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Black Death

Fanatistische Gemeinschaften in der Kritik

Black Death Kritik

0 Kommentar(e) - 15.08.2017 von luhp92
Hierbei handelt es sich um eine User-Kritik von luhp92.

Black Death Bewertung: 2.5/5

Vorab: Lasst euch nicht allzu sehr von den 5/10 Punkten beeinflussen, der Film lohnt sich trotz der nur mittelmäßigen Bewertung. Darauf gehe ich in den letzten beiden Absätzen ein.

In "Game of Thrones" trafen Sean Bean und Carice van Houten zwar nie aufeinander, wohl aber im Film "Black Death", der bereits vor der Serie veröffentlicht wurde. Aufgrund dieses Zusammentreffens habe ich mir den Film überhaupt erst angesehen, neben Bean und Van Houten finden sich hier mit "Robett Glover" Tim McInnerny und "Marillion" Emun Elliott noch zwei weitere GoT-Darsteller.

"Black Death" ist im England des 14. Jahrhunderts angesiedelt, welches von der Pest heimgesucht wird. Ganz England? Nein! Ein kleines, abgelegenes Dorf hinter einem Moor, in dem angeblich mit Dämonen gesprochen wird und Tote wiederbelebt werden, ist die Pest immer noch nicht eingezogen. Diesem teuflischen Frevel möchte der streng gläubige Ritter Ulric (Sean Bean) auf den Grund gehen und den Totenbeschwörer zur Rechenschaft ziehen. Während sich das gemeine Volk verzweifelt fragt, weshalb sie die Pest verdient haben und woher sie stammt (eine Strafe Gottes?), steht für Ulric eines fest: Das Abwenden der Pest rechtfertigt kein Abwenden von Gott. Ganz anders sieht es die atheistische Dorfführerin Langiva (Carice van Houten), die Christen ans Kreuz nageln und verbrennen lässt, weil sie in den Menschheitsverbrechen des Christentums die Ursache für die Pest sieht.

"Black Death" ist ein Film, der sich äußerst kritisch mit vom Fanatismus befallenen Gemeinschaften auseinandersetzt und hebt sich dahingehend von der Masse ab, dass er differenziert an die Sache herantritt und beide Seiten der Medaille betrachtet. Religiöser Fanatismus mitsamt seiner Intoleranz gegenüber Andersgläubigen und Atheisten kann vor Allem in der heutigen Zeit gar nicht oft genug kritisiert werden, gleichzeitig darf dabei aber auch nicht verschwiegen werden, dass manche Atheisten sich so sehr in ihre Weltsicht hineinsteigern, dass ihre vermeintliche Weltoffenheit in Intoleranz umschlägt und sie ebenfalls als Gläubige bezeichnet werden könnten.

Leider schien Christopher Smith in seiner Funktion als Regisseur reichlich überfordert zu sein, denn der Film plätschert trotz seiner eigentlich hochspannenden Handlungsprämisse vor lauter und gähnender Langweile nur so vor sich hin. Zwischenzeitlich wird zwar versucht, dies durch Kampfszenen aufzulockern, was wegen der unansehnlichen Wackelkamera-Inszenierung jedoch vollkommen misslingt. Aufgrunddessen lebt "Black Death" einzig und allein von seinem Cast (neben Sean Bean und Carice Houten u.A. auch Eddie Redmayne) und den oben erläuterten, kritischen Gedanken zum Thema Fanatismus. Nichtsdestotrotz würde ich "Black Death" auf jeden Fall weiterempfehlen, denn auch wenn es sich hier um einen meiner Meinung nach mittelmäßigen Film handelt, regt die Auseinandersetzung mit dem Thema Fanatismus doch sehr zum Nachdenken an!

Black Death Bewertung
Bewertung des Films
510
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