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Star Trek Beyond

Tolle Sci-Fi und großes Kino - Star Trek Beyond

Star Trek Beyond Kritik

0 Kommentar(e) - 21.07.2016 von ZSSnake
Hierbei handelt es sich um eine User-Kritik von ZSSnake.
Filmkritik

Star Trek Beyond Bewertung: 4.5/5

Wieder ein Mittwoch, wieder eine Vorpremiere. Heute hat´s Star Trek Beyond getroffen, den neusten Film aus dem von J. J. Abrams rebooteten Star Trek Universum und Nachfolger zum von nicht unbedingt jedem geliebten Star Trek into Darkness. Ich persönlich mochte sowohl Star Trek ´09 als auch into Darkness, entsprechend hoch waren die Erwartungen an Beyond. Ob Justin Lin diese erfüllen konnte? Dazu mehr im Folgenden. Das Review umfasst kleinere Spoiler, basierend auf Szenen die aus den Trailern bekannt sind, wer also keinen der Trailer zum Film gesehen hat, sollte eventuell erst nach dem Kinobesuch weiterlesen.

Trailer zu Star Trek Beyond
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Inhalt:
Die Crew der U.S.S. Enterprise hat inzwischen 3 Jahre ihrer 5-Jahres-Mission zur Erkundung unbekannten Raums hinter sich und der Druck sowie die Routine lasten zunehmend schwerer auf den Mitgliedern der Crew. Kirk zweifelt daran jemals in die Fußstapfen seines Vaters treten zu können, Spock ist sich unsicher ob er nicht als Botschafter mehr für sein vom aussterben bedrohtes Volk tun könnte, worunter auch seine Beziehung zu Uhura leidet, Scotty hat zunehmend Probleme das Schiff mit schwindenden Ressourcen am Laufen zu halten, Sulu vermisst seinen Mann und seine Tochter. Jeder in der Crew hat mit den weiten des Raums seine Erfahrungen gemacht und seine eigenen Wege damit umzugehen. Bei einem Zwischenstop auf der Raumstation Yorktown um Vorräte und Ressourcen aufzunehmen erreicht ein unbekanntes Rettungsschiff mit einer Überlebenden einer unbekannten Crew die Station und erzählt davon, dass ihr Schiff innerhalb einer galaktischen Wolke angegriffen und ihre Crew entführt wurde. Die Crew der Enterprise begibt sich mit ihrer Erfahrung im Unbekannten auf eine Rettungsmission, bei der sie sich schnell einer viel größeren Bedrohung ausgesetzt sieht als erwartet...

Kritik:
Star Trek Beyond beginnt auf einer ernüchterten Note. Die Crew ist ausgelaugt von den Jahren auf sich allein gestellt im All. Jeder der Charaktere hat seine Probleme und eigenen Wege mit der Situation umzugehen. Die Bindungen in der Crew sind durch die Zeit gemeinsam zwar gewachsen, aber zugleich gibt es in den meisten Figuren auch klare Wünsche nach einem Tapetenwechsel.

Es tut gut Kirk (Chris Pine) und Spock (Zachary Quinto) auf einem Level zu sehen, wie man es aus den früheren Filmen und der alten TV-Serie kennt. Die beiden sind sichtlich zusamengewachsen, arbeiten als Team hervorragend zusammen und trotzdem herrscht eine Spannung zwischen den Figuren, weil beide andere Wege im Sinn haben für das was die Zukunft bringen könnte. So sieht man den Respekt und die Freundschaft eindeutig und im Laufe des Films wird das Vertrauen innerhalb der Crew auch mehrfach klar verdeutlicht.

Überhaupt gelingt es Lin die Figurendynamik weiter auszubauen, die einzelnen Geschichten voranzubringen und weiterzuspinnen. Sulus (John Cho) Familie wird gezeigt und bildet im Folgenden einen Motivationsfaktor sein bestes zu geben. Pille (Karl Urban) versucht bei allem was passiert mit seinem Zynismus und seinen trockenen Sprüchen ein offenes Ohr und ein guter Freund für Kirk und Spock zu sein. Unter der direkten Oberfläche spürt man die tiefe Zuneigung und das Vertrauen für seine Freunde. Von den neuen Figuren fügt sich Jaylah (Sofia Boutella) hervorragend ins Kollektiv ein. Die weißhäutige Außerirdische, die man bereits aus den Trailern kennt, ist mit ihren Fähigkeiten und der leichte Sprachbarriere immer wieder für einen Lacher gut und ihre Chemie insbesondere mit Scotty (Simon Pegg) ist hervorragend.

Auf der Seite der Antagonisten hat man mit dem geheimnisvollen Krall (Idris Elba) eine äußerst bedrohliche Präsenz. Elba verleiht seiner Figur trotz dem äußerirdischen Äußeren viel Charakter und zugleich ist die Figur angenehm vielschichtig in ihren Motivationen. Je mehr man über ihn erfährt, desto mehr begreift man seine Ideen und Gedanken und wieso er handelt wie er handelt. Krall stellt so nach dem eher oberflächlich bösen Nero (Eric Bana) aus ´09 und dem charakterlich veränderten "Wiederkehrer" Khan (Benedict Cumberbatch) aus into Darkness den vielleicht interessantesten Schurken in den Filmen der neuen Crew dar.

Neben dem weiterhin starken Aspekt der Charaktere gelingt es auch erneut auf Ebene der Effekte und der Action absolut zu überzeugen. Lin zaubert (weitestgehend Lensflare-frei ;-) ) ein großartiges Bild auf die Leinwand und man merkt schnell, dass hier jemand am Werk ist der das Ausgangsmaterial kennt und schätzt. Die Enterprise wird mehrfach aus den unterschidlichsten Winkeln präsentiert und man bekommt ein Gefühl für ihre Dimensionen. Die Action ist wohl dosiert in den Film eingestreut, explordiert dann im großen (!!) Finale regelrecht und ist ein Fest für die Sinne.

Das Bild in 3D ist leider erbärmlich dunkel gewesen in meinem Kino, ich werde eine Sichtung in einem anderen (iSens-)Saal definitiv noch nachholen und ggf dann auch die OV sichten, sofern sie läuft. Trotzdem hätte es das 3D erneut nicht wirklich gebraucht und es fügt wenig zum Gesamtbild hinzu.

Dafür sind die anderen Effekte absolut großartig und viele der Actionszenen sind Lin-Typisch zugleich dynamisch und übersichtlich gefilmt. Man weiß immer was passiert, es gibt Raumschlachten, Bodengefechte und auch Nahkampf zu sehen und alles funktioniert klasse. Man spürt die Erfahrung, die der Regisseur aus der Fast and Furious Reihe mitbringt, ohne das Gefühl zu bekommen, dass es zu viel wird oder der Fokus zu sehr darauf liegt. Es ist vielmehr so, dass die Balance zwischen Action und Charakterszenen ausgesprochen gut gelingt. Wer die Crew nach Abrams Filmen inzwischen mag, der bekommt mehr von ihnen präsentiert und das eben nicht nur in Actionszenen.

Die aus den Trailern bekannte Zerstörung der Enterprise ist unglaublich gut inszeniert. Man spürt die Dynamik der Crew in jeder Einstellung, jeder füllt seine Rolle aus und jeder gibt alles für das Schiff. Dabei wird man als Zuschauer zugleich sehr wehmütig, was dort mit dem Schiff passiert. Man erlebt es mit der Crew aus verschiedensten Blickwinkeln und es schmerzt zu sehen was mit der iknonischen "Lady" passiert. Trotzdem erfüllt es seinen Teil in der Story und setzt die Crew unbekannt bedrohlichen Bedingungen aus, die sie weiter zusammenwachsen lassen.

Der Score ist nach wie vor absolut herausragend. Nicht nur, dass diese Reihe als eine der ganz, ganz wenigen großen Blockbuster-Reihen heutzutage noch ein eigenes Theme hat, es kommt auch immer wieder zum Einsatz und unterstreicht die großen Szenen. Zudem wird das Theme erweitert. Michael Giacchino spinnt seinen Score weiter, baut ihn aus und passt ihn hervorragend an Beyonds große Bilder an. Ikonisch, treffend, heroisch ist der Score ein echtes Fest für die Ohren und hat definitiv großen Anteil an der Gesamtwirkung des Films. Er reißt mit und unterstreicht das Gesehene. Warum nicht mehr große Reihen Themes behalten (Iron Man z.B. hatte ein großartiges, das dann in 2 und 3 fallen gelassen wurde) ist mir inzwischen etwas schleierhaft, fügen sie doch einen Wiedererkennungswert hinzu und sorgen zugleich dafür, dass man mitgerissen wird.

Übrigens bekommt Sabotage von den Beastie Boys (der Song aus dem ersten Trailer) einen unfassbar guten Auftritt im Film und darf so ziemlich die coolste Actionszene in einem Star Trek Film EVER untermalen. Ein echtes Erlebnis, dass die Münder in unserem Kino offen stehen ließ und für Szenenapplaus sorgte.

Fazit:
Star Trek Beyond ist als dritter Eintrag im neuen Star Trek Universum nicht nur eine mehr als würdige Fortsetzung zu Abrams genialem Reboot und der (zumindest in meinen Augen) nicht minder gelungenen Fortsetzung. Lin gelingt es optisch einen Leckerbissen zu schaffen bei dem die Charaktere nicht auf der Strecke bleiben. Alle Figuren entwickeln sich weiter und sehen sich mit neuen Herausforderungen konfrontiert. Giacchinos Score untermalt das Geschehen herausragend und zudem besinnt sich der Film immer wieder auf alte Tugenden der TV-Serie. Ein durch und durch gelungener dritter Streich und der vielleicht bisher beste Film mit der neuen Crew, die gewachsen und nun mehr denn je als echtes Kollektiv auftritt.

9/10 Punkte bzw 4,5/5 Hüte

für ein ganz großes Kinoerlebnis, dass sich niemand entgehen lassen sollte, der mit Abrams Star Trek und oder Sci-Fi im allgemeinen etwas anfangen kann!

Ein kleiner Nachtrag zu den leider verstorbenen Crewmitgliedern der Enterprise:

Anton Yelchin hat auch hier erneut als Pavel Chekov eine tolle Leistung gebracht und war für einige Lacher gut. Es ist traurig, dass dieser junge Darsteller vor kurzem von uns gehen musste und sowohl er als auch der verstorbene Leonard Nimoy wurden am Ende im Abspann direkt gewürdigt. Es ist schade, die beiden nie wieder in einem Film sehen zu können und dass sie in Zukunft kein Teil von Star Trek mehr sind - aber sie werden es immer bleiben.

I have been - and always shall be - your friend. Live long and prosper!



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Star Trek Beyond Bewertung
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