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Star Wars - Die letzten Jedi

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Der beste seit Empire! - The Last Jedi

Star Wars - Die letzten Jedi Kritik

Star Wars - Die letzten Jedi Kritik
48 Kommentare - 14.12.2017 von ZSSnake
In dieser Userkritik verrät euch ZSSnake, wie gut "Star Wars - Die letzten Jedi" ist.
Star Wars - Die letzten Jedi

Bewertung: 5 / 5

Diese Review ist spoilerfrei!

Es war einmal in einer Mitternachtspremiere im UCI in Duisburg...


Star Wars - Episode VIII


The Last Jedi


Es herrschen Verwirrung und Verdruss im Star Wars Universum. Seit dem Kauf von LucasArts durch das Disney-IMPERIUM leidet das gesamte Franchise unter massiver Abnutzung und eine Übersättigung macht sich langsam breit. Überall und jederzeit hört man, sieht man und liest man Star Wars. Doch ein Mann stellt sich diesem Hype mit der einzigen Waffe, die ihm einfällt: Ignoranz.

Inhalt:
Durch die Zerstörung der Starkiller-Base hat der Widerstand um Leia scheinbar einen großen Sieg über die Erste Ordnung errungen, doch der Siegestaumel währt nicht lange, denn die letzten verbleibenden Mitglieder des Widerstandes werden ohne den Rückhalt der neuen Republik gnadenlos gejagt. Und so ist es an einigen wenigen Mitgliedern des Widerstandes den Funken Hoffnung zu finden, der aus der scheinbar ausweglosen Lage herausführt. Könnte dieser Funke Luke Skywalker sein, der letzte der Jedi?

Review:
Soviel vorab - ich habe mich persönlich seit über einem Jahr aus jedem News-Thema zu Star Wars herausgehalten und seit dem Erscheinen des Teasers damals kein weiteres Bildmaterial zum Film gesehen. Genausowenig habe ich irgendwas zum Film gelesen. Der Teaser hatte mich geflasht, begeistert und ich war bereit mich von diesem zweiten Film der neuen Trilogie verzaubern zu lassen ohne diese Erfahrung durch irgendwelche Spoiler zu ruinieren. Nicht-Wissen ist ein Segen und in unserer heutigen Zeit, in der jeder Trailer und jedes Bild das fragile Gebilde der Erwartung weiter und weiter erschüttern und ein Hype sich unweigerlich bildet, habe ich mich nie so gut gefühlt wie mit dieser Konsequenz der Ignoranz. Und es ist auf jeden Fall klar, dass es sich gelohnt hat wie ein Mönch in Star Wars-Abstinenz zu leben.

Episode VIII hat an so vielen Stellen Überraschungen zu bieten und Momente des Staunens. Und obgleich der Plot im Kern sehr gradlinig ist, bleibt der Film über die volle Laufzeit absolut spannend. Vielleicht ist es grade diese Jagd, die Unmittelbarkeit und die fast greifbare Verzweiflung des Widerstands im Angesicht der Ersten Ordnung, die den Film so unglaublich intensiv machen. Die Ausgangslage ist dabei einfach und klar: Rey ist auf dem Planeten, auf dem sich Luke Skywalker versteckt hält und versucht ihn dazu zu bewegen, sich dem Widerstand anzuschließen. Außerdem soll er ihr erklären, was es mit der Macht auf sich hat, in der sie so überraschend stark ist. Andernorts flieht das was vom Widerstand übrig ist vor der Ersten Ordnung.

Diese beiden parallelen Handlungsstränge führen den Zuschauer, unterstützt von ein paar Sub-Plots, durch den Film. Wobei jede der Figuren genug Raum erhält, sich zu entfalten und zu glänzen. Poe Dameron, Finn, Rey, BB-8, Chewie, Luke, Leia, Kylo Ren - und auch die eine oder andere weitere neue oder alte Figur - alle fühlen sich nach Star Wars an, alle haben ihren Platz und erleben ihre eigenen kleinen und großen Abenteuer. Wodurch eine Dynamik entsteht, die tatsächlich ein wenig an Episode V oder VI erinnert, da auch dort mehrere Handlungsstränge parallel verliefen. All das sorgt dafür, dass der Film mit vielen neuen Schauplätzen aufwarten kann, dabei dieses "neue" alte Universum erforscht und die Handlung aus Episode VII logisch und sinnvoll erweitert und fortführt. Und bei den Figuren entwickelt sich grade im Bezug auf Rey und Kylo Einiges voran und wir erfahren vor allem das eine oder andere über deren Hintergründe, die in Episode VII nur angedeutet wurden. Ob dabei jeder vollauf zufrieden mit jeder Entwicklung sein wird, vermag man jetzt noch nicht zu sagen, die Tendenz geht aber vermutlich in die Richtung, dass der Film zu einem Grad polarisieren wird.

Für mich persönlich war vor allem ein Aspekt ganz essenziell: Die Emotionen. Nicht bloß der Spaß an der Sache, der zweifellos in hohem Maße gegeben war und auch durch, immer wieder gekonnt eingestreute, humoristische Momente ein ums andere Mal in den Vordergrund rückte. Nein auch und vor allem eben dieses Feeling - die WOW-Momente, die Momente der Gänsehaut, die Momente der Begeisterung, die Momente, in denen man vorne auf der Kante seines Kinosessels sitzt, die Hände ringt und hofft und betet und mitfiebert. Mit diesen Figuren, die man nach Episode VII nun in sein Herz geschlossen hat. Grade Poe, Finn, BB-8 und Rey - das neue "Team" dieser Trilogie - gewinnt weiter an Sympathie und Tiefe. Die Stärken und Schwächen der einzelnen Figuren werden weiter ausgelotet und emotionale Hintergründe und Verbindungen werden verstärkt.

Ganz wichtig hierbei ist auch, dass der Film sich trotzdem weiter und vielleicht noch stärker als zuvor, zu Mysterien bekennt. Er liefert nicht alle Antworten auf alle Fragen. Vieles, grade im Bezug auf die Macht und Rey und Kylo, bleibt im Dunkeln. Nicht alles und jedes wird erklärt und haarklein auseinandergenommen. Ähnlich wie damals in Episode IV ist der Film voll von Geheimnissen und Momenten, die einfach die Größe und Faszination dieses Universums zeigen und einen darin eintauchen lassen. Der gesamte Film ist ein Film der Figuren, der Charaktere. Dialoge und Interaktion zwischen Figuren finden statt und das Gefüge innerhalb der Truppe wird abgeklopft. Am Ende haben wir ein stärkeres Gefühl dafür, wer zu wem wie steht, wo Freundschaften liegen, wie Feinschaften aussehen und wie der Status Quo nun ist. Und trotzdem haben wir nicht das Gefühl alles zu wissen oder wie ein kleines Kind alles erklärt bekommen zu haben. Wir haben ein unglaublich spannendes Abenteuer an der Seite lieb gewonnener Figuren erlebt und dabei Dinge gesehen und erfahren, die wir nicht vollends begreifen. Dinge, die uns aber nichtsdestrotrotz staunen, rätseln und nachdenken lassen.

Dabei wird alles weiterhin gerahmt von Williams nach wie vor tollem Score, der zwar nur relativ wenige neue Stücke bietet, aber vor allem mit den neuen und liebgewonnenen Stücken aus Episode VII arbeitet und sie ins Soundgewand der bisherigen Filme einflechtet. Ich habe an einigen Stellen gelesen, dass es manche stört, dass der Film so wenig neue, große WOW-Momente auf der musikalischen Seite hat. Allerdings war es für mich zu keinem Zeitpunkt ein valider Kritikpunkt bei allem was wir aus inzwischen 8 anderen Filmen an epochalem Score zur Verfügung haben, der ohnehin quasi fast alles im Vergleich nichtig und klein erscheinen ließe. Der Score ist und bleibt spektakulär gut und auch wenn er viele Selbstzitate nutzt, überzeugt er doch auch grade deshalb umso mehr. Star Wars braucht Star Wars Sound und den bekommt man durchgehend, mitreißend und begeisternd.

Zu guter Letzt: Audiovisuell ist der Film über jeden Zweifel erhaben. Die Sounds sind durchgehend perfekt gewählt und fühlen sich durchgehend nach Star Wars an und man hat heute wieder mehr denn je das Gefühl in einem Universum zu sein, in dem sich die Uhr auch weiterdreht, wenn wir als Zuschauer grade nicht dabei sind. Visuell ist der Film trotz oder grade durch die vielen neuen Schauplätze absolut Star Wars in Reinform und viele der großen WOW-Momente entstehen natürlich durch die unglaublichen und wunderschönen Schauplätze, von denen es damals wie heute etliche gibt, wodurch der Film visuell auch niemals langweilig wird.

Fazit:
The Last Jedi beschreitet mutig so manchen neuen Weg. Er traut sich seine eigene Geschichte auf Basis der Ereignisse aus Episode VII zu erzählen und dabei die neuen Figuren weiter auf ihrem Pfad zu führen. Als ich am Ende des Abspanns den Saal verließ wollte ich wissen wie es weitergeht, obwohl der Frust darüber, noch zwei Jahre warten zu müssen, nicht so unmittelbar war wie damals nach Episode VII. Nicht etwa, weil der Film etwas falsch gemacht hätte, sondern weil er so unfassbar viel richtig gemacht hatte. Jede Nuance, jede Emotion, quasi jeder Moment war so voll von Spannung, Begeisterung und STAR WARS, dass ich - nochmals, wohlgemerkt: KOMPLETT UNGESPOILERT - am Ende dermaßen befriedigt und begeistert das Kino verließ, dass diese positive Emotion alles Weitere überstrahlte. Episode VII hatte zudem die unglaubliche Antizipation was danach passieren würde, wo Rey Luke doch nun endlich gefunden hatte. Episode VIII entlässt einen runder, etwas weniger "zielgerichtet" offen und doch vollkommen offen in eine ungewisse Zukunft.


Johnson hat die Essenz von Star Wars - das Abenteuer in einer unbekannten Galaxis voller liebgewonnener Figuren - so völlig verinnerlicht und auf die Leinwand gebannt, dass hier der Weg das Ziel ist und ihm ist damit in meinen Augen tatsächlich der beste Star Wars Film seit Episode V gelungen und zugleich der beste dieser neuen Filme aus dem Hause Disney. Begeistert vergebe ich somit


10/10 Punkte bzw 5/5 Hüte


und empfehle jedem mit so wenig Spoilern wie möglich (so das denn noch möglich ist zu diesem Zeitpunkt) und vor allem offen für neue Wege ins Kino zu gehen und sich einfach mitreißen zu lassen. The Last Jedi ist es wert!

Star Wars - Die letzten Jedi Bewertung
Bewertung des Films
1010
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48 Kommentare
MJ-Pat
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ZSSnake : : Expendable
30.10.2018 13:43 Uhr | Editiert am 30.10.2018 - 13:47 Uhr
0
Dabei seit: 17.03.10 | Posts: 7.305 | Reviews: 138 | Hüte: 338

@ Sully/MrBond:

Ich denke, ähnlich wie Jool, dass der Gedanke eines Gleichgewichts irgendwie zur mystischen Komponente der Macht gut dazupasst, egal wie man es nun für sich ausdeutet bzw. auch einfach ignoriert. Midichlorianer brauchen wir nicht drüber reden, in der OT gab es sie nicht, die Prequels haben eh keine Ahnung und die neue Trilogie ignoriert sie wohl nicht ohne Grund.

Aber diese Gleichgewichts-Idee hatte so ein bisschen was "Yin und Yang"-Mäßiges für mich, als wäre die Macht eben wirklich eine mystische Kraft oder Energie die uns alle erfüllt und die besonders gut wirkt, wenn Hell und Dunkel eben ein Gleichgewicht besitzen. Empfand ich persönlich eher als Vertiefung der Gedanken aus der OT und weniger als Verschlimmbesserung wie der Midichlorianer-Unfug.

Kann aber auch gut sein, dass Anakin wirklich nur sein eigener Zwilling aus nem Dreier zwischen Schmi und nem hellen sowie dunklen Machtgeist war, entstanden an nem einsamen Abend an dem eine doppelte Sonnenfinsternis auf Tatooine herrschte. So ähnlich soll ja auch Obi-Wans Bart entstanden sein...

"You will give the people of Earth an ideal to strive towards. They will race behind you, they will stumble, they will fall. But in time, they will join you in the sun, Kal. In time, you will help them accomplish wonders." (Jor El, Man of Steel)
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luhp92 : : BOTman Begins
30.10.2018 12:26 Uhr
0
Dabei seit: 16.11.11 | Posts: 10.578 | Reviews: 146 | Hüte: 337

Das, was Jool schreibt wink

- "Sie sind ein Erpresser und ein Bandit, Mr. Shatterhand."
- "Willkommen in Amerika!"

MJ-Pat
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MB80 : : Cheddar Goblin
30.10.2018 12:19 Uhr
0
Dabei seit: 01.06.18 | Posts: 337 | Reviews: 11 | Hüte: 23

Sully, MrBond:

Nah dran... hier ist die ultimative Erklärung für die Empfängnis von Space Jesus a.k.a. Anakin Skywalker: CLICKBAIT!

Bitte im Timer auf 8:29 gehen... Das ganze Video funktioniert aber auch gut als Kommentar auf diese Fan Fiction, die alles bis ins Detail erklären will wink

“Who’s fucking with my medicine?“

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Jool : : Odins Sohn
30.10.2018 12:07 Uhr
0
Dabei seit: 20.02.13 | Posts: 818 | Reviews: 0 | Hüte: 56

MrBond, Sully: Die Midichlorianer sind mir eigentlich schon immer ziemlich am Allerwertesten vorbeigegangen. Ähnlich sinnvoll wie der Powerlevel bei DBZ-Charakteren ("over 9000?!?"). Schön wenn sie es messen können, ich ignorier das ganze einfach.

Was das Gleichgewicht angeht, passt das finde ich schon eher zur OT oder macht zumindest mir da nichts kaputt. Die Macht ist Energie, das Leben usw.. so wie von Yoda auf Dagobah angesprochen. Trifft für mich wieder eher die philosophische mystische Richtung als die messbare.

Was die "es gibt keinen Vater"-Thematik angeht.. bei dem Satz drehen sich mir immer wieder die Zehennägel auf.. da trifft es wohl Ben Kenobi perfekt: "Als ob Millionen in panischer Angst aufschrien und plötzlich verstummten... Etwas furchtbares ist passiert!"

Da gefällt mir ja die Theorie noch besser, dass Darth Plagueis durch Manipulation der Macht dafür verantwortlich war. Dürfte aber auch nicht Kanon sein, somit bleibt uns nur die noch dämlichere Erklärung aus den Filmen.

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MrBond : : Imperialer Agent
30.10.2018 12:03 Uhr
0
Dabei seit: 03.12.14 | Posts: 2.649 | Reviews: 19 | Hüte: 357

@Sully

Das ist jetzt aber schon etwas unter der Gürtellinie... gefällt mir. smile

Die Erklärung ist aber so einfach... die gute Frau hat einfach nicht mitbekommen, dass sie mit 2 Machtgeistern einen... öhm.. Du weißt schon was hatte. Damit wäre auch geklärt, warum die Midichlorianerkonzentration die Skala gesprengt hat. Anakin war sein eigener Zwilling... Beobachter dachten, er sei einfach nur schizophren. Und somit wird auch klar: Obi Wan hatte recht, als er Luke erklärte, sein Vater sei von Vader ermordet worden.

So fügt sich alles zusammen und macht plötzlich Sinn...

Sehe ich so aus als ob mich das interessiert?!"

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Sully : : Elvis Balboa
30.10.2018 11:54 Uhr
1
Dabei seit: 29.08.09 | Posts: 9.877 | Reviews: 30 | Hüte: 379

@MrBond

Und was lernen wir daraus? Richtig, masturbieren kann eben doch zur Schwangerschaft führen.

Es kommt im Leben nicht darauf an wie viel Du austeilst, sondern darauf wie viel Du einstecken kannst und trotzdem weiter machst!

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MrBond : : Imperialer Agent
30.10.2018 11:36 Uhr
0
Dabei seit: 03.12.14 | Posts: 2.649 | Reviews: 19 | Hüte: 357

@Sully

Ging mir auch so. Dachte nur "Wtf? Plötzlich soll da ein kleiner Anakin rausgeflutscht sein?" Klar... Mythologie hoch 10... kennen wir ja aus der Bibel. Aber mir gefällt der Gedanke nicht, dass sich die Macht selbst "überlegt" hat, so, jetzt bastel ich mir mal meinen eigenen Messias!

@luhp92

Das war auch nur eine eleganter Versuch, meinem Unmut über die Gesamtsituation Luft zu machen. Die Erklärung der mystischen Macht wird sowohl mit Midichlorianern, als auch der physikalischen Beschreibung eines "Macht-Gleichgewichts" (à la Energieerhaltungssatz) komplett untergraben. Das märchenhafte, was ich an Star Wars so lieb(t)e wird praktisch demontiert.

Sehe ich so aus als ob mich das interessiert?!"

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Sully : : Elvis Balboa
30.10.2018 11:26 Uhr | Editiert am 30.10.2018 - 11:53 Uhr
0
Dabei seit: 29.08.09 | Posts: 9.877 | Reviews: 30 | Hüte: 379

@MrBond

Ich erinnere mich noch mit Grausen daran, als ich im Kino saß und plötzlich dieser Dialog zum Besten gegeben wurde: "Wer war sein Vater? "Es gab keinen!".

Hätte ich ein Programmheft gehabt, hätte ich zunächst nochmal draufgeschaut ob ich im richtigen Film sitze und dann wohl unkontrolliert damit um mich geschlagen.

Midichlorianer gibts zudem für mich bis heute maximal in der Apotheke.

Was die Filme an sich angeht, halte ich es mit Dir. Die Magie, das Zauberpulver und die Figuren waren mir schon immer wichtiger als eine Analyse dazu, ob auch alles akkurat und schlüssig ist. Solange ich mich wohlfühle macht der Film das Meiste richtig.

Es kommt im Leben nicht darauf an wie viel Du austeilst, sondern darauf wie viel Du einstecken kannst und trotzdem weiter machst!

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luhp92 : : BOTman Begins
30.10.2018 11:26 Uhr
0
Dabei seit: 16.11.11 | Posts: 10.578 | Reviews: 146 | Hüte: 337

@MrBond

Von Midi-Chlorianern ist hier doch gar nicht die Rede.
Und ich gehe davon aus, dass sich keiner von uns darauf bezieht.

- "Sie sind ein Erpresser und ein Bandit, Mr. Shatterhand."
- "Willkommen in Amerika!"

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MrBond : : Imperialer Agent
30.10.2018 11:10 Uhr | Editiert am 30.10.2018 - 11:11 Uhr
0
Dabei seit: 03.12.14 | Posts: 2.649 | Reviews: 19 | Hüte: 357

Auf die Gefahr hin, dass ich mich als Sünder oute... ist das schlimm, wenn mir dieser ganze Macht-Gleichgewichts-Quatsch am Allerwertesten vorbei geht? Das ist mir sowas von Banane, wie irgendwelche Midichlorianer-Gleichgewichte durch Jungfrauengeburten, oder sonstigen (mMn) Mumpitz hergestellt, oder umverteilt werden... ich kann gar nicht sagen, wie egal mir das ist... Für mich einfach nur eine der bescheuerten Erfindungen, die es gibt, seit man beschlossen hatte, die PT komplexer, als die OT zu gestalten...

Sehe ich so aus als ob mich das interessiert?!"

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luhp92 : : BOTman Begins
30.10.2018 10:11 Uhr
0
Dabei seit: 16.11.11 | Posts: 10.578 | Reviews: 146 | Hüte: 337

@Jool

Schön erklärt!
So könnte man das auch auffassen.

- "Sie sind ein Erpresser und ein Bandit, Mr. Shatterhand."
- "Willkommen in Amerika!"

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Jool : : Odins Sohn
30.10.2018 01:00 Uhr | Editiert am 30.10.2018 - 01:00 Uhr
1
Dabei seit: 20.02.13 | Posts: 818 | Reviews: 0 | Hüte: 56

@Elwood, ZSSnake, Luhp, MB80:

soweit ich weiß hat Lucas in einem Interview bestätigt dass Anakin der Auserwählte ist. Da ging es darum, ob nicht doch Luke der Auserwählte wäre, nachdem Anakin doch zu Vader wurde.

Und hier mal mein Erklärunsversuch der grundsätzlich auf dem Filmkanon aufbaut: Vader hat die Macht durch den Tod von Sidious und ihm selbst ins Gleicjgewicht gebracht (soweit sagt das auch der aktuelle Kanon). Bekannt ist aus den Filmen auch, dass die Jedi MIT der Macht arbeiten,sich von ihr leiten und führen lassen. Sie sind Bewahrer des Friedens, die für Harmonie und Gleichgewicht eintreten. Die Macht verbindet Leben und die Jedi wollen diese Verbindung wahren. Die Sith stehen im Gegensatz dazu für Chaos und arbeiten nicht mit der Macht. Sie wollen sie kontrollieren, für sie ist die Macht ein Werkzeug/eine Waffe die sie sich zunutze machen wollen. Die sie mehr oder weniger aus der Umgebung saugen.

Das kommt auch gut in Episode 3 raus, wenn Windu und Yoda davon sprechen dass ihre Verbindung zur Macht abnimmt und die dunkle Seite wie ein Schatten darüber liegt (was ihre Fähigkeit die Zukunft zu sehen beeinträchtigt hat). Umgekehrt dazu wird Sidious mitten unter ihnen immer mächtiger und die Jedi bemerken es nicht bzw. sind nicht in der Lage etwas zu unternehmen obwohl sie wissen dass ein dunkler Lord der Sith auf der Bildfläche erschienen ist. Die dunkle Seite geht in diesem Fall also auf Kosten der Macht der Jedi.

Obi Wan sagt im Duell mit Anakin dann auch dass er „de Macht ins Gleichgewicht bringen und nicht in die Dunkelheit stürzen“ sollte. Durch die Vernichtung der Jedi ist mehr oder weniger nur mehr der Sith, der die Macht als Werkzeug missbraucht, da. Sie liegt also in der Dunkelheit, das komplette Gegenteil vom vorausgesagten Gleichgewicht. Erst durch den Tod der Sith ist der „normale“, sprich nicht manipulierte Fluss der Macht wiederhergestellt und ohne den Missbrauch der Sith ist ein natürliches Gleichgewicht vorhanden.

Inwieweit das jetzt mit EU oder Fortsetzungen passt..naja, vielleicht dass nie mehr so ein starkes Ungleichgewicht kommen wird und es sich von alleine ausbalanciert..?

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luhp92 : : BOTman Begins
30.10.2018 00:06 Uhr
0
Dabei seit: 16.11.11 | Posts: 10.578 | Reviews: 146 | Hüte: 337

@MB80

Ohne George Lucas Talente als Storyautor gäbe es heute keinen "Star Wars", keinen "Indiana Jones" und keinen "Willow".

- "Sie sind ein Erpresser und ein Bandit, Mr. Shatterhand."
- "Willkommen in Amerika!"

MJ-Pat
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MB80 : : Cheddar Goblin
29.10.2018 23:04 Uhr | Editiert am 29.10.2018 - 23:05 Uhr
0
Dabei seit: 01.06.18 | Posts: 337 | Reviews: 11 | Hüte: 23

Luhp92:

„...was er ohne Frage am Besten kann, ist das Schreiben von Filmstorys.“

Sorry jetzt trolle ich laughing

Bild

“Who’s fucking with my medicine?“

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luhp92 : : BOTman Begins
29.10.2018 22:57 Uhr
0
Dabei seit: 16.11.11 | Posts: 10.578 | Reviews: 146 | Hüte: 337

@MB80

Zutrauen würde ich das George Lucas auf jeden Fall, er ist ja kein Dummer und was er ohne Frage am Besten kann, ist das Schreiben von Filmstorys. Aber wie gesagt, diese Interpretation bricht mit dem EU, das von Lucas ja immer als Kanon angesehen wurde, daher bin ich da zwiespältig.

- "Sie sind ein Erpresser und ein Bandit, Mr. Shatterhand."
- "Willkommen in Amerika!"

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