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The Last Days on Mars

Science-Fiction-Zombie-Action-Horror auf dem Mars!

The Last Days on Mars Kritik

3 Kommentar(e) - 28.07.2016 von Hanjockel79
Hierbei handelt es sich um eine User-Kritik von Hanjockel79.

The Last Days on Mars Bewertung: 4/5

Vorwort
Der Film gilt schon länger als Science Fiction Geheimtipp, da er in den USA 2013 nur in ausgewählten Kinos zu sehen war und in Deutschland im August 2014 ohne Umwege ins Kino gleich auf Blu Ray und DVD veröffentlicht wurde. Das ging bis auf ein paar News und den Trailer völlig an mir vorbei und ich hatte den Film schon fast vergessen, bis er jetzt für unter 10 Euro im Angebot war. Die Besonderheit ist eben das der Topstar der TV Serie Ray Donovan und Wolverines Bruder in den X-Men Filmen alias Liev Schreiber und Olivia Williams mitspielen, die übrigens die gleiche potthässliche Kampflesben Frisur wie in Sabotage trägt, wo sie die Polizistin spielte, die gegen Arni und sein DEA Team ermittelte. Das Mitwirken mindestens zweier Gesichter die man kennt und der actionreiche Science Fiction Horror Trailer sowie die Ähnlichkeiten der Austattung auf dem Mars wie bei Ridley Scotts Film "Der Marsianer - Rettet Mark Whatney" machen diesen Film interessant und man wird nicht entäuscht, wenn man auf die Genres Science Fiction, Zombie Action und Horror Elemente steht und zudem auch Fan der Ray Donovan TV Serie ist. Liev Schreiber ist einfach ein sehr sympatischer Schauspieler.

Trailer zu The Last Days on Mars
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Handlung
Ein achtköpfiges Astronautenteam ist schon seit einigen Monaten auf dem Mars unterwegs, um mit Gesteinsbohrungen eventuelle Spuren von Leben zu entdecken. Jetzt sind es noch knapp etwas mehr als 19 Stunden bis sie alle zurück zur Raumstation Aurora fliegen müssen, um die Heimreise zur Erde anzutreten. Heftige Stürme ziehen auf und alle Astronauten sollen sich in der Marsbasis versammeln. Plötzlich will aber der Wissenschaftler Petrovic, nachdem er im Labor etwas unter dem Mikroskop entdeckt hat, unbedingt nochmal raus zu einer der Bohrstellen und sagt dem Team aber nicht die Wahrheit. Er habe nur etwas dort vergessen zu erledigen. Der Techniker Harrington begleitet ihn, was Campbell gar nicht witzig findet, denn so muss er sich alleine um das Kühlsystem der Marsbasis kümmern.


An der Bohrstelle angekommen nimmt Petrovic erneut eine Bohrung vor und findet tatsächlich eine Form von bakteriellem Leben in der Probe. Der Boden unter ihm kracht ein und er verschwindet in der Tiefe. Harrington funkt sofort um Hilfe. In der Zwischenzeit hat auch der Rest vom Team durch die neugierige und etwas gefühlskalte Kollegin Kim herausgefunden weswegen Petrovic unbedingt nochmal raus wollte zur Bohrstelle und alle sind erstmal sauer weil er diese Entdeckung nur für sich anrechnen lassen wollte. Als Captain Brunel und Dalby an der Unfallstelle und dem großen neu enstandenen Loch ankommen und vor lauter aufsteigendem Dampf nichts sehen können, bleibt die schwer verstörte Dalby alleine zurück am Ort des Geschehens, während Brunel mit Harrington zur Basis fährt und das Rettungsteam holt.
Captain Brunel trifft erneut mit dem Rettungsteam ein, aber nun ist auch Dalby verschwunden. Alle befürchten sie könnte auf eigene Faust in das Loch runter gesprungen oder geklettert sein. Campbell wird ein großes Stück weit hinab gelassen, um das Loch zu untersuchen. Er findet Pilzartiges bakterielles Leben, aber keine Spur der Kollegen. Die wiederrum findet ihr Kollege Irwin. Mehrere wirre Fußspuren im Marssand die zurück zur Basis führen. Dort sehen Harrington und Kim auch zwei scheinbar verletzte Astronauten mit kaputten Helmen auf die Basis zutaumeln und erhalten keinerlei Antwort oder ein Lebenssignal. Als Harrington in Sorge panisch die Schleusentür öffnet und den scheinbar schwer verletzten Petrovic in die Basis lässt, beginnt das blutige Horror Gemetzel und der Kampf ums Überleben mit dem Ziel vom Mars zu fliehen, ohne die von unbekannten Bakterien verseuchten und sehr agressiv gewordenen Astronauten mitzunehmen.


Charaktere
Vincent Campbell (gespielt von Liev Schreiber) - Hauptfigur des Films, der viel mit seiner Platzangst zu kämpfen hat und immer wieder in lebensgefährliche und blutige Kämpfe mit den Astronautenzombies in sehr engen und teils dunklen Räumen verwickelt wird. Es gilt für ihn die Platzangst zu überwinden und zu retten was denn überhaupt noch zu retten ist und vom Mars zu fliehen.


Rebecca Lane (gespielt von Romola Garai) - Sie ist wie eine Art gute Seele für Campbell, die ihm immer wieder bei seinen Panikattacken wegen der Platzangst gut zuredet, damit er die Nerven behält und sich auf die Mission konzentriert. Und das obwohl nicht sie sondern Irwin eigentlich der Psychologe im Team ist.


Kim Aldrich (gespielt von Olivia Williams) - Wirkt auf die anderen Teammitglieder gefühlskalt und unsympatisch und ist ständig nur am meckern. Im Überlebenskampf gegen die Zombies erweist sie sich jedoch als clever und ist gar nicht so hart wie sie sich davor immer den anderen gegenüber gab.


Robert Irwin (gespielt von Johnny Harris) - Ist zunächst in der Krise stets hilfsbereit und kalkuliert besonnen auch jedes Risiko. Geht es jedoch an sein eigenes Leben opfert er den den Zombies lieber Teammitglieder als das diese ihn zu fassen bekommen. Hinzu kommt das er den anderen seine eigene Infektion verschweigt.


Lauren Dalby (gespielt von Yusra Warsama) - Extrem labil! Das ist es am ehesten mit welchen Worten sich ihr Charakter beschreiben lässt. Sie verliert schnell die Nerven und heult dann viel. So dauert es auch nicht lange im Film, bis sie von ihrem Leid "erlöst" wird.


Captain Charles Brunel (gespielt von Elias Koteas) - Behält in der Panik stets den Überblick und gibt vernüftige Befehle. Als er von einem der Zombies schwer verletzt wird, wird er zur Testperson für ein Gegenmittel gegen Bakterien was sich jedoch leider nur als Lösung auf kurze Dauer erweist.


Marko Petrovic (gespielt von Goran Kostic) - Der Hauptschuldige und egoistische Wissenschaftler wegen dem die Zombiehölle auf dem Mars überhaupt erst losbricht, aber so jemanden muss es ja in dem Team geben sonst wäre der Film nach nur 10 Minuten mit einem Happy End für alle vorbei.^^


Richard Harrington (gespielt von Tom Cullen) - Gerät als agressive und schnell in Wut geratende Charakternatur in Steit mit Kim, da er ihre unsympatische Art satt hat. Er springt in der Notsituation aber über seinen Schatten und beide vertragen sich wieder.


Meine Meinung zum Film
Wem der Film Der Marsianer mit Matt Damon schon gefallen hat und man vielleicht bischen mehr Action vermisst hat, der oder die ist/sind hier bei The Last Days on Mars genau richtig. Man wird sich sogar wegen der ähnlich aufgebauten Kulissen, Naturgewalten und Marsfahrzeuge heimisch bzw. an den Marsianer Film erinnert fühlen. Die Landefähre der Aurora erinnert zudem etwas an die Alien Filme oder die Halo Videospiele. Wer denkt: "Och naja da gibt es dann nur bischen verseuchte Zombies zu sehen." Dem ist nicht so. Der Horror in der Marsbasis artet in einen blutigen Überlebenskampf aus mit Gruselmomenten wo es z.b. mit einer Taschenlampe durch Räume ohne Strom geht. Auch die Rettungsmanschaft die von der Aurora Raumstation im Weltraum gesandt wird gerät mitten in das Gemetzel. Liev Schreiber als Platzangst habenden Astronauten inmitten der Zombie Action zu sehen unterhält sehr gut. Der Film spielt sich zu gleichen Teilen im freien auf dem Mars und in der Marsbasis ab und auf die Reise in den Weltraum geht es auch noch, wenn auch ziemlich actionreich.^^


Mein Fazit
Ein sehr unterhaltsamer, Actionreicher sowie Horrormäßiger vor allem aber alternativer Film zu "Der Marsianer" wegen der Ähnlichkeiten. Ich gebe jedoch nur 4 von 5 Hüten. Warum? Nun ja, die Situation ist schon ziemlich auf hoffnungslose Weise einigermaßen "realtistisch" gestaltet usw. Aber man fragt sich irgendwann: Da gibt es einen Astronauten mit Platzangst, der Team Psychologe hat selber Panik, die nächste (Kollegin Kim) legt sich verbal mit allen an und die eine Kollegin (Dalby) ist vor lauter Labilität zu nichts zu gebrauchen. Hätte das Übel nicht verhindert werden können, indem man solche Leute erst gar nicht auf die Mars Mission schickt? Hier scheint die NASA ja aber mal total bei den Tests und Trainings versagt zu haben, was die Auswahl der Teammitglieder betrifft.


Das zieht Teile des Films (unter dem Aspekt) mitunter ein klein wenig ins lächerliche und gut finde ich auch das Liev Schreiber in seiner Rolle dies selbst erwähnt, wie man jemanden wie ihn überhaupt ins All lassen könne. Das alles tut der Zombie Action auf dem Mars aber keinen Abbruch. Ein guter Film für zwischendurch und für Science Fiction und Horrorfans, ohne gewaltige Ansprüche an die Handlung, auf jeden Fall für einige Filmabende zu gebrauchen! Wer lieber einen zwanzigfachen Fimpreisanwärterfilm sehen will, um gemütlich dabei nach 15 Minuten hochtrabender Handlung gedanklich philosophierend über das sein oder nicht sein auf der Couch einzuschlafen, lässt natürlich das Geld für diesen Film stecken, denn soviel Action und Zombie Horror ist dann nicht zuzumuten, das versteht sich von selbst.^^ 4 von 5 Hüten gebe ich daher vor allem als totaler Fan solcher Filme und The Last Days on Mars hätte durchaus das Zeug gehabt zu einem Kinoblockbuster. Da ist wohl so einiges schief gelaufen beim Marketing.

The Last Days on Mars Bewertung
Bewertung des Films
810
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3 Kommentare - Moviejones distanziert sich von Userbeiträgen.
Hanjockel79
Gamoras Toyboy
Geschlecht | 04.08.2016 | 23:22 Uhr04.08.2016 | Kontakt
Jonesi

Dieser Beitrag wurde am 04.08.2016 23:46 Uhr editiert.

Danke euch beiden für das Feedback. ;-D

@ Batman76

Ja das muss ich auch sagen. Mit Kommata setzen hatte ich leider schon immer Probleme und als dann noch englisch hinzu kam wo wenig bis gar keine Kommata gesetzt werden geriet das bei mir außer Kontrolle. Ich denke beim schreiben immer so das alles was für sich alleine stehen kann, also wo der Rest vom Satz immer noch einen kompletten Satz ergibt, das ich dies durch Komma trennen muss. Ich schaue mir die Kritik gerade noch mal auf der Suche nach fehlenden oder falsch gesetzten Kommata durch, bin aber auf jeden Fall auch für Hinweise wo die sich verstecken dankbar. Also danke schon mal für die Info dazu. ;-D

Edit: Oh man.^^ Habe eben gefühlt so ca. an die 30 Kommata noch hinzugefügt. Ist mir peinlich.^^ Und sogar immer noch bei einem Wort mal wieder einen Buchstabe vergessen und das obwohl ich mir angewöhnt habe die Kritiken wegen den Kommentarfeldmacken (manchmal doppelte Wörter hintereinander oder es schreibt sich einfach ein anderes Wort selbst zuende^^) in Word als Rohfassung vorzuschreiben. mea culpa + akkupunktura^^

@ sid

ja mit ausleihen biste auf jeden Fall auf der sicheren Seite. Ich nutzte den günstigen Preis des Films um bei Amazon auf die ab 29 Euro versandkostenfrei Schikane zu kommen.^^

sid
Gojira
04.08.2016 | 22:30 Uhr04.08.2016 | Kontakt
Jonesi

Geheimtipp kannst Du laut sagen smile. Ich glaube, ich hab schon mal was von dem Film gehört, aber das wars dann auch.
Also vielen Dank auch von mir für die Kritik. Werde ich postwendend ausleihen, denn so ein Film sollte mir eigentlich liegen laughing.

Batman76
Moviejones-Fan
Geschlecht | 04.08.2016 | 22:06 Uhr04.08.2016 | Kontakt
Jonesi

Ich finde deine Kritik sehr ausführlich und sehr anschaulich geschrieben. Besonders die Beschreibungen der einzelnen Charaktere finde ich sehr gut.

Da ich den Film selbst sehr gern sehe (Ich hab ihn allerdings schon seit ein paar Jahren im DVD- Regal stehen, weil mir der Trailer damals sehr gut gefallen hat) teile ich deine Meinung.

Das einzige, was ich zu bemängeln habe (hoffentlich kling das jetzt nicht zu sehr nach Klugscheißer- Modus), ist, dass du oftmals beim Schreiben die Kommata vergisst. Das macht es mir zumindest dann etwas schwerer, die ansonsten lesenswerte Kritik zu lesen.

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