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La La Land

Heres to the ones who dream

La La Land Kritik

8 Kommentar(e) - 28.01.2017 von MarieTrin
Hierbei handelt es sich um eine User-Kritik von MarieTrin.
Filmkritik

La La Land Bewertung: 4.5/5

Ein sonniger Tag in LA, die Autos stauen sich auf den großen Zufahrtsstraßen und aus jedem Auto tönt andere Musik. Ein Tag wie jeder andere, ein Filmanfang wie jeder andere, so scheint es. Bis plötzlich alle aus den Autos springen und eine Musicalnummer beginnen, die es in sich hat. Ausgezeichnet choreographiert und gesungen, der Beginn eines reinen Musical-Films von Regisseur Damien Chazelle?

Trailer zu La La Land
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Zugegeben, gerade am Anfang muss man sich auf La La Land einlassen. Selbst, wenn man weiß, dass es sich um einen Film insbesondere über Jazzmusik handeln und einem Musical ähneln soll, kann diese Szene zu Beginn so manchen Zuschauer überfordern. Doch wer sich auf La La Land einlässt, wird nicht umhin kommen, zu bemerken, dass diese erste Szene eine einzige geniale Kamerafahrt ist. Auch die späteren Musicalszenen glänzen mit wundvollen Kamerafahrten und strotzen vor Ideen.

Zusätzlich sind Kostüme und Szenenbild nicht nur perfekt aufeinander abgestimmt, sondern passen auch zur Handlung des Films. In dieser spielt Emma Stone Mia, eine Angestellte in einem Café mitten in den Hollywood Studios, die selbst davon träumt, irgendwann den großen Durchbruch als Schauspielerin zu haben. Doch all ihre Castings laufen nach demselben Muster ab, immer ohne Erfolg.

Der begnadete Jazzmusiker Sebastien (Ryan Gosling) träumt dagegen von seinem eigenem Jazzclub in dem ausschließlich "purer" Jazz gespielt wird. Doch auch sein Traum liegt bisher in weiter Ferne, während er versucht, sich mit kurzfristigen und schlecht bezahlten Jobs über Wasser zu halten.

Man mag es ahnen, diese beiden Charaktere finden zu einander und erleben Höhen und Tiefen in ihrer Beziehung und auf dem Weg zur Verwirklichung ihrer Träume. Doch durch die Art und Weise, wie die beiden sich kennen lernen und wie die Geschichte umgesetzt wird, überzeugt La La Land auf ganzer Linie.

Von immenser Bedeutung ist dabei auch immer die Musik. Insbesondere die Hauptmelodie, die sich durch den ganzen Film zieht und der auch in der Story selbst eine große Bedeutung zukommt. Dabei ist gerade diese Titelmelodie ein relativ simples Klavierstück ohne Saxophon und andere Instrumente, die man aus dem Jazz kennt. Insofern ist die Musik im Film zwar durch Jazz gekennzeichnet, aber auch nicht so speziell, dass man keine Verbindung zu der Musik aufbauen könnte. Der restliche Score von Justin Hurwitz überzeugt ebenfalls restlos und auch der beigesteuerte Song von John Legend, den er im Film performt, weiß zu gefallen.

Die Musical-Szenen wurden nicht übersetzt, so kann man die Leistung der Schauspieler wertschätzen, selbst, wenn man den Film auf Deutsch schaut. Und was für eine Leistung Emma Stone und Ryan Gosling abliefern, ist beeindruckend. Die beiden tanzen und singen sich mit einer unglaublichen Leichtigkeit durch den Film. Zusätzlich passt die Chemie zwischen den Schauspielern perfekt.

La La Land ist letztendlich auf vielen Ebenen filmisch so durchdacht, dass er objektiv gesehen aus der Masse der Filme der letzten Zeit herausstechen muss. Dabei werden oft Erinnerungen an das alte Hollywood-Kino geweckt, sowohl durch die Inszenierung als auch durch Bilder von Grace Kelly oder die Erwähnung von Filmen wie Casablanca. Ein Hollywood-Märchen in der heutigen Zeit, das den Glanz vergangener Tage einzufangen versucht und dabei auch mit teilweise fast märchenhaft inszenierten Szenen optisch und filmisch zu gefallen weiß. Wenn man sich denn darauf einlässt und sich nicht von den Musical-Szenen am Anfang zu sehr irritieren lässt, dann wird man auch mit einem denkwürdigen Ende belohnt, das zum Nachdenken einlädt und den Film ein weiteres Mal von anderen Filmen unterscheidet, unabhängig davon, wie man persönlich dazu steht. Eindeutig kein gewöhnlicher Musical-Film, von daher 9/10 Punkten.



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La La Land Bewertung
Bewertung des Films
910
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8 Kommentare - Moviejones distanziert sich von Userbeiträgen.
eli4s
Moviejones-Fan
Geschlecht | 28.01.2017 | 15:00 Uhr28.01.2017 | Kontakt
Jonesi

@Mary

Da hast du recht. Ein Kommentar ist ja oft sehr flappsig, umgangssprächlich und unstrukturiert. Bin gespannt, deine vollständige Kritik dann zu lesen.

Ja, vielleicht auch eine Reaktion auf die vielen Oscarnominierungen.

MarieTrin
Bournes Erbe
Geschlecht | 28.01.2017 | 14:55 Uhr28.01.2017 | Kontakt
Jonesi

@eli4s

Tjaaa, die haben sich etwas dabei gedacht :-P In der Tat sehr gerissen.

Ja und vor allem schreibe ich einen Kommentar ganz anderes als eine Kritik. Kritiken sollten strukturiert sein mit vernünftigen Übergängen. Das ist bei Kommentaren meist nicht der Fall, jedenfalls bei mir nicht, ich springe gerne von einem Punkt zum anderen. Ich habe mir das da oben gerade nochmal durchgelesen und habe in einem durch nur den Kopf geschüttelt.

Gestern waren im Kino auch relativ viele Leute. Zwei sind aber mitten in der Vorstellung gegangen und einfach nicht wieder gekommen. Ich glaube daher eher, dass viele Leute einfach neugierig sind, warum ausgerechnet dieser Film so viel Aufmerksamkeit bekommt. Das ist grds. nichts schlechtes, aber viele gehen wohl mit falschen Vorstellungen in den Film, daher wohl auch manchmal die negativen Meinungen.

Que la loi soit avec toi!

eli4s
Moviejones-Fan
Geschlecht | 28.01.2017 | 14:38 Uhr28.01.2017 | Kontakt
Jonesi

Dieser Beitrag wurde am 28.01.2017 14:41 Uhr editiert.

@mary-t.

das ist ja ganz clever eingefädelt über Emma Stone... ^^. Na dann. Ich denke, es sollte kein Problem sein, man weiß ja im Voraus, was kommt.

"Ah, nee, das ist doch gar nicht wie eine vernünftige Kritik geschrieben und außerdem echt kurz. Da muss ich mich wirklich nochmal dransetzen."

Das kann ich wiederum sehr gut verstehen. Ich hadere auch immer sehr mit solchen Kommentar-Kritiken, wie zuletzt bei Star Wars. Die Kritik ist ja schließlich auch ein kleines geschlossenes Werk, das irgendwie rund und strukturiert sein sollte. Aber du hast ja einen guten Ausgangspunkt mit dem, was du bisher geschrieben hast.

Nebenbei: der Film scheint echt super beliebt. Ich hatte gestern auch schon überlegt zu gehen, aber es waren in meinem lokalen Kino bereits im Grunde alle Plätze für die Abendveranstaltung reserviert (bis auf die ersten zwei Reihen). Heute ist es ähnlich, selbst in der Nachmittagsvorstellung, die ich wohl sehen werde, ist schon der halbe Saal vorreserviert.

MarieTrin
Bournes Erbe
Geschlecht | 28.01.2017 | 14:19 Uhr28.01.2017 | Kontakt
Jonesi

@sid

Ah, nee, das ist doch gar nicht wie eine vernünftige Kritik geschrieben und außerdem echt kurz. Da muss ich mich wirklich nochmal dransetzen.

@ickiberto

Dieser Bruch hebt den Film ohne Frage von klassischen Musicalfilmen ab und ist auch konsequent. Und natürlich ist es so viel realistischer, aber vll. habe ich gerade deswegen Probleme damit. Aber das liegt an meiner Einstellung zu Filmen und zum Kino. Ich will eigentlich unterhalten werden, denn die Realität und der Alltag bieten schon genügend Stress und Aufregung. Unterhaltung muss aber nicht niveaulos sein, wie dieser Film auf elegante Art und Weise zeigt. Das Ende hat mich aber persönlich etwas aus der Feel-Good-Stimmung gerissen. Das ist auch wirklich ganz subjektiv. Objektiv erkenne ich auf jeden Fall an, dass der Bruch, wie bereits gesagt, ein schöner Twist ist.

@eli4s

Ich kann dich vollkommen verstehen. Gerade in der ersten Szene muss man sich wirklich darauf einlassen. Auch für Jazz sollte man ein bisschen was übrig haben, obwohl nicht die verrücktesten Jazz Variationen präsentiert werden. Emma Stone kann im Übrigen Jazz im Film auch nicht leiden und wird von Ryan Gosling dann an diese Musik herangeführt. Das überträgt sich auch sehr gut auf den Zuschauer.

Que la loi soit avec toi!

eli4s
Moviejones-Fan
Geschlecht | 28.01.2017 | 13:05 Uhr28.01.2017 | Kontakt
Jonesi

Ich muss zugeben, dass ich auch so ein bisschen voreingenommen bin, was Musicals angeht. Andererseits liebe ich Musik, deswegen ist das eigentlich totaler Quatsch. Nachdem ich soviel gutes höre, nun auch von dir, denke ich, ich werde mir den Film ansehen, wohl leider allein. Wenn nicht jetzt im Kino, dann wird es sicher eh nichts mehr.

ickiberto
Moviejones-Fan
28.01.2017 | 12:51 Uhr28.01.2017 | Kontakt
Jonesi

@MarieTrin

Ich fand gerade das Ende super. Denn der Bruch und die Distanzierung von klassischen Musicals und deren Erzählformen macht es möglich nicht in diesen Schnulzencharakter zu verfallen. Und dadurch bleibt und ist La La Land ein Film für alle Geschlechter. Außerdem ist das Ende so wie es ist auch viel realistischer.

"I repeat: this is not a drill. This is the Apocalypse. Please exit the hospital in an orderly fashion"

sid
Fischfutter
28.01.2017 | 12:48 Uhr28.01.2017 | Kontakt
Jonesi

Ist doch schon ganz annehmbar wink. Die wesentlichen Punkte des Films kann man sich gut vorstellen.
Ich hab eigentlich kein Interesse an dem Film, kenne aber mind. eine weibliche Person, die bereits Interesse angemeldet hat, weil der Trailer so nett wäre. Und Deine Kritik klingt auch ziemlich begeistert.
Also muss mir doch zumindest mal den Trailer anschauen und wer weiß...smile.

MarieTrin
Bournes Erbe
Geschlecht | 28.01.2017 | 10:03 Uhr28.01.2017 | Kontakt
Jonesi

Oh, verdammt. Das sollte NUR ein Kommentar werden. Jetzt muss ich das heute nachmittag zu einer annehmbaren Kritik umformen. Na, aber es ist immerhin nicht so, als ob mir nicht genügend zu dem Film einfallen würde.

Que la loi soit avec toi!