Anzeige
Anzeige
Anzeige

The Wolf of Wall Street

Kritik Details Trailer Galerie News
Exzessiver Broker-Aufstieg, exzessiver Bilderrausch

The Wolf of Wall Street Kritik

The Wolf of Wall Street Kritik
7 Kommentare - 26.12.2013 von Moviejones
Wir haben uns "The Wolf of Wall Street" für euch angeschaut und verraten euch in unserer Kritik, ob sich dieser Film lohnt.
The Wolf of Wall Street

Bewertung: 4 / 5

Jung, erfolgreich, drogen- und sexsüchtig - der New Yorker Broker Jordan Belfort (Leonardo DiCaprio) will vor allem eins: Schnell reich werden. Wie das geht, lernt er rasch an der Wall Street, bis diese am Schwarzen Montag den dunkelsten Tag ihrer Geschichte schreibt. Das Erfolgsrezept nimmt Belfort auf der Suche nach einem neuen Job jedoch mit: Klischee-Träume in Aussicht stellen, eine lockere Einstellung zum Gesetz und jede Menge Kokain. Kurzerhand eröffnet Belfort die Maklerfirma Stratton Oakmont und verscherbelt Rattenlöcher als angebliche Immobilien-Highlights. Mit seinem raschen Aufstieg lenkt Belfort jedoch schon bald die Aufmerksamkeit des FBI auf sich...

Martin Scorsese (Good Fellas - Drei Jahrzehnte in der Mafia) kennt sich aus im Gangster-Genre, keine Frage. Doch mit The Wolf of Wall Street, einer Adaption der Biographie von Jordan Belfort, kommt ein für Scorsese-Fans ungewohnt bildgewaltiger, bunter Rausch auf die Leinwand. Natürlich passt dieser Bilderrausch zum darzustellenden täglichen Exzess mit Drogen, Frauen und einem wahrlich animalischen Männerstall junger ambitionierter Hengste, die alle das Gleiche aus verschiedenen Gründen wollen: Das schnelle Geld machen. Dennoch muss man sich erst einmal an diese Bildgewalt gewöhnen, die man sonst eher von einem Baz Luhrmann (Der große Gatsby) kennt. The Wolf of Wall Street spielt in den 80ern, auch das begründet neben dem exzessiven Lebensstil von Belfort natürlich die poppigen Farben.

Trailer zu The Wolf of Wall Street

Leonardo DiCaprio, der damit zum fünften Mal mit Scorsese zusammenarbeitet, macht in der Hautrolle des Jordan Belfort seine Sache nicht nur gewohnt gut und schafft es, diese auch von seinem Gatsby zu differenzieren, man sieht Gesichtsausdrücke von ihm, bei denen man nicht weiß, ob man sich gruseln, ekeln oder lachen soll. Er ist wahrlich ein Wolf, der sein heulendes Rudel voll im Griff hat. Vor allem eine Szene hat sich uns eingebrannt, in der er mit rot angelaufenem Gesicht und aggressivem Gesichtsausdruck auch noch den Unterkiefer extrem weit vorschiebt, so dass er tatsächlich fast wie ein tollwütiger Wolf aussieht. Ein weiteres Highlight sind neben den Szenen, in denen Belfort den Genuss von Sex und Drogen miteinander verbindet, ein Drogenabsturz, bei dem er wahrlich darstellerisches Können beweisen muss mit unglaublichen körperlichen Verrenkungen. Mehr wollen wir nicht verraten, es ist definitiv eine der besten Szenen von The Wolf of Wall Street.

Matthew McConaughey (Magic Mike), der Belforts Lehrmeister Mark Hanna an der Wall Street mimt, beweist hier wahrlich Mut zur Hässlichkeit, wir konnten uns eines Schmunzelns nicht erwehren. Jonah Hill (21 Jump Street), der Belforts Geschäftspartner und besten Freund spielt, kennt man schon eher mit durchaus schrillen Rollen, er passt wie die Faust aufs Auge in seine Figur, ebenso Margot Robbie (Alles eine Frage der Zeit) als eyecatching Model und Belforts neue Freundin und später Frau Naomi.

Die Geschmäcker werden sich an The Wolf of Wall Street scheiden, so manchem könnte der dargestellte Exzess in der ebenso exzessiven Länge doch too much sein. Wir glauben jedoch, dass Scorsese hier beabsichtigt die Schmerzgrenzen des Zuschauers ausreizt, durchaus auch Ekel ob des animalischen Rauschverhaltens erzeugen wollte - uns ging nur der Fall nach dem Aufstieg etwas zu rasch. Andererseits ist auch das durchaus passend zur Geschichte - rasanter, exzessiver Aufstieg, überbordender Genuss desselben, rascher Fall. Neben der visuellen Tiefe kommen die Geschichte und dramatische Charaktermomente nicht zu kurz, nicht umsonst ist The Wolf of Wall Street ein 3-Stunden-Streifen.

Diese drei Stunden merkt man dem Film jedoch nicht an, da er den Zuschauer unterhaltsam, spannend, dramatisch und lustig zu fesseln vermag, so dass man bei The Wolf of Wall Street das Zeitgefühl verliert wie es auch die Figuren im Rausch verlieren.

The Wolf of Wall Street Bewertung
Bewertung des Films
810
Galerie Galerie Galerie Galerie Galerie Galerie
DVD & Blu-ray

Weitere spannende Kritiken

Halloween Kills Kritik (Redaktion)

Zustechen nur mit Maske

Poster Bild
Kritik vom 16.10.2021 von Moviejones - 5 Kommentare
Als 2017 bekannt wurde, dass die eher für derbe Komödien bekannten David Gordon Green und Danny McBride für Blumhouse einen Soft-Reboot des Slasher-Klassikers Halloween inszenieren werden, rumorte es wieder einmal mehr im Internet. Bei mir wurde dadurch allerdings zum ersten Mal Inter...
Kritik lesen »

Venom - Let There Be Carnage Kritik (Redaktion)

Fankritik

Poster Bild
Kritik vom 14.10.2021 von Moviejones - 8 Kommentare
Wir hatten aus Zeitgründen leider nicht die Möglichkeit, Venom - Let There Be Carnage in der Pressevorführung zu sehen. Dafür ging unsere gute Freundin Denise hin und schrieb ihre erste Filmkritik im Leben, die wir an dieser Stelle stellvertretend veröffentlichen. Der folgen...
Kritik lesen »
Mehr Kritiken
Horizont erweitern

Was denkst du?
oder direkt auf MJ registrieren Ich stimme den Anmelderegeln beim Login zu!
7 Kommentare
Forum Neues Thema
Anzeige