König Laurin

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König Laurin Kritik

König Laurin Kritik
0 Kommentare - 27.08.2016 von FBW
Hierbei handelt es sich um eine Kritik der Deutschen Film- und Medienbewertung (FBW).

Bewertung: 3.5 / 5

Der schmächtige Königssohn Theo hat es nicht leicht auf seiner Burg. Von der Familie, den Bediensteten sowie seinem Volk aufgrund seiner Andersartigkeit stets belächelt, fasst er den Entschluss, das nächste Ritterturnier für sich zu entscheiden. Damit will er beweisen, dass er entgegen aller Zweifel einen würdigen Thronanwärter abgibt. Doch leicht wird es ihm dabei nicht gemacht: Angefangen bei dem Fakt, dass er einfach nicht in die Ritterrüstung passen will, über die Tatsache, dass sein arroganter Cousin ihn mit Vorliebe vorm ganzen Volk und seinem Schwarm Similde blamiert bis hin zu seinem skeptischen Vater, der nicht an ihn glauben mag. Als Theo schließlich den Zwergenkönig Laurin kennenlernt und von seiner Zauberkraft erfährt, sieht er sich seinem Ziel, das Ritterturnier für sich zu gewinnen, ein großes Stück nähergekommen. Doch Theo spielt nicht mit offenen Karten und sorgt damit für Turbulenzen...

König Laurin von Matthias Lang ist ein Märchenfilm, der seine Geschichte leichtfüßig und trotz immer wieder durchscheinenden Traditionen im Genre auch sehr modern erzählt. Grundlage des Films ist die legendäre Südtiroler Sage um König Laurin und seinen Rosengarten. Die Sage erklärt das Alpenglühen des Rosengartens als Folge eines Fluches, bei dem der von Dietrich von Bern besiegte Zwergenkönig Laurin den Übergang zwischen Tag und Nacht vergaß.

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Lang verwob diese Sage in einem selbst verfassten Drehbuch zu einer phantasievollen Erzählung um König Dietrichs schmächtigen Sohn Theo und seine Freundschaft zum Zwergenkönig Laurin. Zum Leidwesen des Königs ist Theo weniger sein zukünftiger heldenhafter Nachfolger als ein naturliebender Schöngeist. Dazu ist der König aufgrund eines Vorkommnisses in der Vergangenheit mit den Zwergen bitter verfeindet, sodass er diese Verbindung seines Sohns mit Laurin gar nicht gerne mitansieht.

Sehr sensibel und mit viel Liebe zum Detail wurde diese Geschichte erzählt. Ein Märchenfilm im mittelalterlichen Touch, der aber in seinem Sprachduktus mit deutlichen Anklängen an die heutige Zeit aufwartet. Das bietet dann auch einem jugendlichen Publikum Identifikationsmöglichkeiten. Mit besonderer Liebe hat auch das Team von Setdesign, Ausstattung und Kostüme ein historisch zeitgemäßes Ambiente gestaltet. Hier war offensichtlich viel Improvisationsgeschick vonnöten und der Zuschauer merkt der Produktion insgesamt an, dass kein übermäßig großes Budget zur Verfügung stand.

Dies zeigt sich auch an manchen Stellen im Spiel der Protagonisten. Volker Michalowski als Laurin, Rufus Beck als König Dietrich und auch Florian Burgkart als Theo können aber in ihren Rollen auf ganzer Linie überzeugen. Ein Lob verdient die musikalische Begleitung durch David Reichelt und das Babelsberger Orchester, wenn auch bei einigen Sequenzen Schwächen in der Musikregie zu spüren sind. Insgesamt, so ist sich die Jury sicher, wird ein jugendliches Publikum großen Spaß und spannende Unterhaltung bei diesem gelungenen Märchenspiel finden.

Prädikat: wertvoll

Quelle: Deutsche Film- und Medienbewertung

König Laurin Bewertung
Bewertung des Films
710

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