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The Other Side of the Door

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Horror zum Weglaufen - The Other Side of the Door

The Other Side of the Door Kritik

The Other Side of the Door Kritik
0 Kommentare - 04.05.2016 von ZSSnake
In dieser Userkritik verrät euch ZSSnake, wie gut "The Other Side of the Door" ist.
The Other Side of the Door

Bewertung: 1.5 / 5

Sneakpreviewzeit ist oftmals Überraschungszeit und mitunter auch Mistzeit. Heute war - und so viel greife ich voraus - wieder einer dieser Tage. Es lief The Other Side of the Door, ein Horrorfilm von dem ich im Vorfeld ein bisschen was gehört hatte. Es war ein klassischer US-Frühjarhsrelease und echter moderner Horror von der Stange.

Inhalt:

Trailer zu The Other Side of the Door


Maria und ihr Mann Michael leben in Indien. Nachdem ihr Sohn Oliver bei einem Autounfall ums Leben kam, bei dem Maria und ihre Kinder in einen Fluss gedrängt wurde und sie nur ihre jüngere Tochter Lucy aus dem Wagen ziehen konnte, ist sie ein Wrack. Doch die Haushälterin Piki hat eine Idee für Maria, wie sie noch ein letztes Mal mit ihrem Sohn reden kann. In einem alten Tempel gibt es eine Tür und mithilfe der Asche ihres Sohnes kann Maria durch die Tür hindurch mit dem Geist ihres Sohnes sprechen. Alles jedoch unter der Bedingung, die Tür unter keinen Umständen zu öffnen...

Review:


Der geneigte Horrorfilmfan weiß natürlich genau worauf diese Geschichte hinauslaufen wird. Maria öffnet die Türe und unschöne Ereignisse nehmen ihren Lauf. So voraussehbar wie die Geschichte klingt ist sie dann auch. The Other Side of the Door ist Horror, der so dermaßen von der Stange ist, dass es schon fast wehtut.

Atmosphärisch ist der Film von Beginn an eine Katastrophe. Obgleich gefühlt 90% des Films im Dunkeln spielen, gelingt es Regisseur Johannes Roberts zu keinem Zeitpunkt eine konsistente Atmosphäre der Bedrohung aufzubauen. Wenn der Grusel droht ist das Schema jedes Mal das gleiche. Es wird ruhig, ruhiger, still, man wandert durch dunkle Gänge bis - BUH - Lautes Geräusch - Jump-Scare. Es ist so erbärmlich dieses Schema wieder und wieder durchzunudeln, dass der Film stellenweise fast wie eine Persiflage aufs Horrorgenre wirkt. Als wolle er so dermaßen auf den Konventionen rumreiten um zu zeigen wie es eben nicht geht.

Die Darsteller arbeiten sich durch die Bank vergleichsweise lustlos durch das krude Skript um indische Folklore, seltsame mit Asche beschmierte, halbnackte Kerle, Geister und Dämonen. Dabei sticht Sarah Wayne Callies als Maria noch am ehesten heraus. Die Kinderdarsteller sind definitiv eher aus der Kategorie "nervig und anstrengend", sodass man sich jedes Mal wünscht der nächste viel zu abrupte Cut möge bald kommen und uns an einen anderen Ort oder in einen besseren Film befördern.

Das Kreaturendesign, wenn man es denn so nennen kann, bedient sich ebenfalls in den gängigen Horrorklischees, da wären starre Gesichter, kreischende Geisterwesen, weit aufgerissene Münder und Augen, irgendwas was auf allen vieren kriecht und dabei Geräusche macht wie brechendes Holz. Man kennt das, man hat es alles irgendwo schon gesehen - in jedem Fall besser - und man fragt sich, ob in diesem Film irgendwo auch nur ein Funke Originalität steckt. Sicher, die Idee den Ort des Geschehens nach Indien zu verlegen ist optisch irgendwie was neues, aber es ändert nichts daran, dass es im Kern ein platter Mix aus Geistergeschichte und Besessenheitsgrusel ist. Da hilft es auch nicht mit einem Stofftiger namens Khan und einem Geist, der darauf besteht aus dem Dschungelbuch vorgelesen zu bekommen zu winken, um klarzumachen, dass man sich kulturell wo ganz anders befindet.

Score ist praktisch nicht vorhanden, die wenigen Momente wo er zum Vorschein kommt sind bewusst auf die emotionale Involvierung des Zuschauers zugeschnitten. Klavierstücke für die Tränendrüse, düstere Scores für die Angst - nur dass es eben nicht so einfach funktioniert und die emotionale Verbundenheit zu den Figuren überhaupt erst entstehen müsste, damit man sich um sie schert. So sind es ein paar Bilder zu Beginn die suggerieren, dass diese Familie einen Sohn verloren hat. Kurze Dialoge die lustlos runtergespielt werden lassen einen da nun nicht mitfühlen. Und den kleinsten gemeinsamen Nenner - nämlich dass der Verlust eines Kindes schlimm ist - auszuspielen ist eben nicht ausreichend, um den Zuschauer ohne weiteres mitfühlen zu lassen.

Die wenigen Momente in denen der Film wirklich mal so etwas wie Atmosphäre aufkommen lässt oder einem einen Hauch von Gänsehaut über den Rücken jagt reichen beiweitem nicht aus um den Film vor einem Totalausfall zu retten. Einzig wer generell bei Horror auf Distanz bleibt und zufällig mal einen Horrorfilm sehen möchte, dürfte vom Präsentierten zu beeindrucken sein - jeder der auch nur dann und wann Horrorfilme guckt dürfte jeden einzelnen Scare bereits Minuten im Vorraus kommen sehen.

Fazit:


The Other Side of the Door kann gerne draußen bleiben. Der Riegel bleibt bei dieser Horror-Stangenware fest vorgeschoben. Wäre es nicht Sneakpreview gewesen wäre ich wirklich sauer überhaupt Zeit für dieses Machwerk investiert zu haben. So bleibt es ein enttäuschender Film von mit interessanter Location, mäßigem Score, lustlosen Darstellern und ein paar Scares, die den Horrorfan kaum schocken dürften.

1,5/5 Hüte bzw. 3/10 Punkte für diese Horrorgurke sowie die Empfehlung nen weiten Bogen drumherum zu machen.

The Other Side of the Door Bewertung
Bewertung des Films
310
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