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Beautiful Creatures - Eine unsterbliche Liebe

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Hübsch gruselig mit Witz

Beautiful Creatures - Eine unsterbliche Liebe Kritik

Beautiful Creatures - Eine unsterbliche Liebe Kritik
1 Kommentar - 08.03.2013 von Moviejones
Wir haben uns "Beautiful Creatures - Eine unsterbliche Liebe" für euch angeschaut und verraten euch in unserer Kritik, ob sich dieser Film lohnt.
Beautiful Creatures - Eine unsterbliche Liebe

Bewertung: 3.5 / 5

Dass Lena (Alice Englert) etwas anders als die anderen Mädchen ist, fällt Ethan (Alden Ehrenreich) als einzigem positiv auf, die restlichen Schulkameraden und bigotten Bürger der Kleinstadt Gatlin in South Carolina betrachten den Freak und ihre seltsame Familie eher mit Argwohn. Doch Ethan langweilen die anderen Mädchen wie auch sein, wie er glaubt, langweiliges Leben, kein Wunder also, dass die geheimnisvolle Lena sein Interesse weckt. Es kommt, wie es kommen muss, die zwei verlieben sich - doch schon bald muss Ethan erfahren, dass Lena nicht nur ein bisschen freakig ist, sondern ein alter Fluch auf ihr und ihrer Familie lastet. Der stattet sie zwar mit mächtigen magischen Fähigkeiten aus, lässt jedoch auch den weiblichen Wesen der Familie nicht die Wahl, ob sie an ihrem 16. Geburtstag magische Wesen des Lichts oder der Dunkelheit werden - ihre wahre Natur entscheide darüber, heißt es. Und Lenas 16. Geburtstag als angehende, zudem sehr mächtige Castor, eine Art Hexe, steht kurz bevor...

Beautiful Creatures - Eine unsterbliche Liebe ist die Romanadaption des US-Fantasy-Bestsellers "Sixteen Moons - Eine unsterbliche Liebe" von Kami Garcia und Margaret Stohl, der erste Teil einer als vierteilig geplanten Romanreihe, von der drei Teile bisher im Heyne-Verlag erschienen sind. Die Filmadaption von Regisseur Richard LaGravanese (Wasser für die Elefanten) bietet neben einer überzeugenden Romantikgeschichte, die nicht nur Teenager ergreift, auch gruselige Momente und eine ordentliche Prise Humor, eine Mischung, die Beautiful Creatures schon interessanter macht als die pure Schmonzette und wenig gruselige Twilight-Filmreihe, mit der sich jeder neue Teenie-Fantasyfilm über die Liebe zwischen einer magischen Figur und einem zumindest scheinbar normalen Menschen messen lassen muss.

Trailer zu Beautiful Creatures - Eine unsterbliche Liebe

Die Darsteller überzeugen durch die Bank, allen voran das noch wenig bekannte Darstellerduo Alice Englert (Ginger und Rosa) als Lena und Alden Ehrenreich (Twixt) als Ethan. Und ja, Ethan und Lena dürfen tatsächlich schon im Auftakt der Reihe auch mehr als nur einen braven Kuss austauschen. So tragisch Lenas Figur ist, so angenehm ist es, dass Englert nicht ständig eine Schnute zieht - zudem funktioniert die Chemie zwischen den beiden Hauptfiguren hervorragend, die nicht nur ein romantisches, sondern auch ein überzeugend trotz der Umstände erfrischend normales, verliebtes Teeniepärchen abgeben, das auch mal zusammen lachen kann. Jeremy Irons (Nachtzug nach Lissabon) ist als Lenas mit ihr auf Ravenwood Manor lebender Onkel Macon, der die angehende Liebe seiner Nichte nicht gut heißt, eine Augenweide. Seine einerseits machtvoll-geheimnisvolle, andererseits ebenfalls tragische Figur füllt er wie auf den Leib geschrieben perfekt aus. Emma Thompson (Men in Black 3) als zwielichtige Mavis Lincoln/Sarafine ist ebenfalls ein Highlight und sorgt für eine Art Witz, wie man ihn sonst eher aus der Harry Potter-Reihe kennt und liebt. Emmy Rossum (Dare) als Lenas böse Cousine Ridley hat nicht allzu viel Spielzeit, überzeugt aber ebenfalls voll und ganz als lasterhaft-sexy Sirene.

Nicht nur von den Figuren kann sich Twilight eine Scheibe abschneiden, auch die Effekte überzeugen weitaus mehr und der magische Part wird besser in seinem Potential inklusive gruseliger Momente ausgenutzt. Während man in Twilight eigentlich nicht allzu viel von den Fähigkeiten eines Vampirs oder auch eines Werwolfs zu sehen bekommt, punktet Beautiful Creatures mit einer Darbietung der verschiedensten magischen Aktionen und Auswirkungen. Die Kostüme und Kulissen sind mit Liebe zum Detail gemacht und die Kamera spielt wunderbar mit Licht- und Schatteneffekten. Insgesamt geben die stimmungsvollen, atmosphärischen Bilder und der ebenfalls sehr abwechslungsreiche Soundtrack einen mit Genuss anzuschauenden Fantasyrahmen innerhalb einer eigentlich modernen alltäglichen Kleinstadtwelt ab, ohne dabei je in Kitsch abzudriften.

Das Tempo ist über die lange, aber nicht zu lange Spielzeit von 124 Minuten zwar nicht flott, aber uns gefiel die langsame Figureneinführung und das sich Zeit lassen für das Aufrollen der Basis - denn die Geschichte ist so simpel nicht, wie sie anfangs erscheint und lässt daher auch keine Langeweile aufkommen. Wie es sich für einen ersten Teil gehört, bleibt manche Frage offen und der Cliffhanger macht gehörig neugierig auf einen zweiten Teil - mit einem Einspielergebnis von aktuell 45 Mio. Dollar weltweit bei einem Budget von 60 Mio. dürfte dieser aber eher ein Fantasiegebilde bleiben.

Trotz des insgesamt positiven Eindrucks ist für Beautiful Creatures - Eine unsterbliche Liebe noch gehörig Luft nach oben, denn der große Wow-Effekt bleibt aus. Ebenso könnten Romankenner die zum Teil starken Abwandlungen und Auslassungen im Vergleich mit der Romanvorlage kritisch betrachten.

Beautiful Creatures - Eine unsterbliche Liebe Bewertung
Bewertung des Films
710
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