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Kong - Skull Island

Apocalypse Mau

Kong - Skull Island Kritik

1 Kommentar(e) - 09.08.2017 von luhp92
Hierbei handelt es sich um eine User-Kritik von luhp92.
Filmkritik

Kong - Skull Island Bewertung: 2.5/5

"To ask why we fight, is to ask why leaves fall. It is in their nature. Perhaps there is a better question. Why do we fight? To protect home and family. To preserve balance and bring harmony. For my kind the true question is: What is worth fighting for?"
- World of Warcraft: Mists of Pandaria (Cinematic Trailer) -

Trailer zu Kong - Skull Island
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Zwei Kriegsflugzeuge stürzen über einer exotischen und scheinbar einsamen Insel ab. Anstatt sich dieser Tatsache bewusst zu werden und innezuhalten, führen der US-amerikanische und der japanische Soldat ihren Krieg fort und bekämpfen sich solange, bis vor ihnen urplötzlich ein Riesengorilla auftaucht und sie grimmig anschaut. Dieser Umstand und ihre folgenden Erlebnisse auf der Insel schweißen die beiden Männer zusammen, aus zwei Feinden werden Freunde.

Solche Antikriegsbotschaften ziehen sich mal mehr mal weniger subtil durch den Film. In bester "Apocalypse Now"-Manier sehen wir, wie idyllische Dschungelgebiete zu ironisierender Stimmungsmusik in Napalmexplosionen untergehen und wie US-Helikopter gegen den sinnbildlichen Viet Kong kämpfen. Samuel L. Jackson spielt einen US-Colonel, der es nicht verkraftet, dass man den Vietnamkrieg verloren hat und möchte nun wenigstens diesen Kampf gewinnen, um seine eigene Ehre und seinen eigenen Stolz wiederherzustellen.

Auch für Kong selbst stellt sich die Frage, warum er kämpft und warum es sich zu kämpfen lohnt. Er verteidigt seine Insel und deren friedliche Bewohner - Tiere und Menschen gleichermaßen - als König gegen das Böse von innen und von außen. Aus dem Inneren heraus wird die Insel von reptilienartigen Wesen bedroht und vom Meer aus dringen die bewaffneten Soldaten in das Paradies ein.

Das klingt alles ziemlich toll, leider gelang es dem Regisseur und den Drehbuchautoren nicht, diese Gedanken in einem durchgehend unterhaltsamen und spannenden Film unterzubringen. Seit längerer Zeit habe ich keinen Film mit so vielen Nicht-Charakteren mehr gesehen! Tom Hiddelston, Brie Larson und John Goodman leben einzig und allein von ihrem Starappeal, über Ansätze von Profil verfügt neben Samuel L Jackson nur John C. Reilly als oben genannter US-Weltkriegssoldat, der mit seinem Witz teilweise jedoch ziemlich Fehl am Platz wirkt. Eine richtige Handlung existiert nicht, stattdessen hangelt sich "Kong: Skull Island" von einer Action- und Monsterszene zur nächsten.

Diese Szenen können sich aufgrund ihrer Effekte und der erfrischend kreativen Ausarbeitung jedoch wirklich sehen lassen, stellen mitunter das Highlight des Films dar und müssen sich hinter früheren "King Kong"-Werken definitiv nicht verstecken. Sollte es irgendwann einmal einen Ghibli- oder Pokémon-Realfilm geben, sollte man dies visuell bitte genau so umsetzen wie hier! Und wenn Kong einen Riesenkraken vermöbelt und zu Sashimi verarbeitet, dann ist das einfach nur ganz große Klasse!

Leider reicht dies insgesamt nicht für einen wirklich eigenständigen Film aus, im Prinzip wurde hier nur der Mittelteil aus Peter Jacksons "King Kong" neuverfilmt, es fehlt jedoch die ausführliche Einleitung und das tragische Ende. Es fehlt das Abenteuerliche, das Magische und das Epische. "Kong: Skull Island" funktioniert inhaltlich nur als Einführung King Kongs im Hinblick auf das Zusammentreffen mit Godzilla, nur frage ich mich jetzt allerdings, welche Geschichte man dort erzählen möchte. Godzilla und Kong werden beide als Wächter der Natur dargestellt, warum sollten sie also gegeneinander kämpfen wollen?

Als Prequel-Spin-Off zu Gareth Edwards großartigem "Godzilla" war "Kong: Skull Island" einer meiner meisterwartetsten Filme 2017 und da ich großer Fan solcher Monsterfilme bin, habe ich entgegen aller Kritiken mit einem Selbstläufer für mich gerechnet. Leider entpuppt sich der Film dann doch als sehr mittelmäßig, 5/10 Punkten. Mit Wohlwollen und Fanbonus vielleicht noch 6/10 Punkten, aber definitiv nicht mehr.



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Kong - Skull Island Bewertung
Bewertung des Films
510
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1 Kommentar - Moviejones distanziert sich von Userbeiträgen.
MD02GEIST
Godzilla Fan #1
Geschlecht | 09.08.2017 | 05:43 Uhr09.08.2017 | Kontakt
Jonesi
1

Dieser Beitrag wurde am 09.08.2017 05:51 Uhr editiert.

@ luhp
Eine sehr gut geschriebene Kritik, aber deine Wertung mit 2,5 Hüten ist doch - für mich - sehr schockierend. gerade weil du ja mit dir selber ein wenig im Ringen warst und innerhalb des Textes 5 von 10 Punkten vergibst.

"Godzilla und Kong werden beide als Wächter der Natur dargestellt, warum sollten sie also gegeneinander kämpfen wollen?"

Also für dich gibt es ein Problem, wenn ein Tier in das Territorium eines anderen gerät und diese sich dann bekämpfen? Sprich diese animalische Position ihres Charakters kann für dich nicht Grund genug sein, es bedarf einer zusätzlichen Motivation?

Bevor aber auch du mit dem - für mich ewig-nervenden Batman vs. Superman Vergleich - argumentierst; selbst der japanische Originalfight von 1962 erklärte es in seiner Story, doch diese wird wohl nicht 1:1 adaptiert werden, dass halte ich für ausgeschlossen.

Mein oben genanntes Szenario bietet eigentlich Realismus genug. Letztens musste ich über einen Gedankengang meinerseits sehr schmunzeln; Godzilla und Kong gegen Kongzilla, ja dieser sehr extrem teure Fan-Kaiju-Bausatz mit dem 1 Seite langen Comic von Arthur Adams.

Nein, aber wieder zurück zu den normalen Tugenden. Ich dich verstehen, doch wenn zwei Naturgewalten aufeinander-treffen, dann ist es ja ein Spektakel wo der Mensch eben keinen Einfluss darauf nehmen kann.

Ein anderes Beispiel aus der Natur; du weißt das sich Krokodile unter anderem von Gnus ernähren. Doch das Gnu wenn in das Territorum des Krokodils eintritt und attackiert wird, wehrt sich doch auch noch, oder nicht? Sicher meistens gewinnt das Krokodil, aber manchmal passiert es auch das ein Gnu überlebt (und noch viel seltener dann noch seine natürliche Lebensspanne weiterlebt).

Wir sollten uns eher fragen, in weit will Legendary den Abschluss ihres MonsterVerse 2020 angehen? Hier vor allem möchte ich diese Beispiele liefern. Jeder der den originalen Fight zwischen Godzilla und Kong aus dem Jahre 1962 kennt, weiß der Showdown findet am Fuße des Fuji-san statt + das Atami-Schloss wird von den beiden zerstört.

Doch es gibt viele Bilder, die Kong als auch Godzilla innerhalb Tokyos kämpfen sehen; Kong zerstört in der Tat ein wenig von Tokyo, doch beide nicht. Godzilla erscheint gar nicht erst in Tokyo hier.

Diese Bilder gehen zum Teil auf die japanischen Poster zurück, zum anderen durch die westlichen Werbekampagnen und hier wurde einfach nur die Assoziation an die Spitze getrieben: die zwei berühmtesten aller Kaiju, die in einer Großstadt = Symbol für unsere Moderne + die Kaiju Symbole der archaischen Prä-Menschheits-Welt sind. Dieses wurde natürlich popkulturell sehr stark ausgereizt; siehe mal die Street-Fighter-Tribut-Szene in dem Film mit Van Damme und Raoul Julia.

Will man dieses Image bedienen, oder nicht? Ich persönlich schließe einen Fight auf Skull Island nicht von vornerein aus. Ein Fight wo keine Großstadt zerstört wird, sondern wo nur die Insel als visueller Hintergrund und Kampfplatz dienen wird.

Hier gildet es zu beachten. Der Film wird bestimmt nicht wie das japanische Original eine Satire auf den japanischen Kommerz und den Kaptalismus, sondern wahrscheinlich einfach das was viele Fans und Non-Fans von einem solchen Film wollen; einen reinen Dauer-Action-Film ohne Hintersinn. Es gilt die Kaiju höchstdominant in Szene zu setzen und die menschlichen Charaktere sind einfach nur so da. Und mit japanischer Fassung meine ich in diesem auch diese; denn die US-Fassung auf der die deutsche Synchro für den 1962er Film beruht, hat diese Form der Kritik nicht mehr wahrlich inne.

Das dies natürlich dem japanischen Geist widerspricht und dort auch die Kaiju schon immmer die wahren Stars waren + der Plot + die menschlichen Schauspieler zusammen das Konstrukt "Film" ergaben und ergeben; das scheint vielen, vielen Leuten willentlich nicht bewusst zu sein. Es wird einfach ignoriert. Wie man sich dann dennoch Fan nennen kann, dass weiß ich persönlich nicht.

Ich möchte noch einen weiteren Kontext einsetzen. In einem Essay-Buch zu Godzilla wird der Vergleich zwischen den Kaiju-Kämpfen und Wrestling (hier speziell Japan, aber es kann auch international umgedeutet werden) in einem Text analysiert. Ich, derjenige der als Kind gerne die Kämpfe der WWF mit Hulk Hogan gesehen habe, ja es hat was von Wrestling.

Ich vermute, genau wie der Text, dass es manchen Fans einfach nur um die Action; das Spektakel an sich geht und das der Grund ist, warum sie Godzilla lieben. Das die Filme alle unterschiedliche Botschaften inne haben und die Plots sich immer von einander unterscheiden und das alles vor dem japanischen Kulturhintergrund wird bewusst wie gesagt ignoriert.

Dann noch der Fakt, dass wir die meisten Leute (auch viele Fans), wenn sie einen Film mit Godzilla sehen, dies meistens in ihrer Muttersprache tun und nicht in Japanisch mit Untertiteln. (Gildet natürlich nur außerhalb Japans) Denn die meisten Synchronisationen sind mehr schlecht als recht gemacht und das half ja Godzilla und Co. in die Ecke des "Trash-Films" zu schieben aus deren Ecke ich ja versuche sie für Websites wie Moviejones.de zu befreien.

Ja diese abnormalen Synchros halfen dem Kult Godzillas zu gedeihen und darum bin ich auch hier immer ein wenig im Zwist mit mir selber. In japanisch sehe ich mir den Film so an, wie er gedacht war und ist; die abnormale Synchronisation rein als Spaßfest, wobei GODZILLA (1954) + GODZILLA KEHRT ZURÜCK (1955) und noch ein paar andere sogar einigermaßen vernünftig synchronisiert worden waren.

Ich hoffe ich habe dich jetzt nicht erschlagen von meiner Bandbreite an Themen. Bitte melde dich gerne zurück.

Monsters are born too tall, too strong, too heavy—that is their tragedy - Ishiro Honda