacht, für Steven Spielberg.

Sehe ich so aus als ob mich das interessiert?!"

MJ-Pat
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ZSSnake : : Expendable
13.04.2018 21:18 Uhr
0
Dabei seit: 17.03.10 | Posts: 7.183 | Reviews: 138 | Hüte: 321

Sehr schöne Review, die sich ja zu weiten Teilen mit meiner Empfindung deckt. Tatsächlich wurden auch in mir mehrfach Erinnerungen an die Goonies geweckt, der ja sogar eine ähnliche Handlungsstruktur aufweist, wie RPO mit seinen verschiedenen Stationen, während derer die Gruppe versucht, das gesuchte Objekt zu finden. Bei den Goonies geht es zwar nur um eine Stadt und in RPO quasi um ein eigenes Universum, aber der Gedanke bleibt. Tolles Abenteuer, welches wahrlich zeigte, dass es Spielberg eben noch kann, auch auf dieser Ebene. Denn der, ebenfalls dieses Jahr erschienene, Die Verlegerin (The Post) war genauso ein toller Film, aber eben aus einem völlig anderen Genre und wusste ebenfalls sehr zu begeistern. Dadurch ist für mich 2018 jetzt schon so ein wenig zum "Jahr des Spielberg" geworden ^^

"You will give the people of Earth an ideal to strive towards. They will race behind you, they will stumble, they will fall. But in time, they will join you in the sun, Kal. In time, you will help them accomplish wonders." (Jor El, Man of Steel)
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